lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

bann

as. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
25 in 22 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
48
Verweise raus
42

Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BANN m.

Bd. 4, Sp. 159
DWB2BANN m.  DWB2 (1) herkunft. ahd. mhd. mnd. mnl. nl. ban, as. bann, afrs. bann, bonn ae. (ge)ban(n), me. ne. ban, an. bann führen zu germ. *banna- m., verbalabstraktum zum vb. germ. *bann-a- (Falk/T. germ. spracheinheit 256; im ahd. erhalten als bannan, s. bannen), das auf die allg.-idg. verbwz. *bheh2- ‘sprechen, sagen’ (Rix lex. idg. verben 69; zum idg. homonym mit der bedeutungglänzen, leuchten, scheinen’ vgl. ebd. 68 u. Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,456) zurückgeht. außergerm. anschließbar sind lat. fārī ‘künden sprechen, sagen’, gr. φάναι ‘kundtun, sagen’, russ.-kirchenslaw. bajati ‘erzählen, besprechen, heilen’ u. russ. бaять ‘reden, sprechen’ (et. wb. dt. 596 dtv). die germ. n-erweiterung ist entweder durch einanalogisch verallgemeinertes nasalpräsens *bhh2-nu- (vgl. Seebold germ. st. verben [1970]89) erklärbar oder durch die annahme einer wz.variante *bhen(H)- (Rix a. a. o. 70, anm. 6), aus der auch ai. bhánati ‘spricht, töntherleitbar wäre (Pokorny idg. et. wb. 1,106, Mayrhofer et. wb. aindoar 2,244).das ursprüngl. ausschließlich in rechtlichen zusammenhängen begegnende abstraktum bedeutet im kern wohl(feierlicher, nachdrücklicher) spruch’. (2) form. das im ahd. st. mask. gehört zur klasse der a-stämme; die seltenere flexion nach art der i-stämme (vgl. ahd. wb. 1,802) bewirkt den umlautenden plur. bänne. selten auch fem.; in jüngerer zeit kaum noch pluralbildungen. vereinzelt folgtanstelle der n-geminationauf den nasal ein sekundärer dental, eine verwandtschaft zu band n. besteht jedoch trotz behaupteter semant. nähe (J. Grimm 1DWB 1,1115), nicht. in frühesten (mlat.) quellen latinisiert als bannus, seltener bannum (s. dazu ausführl. mlat. wb. 1,1341 ff.). (3) gebrauch. seit d. 18. jh. wird bann fast ausschließlich in der bed. 3 verwendet. belege in den gruppen 1 u. 2 sind seitdem überwiegend historisierend. DWB2 DWB21 DWB2 in älterem recht ‘macht-, rechtsspruch’. der begriff entfaltet sichz. t. metonym. in mehrere, nicht immer deutlich unterscheidbare teilbedeutungen; auch eine paarformel kann in unterschiedl gruppen begegnen. DWB2a DWB2obrigkeitl. befehl, sowohl alsgebot’ als auchverbot’, rechtskräftige verfügung, ein bestimmtes geltendes recht; die formel bei dem bann im sinne einer legitimation oder einer strafandrohung bei zuwiderhandlung; auchaufruf, aufgebot’ v594 post haec Chilpericus rex de pauperibus et iunioribus eclesiae vel basilicae bannos (var.: bannus) iussit exigi, pro eo quod in exercitu non ambulassent Gregor v. Tours script. rer. meroving. 1,1,233 MGH (scriptores). 863/71 ih zell iu afur thanana mines selbes redina, / selbon ban minan, then ih heizu afur scriban Otfrid II 18,14 E./S. 9.jh. after demo panne. daz er iz sin lazze ahd. gl. 2,97,25 S./S. 10.jh. (populus .. regis) scita (i. monita) banni (contemnens, Esth. 3,8), ebd. 1,488,31. ⟨u1160⟩ da zebrach er (der teufel) den ban an dem aller ersten man / unde an sinem wibe: er bevalchte ir libe. / ein obiz er ir bot, dar an enphien(ch si) den tot hochzeit 74,1 M. ⟨u1210⟩ er gebôt daz mit banne, / swer ze urliuge töhte / unde im gehelfen möhte, / daz er die hervart swüere / und mit sînem sune füere, / swar er sie wolde leiten Otte 4682 G. ⟨1331/5⟩ wer den ban / breche, den solde man []lan / vallen gar an allen wan / nider in der lewin gruft Daniel 5344 DTM. hs.u1430 und der konig det sin ban ruͦffen, das sich nymant des strites underwunde dann erselbe Lancelot 1,633 DTM. ⟨1490⟩ vnd er entpot ym pey dem pan, / das er do eylendt thet von dan / die iunge kelnerin wolgestalt Frankfurter pfarrer 45 HND. 1531 des wird manch gewissen frey / das vor was hart beschweret / mit viel menschen gesetzen, / mit bannen vnd gepot bergreihen 51 HND. ⟨1531⟩ decret wider souil fest vnd feyrtag beym bann gebotten Franck zeitb. 