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Streichen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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22 in 17 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Streichen ntr, intrs, trs

Bd. 4, Sp. 703a
Streichen, v. unregelm. ich streiche, du streichest (streichst), er streichet (streicht); unl. verg. Z. ich Strich; Mittelw. d. verg. Z. gestrichen, ein Wort, welches einen gewissen Ton nachahmt und bezeichnet, und welches dann auch von verschiedenen Veränderungen und Handlungen gebraucht wurde, die mit diesem Laute verbunden sind, oder mit demselben gedacht wurden. Es ist I) ntr. mit sein. 1) Von oben herab, oder auch in wagerechter Richtung sich schnell bewegen, wo der Begriff eines eigenthümlichen Lautes, welchen das Wort nachahmet, damit verbunden ist; im N. D. striken. So rufen im N. D. die Arbeitsleute beim Auf= und Abwinden, laß streichen, laß los, laß abfallen. So auch von der schnellen Bewegung der Luft oder des Windes durch einen Raum. Die Luft streicht durch die offenen Zimmer. Die Luft durch das Haus streichen lassen. Die Lüfte, so hier streichen, Sind immer ungesund. Opiz. 2) † Sich nach einer Richtung ausdehnen, es sei in die Höhe oder in die Länge, sich erstrecken. »I pris kan so hohe strichen,« so hoch reichen, d. h. hoch steigen. Burckart von Hohenfels. Der Garten streicht an den Weg, oder bis an den Weg, bis an den Fluß. Das Gebirge streicht von Morgen gegen Abend, nimmt seine Richtung, erstreckt sich vom Morgen gegen Abend. »Eine Richtung, welche auch die darin (in Neuengland) streichenden Bergreihen nehmen.« Ebeling. Am üblichsten ist es in dieser Bedeutung im Bergbaue, wo ein Gang streicht, wenn er sich in die Länge, in wagerechter Linie nach einer der Weltgegenden erstreckt. Das Streichen eines Ganges, oder sein Streichendes, seine wagerechte Richtung nach einer der Weltgegenden; zum Unterschiede von seinem Fallen, seiner Richtung gegen die Gesichtsfläche. Ein Gang gewinnet ein anderes Streichen, wenn er eine andere Richtung nimmt. Der Gang streicht von Morgen in Abend, gegen Abend; von Mittag in Mitternacht  Die streichende Streichlinie, im Festungsbaue, die Linie eines Bollwerkes, welche mit der gegenüber liegenden Gesichtslinie in eine Linie zusammenläuft; zum Unterschiede von der einlaufenden Streichlinie, welche mit der gegenüber stehenden Gesichtslinie einen Winkel macht. Ein streichender Winkel ist eben daselbst ein Winkel, welchen die Streiche mit derjenigen Linie macht, nach welcher das Geschütz bei Vertheidigung eines Ortes gerichtet werden muß. 3) Mit haben. I der schnellen Bewegung an die Ober= fläche eines andern Körpers stoßen, daran leicht hinfahren. Das Kleid streicht auf oder über den Boden, an die Wand, wenn es wiederholt auf denselben und denselben stößt, es streicht auf oder über dem Boden, an der Wand, wenn es denselben oder dieselbe fortwährend berührend darüber oder daran hingezogen wird. Wenn man sagt, mit dem Kleide an die Mauer streichen, so nimmt es schon etwas von dem Wesen eines thätlichen aber unüberleitenden Wortes an. II) intrs. 1) Mit sein, sich nach einer Richtung schnell bewegen, von vielen Vögeln. So streicht bei den Jägern das Geflügel nach dem Geäße, wenn es danach fliegt. Tief um das Schilfgras streicht, Die Erdschwalb' und der Spatz, Hagedorn. Besonders gebraucht man es von dem Fortbewegen, Fortbegeben derjenigen Vögel, welche im Herbste, theils der bevorstehenden Kälte wegen, theils wegen Mangel an Nahrung eine Gegend verlassen und eine andere besuchen; dann aber nach jener wieder zurück kehren. S. Strich, Strichvogel. Dann auch von andern Thieren und von Menschen, für, schnell gehen, laufen. Streichen gehen, im N. D. davon gehen. Durch Feld und Wald streichen. Besonders in verächtlicher Bedeutung in den zusammengesetzten herumstreichen, umherstreichen, durchstreichen, in welcher Bedeutung man im O. D. auch sagt, streinen, stranzen, sterzen, störzen. Ehemahls gebrauchte man es auch für reisen. »Ih bin verre her gestrichen,« ferne her gekommen, bei Schilter. »Ain Arczt chom gestrichen,« gegangen. Horneck. »Sie strichen hinter ihnen her im Streit.