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BEHAGEN

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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34 in 19 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BEHAGEN n.

Bd. 4, Sp. 637
BEHAGEN n.  ‘wohlgefallen, belieben, freude, glück, geborgenheit, wohlgefühl’ ⟨u1350/77⟩ got der czewcht wol gnaͤdichleich, / wen er wil, nach seim behagen Teichner 564,1137 DTM. 1444 it en is mir neit lieff / dat ir in myn lant as dieff / sijt getreden na uren behagen pilgerfahrt d. mönchs 1705 M. ⟨1548⟩ das er (alter hund) in seinen jungen tagen / hat gejagt nach all seim behagen Waldis Esopus 1,51 K. 1624 mich dauchte das wir lagen / zusammen mund an mund in euserstem behagen Opitz t. poemata 209 HND. 1631 ich bin der götter spiel und kurzweil, ihr behagen / und lustiger ballon Fleming ged. 1,106 LV. 1760 es wäre mir eben so unmöglich anders zu empfinden, als diesen azurnen himmel ohne ein gefühl eines aufheiternden behagens anzuschauen Wieland I 3,31 ak. 1788 mithin hielt sie das behagen das sie an seinem umgang fand, treuherzig für liebe J. G. Müller Emmerich (1786)5/6,313. ⟨1881⟩ von ihrer mutter, die in einem ganz vernachlässigten aufzuge herumging, konnte sie den sinn für häusliches behagen nicht wohl gelernt haben Heyse [1924] I 3,685. ⟨1892⟩ aber das glück meiner kinder gilt mir mehr als mein behagen Fontane ges.-ausg. [1925] I 4,411. ⟨v1908⟩ vielleicht spürte sie sogar ein leises behagen darüber, daß sie von morgen ab ganz allein sein werde Musil ges. w. (1981)6,226 F. 1914 da liegt man und trinkt mit großem behagen aus schmutzigem becher dünnen kaffee kriegsbr. gefall. studenten (München o. j.)11 W. 1946 da er wenig zu seinem behagen brauchte, so meinte er sich schon durchzuschlagen Wiechert märchen 1,74. 2007 das behagen über die höheren preise kann man dem bauern-lobbyisten nicht verdenken frankf. allg. ztg. (1.8.)10f.Solf
1668 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    behagenadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    behagen adj. , ursprünglich partic. frisch, freudig, stattlich. ir sît beide alsô behagen (: tragen), daʒ iu daʒ wære vi…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    behagen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +5 Parallelbelege

    be-hagen, gefallen; refl. woran Gefallen finden, sich freuen.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Behagen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Behagen , verb. reg. act. eine gewisse dunkele und dabey schwache angenehme sinnliche Empfindung erwecken, welche mehr e…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    behagen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    behagen 1 gefallen, zusagen; meist mit Dat der Person, mehrf ‘es behagt (jdm)’ a Empfindungen sinnl Wohlbehagens, sinnl …

  5. modern
    Dialekt
    behagen

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    behagen behagen, gefallen: 'dat behagede velen wol' Slagg. 152; 'so yd gade van hemmele hadde behaghet' 198 b ; 'lat dy …

  6. Sprichwörter
    Behagen

    Wander (Sprichwörter)

    Behagen 1. Das Unsere behaget dem Andern, das des Anderen behaget uns. Bei Tunnicius (376): Dat unse behaget dem anderen…

  7. Spezial
    behagen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    behagen нравиться / понравиться, устраивать / устроить, (приходиться / прийтись) по душе, (приходиться / прийтись) по нр…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit behagen

21 Bildungen · 7 Erstglied · 12 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von behagen

be- + hagen

behagen leitet sich vom Lemma hagen ab mit Präfix be-.

behagen‑ als Erstglied (7 von 7)

behagenheit

KöblerMhd

behagen·heit

behagenheit , st. F. nhd. Anschmiegen Q.: Schürebr (um 1400) (FB behagenheit) E.: s. behagen, heit W.: nhd. DW- L.: FB 29b (*behagenheit)

behagenlich

Lexer

behag·enlich

be-hagen-lich adj. was behagt. zwei behagenlichiu cleit Ls. 2,298. 645. s. behegelich;

behagenlîche

BMZ

behagen·liche

behagenlîche , behagenlîchen adv. auf eine wohlgefällige weise. er fuor in die stat behagenlîche Parz. 18,18. behagenlîchen er eʒ ( das ros …

behagenlîchen

Lexer

behagen·lichen

be-hagen-lîche , be-hagen-lîchen adv. BMZ auf wolgefällige weise Parz. Serv. Erinn. 613. Bit. 5918. Rab. 737,6.

behagenlīche

KöblerMhd

behagenlīche , Adv. nhd. prächtig, stattlich, wohlgefällig, auf würdige Weise, auf angemessene Weise Hw.: s. behagelīche, behagenlīchen Q.: …

behagenlīchen

KöblerMhd

behagen·līchen

behagenlīchen , Adv. nhd. prächtig, stattlich, wohlgefällig, auf würdige Weise, auf angemessene Weise Hw.: s. behagenlīche Q.: Serv (um 1190…

behagen als Zweitglied (12 von 12)

wolbehagen?

KöblerMhd

*wolbehagen? , Adj. nhd. „wohlbehaglich“ E.: s. wol (2), behagen W.: nhd. DW-

Unbehagen

RDWB1

Unbehagen n (внутренний) дискомфорт, не по себе sie dachte mit ~ daran - ей было неуютно от мысли, что ...; ей было не по себе от мысли ... …

Wohlbehagen

RDWB1

Wohlbehagen n mit ~ eine Pfeife rauchen - с удовольствием закурить / раскурить / курить трубку, попыхивать трубкой

mißbehagen

Pfeifer_etym

miss·behagen

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

ümmebehāgen

MNWB

uemme·behagen

° ümmebehāgen , swv. : ringsum einhegen, „ de Lake, so nu begrepen und umme behaget is ” (Pratje Altes und Neues 9, 210).

umbehagen

Lexer

umbe·hagen

umbe-hagen swv. vallare Hrd. 190 b . dô was der Bêheime walt allenthalben umbehaget Kchr. 17002 var.

Unbehagen

Campe

unbe·hagen

Das Unbehagen , — s , o. Mz . der Mangel des Behagens, das unangenehme Gefühl da etwas nicht behaget. Vergl. das Mißbehagen . »Es überfiel i…

wohlbehagen

DWB

wohl·behagen

wohlbehagen , n. 1 1) das sinnliche wohlgefallen Adelung 4, 1595 ; wohlgefühl Krünitz 239, 508 : das wohlbehagen der gesundheit Bode M. Mont…

Ableitungen von behagen (2 von 2)

mißbehagen

Pfeifer_etym

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

Unbehagen

Campe

Das Unbehagen , — s , o. Mz . der Mangel des Behagens, das unangenehme Gefühl da etwas nicht behaget. Vergl. das Mißbehagen . »Es überfiel i…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „behagen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/behagen/dwb2
MLA
Cotta, Marcel. „behagen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/behagen/dwb2. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „behagen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/behagen/dwb2.
BibTeX
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