BANNEN vb. ahd. as. bannan,
mhd. mnd. mnl. nl. bannen,
afrs. banna, bonna,
an. banna,
ae. (ge)bannan,
me. bannen,
ne. ban
gehen zurück auf germ. *bannan
aus idg. *b
heh2-
oder *b
hen(H)- ‘
sprechen, sagen’ (näheres s. bann m.). –
das der klasse der ursprüngl. reduplizierenden verben angehörende vb. (3. pers. sg. prät. ahd. bien,
part. prät. ahd. [gi]bannan,
mhd. [ge]bannen
) geht im spätmhd. in die schw. flexion über (vgl. aber schon die –
gering belegten – schw. nebenformen ahd. bannôn
u. mhd. [wmd.] bennen,
dessen prät. mit rückumlaut auf anfrk. *bannjan ‘
verbannen’ verweist, s. FEW 15,65 f.). –
das präfixverb ahd. gibannan
ist bereits im 9. jh. belegt, zuvor schon in westfrk.-mlat. quellen latinisierte abl. von bann(us)
zu bannire,
seltener bandire
(s. mlat. wb. 1,1338 f.; vgl. auch frz. bannir,
it. bandire
). –
hauptgebrauch unter 2. 1
vgl. bann 1.
in älterem recht ‘etwas feierlich bekanntmachen einen rechtsspruch, aufruf erlassen’. a
etwas (unter strafandrohung) befehlen, gebieten, verordnen, verbieten; personen (zum heeresdienst) zusammenrufen, jmdn., etwas, (bes.) ein gericht einberufen, eine gerichtssitzung eröffnen, dabei häufig formelhaft friede bannen ‘
den parteien gerichtsfrieden verordnen’: 7.jh. quo audito, Dagobertus, ut erat cupedus, exercitum in ausilium Sisenandi de totum regnum Burgundiae bannire precepit Fredegar
script. rer. meroving. 2,158 MGH (scriptores). ⟨v1022⟩ tô in handegên hungeriâren strenge chórnchouf in Campania .. fone demo chuninge gebannen uuart Notker
1,27,3 P. 11.jh.
mannire menan bannan
(zu: si quis legibus ad mallum mannitus fuerit), ahd. gl. 2,354,4 S./S. ⟨u1196⟩ ich wil den grawen roc bestan. / ich wil ime fride bannen / vor allen
minen mannen
Orendel 2730 ATB. ⟨u1200⟩ in wær allen fride gebannen, / daz sie wæren alle sâ / mit Barlaâme sicher dâ Otto II. v. Freising
Barlaam 10560 LV. 1294 wir suͤlen och .. niemen chainen gewalt geben uͤber ir lip und uber ir guͦt, als verre der stat geriht get .., wan ez ein gebanniu stat
(stadt mit eigener gerichtsbarkeit) ist und hat geschribeniu reht
bayer. rechtsqu. 1,43 ak. 1389 daz vor ziden procuratores bii uns saßin, .. des riches burger bii uns understundin zuͤ ladin und zuͤ bannen
urkb. Friedberg 1,395 F. ⟨1484⟩ also bent man das jarding: ich dun ban und friden dem frigen jardinge von wegen Maria der muder godes
weist. 5,679 G. 1510 vn̄ die begir ist also darauff gehefftet, das du nit achtest, got geb es sey gebannen oder geboten, es sey fasten oder ostern
spinnerin f 1c. ⟨1564⟩ man solle kein bürger oder bürgerin citiren oder bannen, sonder man soll recht von ihnen alhie vor dem stattgericht nehmen und geben
obrhein. stadtrechte I 459. ⟨1691⟩ vndt der diss dinckhrecht gegeben hat ehe diss dingckh gebannen worden, der gibt es ohne buess
weist. 4,84 G. 1742 bannen heisset bald circumdare, includere, sepire, und hat mit dem wort hegen alsdann gleiche bedeutung, und heisset also das gericht hegen und bannen einerley Bürckhle
process 1,165. 1819 ihr wollt euch nicht länger bannen lassen zum heergefolge und jeder fehde, sondern .. mannen allein zur nothwehr bey feindes ueberzug Görres
13,138 Sch. b
die nutzung von etwas beschränken, bes. ‘