2(1550)110b. 1696 geschahe das aufgeboth des land-adels, oder der ban Juncker Du Londel, gesch.-cal. 44. ⟨v1797⟩ zu schwer ist für dieß herz der ehe strenger bann Gotter nachlaß (1802)339. 1807 das gesetz / des kaiser Max, wir haben es beschworen, / es lautet: bann der urphed, ew’ger frieden! Werner Luther (Berl.)252. 1808 indessen war die nachricht hergekommen / von jenem bann, den Karl ergehen liess, / dass, wer die tochter Haimons will bekommen, / sich mit ihr messen soll auf schwerdt und spiess Ariosto, Roland (1804)4,350. ⟨1910⟩ nicht daß mit strengem bott und bann es jemand wehrte, / bewahre, daß ein hindernis den weg durchquerte Spitteler frühling (1920)1,51. DWB2— bann und frieden ‘friedensgebot, verzicht auf ungerichtl. mittel’, auch ‘schöffenspruch, gerichtshegungsformel’: 1366/1424 sall der frone sprechen: ich thun dem buedinge (‘gericht über die leihe eines hofgutes’) ban und freden von unsers gnedigsten hern wegen urk. u. akten Koblenz 95 B. 1387 dat vor uns is gewesen eyn vrowe .. unde hefft .. redeliken unde rechtliken opgelaten Heneken von Gustede bewisere dusses breves vrede unde ban, den se hadde an eynem hus urkb. Hildesh 2,395 D. 1424 unde habe ym der scholtheiss friede unde bann darubir (über das gut) getan als recht sy ingelh. oberhof 3,120 E. ⟨1507⟩ also thate der .. voigt dem geding bann und frieden von wegen beider herren, dasz niemand in des anderen wort spreche, niemand des andern stuhl besitze, er thäte das mit urlaub weist. 6,543 G. ⟨1533⟩ solle auch verbieten alle verkoren wort, solle auch darüber fried und bann tun ebd. 3,514. DWB2b strafe, bußgeld für die übertretung, den bruch eines bannes (s. a), gelegentl. auch metonym. für die übertretung selbst; häufig formelhaft pein (‘strafe’) des bannes: 779 tantas vices bannos solvat quanta mancipia vendidit capit. regum francorum 1,51 MGH (leges). 1251 vn̄ sint alle banne vn̄ vrtæilde abe gilan vmbe dise sache corp. altdt. originalurk. 1,27 W. 1295 wand aber der lúte vil ist die den ban an dirre getat verschuldet hant offenliche oder heimeliche, so sol der rat die alle twingen, die in die bruͦder kundent dc sie des bannes schuldig sint ebd. 3,322. ⟨1331/5⟩ valle vor gotis vuze! / bichte mit ruwe den ban! Daniel 2825 DTM. 1400 myt wilchen inhibicien sij den wereltlichen richteren ind ouch den klegeren strenkliche under der penen des banss ind sicherer summen geltz doin gebieden akten gesch. verf. Köln 1,617 S. u1460 wenn drei stainer, wie ein grosse männerfaust, auf dem weg ligen, so ist dis für pannmässig zu halten und ist die pann ein kreutzer öst. weist. 2,214. 1548 wan das geschäch .., das ainer ainen totschlag thät, so ist aines richters gröster pan funfzig pfunt perner ebd. 3,287. 1609 (es) soll auff diese thaͤter ein scharpffer bando gesetzt werden relation 12,1b faks. 1782 und was zu Ymbst ein frevel ist, das ist hie ein schlechter pann, zwen kreizer im ring öst. weist. 