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Raufen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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25
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34

Eintrag · Campe (1807–1813)

Raufen v., trs

Bd. 3, Sp. 762b
Raufen, v. trs. zwischen die Finger oder etwas dem Ähnliches fassend ziehen. Haare aus dem Kopfe, aus dem Barte raufen. Einen bei oder an den Haaren, auch wol, ihn am Kopfe oder ihm den Kopf raufen. Sich vor Verzweiflung die Haare aus dem Kopfe raufen. »Da stund Hiob auf, und zerriß sein Kleid, und raufte sein Haupt.« Hiob 1, 20. Der Kamm rauft, wenn zwischen den Zähnen desselben einzelne Haare hangen bleiben und ausgezogen werden. Den Flachs raufen, sowol, die Flachsstengel aus der Erde ziehen, als auch, die Samenkapsel mit der Raufe davon abreißen, wofür man häufiger das Veröfterungswort räufeln und riffeln gebraucht; im N. D. repen, repeln, schräpen. Wolle, Haare, Federn  aus der Haut raufen. Ein Huhn raufen, ihm die Federn ausziehen; gewöhnlicher rupfen. Eben so, eine Gans raufen, worunter man jedoch auch das Ausziehen der feinen weichen Federn versteht, welches auch bei lebenden Gänsen Statt findet. Gras raufen, mit den Händen abreißen oder ausreißen. Ähren, Laub  raufen oder abraufen. S. auch Rupfen, welches das Verstärkungswort davon ist. I engerer Bedeutung, bei einer Streitigkeit, Schlägerei, an den Haaren ziehen. Sich raufen. Wo es denn auch in weiterer und uneigentlicher dabei verächtlicher Bedeutung für schlagen, streiten, sowol mit, als ohne Waffen gebraucht wird. Sprichw. Х Wenn sich die Herren raufen, müssen die Unterthanen die Haare lassen. »Ih schlug etliche Männer und raufte sie.« Nehem. 13, 25. D. Raufen. D. — ung.
1476 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Raufen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Raufen , verb. reg. act. welches eigentlich ziehen bedeutet, aber nur von derjenigen Art gebraucht wird, da man mehrere …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    raufen

    Goethe-Wörterbuch

    raufen -ff- 42 1 ,402,21 ; einmal subst 1 (heraus-)reißen a mBez auf Haupt- u Barthaar:(einzeln oder durch grobes Kämmen…

  3. modern
    Dialekt
    raufenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    raufen schw. : 1. 'rupfen, reißen', raufe [ BZ-Dernb ]; Zs.: verraufen und als Nachtrag: ausraufen; Abl.: Raufe . Die Ku…

  4. Sprichwörter
    Raufen

    Wander (Sprichwörter)

    Raufen 1. Em mess do rîfen, dô Hôr äs. (S. 3.) ( Siebenbürg.-sächs. ) – Schuster, 993. 2. Es ist bös reuffen, wo kein Ha…

  5. Spezial
    raufen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    rau|fen vb.intr. mené vera, fá vera, se salté ite. ▬ sich raufen se dramé; se bate; barufé ; mit jdm. raufen fá vera cun…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raufen

18 Bildungen · 0 Erstglied · 13 Zweitglied · 5 Ableitungen

raufen als Zweitglied (13 von 13)

abraufen

DWB

abraufen , devellere, abrupfen: die wolle von dem fell abraufen, daher raufwolle. rauf doch, rauf doch nicht ab die versengten haare. A. Gry…

ausraufen

DWB

aus·raufen

ausraufen , evellere: ähren ausraufen, ausrupfen, goth. raupjan ahsa ( vgl. unter ausreiben); da ich solchs höret, zureisz ich meine kleider…

Austraufen

Campe

aust·raufen

Austraufen , v. ntr. 1) Mit sein, in Tropfen herausdringen und niederfallen. 2) Mit haben, aufhören zu traufen. Auch austropfen, austriefen.…

beraufen

DWB

bera·ufen

beraufen , vellere: gänse beraufen; ein haupt beraufen, kahl machen, bei Luther bereufen: das alle heubter kal und alle seiten bereuft waren…

straufen

DWB

stra·ufen

straufen , schw. vb. , abstreifen, umherstreifen. herkunft und form. 1 1) urspr. nur westgerm. wort: ahd. stroufen, mhd. stroufen, ströufen,…

Ableitungen von raufen (5 von 5)

beraufen

DWB

beraufen , vellere: gänse beraufen; ein haupt beraufen, kahl machen, bei Luther bereufen: das alle heubter kal und alle seiten bereuft waren…

entraufen

DWB

entraufen , evellere: viel alsdann von dem haupt entrauft er des haars mit den wurzeln. Voss.

erraufen

DWB

erraufen , erräufen , evellere, ausraufen: ich kann das unkraut nicht erreufen, quicquid evellam, lolium istud eradicare nequeo. Stieler 153…

Verraufen

Campe

Verraufen , v. trs . 1) Durch Raufen von seiner Stelle und seiner Lage in Unordnung bringen. Das Haar verraufen . 2) Durch Raufen erschöpfen…

zerraufen

DWB

zerraufen , verb. , mhd. zerroufen; 1) wie raufen 4 ( th. 8, 258) jem. das haar raufend beschädigen: mit zurauften haren auslegung d. mesz (…