einen wald, ein grundstück u. ä. mit einem nutzungs-, betretungsverbot belegen; jmdn. auf etwas (ein nutzungsvorrecht monopol) verpflichten’ 1287 oder hovwet. er holʒ daʒ gebannen ist. .. wen sol im hvt vnd har abe slahen oder er sol eʒ lœsen mit driʒeg schillingen
schwabenspiegel 91a L. E14.jh. so solte sant Peters holtze gebannen stan, so die huͦbere vf die huͦphofe buwen wolten
weist. 4,157 G. 1474 doch so ist mit fúrworten den von Uͦwisen und Tachshain behalten, das si die wisen im riet bannen mogen
rechtsqu. Zür. 1,1,443 H. ⟨1508⟩ weisen die scheffen, dass alle inwoner des dorffs sollen seyn gebant vf der müllen vnd nirgends anders zu mahlen
weist. 2,86 G. ⟨1552⟩ bei nacht und an gebannen weg ist alles verbotten
obrhein. stadtrechte I 647. ⟨1577⟩ item es solle niemant .. kein platt mehr hauen in den gebandten wälten, bei der einung
weist. 6,417 G. 1695 die gebannen wüsen, korn und haaberweisch .. seind verbotten von iedem haubt roß und vich .. 1 ℔ hlr.
württ. ländl. rechtsqu. 2,823 W. 1751 wer aus gebannten wässern .. zeitig oder unzeitige perlen .. stihlt, wird wie ein anderer dieb bestrafft
cod. jur. bavar. criminalis 14. 1804 die bäume seien / gebannt, sagt er, und wer sie schädige, / dem wachse seine hand heraus zum grabe Schiller
14,351 G. 1874 ein gebanntes revier, das um der ruhe hochfürstlichen wildes willen dem liebhaber und forscher der alpennatur seine thore versperrt, kennt man im Gleirschthale nicht Barth
Kalkalpen 478. 1967 das bannen gewisser zeiten und bestimmter gebiete wurde dagegen von ganz Arabien streng gehalten Tralow
Mohammed 261. —
älter häufig gebannter tag ‘
tag, an dem gewisse tätigkeiten nicht ausgeführt werden dürfen’,
auch ‘feiertag fastentag, gerichtstag (mit friedegebot)’: E13.jh. dar nah ist reht, daz der winahtak, der oͤstertac, der pfingstak, die vierzehen tak des markes und der suntage und der santztage sint gebannen tage und stant zer großen vrevel
bayer. rechtsqu. 2,4 ak. 1440 item man sol hinfürder die stube uf den mitwoch, uf den fritag und den samstag nit wermen, es were dann das ein gebannen tag derselben tage einer were
strassb. tucherzunft 48 Sch. 1505 item, welcher frid bricht an bannen und ungebannen tagen, es sei mit worten oder mit werken, .. ist der herschaft 10 ℔ der werung verfallen
weist. 6,236 G. 1509 das ir kilchherr .. all sunnentag vnd all bannen firtag zu Buochre ein mess haben sol
d. geschichtsfreund 7(1851)205. 1554 mon ass die freitag und sambstag fleisch, auch an allen gepanten tagen und darzu in der vasten
chr. Bamb. 2,500 Ch. ⟨1590⟩ es soll auch unser bergvoigt an keinen gepannten feyertag keinem vergoͤnnen, oder gestatten zu klagen
corp. ivr. metallici 597 W. c
jmdn. mit einer buße (s. bann 1 b
) strafen, selten: ⟨1393/9⟩ und
(die griechischen christen) sprechent das wir toͤtlichen súndent das wir an der mitwochen flaisch essent und an dem frytag ayer und kaͤß, und bannent alle die die nit flaisch essent an dem samstag Velser
Mandeville 14 DTM. ⟨1457⟩ wye ess die herren .. mit armen leuten daselbst halden sullen, wan ire zcynsse zcu rechtir zceit nicht beczalt wurden? .. daselbst sullen sie darumb phenden vnde nicht bannen
weist. 3,625 G. 1520 ist er
(der sünder) ein ley, so sol man ynn bannen nach dem keiserlichen recht Pauli
narrenschiff 173a. 2
vgl. bann 3.