3,178. DWB2c nutzungsbeschränkung, -verbot, (zeitl. begrenzte) aufhebung von nutzungsrechten (z. b. für wald-, wiesen-, feldnutzung, fischfang) schonzeit; auchzwangsrecht; gewerbeprivileg, exklusives nutzungsrecht’: 890 exceptis nemoribus .. quae in regio banno sunt urkb. abt. st. Gallen 2,281. 11.jh. in ban gedanes (in) excerpti (deprensus crimine campi), in: ahd. wb. 1,803 (vgl. ahd. gl. 2,43,54 S./S.). A13.jh. so man denne den ersten ban gesnidet, so sölent sie anegan ir bankorn samenen weist. 4,265 G. 1284 vn̄ kvmet der win in den viercehen tagen die wile der ban sol weren nvt vz, so .. man sol in shvtten hinder den hert vn̄ sol vron banwart cehant si drvmbe pfenden corp. altdt. originalurk. 2,91 W. 1287 si hant ouch vber vischer ban gesetzet. vnde vber vogele. hie sprichet ban gesetzede. allen tieren ist vride gesetzet schwabenspiegel 108a L. E14.jh. so der ban anuahet, an dem abende so sol der weibel dar gan vnd sol den taverneren irú vas beigelen. swer das brichet, der freuelt weist. 4,208 G. ⟨1470⟩ alle fach, baͤch, vischetzen, wasserruns, so verbannt sind, sind all im anfang von einer obresten herrschaft in bann gelegt, darumb gehoͤrend sy allein derselben zuͦ Frikard in: qu. schweiz. gesch. (1877)1,115. 1593 item die wißengerten ob dem dorf seind im bann biß uf martini biß an die pfarwißen []württ.ndl. rechtsqu. 2,68 W. ⟨1607⟩ item, wannehe der bandt (der traubenlese) auffgehet vnd die karren da stehen, so seindt die herrn nicht schuldig lenger dan drey tagh nach einander zu warten weist. 2,346 G. ⟨1853⟩ es wäre im höchsten grade zu wünschen, daß sie (die steinböcke) sofort durch einen strengen bann geschützt würden Tschudi thierleben (1858)568. ⟨1925⟩ bis in die siebziger jahre hinein größtenteils herrschaftlicher besitz und früher noch mit allerhand bann und hoheit beschützt, waren sie (die haine) als ablösung der weide- und femeldienstbarkeiten den dörflern zugeteilt worden Gagern birschen (1931)70. DWB2d (ausübung der) gerichts-, rechtshoheit, herrschaft, gewalt, häufig formelhaft zwing und bann (s. auch e), acht und bann (s. auch 2 b), zuerst ‘gerichtstag, -sitzung’: ⟨9./10.jh.⟩ so denne der mahtigo khuninc daz mahal kipannit, / dara scal queman chunno kilihaz. / denne nikitar parno nohhein den pan furisizzan, / ni allero manno uuelih ze demo mahale sculi muspilli 33 S. ⟨u1120/30⟩ daz bewart ir bluͦt / loͮtir sam ein brunne daz ez niht enrunne / uon deheines swertes bane milst. exodus 158,26 D. 1289 so sol daz vorgenande gotzhus .. ganzen getwing vn̄ ban han úber dú selben guͦter corp. altdt. originalurk 2,409 W. ⟨14.jh.⟩ der in vor grimes todes ban / löste, dem waz sy billich hold göttweiger trojanerkrieg 2892 DTM. 1438 mit freiheiten, herlichkeit, gerichten, zwingen und bennden chr. Bamb. 1,343 Ch. 1450 du wirdest swern als du vnser richter zu Slannders bist, so verleihen wir dir pan vnd acht, vnd geben dir gwalt in vnserm gericht .. über das plut ze richten font. rer. austr. II 2,285. 1462 Hans Krop hefft gegeven Kattereynen, syner elyken husfrouwen, in eynem ghehegeden banne allent dat he hefft stadtb. Neuhaldensleben 599 S./P. ⟨1511⟩ wiewol der fürsten vnd herrn jr oberkeit, gerichtzwang vn̄ bann in peinlichen vnd burgerlichen sachen gewonlich jrn amptleuten vnnd richtern verlihen Tengler n. layenspiegel (1514)3b. ⟨1519⟩ ze Haltinkon hat die herschafft zwing vnd bann, vnnd richtet dieb vnnd freuel d. geschichtsfreund 6(1849)50. 1687 thom erstenmahl so heege jck hir een lotding unde holde hir een lotding by des graven ban unde der königlicken gewalt Fuchs holst. ding 25. 1745 wenn der vogt gewehlet war, muste er erst dem keyser präsentiret werden, der ihm die gerichtbarkeit, welche man damahls den bann nennte, übergab Schöttgen Conrad 185. 