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Beilegen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Beilegen v., trs., intrs.

Bd. 1, Sp. 433a
Beilegen, v. I) trs. 1) Bei oder neben eine andere Sache legen. Einer Klagschrift die Beweisstücke, einer Anfoderung die Rechnung beilegen. Einem Briefe Geld beilegen. Uneigentlich. Einem seine Tochter beilegen, sie ihm zur Ehe geben, welche Redensart schon ziemlich veraltet ist. Dann, von einer Sache etwas behaupten, als bei oder an ihr befindlich aussagen. Man legt ihm mit Unrecht großen Verstand und ausgebreitete Kenntnisse bei. Einem die größten Lobsprüche beilegen, ertheilen. Im ist der Rathstitel beigelegt worden. Bei nachtheiligen Dingen, die man von etwas aussagt, bedient man sich, statt beilegen, lieber des Aussagewortes beimessen; also nicht, die Schuld beilegen, sondern beimessen. ◎ I der Sprachlehre heißt eine Eigenschaft beilegen, einen abgezogenen Begriff als eine an einem Dinge befindliche Eigenschaft betrachten, und das Beschaffenheitswort, das jenen ausdruckt, zu einem Beilegungs= oder Eigenschaftsworte machen (concresciren). S. C. Verdeutschungswb. Concresciren. Ein beigelegter Begriff, ein abgezogener Begriff, der einer Sache beigelegt, ihr einverleibt worden ist (ein concreter). Beigelegt betrachtet, oder einverleibt betrachtet (in concreto). 2) Bei Seite legen; ungewöhnlich. Wer dich im Kriege sieht, der legt die Waffen bei. Opitz. Dann verwahren, aufheben (deponiren). Geld im Gerichte beilegen, gewöhnlicher niederlegen. »Daß er den Leuten das Ire, so sie an den Ort zu treuen Händen beigelegt hatten, wollte erhalten.« 2 Macc. 3, 15. So auch sammeln und verwahren. Der Schatz den die guten Alten Aus Einfalt beigelegt. Canitz. 3) Endigen, schlichten auf eine gütliche Art, von Händeln, Streitigkeiten. Einen Streit beilegen. Die Sache ist längst beigelegt. II) intrs. 1) ≠ Einem beilegen, O. D. ihm beifallen, Recht ge= ben. Auch zulegen. 2) I der Schifffahrt bedeutet beilegen, mit wenigen Segeln so nahe als möglich bei dem Winde liegen, und das Schiff dadurch in seinem Laufe aufhalten. Man bedient sich dazu entweder des gerefften Focksegels allein, oder auch der untersten Stagsegel, und es geschieht in einem Sturme, oder wenn man auf andre Schiffe wartet, auch in dunkeln Nächten, wenn man sich dem Lande nahe glaubt, und auf den Strand zu gerathen fürchtet. S. »Wir legten einen Theil der Nacht über bei.« Ebeling. S. auch Beistehen, Beidrehen. Das Schiff wurde, weil es (die darauf befindliche Mannschaft) nicht beilegen wollte, in Grund gebohrt. — Das Beilegen. Die Beilegung.
2431 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beilegenv., trs., intrs.

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Beilegen , v. I) trs. 1) Bei oder neben eine andere Sache legen. Einer Klagschrift die Beweisstücke, einer Anfoderung di…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beilegen

    Goethe-Wörterbuch

    beilegen meist bey- 1 hinzufügen a mit einem Brief, einer Sendung etw mitschicken, zB weitere Briefe, Berichte, Gegenstä…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beilegen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beilegen , heißt in der Seemannssprache ein Schiff im Laufe anhalten. Dies geschieht entweder durch Einziehen der Segel …

  4. modern
    Dialekt
    beilegenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    bei-legen schw. : Streit beilegen 'schlichten', beilee u. beileje (bailēə, -lējə) [WPf nördl. VPf], -leche (-leχə) [mitt…

  5. Sprichwörter
    Beilegen

    Wander (Sprichwörter)

    Beilegen Er legt bei. Aendert seine Stimmung, sein Verfahren. Der Schiffer legt bei, wenn er das Schiff gegen den Wind w…

  6. Spezial
    beilegen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    bei|le|gen vb.tr. 1 (beifügen) mëte lapró, injunté pormez, ajunté pormez, mëte pormez 2 (beimessen) atribuí (-uës c), më…

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Wortbildung

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beil+egen

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