zwingen, (einen willen) beherrschen. die gruppen b – d
stehen in einem bildl. u. übertr. verhältnis zu a,
wobei die magische bed. als hintergrund meist gegenwärtig bleibt. a
jmdn., etwas (bes. teufel, dämonen, gespenster, gewürm u. ä.) mit magischen formeln (u. handlungen) beschwören, besprechen, zwingen (zu erscheinen, zu verschwinden, gefügig zu sein oder an einem ort, in einem kreis zu verharren), ferner ‘
wilde tiere bändigen, bezähmen’: ⟨u1194⟩ er hât der schœnsten tohter ein, / die diu sunne ie beschein, / durch der liebe bannet er diu tier Ulrich v. Zazikhoven
731 H. u1250 Eusebius de hilege man ben den duvel, dat he dat vingerlin ime widergeve
sächs. weltchr. 131 MGH. ⟨1352⟩ die geist er pienn zu maniger stund / und czaubert, als er wol chundt Seifrit
Alexander 349 DTM. 1454 nu welte got und kem der pfaf, / das er es
(ein tier) pien und beschwür, / e das es von hinnan für
in: märendicht 15. jh. 101 F. 1555 das sie woͤllen die teüffel in ainen circkel oder kraiß bannen Ziegler
antwort L 2b. 1569 der pant die natren, wirm vnd schlangen Thurneysser
archidoxa V 2a. 1586 mit geweyhetem wasser vnd beschwerungen oder bannen den kreutern eine besondere krafft .. wollen eingiessen vnd eingeuckeln, ist eitel papistische teuffeley Mathesius
Syrach (1586)2,120a. 1669 daß es das ansehen hatte, als ob ich beydes fisch und krebs auß dem wasser bannen könte Grimmelshausen
Simplicissimus 260 Sch. ⟨1782/7⟩ banne mir den ruchlosen, du heiliger, daß er aus den lüften heruntertaumele zu meinen füßen Musäus
volksmärchen 2,96 M. 1820 sogar in die theemaschine bannt unser Dagobert gespenster E. T. A. Hoffmann
8,95 G. 1879 Mangold war bei den abreisenden und bannte die hunde, daß sie keinen laut von sich gaben Auerbach
forstmeister 2,104. 1887 diese welt, in der sein großer namensahnherr den .. tod in den birnbaum bannte Raabe
16,418 H. 1928 du hast es, beim himmel, nicht nötig, wie Faustus, / mich zu bannen. ich reise mit dir und bin überall bei dir, / sichtbar oder auch nicht G. Hauptmann
Eulenspiegel 203. 2007 daneben hält sich hartnäckig das daumendrücken: auch mit dem daumen glaubt man, missgünstige geister und dämonen bannen zu können
wiener ztg. (20.3.)16e. b
etwas bezwingen, überwinden bemeistern; auch ‘
etwas (eine gefahr, ein unglück u. ä.) auf-, fernhalten, abwenden’: ⟨u1340⟩ sie
(die minne) ben
net mort und jamers schrey und wendet allen smertzen
minneburg, prolog 2,10 DTM. u1673 wie man .. grosse feuersbrünste, daß sie erlöschen, bannen .. könte Grimmelshausen
Simplicissimus 2,636 LV. 1741 die unruhigen gedanken wurden nicht aus dem wege geraumet, sondern nur eingeschläffert, der schmertze nicht geheilet, sondern nur gebannet Bodmer
in: samml. crit. schr. 1,33. 1795 fürsten, / bannt die gewohnheit und werdet menschen Herder
27,157 S. ⟨1838⟩ ein düsteres bild, wie das eines meisters, der seine leiden durch töne bannen will Schumann
(1891)2,107. 1917 als die feindliche übermacht sich trotzdem nicht bannen ließ, mußte er sich begnügen, den feindlichen willen vom ursprünglichen wege abzulenken Stegemann
gesch. d. krieges 2,256. 1926 und wenn jetzt neben ihr der mann tot umsänke, .. sie könnte den lachsturm in sich nicht bannen
F. Wolf
kreatur 74. 1931 alle räume im schloß waren erleuchtet, die vorhänge zugezogen, um das tageslicht zu bannen Reger