1828 auch hier verwalteten die grafen die öffentlichen geschäfte in eigner person; denn sie hatten den bann Gretschel Leipz. 23. 1844 daß der gerichtliche bann, d. h. die allgemeine macht den frieden zu sichern und das recht zu schützen, überall an die krone fiel Sybel entstehung 219. DWB2e rechtsgebiet, bezirk, gemarkung (oft mit folgender namensnennung) territorium unter einer bestimmten gerichtshoheit, auch als zwing und bann (s. d); gelegentl. übertr. ‘bereich’; in d. spr. des nationalsozialismus wiederaufgenommenbezirk(samt) der hitler-jugend’: 1267 vn̄ swas ich guͦtes hatte in chenzinger banne, ackere vn̄ reba .. vn̄ in herbozheimer banne eine mattun corp. altdt. originalurk. 1,155 W. 1278 swer in der stat vn̄ in dem banne ze Colmer iemanē libelos tvͦt dem sol man daz hovbet abe slahen ebd. 344. M14.jh. des gotzhus zwing vnd ban vahet an Rotenhalden weist. 1,3 G. A15.jh. es ist nicht das ich (der neid) lieb moge han, / in hiemel, in erde noch in meres bann pilgerfahrt d. mönchs 8299 DTM. 1414 item acht waghen heuwes uss unsen beenden und wesen alda zo Bercka urkb. Ndrhein 4,1,98. 1548/64 desgeleichen wolltte er (der herzog) unser zweng und ben mitt marksteinen underzeichen Dreytwein essling. chr. 141 LV. 1615 da aber sie zu abholung ziegell, kalck, werckstück und dergleichen außer dem bann Gochßheim gebraucht obrhein. stadtrechte I 758. 1748 und weilen die obere Wollau meist im althemer bann ligt rechtsqu. Zür. 1,1,193 H. 1808 von lande zu lande wurde die sage hinübergerufen, die vorher innerhalb des bans beschränkt geblieben Görres 3,327 Sch. ⟨1853⟩ daß der große grundbesitzer in der dorfgemeinde, in deren banne er zufällig wohnt, seine sociale heimath durchaus nicht finden kann Riehl land (1861)152. 1913 waren wir .. durch den ganzen bann gegangen, er hatte mir sein und anderer leute land gezeigt Huggenberger bauern 119. 1936 im jahre 1935 wurden in der HJ je 25 neue banne bzw. untergaue der BDM .. gebildet hitler-jugend (1.2.), DWDS-arch. ⟨1971⟩ wir mußten uns alle auf dem bann melden, hunderte von jungen. hilfseinsatz Kempowski Tadellöser (1976)425. DWB22 in älterem recht ‘strafender ausschluß, proskription’; als sonderfall von 1 verstehbar; häufig in verbalgefügen, bes. jmdn. in den bann tun. DWB2a DWB2verbannung, ausschluß aus einer rechtsgemeinschaft [] (mit der auflage oder nötigung, als friedloser das land zu verlassen), gelegentl. fürreichsacht’ 863/71 so war so er wari thanne, thaz er wari in banne, / si es alleswio ni thahtin, ni si alle sin io ahtin Otfrid IV 8,9 E./S. ⟨u1295⟩ do vorteilde er mit rehte / die Juden und ir geslehte .. / und tet daruber keiseres ban / nach romischen urteilen Heinrich v. Hesler evangelium Nicodemi 4690 LV. ⟨1394/5⟩ Caim tottet sein bruder von neides wegen, do tet got Caim in den panne, daz er sich von den leẅten muͦst schaiden öst. chr. 6 MGH. z.j.1491 des jars samstag nach Martini da tet der roͤmisch kaiser Fridrich die von Regenspurk in den ban und in die abereht Deichsler in: (Nürnb.) chr. dt. städte 11,569. 1535 (man) hat jr, der Lepide, wasser vnd feur verbotten, das ist man hat sie in̄ den hoͤchsten ban̄ gethan vn̄ von aller gemeinschafft der menschen außgeschlossen Micyllus Tacitus 76a. 1573 do dede he (Maximilian I.) den hertogen Rupert in den keiserlichen ban mit alle sinen anhengeren Oldecop chr. 23 LV. ⟨1598⟩ Dauid weinete .., als er im bandt vnnd elendt war Albertinus sendtschreiben (1603)1,132a. 1786 der bann, die absonderung der anhänger der gesetze von dem, der ihnen rebellisch ist, war im süd und nord ein uralter gebrauch J. v. Müller eidgenossenschaft 1,122. 