« 1 Sam. 14, 22. 2) Mit haben, sich nach der Begattung sehnen, und sich wirklich begatten, bei den Jägern, von Hunden, Wölfen, Luchsen und Füchsen, weil das Empfinden und das Befriedigen des Begattungstriebes bei diesen Thieren mit vielem Laufen verbunden ist, daher man auch laufen und läufisch sein dafür gebraucht. Die Hündinn streicht, hat gestrichen. Mit einander streichen, sich belaufen. Auch gebraucht man es von den Fischen, wenn sie sich begatten und in oder nach der Begattung den Samen fahren lassen. Die Fische streichen, setzen ihren Samen ab, leichen. III) trs. 1) Niederfahren machen; besonders in der Schifffahrt, vermittelst einer Talje, eines Takels oder ähnlicher Werkzeuge niederlassen. Die Stengen werden gestrichen, bei heftigem Sturme, damit das Schiff oben weniger Windfang habe. Die Flagge streichen, sie zum Zeichen der Ehrerbietung, wie auch, zum Zeichen der Unterwerfung, Übergabe, an dem Flaggenstocke herunterfallen lassen. So auch, die Segel streichen. S. Segel. Auch allein für sich, vor einem streichen, nämlich die Segel oder die Flagge. Ein Schiff zum Streichen zwingen. Auch sagt man im Schiffbaue, ein Deck streichen, die Deckplanken und Scherstöcke legen und solche auf die Deckbalken fest spikern. Die Riemen streichen, die Riemen oder Ruder in entgegengesetzter Richtung im Wasser bewegen, den Lauf des Fahrzeuges hemmen, oder zurückrudern. Dies geschieht, wenn die Ruder auf beiden Seiten zugleich in entgegengesetzter Richtung bewegt werden; geschieht dies nur auf einer Seite, so wendet sich das Fahrzeug nach ebenderselben Seite um. Daher die Befehlworte zu Schiffestreich überall, wenn auf beiden Seiten gestrichen werden soll, daß das Fahrzeug rückwärts gehe; streich Backbord, wenn so auf der einen Seite gestrichen werden soll, daß es sich nach der Backbordseite drehe, und streich Steuerbord, wenn es sich nach der Steuerbordseite drehen soll. Streich ohne Zusatz, ist der Befehl ein Takel zu vieren, um etwas zu streichen oder niederzulassen. 2) Mit einem Dinge oder mit der Oberfläche desselben auf oder über der Oberfläche eines andern Dinges der Länge nach hinfahren. Mit der Hand über die Stirn, über die Wangen streichen. Einem den Bart streichen. Eine Katze, einen Hund streichen, mit der Hand über Kopf und Rücken sanft hinfahren, damit liebzukosen. Х Den Fuchsschwanz streichen, einem nach dem Munde reden, im Theuerdank, den Falben streichen, im N. D. auch streichen allein. Er kann gut streichen. Einen streichen, auch, ihn schlagen, sofern dies mit einem Zuge geschiehet und das Werkzeug des Schlages beim Schlagen über den Körper welchen man schlägt, hingezogen wird. »So euch jemand in das Angesicht streichet.« 2 Cor. 11, 20. Ein Kind streichen. Mit Ruthen streichen. Zuweilen auch von solchen Streichen und Bewegungen, wie man beim Schlagen macht, welche man ohne etwas zu treffen, in die Luft macht. »Ih fechte also, nicht als der in die Luft streichet« 1 Cor. 9, 26. 3) Durch solches Streichen etwas verändern, bewirken, hervorbringen, bearbeiten; in vielerlei Fällen. Das Haar aus dem Gesicht streichen, das in das Gesicht hangende Haar mit der Hand über das Gesicht streichend zurückschieben oder legen. Den Schweiß vom Gesichte, den Staub, das Geld  vom Tische streichen, darüber streichend wegschaffen. Das Papier glatt streichen. Butter, Muß  auf das Brot streichen, auf demselben gleich verbreiten; auch schmieren. Einem Kinde Brei in den Mund streichen. Kalk auf die Wand, in die Fugen streichen. Ein Pflaster streichen, auf Leinewand  ausbreiten. Ziegel streichen, sie machen, wobei der weiche Thon in die Form gestrichen und in der Form eben gestrichen wird. Das Streichen im Wasser, nennen die