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aussprechen

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Campe
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Aussprechen trs., intrs., rec.

Bd. 1, Sp. 341a
Aussprechen, v. unregelm. (s. Sprechen). I) trs. 1) Durch Töne vernehmlich ausdrucken. Ih kann dies Wort nicht aussprechen. Ein Wort unrichtig aussprechen. 2) Mit Worten völlig ausdrucken. Meine Liebe und Dankbarkeit läßt sich nicht aussprechen. I weiterer Bedeutung und uneigentlich für, zu erkennen geben, den Begriff von etwas erwecken, ausdrucken. »Einer der wichtigsten Punkte der Schönheit (des Umrisses) liegt in der abwechselnden Stärke und Schwäche, in der Kühnheit, womit einige, und der bescheidenen Vorsichtigkeit, womit andere Theile gleichsam ausgesprochen werden.« Sulzer. »Eine bestimmte Gestalt, welche mit ihrer Bestimmtheit einen Geist ausspräche.« I P. Richter. Jeden andern Meister erkennt man an dem, was er ausspricht, Was er weise verschweigt, zeigt mir den Meister des Stils. Schiller. I der Wappenkunst heißt, † ein Wappen aussprechen, die Farben desselben  erklären (blasoniren). I engerer Bedeutung, als ein Urtheil fällen, zu erkennen geben. Sprich es aus das entsetzliche Urtheil. Schiller. Wo — — die Stimme Seiner Donner den Richterspruch des Fluches mir aussprach. Klopstock. I den Hallischen Salzwerken bedeutet aussprechen, feierlich bestimmen, beschließen. ≠ Ein kaltes Lager aussprechen. Drei oder vier Tage aussprechen, nach denselben zu arbeiten beschließen. 3) Durch Sprechen gleichsam herausbringen. Sich die Lunge aussprechen, sich durch vieles Sprechen entkräften, schwächen. II) intrs. bis zu Ende sprechen, aufhören zu sprechen. Einen aussprechen lassen. III) rec. Sich aussprechen, sich durch Sprechen erschöpfen, nichts mehr zu sprechen wissen. ○ Uneigentlich, sich zu erkennen geben, sich in seiner wahren Gestalt zeigen, sich offenbaren. »Der Karakter (die Denkart) spricht sich durch Handlung und Rede aus.« I P. Richter. »Jedes Erziehungsmittel, in welchem sich die Erfahrungen eines beobachtenden Vaters und das Herz einer liebenden Mutter rein aussprechen.« Pestalozzi. Wie jede Kraft sich ausspricht, jede Gabe Gleich deutlicher sich wird in seiner Nähe. Schiller. »Keine Anmerkungen! der Text spricht sich selbst aus«, ist an sich deutlich, erklärt sich selbst. Benzel=Sternau. It in dieser Bedeutung jetzt zum Modeworte geworden. — Das Aussprechen. Die Aussprechung. S. auch die Aussprache und der Ausspruch.
2285 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aussprếchen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Aussprếchen , verb. irreg. act. S. Adelung Sprechen . 1) Durch vernehmliche Töne ausdrücken. Ein Wort nicht recht ausspr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aussprechen

    Goethe-Wörterbuch

    aussprechen Mit rund 2200 Belegen häufig (zB gegenüber ‘äußern’ mit rund 700). Selten beim jg G. Nur dreimal subst A 1 W…

  3. modern
    Dialekt
    aussprechen

    Rheinisches Wb.

    aus-sprechen: 1. etwas a., ein Wort a. Allg. — 2. sich a., seine Ansicht, Sorgen darlegen; sich mit einem über etwas a.,…

  4. Spezial
    aussprechen, gleich v

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    aussprechen , v , gleich ~ произносить/произнести , гл единообразно

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aussprechen

6 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von aussprechen 2 Komponenten

aus+sprechen

aussprechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aussprechen‑ als Erstglied (1 von 1)

aussprechenlich,

FWB

1. ›redegewandt, eloquent, zu angemessener Kundgabe fähig‹; auch subst.; 2. ›dem Aussagegegenstand angemessen aussagbar‹; 3. ›ausdrücklich, …

aussprechen als Zweitglied (5 von 5)

Selbstaussprechen

GWB

selbst·aussprechen

Selbstaussprechen iSv Selbsterklären [ mBez auf eine Ausgabe von FAWolfs ‘Prolegomena zu Homer’, 1795 ] bildliche Vorstellungen, sowohl in g…

voraussprechen

DWB

voraus·sprechen

-sprechen , vorhersagen: wie man den spricht voraus: zwen narren in eim haus thunt in die leng kain guet H. Sachs w. 22, 464 G. —

vorheraussprechen

DWB

vorher·aussprechen

-aussprechen , verb. : ( aberglaube, ) dasz man das schlimme durch vorheraussprechen desselben verwirklichen helfe Hebbel br. 4, 137 W. —