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behagen

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
34 in 19 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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83
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68

Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Behagen

Bd. 1, Sp. 295
Behagen 1. Das Unsere behaget dem Andern, das des Anderen behaget uns. Bei Tunnicius (376): Dat unse behaget dem anderen, des anderen behaget uns. (Nostra placent aliis, nobis aliena probantur.) Lat.: Aliena nobis, nostra plus aliis placent. 2. Dem Einen behaget die Stille, dem Andern, der viel ruft. Bei Tunnicius (732): Dem einen behaget de stille, dem anderen de völe röpt. (Petrus amat tacites, Jacobus multa loquentem.) 3. Manchem wol behagt, wenn man arges von andern sagt. – Henisch, 105, 51; Petri, II, 448.
517 Zeichen · 13 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    behagenadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    behagen adj. , ursprünglich partic. frisch, freudig, stattlich. ir sît beide alsô behagen (: tragen), daʒ iu daʒ wære vi…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    behagen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +5 Parallelbelege

    be-hagen, mit einer Hecke (einem Hagen) umgeben.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Behagen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Behagen , verb. reg. act. eine gewisse dunkele und dabey schwache angenehme sinnliche Empfindung erwecken, welche mehr e…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    behagen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    behagen 1 gefallen, zusagen; meist mit Dat der Person, mehrf ‘es behagt (jdm)’ a Empfindungen sinnl Wohlbehagens, sinnl …

  5. modern
    Dialekt
    behagen

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia behagen behagen, gefallen: 'dat behagede velen wol' Slagg. 152; 'so yd gade van hemmele hadde behaghet' 198 b ;…

  6. Sprichwörter
    Behagen

    Wander (Sprichwörter)

    Behagen 1. Das Unsere behaget dem Andern, das des Anderen behaget uns. Bei Tunnicius (376): Dat unse behaget dem anderen…

  7. Spezial
    behagen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    behagen нравиться / понравиться, устраивать / устроить, (приходиться / прийтись) по душе, (приходиться / прийтись) по нр…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit behagen

32 Bildungen · 7 Erstglied · 23 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von behagen

be- + hagen

behagen leitet sich vom Lemma hagen ab mit Präfix be-.

behagen‑ als Erstglied (7 von 7)

behagenlich

Lexer

behag·enlich

be-hagen-lich adj. was behagt. zwei behagenlichiu cleit Ls. 2,298. 645. s. behegelich;

behagenlîche

BMZ

behagen·liche

behagenlîche , behagenlîchen adv. auf eine wohlgefällige weise. er fuor in die stat behagenlîche Parz. 18,18. behagenlîchen er eʒ ( das ros …

behagenlîchen

Lexer

behagen·lichen

be-hagen-lîche , be-hagen-lîchen adv. BMZ auf wolgefällige weise Parz. Serv. Erinn. 613. Bit. 5918. Rab. 737,6.

behagenlīche

KöblerMhd

behagenlīche , Adv. nhd. prächtig, stattlich, wohlgefällig, auf würdige Weise, auf angemessene Weise Hw.: s. behagelīche, behagenlīchen Q.: …

behagenlīchen

KöblerMhd

behagen·līchen

behagenlīchen , Adv. nhd. prächtig, stattlich, wohlgefällig, auf würdige Weise, auf angemessene Weise Hw.: s. behagenlīche Q.: Serv (um 1190…

behagen als Zweitglied (23 von 23)

*wolbehagen?

KöblerMhd

*wolbehagen? , Adj. nhd. „wohlbehaglich“ E.: s. wol (2), behagen W.: nhd. DW-

Unbehagen

RDWB1

Unbehagen n (внутренний) дискомфорт, не по себе sie dachte mit ~ daran - ей было неуютно от мысли, что ...; ей было не по себе от мысли ... …

Wohlbehagen

RDWB1

Wohlbehagen n mit ~ eine Pfeife rauchen - с удовольствием закурить / раскурить / курить трубку, попыхивать трубкой

Familienbehagen

GWB

familie·n·behagen

Familienbehagen Annehmlichkeit, Wohlbefinden im Familienkreis Megara .. wird .. durch Volksübergewicht zerrüttet. Die Besitzenden, Gesittete…

mißbehagen

Pfeifer_etym

miss·behagen

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

miszbehagen

DWB

miszbehagen , verb. displicere, aegre ferre. Stieler 728 ; wer ihm selbst behagt, der misbehaget gemeiniglich andern, temneris multis, si tu…

Nervenbehagen

GWB

nerven·behagen

Nervenbehagen zu ‘Nerv,Nerve’ 1b; metasprachl iS selbst erzeugter (schwärmerischer) geistig-seelischer Erregung, anstelle relig Empfindungen…

selbstbehagen

DWB

selbst·behagen

selbstbehagen , n. : er ( graf Borck ) verfährt mit einem gewissen selbstbehagen, welches dem bescheidenen ernst zuwider ist, mit welchem ma…

trennungsunbehagen

DWB

trennung·s·unbehagen

-unbehagen : heraus aus dem trennungsunbehagen, als obs mir ein eiskaltes, aufschreckendes bad gewesen wäre Kolbenheyer Ahalibama (1913) 172…

übelbehagen

DWB

uebel·behagen

übelbehagen , n. , unbehagen: in ihrem ( der Liefländer barone ) übrigens sehr guten deutsch lernte ich ein studentenwort für das übelbehage…

ümmebehāgen

MNWB

uemme·behagen

° ümmebehāgen , swv. : ringsum einhegen, „ de Lake, so nu begrepen und umme behaget is ” (Pratje Altes und Neues 9, 210).

umbehagen

Lexer

umbe·hagen

umbe-hagen swv. vallare Hrd. 190 b . dô was der Bêheime walt allenthalben umbehaget Kchr. 17002 var.

Unbehagen

Campe

unbe·hagen

Das Unbehagen , — s , o. Mz . der Mangel des Behagens, das unangenehme Gefühl da etwas nicht behaget. Vergl. das Mißbehagen . »Es überfiel i…

vollbehagen

DWB

voll·behagen

vollbehagen , n. , grösztes masz des behagens: und schwamm in vollbehagen wie zu der vorzeit tagen W. Hertz ges. dicht. 431 .

wehbehagen

DWB

weh·behagen

wehbehagen , n. bei Rückert von der liebesneigung, die bis zur qual festhält: und dasz ich so in wohl- und wehbehagen, nicht zu, nicht abwär…

wollbehagen

MeckWB

woll·behagen

Wossidia wollbehagen a. Spr. wohl gefallen; subst. wie das Vor. : 'na rade unde na wolbehaghende der selven radmanne' (1330) UB. 8, 122; 'go…

Ableitungen von behagen (2 von 2)

mißbehagen

Pfeifer_etym

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

Unbehagen

Campe

Das Unbehagen , — s , o. Mz . der Mangel des Behagens, das unangenehme Gefühl da etwas nicht behaget. Vergl. das Mißbehagen . »Es überfiel i…