1841 (scherzhaft übertr.:) der könig sprach im zorne / bann über alle hunde aus, / .. so wurden die hunde sämmtlich gestürzt, / und verließen den hof für immer Laube jagdbrevier 224. 1919 und er (der bürgersmann) beweint so tränennaß / den kaiserlichen bann (‘verbannung des kaisers’) Tucholsky 1,371 G.-T./R. ⟨1964⟩ in die wüste, in den bann. / .. in die wüste mit dem mann Hacks stücke (1965)142. ⟨1987⟩ kaiser nicht mehr, wie er sich auf Elba noch hatte nennen dürfen, nur dies eine unerträgliche individuum bürgerlichen namens, den in acht und bann erklärten G. Mann Lavalette (1989)14. DWB2— alttestamentl. (vgl. 3. Mose 27,28 f. u. Jos. 7,15)ächtung (u. eliminierung) eines religiösen frevlers’, metonym.das (verbotene, tabuisierte) gut eines verbannten’: 1524 vnd wilcher erfunden wirt ym bann, den sol man mit feur verprennen mit allem das er hat Luther bibel 9,1,22 W. ⟨1538⟩ Achan, da er wider des herrn wort von dem ban̄ stilt, würdt verstainigt Franck arch (1539)171b. ⟨1599⟩ vn̄ allen jhren haußrath soltu samblen .. vnnd mit fewr verbrennen, .. laß nichts von dem baan an dein hand hangen Albertinus sendtschreiben (1603)3,179b. DWB2b DWB2kirchenbann, als großer, auch hoher, schwerer bann (excommunicatio maior, anathema) (zeitweiliger) ausschluß aus einer (meist der katholischen) glaubensgemeinschaft als in den belegen allerdings selten identifizierbarer – kleiner bann (excommunicatio minor) ausschluß von den christl. sakramenten; gelegentl. auch fürinterdikt(landesweites verbot, gottesdienste abzuhalten) 11./12.jh. anathema .. ban ahd. gl. 4,212,42 S./S. ⟨v1150⟩ o we mir armen manne, ich bin dicke comen ze banne / von rehter gesculde .. / dar newart ich nie uz verlazen, von der cristenheit bin ich verwazen armer Hartmann 105,1 M. ⟨1315/23⟩ unde der bischof liz den lantgravin uz dem banne mit allin sinen helfern unde ouch sinen vatir der vorstorben was Köditz hl. Ludwig 24 R. ⟨n1427⟩ geystlich und weltlich die solten dem stul zu Rom unterthan sein, und wer deß nicht thet, der solt in des pabsts pan sein Schiltberger 103 LV. 1477 unnd hast ain danntz angefanngen inn dem clouster .., das dann .. grosse sind ist, unnd darzú inn hohem ban bist privatbr. d. ma. 1,184 S. 1519 excommunicare heyst von der gemeyn thun und eyn glyd von dissem corper abßondernn, und das heyst auff deutsch yn den ban thun Luther w. 2,743 W. 1569 Augustinus thet einen mathematicum, welcher viel leut mit diesen weissagungen .. verfurte, in den bann theatrvm diabolorum 229a. ⟨1626⟩ kurtz vor seinem todt sagt er (Luther): ich sterbe in deß papstes, der papst aber in gottes bann Zinkgref sprüch (1628)1,247. 1758 in diesen zeiten war nichts gewöhnlichers, als könige, die von päbsten abgesetzt wurden, als bischöfe, die ihre eignen landsherren in den bann thaten Wieland I 4,440 ak. 1768 nun aber setze man ich sagte dieses bey einer abhandlung de trinitate, .. würde man einen bann gegen mich auswürcken, (meine) besoldung einziehen Lichtenberg aphorismen 1,131 DLD. 1806 kann der clerus / dir’s je vergeben, .. daß des pabstes urtheil du / verworfen, seinen bann verspottet hast? Kind Wilhelm 170. 1936 während .. die glocken unter dem ausgesprochenen bann wieder in England verstummten Schneider inselreich 183. 