union 583. 2005 auch war die einsturzgefahr laut der feuerwehr noch nicht gebannt
n. zürch. ztg. (14.2.)23c. c
jmdm. den bewegungsraum, wirkungskreis beschränken, jmdn., etwas an einem ort festsetzen, an einen ort zwingen, in etwas einschließen, an jmdn., etwas fesseln: 1415
(pabst Silvester) det sin gebet und bant den drachen in dem loche und gebot ime, das er untz an den jungesten dag nüt me herus keme Twinger
in: (Straßb.) chr. dt. städte 9,518. u1480 si was noch nesser / mit pulschaft gegen andern mannen. / die begund si haimlich zu ir pannen Rosenplüt
in: märendicht. 15. jh. 162 F. 1558/60 und da das nicht gesein mocht, er den Cymon inn ewige gefencknuß bannet Montanus
schwankb. 247 LV. ⟨1682⟩ auf diesen löblichen und festen grund der gottesfurcht wird sie unfehlbar ihr eigenes und der ihrigen glück, wolergehen und seegen beständig banen Hohberg
georgica (1687)1,275b. 1797 so strebet der mensch, dieses absolutselbstthätige wesen, aber in die schranken der sinnennatur gebannt, immer vorwärts Reinhard
gesellschaftl. mensch 21. 1808 daß ich mich an dich gebannt fühlte, auch wenn ich dich nicht sah Schleiermacher
brw. mit seiner braut 262 M. 1867 allein der anblick, der ihn traf, bannte ihn für eine ganze weile auf die schwelle Raabe
7,313 H. 1918 daß die angeborenheit des charakters uns in ein wesentlich immer gleichartiges verhalten bannte Simmel
lebensanschauung 219. 1998 papst Bonifaz VIII. war es gelungen, die erwartungen der gläubigen zu kanalisieren und in ein ritual zu bannen
n. zürch. ztg. (31.12.)57c. —
etwas (auf etwas) festhalten, fixieren, etwas in, auf etwas übertragen (bes. vom künstlerischen akt): ⟨1821⟩ so erkennen wir, auf welchen abweg wir .. gerathen sind, den tanz in die bewegung der füße zu bannen Chamisso
w. (1836)2,318. 1847 der verstand hat die endlichen augenblicke der seele in sinnliche zeichen gebannt Goltz
kindheit VIII. 1907 man sah dem musiker an, daß er mühe hatte, eine fliehende reihe von gedanken zu bannen Hofmannsthal
pros. schr. 2,32. ⟨1999⟩ ihr wehmütiges lächeln und den rätselhaften ausdruck ihres gesichts auf die leinwand zu bannen Schwanitz
bildung (2002)119. 2005 erst wenn die worte gefunden sind, ist das flüchtige erleben gebannt
n. zürch. ztg. (8.9.)51d. d
jmdn., etwas bewegungsunfähig machen lähmen, starr werden lassen (bes. durch augen u. blicke); auch ‘
jmdn. bezaubern, faszinieren’,
häufig part. prät. (wie) gebannt ‘
durch spannung (wie) erstarrt’: 1669 daß die nachtigal durch ihre lieblichkeit andere vögel banne still zu schweigen Grimmelshausen
Simplicissimus 395 Sch. ⟨1826⟩ er war .. einem ihrer blicke begegnet, die ihn auf ewig zu bannen schienen Hauff
3,192 F. 1854 das mag ihnen
(anrede) ein beweis sein, wie tief sie ihren leser zur mitleidenschaft zu bannen wissen Hettner
brw. 104 J. ⟨1894⟩ ich war vor entsetzen wie gebannt Fontane
(1919) II 1,88 jub. 1930 ihre augen bannten ihn, er rührte sich nicht Zarek
begierde 647. ⟨1938⟩ sie lag gebannt in schlummer Kluge
Kortüm (1954)236. ⟨1956⟩ ich starrte wie gebannt in die gläser seiner randlosen brille. nur nicht bewegen! Nossack
begegnung (1963)70. 2005
(ellipt.:) Lena Gorelik vermag bei diesem themenstrang, der übersiedlung und den folgen, zu bannen
n. zürch. ztg. (7.2.)21d. 3
vgl. bann 2.