Ziegelstreicher dasjenige Streichen, bei welchem der Ziegelstreicher die gestrichenen Ziegel auch zugleich selbst wegträgt und auf die breite Seite legt; das Streichen im Sande, oder dasjenige Streichen, wenn die Form, der Thon selbst, und die Streichhölzer mit feinem gereinigtem Sande bestreuet werden, wenn der Ziegelstreicher am Streichtische stehen bleibt, und durch eine andere Person die Ziegel wegtragen läßt, welche sie auf die Kante setzt, während daß der Ziegelstreicher in einer zweiten Form einen andern Ziegel formet. Baumwolle streichen, sie auf dem Streichbocke mit der Streiche auseinander ziehen und zu lockern Flieden oder Flethen machen. Wolle streichen, sowol sie schrobeln, als auch, in engerer Bedeutung, sie mit den feinen Kniestreichen nach dem Schrobeln fertig streichen. Den Bogen streichen, den Geigenbogen, d. h. die Haare desselben, mit Geigenharz streichen, bestreichen. Х Die Geige streichen, mit dem Bogen die Saiten derselben streichen, die Geige spielen. Der — bei Kirchenmusik und Gelagen Kräftig den Brummbaß strich — Voß. Ein Stückchen auf der Geige streichen, d. h. spielen. Х Eins streichen, wird im gemeinen Leben auch wol gebraucht für, einen gewissen Tanz (Menuett) wobei mit den Füßen viel über den Boden hingestrichen wird, tanzen. Das Messer auf dem Stahle, Wetzsteine  streichen, es zu putzen und zu schärfen. Die Sense streichen, sie schärfen mit dem Wetzsteine, Stahle oder Streichholze. Gold und Silber auf dem Prüfstein streichen, an den abgeriebenen Theilen die Güte desselben erkennen. Das Getreide im Scheffel streichen, oder den Scheffel streichen, mit dem Streichholze das Getreide im Scheffel gerade streichen und das Überflüssige abstreichen. Ein gestrichener Scheffel. Die Wolle streichen, bei den Zeug= und Tuchmachern, sie kämmen. Die gewalkten Felle streichen, bei den Weißgerbern, den Kalk mit dem Streicheisen aus denselben streichen, bei den Lohgerbern aber, die Haare mit dem Streicheisen wegnehmen. Die Hüte streichen, bei den Hutmachern, sie in heißes Wasser tauchen, und dann dasselbe mit der überflüssigen Farbe aus denselben streichen. Die Dauben streichen, bei den Böttichern, sie mit dem Schnittmesser aushöhlen. I den Pfeifenbrennereien, die fertigen Tabakfpfeifen streichen, sie mit einer gläsernen Röhre oder einem Stücke Achat streichen und ihnen dadurch Glanz und Glätte geben; auch, sie glasen. Lerchen streichen, sie mit Netzen oder Garnen, welche auf der Erde hingezogen werden, so daß die Lerchen hineinlaufen oder fliegen, fangen. Daher das Lerchenstreichen. S. d. und Streichgarn. I einigen engern Bedeutungen: (1) einen Strich über die Oberfläche eines Körpers ziehen; in den zusammengesetzten ausstreichen, durchstreichen, unterstreichen. Dann, durch solches Streichen oder Ziehen eines Striches über oder durch eine Schrift , als schlecht, falsch, ungültig erklären. Etwas streichen, eine Stelle streichen, es, sie ausstreichen. Einen Posten in einer Rechnung streichen. Im ist viel in seiner Rechnung gestrichen worden, viel darin ausgestrichen, viel davon abgezogen worden. (2) I N. D. plätten, bügeln; daher das Streicheisen. (3) I manchen Gegenden, zum ersten Mahle, und zwar flach pflügen. (4) I dem zusammengesetzten Herausstreichen, streichend vor andern hervorheben, durch Striche gleichsam auszeichnen, überhaupt hervorheben, besonders durch Worte leben. S. Herausstreichen. — D. Streichen. D. Streichung. S. auch der Strich.
11071 Zeichen · 153 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    streichenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    streichen stn. das streicheln Kindh. 100,65 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Streichen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Streichen , verb. irregul. Imperf. ich strích, Mittelw. gestríchen, Imperat. streíche oder streich. Es ist ursprünglich,…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    streichen

