Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
behagen
behagen , placere, convenire. dies schöne, wollautige wort scheint in unsrer sprache nie allgemein durchgedrungen, und wie es die heutige schwäbische, schweizerische, bairische volkssprache gar nicht kennt, Luther, obwol er beheglich setzt, behagen nirgends anwendet, Dasypodius , Maaler und Henisch es gar nicht einmal aufführen; enthalten sich seiner auch schon mhd. dichter wie Wolfram , Freidank, Conrad und der ordner der Nib., während es Hartmann , Walther, Gotfried, Reinbot, Winsbeke und andere gebrauchen. auch goth. und ahd. keine spur davon, fester haftet es im alts. bihagôn, nd. behagen,…