verbannen, ächten. a
jmdn. mit einem kirchenbann belegen, exkommunizieren, seit d. 17. jh. nur noch vereinzelt historisierend: ⟨1198/1201⟩ die pfaffen striten sere, / .. si bienen die si wolten / und niht den si solten Walther
lieder 47,3,17 M. ⟨1394/5⟩ darumb lies der chaiser fümf tausent töten des volkches. darumb liez sand Ambrosius pannen den chaiser
öst. chr. 61 MGH. ⟨1404⟩ wir mainen auch, das man mit khainen gaistlichen rechten kainen layen pannen soll
in: Brandis
landeshauptleute (1850)147. ⟨1421⟩ disser babist bien ouch den keisser Friderichen den andern umbe seyne ketzerei Rothe
düring. chr. 342 L. ⟨1510/30⟩
(der hochmeister) hat vertriben den bischoff von Heilsberg und darein gestossen einen gotsvergesser .., umb welchs willen wir in gantz Teutschlanden gebennen und vermaledeit werden Grunau
preuss. chr. 2,37 P. 1690 und wo man nicht acht das bannen, daß man bind Happel
academ. rom. 478. 1849 deshalb bannten und verfluchten drei päbste .. kaiser Ludwig den Baier Schuselka
fahrten 1,106. 1936 nun, da der papst Otto gebannt, erhob er wieder einen Staufen: Friedrich von Sizilien Schneider
inselreich 178. —
vereinzelt eher i. s. v. ‘
(ver)fluchen’: A16.jh. do wart Petrus ser vorveret unde bestunt ser stoltelik to bannen unde to sweren, dat he Jhesum nicht bekent en hadde
in: Schiller /L.
mnd. wb. 1,149a. b
jmdn., etwas vertreiben, verstoßen, verbannen, ausschließen, abtrennen; auch ‘
etwas zerstreuen, loswerden’: ⟨u1460⟩ man fürt sy
(die diebe eines kreuzes in Utrecht) zu dem pischoff, von lieb wegen des chreücz wurden sy versichert, man pantt sy aus dem land Hartlieb
dialogus 285 DTM. 1472
(die feinde) sehen .. zu prennen vnd sie
(die menschen) aus den heuͦseren zutreiben, zufahen, zuschlahen, zuwunden, in kercker zulegen vnd aus dem lande zupannen oder zutoͦten Eyb
dt. schr. 1,78 H. 1514 so got das guͦt vom boͤsen tribt, / spruwern von dem kornne want / vnd die schaff von geissen bandt Murner
1,2,51 Sch. 1644 sie schlägt jhr auß dem sinn und bannet auß dem hertzen / der magern sorgen schaar, die kummerreichen schmertzen Klaj
redeoratorien 24 W. 1653 ihn
(den storch) bannt die scharffe kält aus unsrem winterlande Harsdörffer
trichter (1647)3,442. ⟨1782/7⟩ es war nicht mehr in seiner gewalt, den trübsinn von seiner stirn zu bannen Musäus
volksmärchen 2,20 M. 1799 drum bannen wir aus unsern landen euch: / ihr .. sollt bey todesstrafe, / bis unsre au’n zehn sommer neu geschmückt, / nicht wiedergrüßen unser schön gebiet A. W. Schlegel
Shakespeare (1797)5,167. 1813 ich will nur sehen was sie
(die Deutschen) anfangen werden, wenn dieser
(Napoleon) über den Rhein gebannt ist Goethe
IV 24,43 W. ⟨1938⟩ bloß in der magengrube verspürt er eine eisige leere; sogar drei glas alten korns vermögen das elend nicht zu bannen
F. Wolf
grenze (1950)355. 1996 banne er doch nicht die chance aus seinem gesichtskreis, mit friedlich protestierenden menschen .. diskutieren zu können
berl. ztg. (2.2.)2b.Fröhlich