    Goethe-Wörterbuch

    streichen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Streichen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Streichen , seemännisch das Gegenteil von heißen, also herunterziehen, z. B. die Segel oder die Flagge. Wenn zu den Zeit…

  5. modern
    Dialekt
    streichen

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    streichen s. strichen.

  6. Sprichwörter
    Streichen

    Wander (Sprichwörter)

    Streichen 1. Man streicht oft einem Honig ums Maul und Dreck hinein. 2. Strîkt, Bröderkes, strîkt, hälpt et nich tom Hau…

  7. Spezial
    streichen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    strei|chen (strich, gestrichen) I vb.tr. 1 (über etwas mit der Hand fahren) straiché (-chëia) 2 (beschmieren) straiché s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit streichen

45 Bildungen · 5 Erstglied · 35 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von streichen

stren + -ei + -chen

streichen leitet sich vom Lemma stren ab mit Suffixen -ei und -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

streichen‑ als Erstglied (5 von 5)

Streichende

DRW

streich·ende

Streichende, m. wohnsitzlose Person ein frembder und streichender NÖLGO. 1656(CAustr.) I 7 Faksimile

Streichen der Schicht

Meyers

Streichen der Schicht (oder des Ganges ), die Richtung, in der sich die Schicht oder der Gang horizontal weiter erstreckt ( streicht ). Sie …

streichensemble

DWB

streich·ensemble

streichensemble , n. , zu streichen B 6 a, gruppe von streichinstrumentisten: mögen manche ... volkstümliche tänze und lieder zuvor auch mit…

streichen als Zweitglied (30 von 35)

abstreichen

DWB

abstreichen , abstergere, virgis caedere, ahd. streichôn mulcere ( Graff 6, 743 ), es scheint früher mit dem dat. der person: was hat doch v…

anstreichen

DWB

anst·reichen

anstreichen , illinere, inungere, attingere, nnl. aanstrijken, früher mit dopp. acc., dann mit dat. der person: 1 1) flüssigkeiten, salbe, ö…

aufstreichen

DWB

auf·streichen

aufstreichen , illinere, aptare, attingere, nnl. opstrijken. 1 1) dem brot butter, den wangen schminke, farbe, dem stein gold aufstreichen: …

ausstreichen

DWB

aus·streichen

ausstreichen , nach verschiedenheit der bedeutungen des einfachen streichens, die erst dort gehörig entfaltet werden können. nnl. uitstrijke…

bestreichen

DWB

best·reichen

bestreichen , attingere, berühren, bereichen, ahd. pistrîchan ( Graff 6, 743 ), mhd. bestrîchen, nnl. bestrijken, schw. bestryka, dän. bestr…

būderstreichen

KöblerMhd

būderstreichen , sw. V. nhd. schelten? Q.: WeistGr (1449) E.: s. būderstreich W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 377 (bûderstreichen), DRW

durchstreichen

DWB

durch·streichen

durchstreichen , ahd. durstrîchan Graff 6, 743 , mhd. durchstrîchen, niederd. dôrstrîken Schambach 46 , niederl. doorstrijken. 1 1. untrennb…

einstreichen

DWB

einst·reichen

einstreichen , illinere, nnl. instrijken, schw. instryka, dän. indstryge. 1 1) dem kinde brei mit dem löffel einstreichen, in den mund: mhd.…

erstreichen

DWB

erst·reichen

erstreichen , ahd. arstrîchan, mhd. erstrîchen, 1 1) intr. vagari, progredi, streichen, umher streichen. Stieler 2201 : der vogel erstreicht…

halsstreichen

DWB

hals·streichen

halsstreichen , verb. halsstreiche geben: geslagen und gehalsstraicht colaphizatus Schm. 3, 678 ; und lie sich halstreichin ir wîʒin nack sô…

hauptstreichen

DWB

haupt·streichen

hauptstreichen , n. die richtung eines ganges im bergbau, die er seiner ganzen länge nach am meisten hat. miner. lex. 290 b .

Hehlstreichen

Wander

hehl·streichen

Hehlstreichen Was hilft das Hehlstreichen? Wenn man einem den Kopf abgebissen hat, kann man ihm denselben nicht wieder aufsetzen.

