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Ankommen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Ankommen intrs., trs., ntr.

Bd. 1, Sp. 156a
Ankommen, v. unregelm. (s. Kommen). I) intrs. mit sein. 1) An etwas nahe kommen, sich nähern. Da kömmt er an. Laß ihn nur ankommen! Er mag nur ankommen. Uneigentlich. Ih kann ihm gar nicht ankommen, ihm gar nicht beikommen, ihm nichts anhaben. 2) An einen Ort kommen, einen Ort erreichen, wohin etwas kommen wollte oder sollte. Gegen Abend kam ich an Ort und Stelle an. Die Post kömmt eben an. Zu Fuß, zu Pferde, zu Wagen, zu Schiffe, zu Wasser ankommen. It ein Brief an mich angekommen? 3) I uneigentlichen Bedeutungen. (1) Х Eingang mit etwas finden. Bei mir kömmt er nicht an, bei mir richtet er nichts aus, findet er keinen Eingang. »Ih habe ihm schon gesagt, daß er bei mir unrecht ankömmt.« Weiße. auch allein, ich hoffe wol, daß er ankommen wird. Damit würde ich bei ihm schlimm ankommen. Er ist übel oder blind angekommen. »Ih wäre schön angekommen, wenn er mir gefolgt wäre.« Weiße. Auch ohne Beisatz, wo man es dann aber immer in schlimmer Bedeutung nimmt. »Geh nur, du wirst mit der guten Zeitung bei ihm ankommen.« Weiße. Warte, du sollst ankommen. (2) Х Befördert, versorgt werden. Er ist gut, wohl, schlecht angekommen. Wer gar zu bieder ist, bleibt zwar ein redlich Mann, Bleibt aber, wo er ist, kommt selten höher an. Logau. Seine Kinder sind alle gut, er selbst aber bei seiner zweiten Heirath sehr schlecht angekommen. II) als trs. oder vielmehr imp. mit dem vierten Falle war ankommen sonst, wo es auch die Bedeutung von anfallen hatte, gewöhnlicher als jetzt, und diese Fügung ist unstreitig die richtigere, wenn man auf den Ursprung derselben sieht, indem man durch, es kömmt ihn an, eigentlich sagen wollte, es kömmt an ihn. So lange man sich des Ursprungs der eigentlichen Bedeutung bewußt war, setzte man das Personenwort in den vierten Fall; da man aber anfing, sich desselben nicht mehr deutlich bewußt zu sein und das Ganze nur noch den Begriff des Begegnens, Widerfahrens, Zustoßens erweckte, fand man es natürlicher, denselben Fall der Person, der mit begegnen, widerfahren und zustoßen verbunden wird, damit zu verbinden, welche Verbindung dann nicht allein die gewöhnlichere, sondern auch die angemessenere ist, da man bei jenem Ausdrucke und andern ähnlichen an die ursprüngliche Wortbedeutung nicht mehr denkt. Mit dem vierten Falle wird ankommen noch verbunden, wenn es die Bedeutung von befallen hat. Es kömmt mich ein Frost, eine Angst, eine Furcht an. Es kam ihn der Schlaf an. »Sobald sie die Laune dazu ankam.« Attisches Musäum. III) ntr. mit sein. 1) Gleichsam an die Empfindung kommen, empfunden werden. Es kömmt mir leicht, schwer, sauer, hart an, es fällt mir leicht  etwas zu leiden oder zu thun. 2) I Verbindung mit auf und lassen, abwarten, was geschehen wird. Ih mag es auf seinen Anspruch nicht ankommen lassen. Ih will es aufs Glück ankommen lassen. Ih lasse es aufs Äußerste ankommen. 3) Den Grund einer Sache enthalten, der Gegenstand eines Geschäfts sein, in welcher Bedeutung es meist unpersönlich gebraucht wird. Es kömmt bei allen Unternehmungen viel auf das Glück an. »Kömmt es auf mich an, ob ich lieben will oder nicht?« Weiße. Es kömmt auf einen Versuch an. Auf die Erhaltung seiner Gesundheit kömmt sehr vieles an. »Es muß Inen auf einen Tag nicht ankommen.« Lessing. — Das Ankommen. »Was für Alltagsgesichter unter den Damen! dachten sie bei sich selbst, und dennoch, wie ich sehe, hat jedes sein gutes Ankommen.« Kl. Schmidt. S. auch die Ankunft. Von andern in einigen Landschaften noch jetzt üblichen Bedeutungen des Wortes ankommen, verdienen folgende zwar bemerkt, aber in die Schriftsprache gerade nicht aufgenommen zu werden. 1) Für anfangen. Frisch. 2) Für begegnen, antreffen. Haltaus. »Sie erwürgten alles, was sie ankamen.« Luther. 3) Für anfallen, feindlich angreifen. »Wenn mich ein Mörder auf der Straße ankäme, und auf mich stechen oder hauen wollte.« Luther. 4) Für zufallen, zu Theil werden. Haltaus. 5) Für angehen, betreffen, in N. S. 6) Für anfahren, in N. S. 7) Für heranwachsen, in N. S. 8) Für anbrüchig werden, in N. S.
4010 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ankommen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Ankommen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Kommen ,) welches mit dem Hülfsworte seyn verbunden wird. 1. An etwas kommen,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ankommen

    Goethe-Wörterbuch

    ankommen 3. PersSg Präs -ö- B36,262,9 12,256 Vs 24u31u40 B19,86,26 uö Inf ‘an kommen’ T1,120,9 v 26.5./21.6.80 PartPrät …

  3. modern
    Dialekt
    ankommenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    an-kommen st. : 1. 'an Ort und Stelle eintreffen', aaⁿkomme [westl. Teil KU SWPf], -kumme [übrige Pf]. Gruß- und Wunschf…

  4. Sprichwörter
    Ankommen

    Wander (Sprichwörter)

    Ankommen 1. Auf uns kommt es an, ob wir so oder so sein wollen. 2. Es kommt nicht darauf an, wie vielen, sondern was für…

  5. Spezial
    ankommen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an|kom|men vb.intr. 1 (an den Bestimmungsort gelangen) rové adalerch, gní adalerch 2 (Anklang finden) plajëi, (plej, pla…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ankommen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ankommen 2 Komponenten

ank+ommen

ankommen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ankommen als Zweitglied (2 von 2)

herankommen

RDWB1

heran·kommen

herankommen übertr. an j-n nicht (he)rankommen können man konnte an ihn überhaupt nicht rankommen - к нему было не подступиться, к нему нево…

vorankommen

DWB

voran·kommen

-kommen Campe ; die pagasche kömt v . Kramer teutsch-ital. dict. 1 (1700) , 827 b ; vorwärts kommen, oft im übertragenen sinne: lassen sie m…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ankommen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ankommen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „ankommen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ankommen/campe. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ankommen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ankommen/campe.
BibTeX
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