Herausstreichen

Campe

heraus·streichen

Herausstreichen , v. trs . unregelm. ( s. Streichen ), nach außen, nach dem Redenden zu streichen, durch Streichen herausbringen, herausscha…

herstreichen

DWB

herst·reichen

herstreichen , verb. den strich oder gang herwärts nehmen: alle man von Israel, die sich auf dem gebirge Ephraim verkrochen hatten, da sie h…

hinstreichen

DWB

hin·streichen

hinstreichen , verb. 1 1) intransitiv, den strich oder gang hinwärts nehmen, von personen wie gegenständen gesagt: wohnungen liegen auf rück…

hinterstreichen

DWB

hinterst·reichen

hinterstreichen , verb. verstreichen, vergehen: warumb läst du so viel stund, .. ja (ach leider) so viel jahr hinterstreichen, in denen du n…

katzstreichen

MWB

katz·streichen

katzstreichen swV. ‘jmdn. (mit Berührungen) umgarnen, verführen’ sie schinent an den gelezen [Verhalten] / der wibe, die des warten / daz si…

Landstreichen

Wander

land·streichen

Landstreichen Wer das landstreichen gewohnt ist, dem wächst kein Sitzefleisch mehr. Die Römer sagen: aus einem Possenreisser, Schauspieler u…

lerchenstreichen

DWB

lerchen·streichen

lerchenstreichen , n. zunächst die sammlung der lerchen, wenn sie wegziehen wollen. Frisch 1, 607 b ; dann aber, als jägerausdruck, der mass…

Rückenstreichen

Wander

ruecken·streichen

Rückenstreichen Vom Rückenstreichen werde ich nicht satt, sagte die Katze, und nahm ein Stück Fleisch vom Teller.

Rutenausstreichen

DRW

ruten·ausstreichen

Rutenausstreichen, n. wie Ruteaushauen bdv.: Rutenstrafe [wer andere zum Mittäter macht] der solle ... auch zu ruthen-ausstreichen erkant ..…

Rutenstreichen

DRW

ruten·streichen

Rutenstreichen, n. wie Rutestrafe das ruthenstreichen ... ist ... keine newe arth zu peinigen 1647 Rimphof,DrachKö./DRWArch. im fall die mal…

schlagstreichen

DRW

schlag·streichen

schlagstreichen, v. jn. schlagen (I) wir werdint ... ime alß einem ehrlichen mann vor fehrnerer scheltung und mit lauffenden, unzimmenden re…

überstreichen

DWB

ueber·streichen

überstreichen , v. A A. in untrennb. verbindung. A@1 1) etwas ü., bestreichen, beschmieren, von den wbb. seit dem 16. jahrh. regelmäszig geb…

umstreichen

DWB

umstreichen , vb. 1 1) trennbar. a) herum-, umherstreichen, -schweifen: ( Mercur ) strich an dem ufer hurtig umb Spreng Ilias (1610) 68 b ; …

unterstreichen

DWB

unterst·reichen

unterstreichen , v.; mhd. understrîchen; mnl. onderstriken; nl. onderstrijken; dän. understrege; schwed. understryka; engl. understroke. A A…

Ableitungen von streichen (5 von 5)

bestreichen

DWB

bestreichen , attingere, berühren, bereichen, ahd. pistrîchan ( Graff 6, 743 ), mhd. bestrîchen, nnl. bestrijken, schw. bestryka, dän. bestr…

entstreichen

DWB

entstreichen , elabi, nnl. ontstrijken, bei Alberus und Stieler : er ist dieser gefahr entstrichen, schnell entgangen, entronnen. ahd. imo i…

erstreichen

DWB

erstreichen , ahd. arstrîchan, mhd. erstrîchen, 1 1) intr. vagari, progredi, streichen, umher streichen. Stieler 2201 : der vogel erstreicht…

verstreichen

DWB

verstreichen , verb. die verschiedenen bedeutungsrichtungen scheinen auf verschiedene formen der vorsilbe hinzuweisen. schon ahd. ( Graff 6,…

zerstreichen

DWB

zerstreichen , verb. , 1) mit ruten zerhauen, -schlagen: erlösung 4686 B.; Lexer 3, 1087 ; menner ... mit ... scharffen palmenruten ... zers…