1986 wir exkommunizieren ihn und tun ihn in den bann und verstossen ihn von der schwelle der heiligen kirche Walter []Sterne, Tristram Shandy (1994)3,41 dtv. DWB2— bann in verbindung mit acht (s. d.), oft als paarformel oder verkürzt (die) acht und bann ‘weltl. u. kirchl. ächtung(seit dem edikt Friedrichs II. von 1220), für den betroffenen den vollständigen verlust des rechtsschutzes bedeutend (weitere verwendungen s. unter 1 d): ⟨u1230⟩ man fürhtet künec noch keiser niht: / æhte und ban sint tôren spot Freidank 246,15 G. E13.jh. als ein man in dem banne ist sehs wochen vnd einen tac. so sol in der weltlich rihter ze æhte tvͦn schwabenspiegel 5a L. 1378 dar nach vͤber sehs wochen .. zo teilt man dem gocz haus ledich allez daz daz er do von hot vnd dar noch dem chuͤnich den ban vnd tuͤt yn in des chuͤnigez echte stadtrechtsb. Sillein 65b P. ⟨u1460⟩ wann man unserm heiligen vater, dem bapst, ungehorsam .. were .., das den der rad .. zu schweren banne und in die achte mochten bracht werden Cammermeister chr. 196 R. ⟨1508/16⟩ daruf erlangt si (die Appenzeller) der appt mit recht in die acht und pann, die inen uf das hoͤchst beschwerd wurdent Brennwald schweizerchr 1,331 L. 1573 dat Clawes Barner sampt sinem anhange in des romeschen rikes acht und ban declarieret were, und iderm befolen wart, men scholde one .. anholden und an dem live straffen Oldecop chr. 211 LV. 1742 und wer also auf ein aacht zu bann kommt, den wird der geistliche richter aus dem bann nicht lassen Bürckhle process 2,31. 1859 aber auf derselben brücke / geht ein einsam fremder mann, / wandelt mit ergrautem haare / still und kühl in acht und bann Keller 2,1,76 F. 1946 und er, der war getan in acht und bann, / hat in des volkes herzen platz genommen Becher rom. 159. DWB2c bildl. u. übertr.ausschluß eines unerwünschten; verdikt, ächtung, fluch; auch auf gegenstände bezogen: ⟨1532⟩ wenn ich dialecticam solt lesen, so wolt ich alle wort in ban thun: syllogismus, enthymema, maior, .. minor Luther tischreden 2,186 W. 1619 die nüchterkeit (die bey hof in dem bann, / die schier kein fürst, kein reicher, kein hofman / mehr will weder sehen noch hören ..) Weckherlin 1,197 LV. 1729 er .. / nimmt alle tichter vor, und zeiget ihr gebrechen, / dagegen nimmt er sich derselben ernstlich an, / die der Parnassus hat in einen bann gethan Abel sat. ged. 1,182. ⟨1887⟩ nun denn, die gesellschaft hat mich in den bann getan, ich seh es und fühl es Fontane (1919) I 2,355 jub. ⟨1894⟩ von Herkomer fehlt gerade das bedeutendste bild, welches offenbar mit in den gegen die münchener „sezession“ geschleuderten bann gefallen ist Hofmannsthal prosa 1,175 S. ⟨1915⟩ und der englische minister in Wien findet schon jetzt, daß Friedrich (II.) in den politischen bann getan zu werden verdiene Th. Mann (1955)11,71. 1976 auch daß es häuser gibt, die mit einem bann belegt sind, so daß man sie nicht betreten darf, ist bekannt Ch. Wolf kindheitsmuster 152. 1995 sogar die gute alte anthropologische frage nach dem ursprung der sprache, über die die linguisten vor über hundert jahren den bann verhängt hatten, ist immer noch virulent Trabant sprache denken, DWDS-arch. DWB23 zwang, magische willenskontrolle, wohl in anlehnung an 1. DWB2a DWB2zauber(spruch) (der jmdn. an einem ort festhält), bezauberung, fesselung; beherrschung, auchmachtkreis’, metonym. für die wirkungfessel, erstarrung, beklemmung’ 1643 wie herr doctor Luther .. der erste gewesen, welcher unsere teutsche sprache auß der mönichen bann erlediget hat Harsdörffer gesprächsp. (1641)3,60. ⟨1775⟩ könnte ich nur jedes liebe unschuldige geschöpf aus deinem bann entfernen! F. H. Jacobi Allwills briefsamml (1792)1,260. ⟨1798⟩ da ich sah, daß es so gut ablief, machte ich sie (die gespenster) wieder von ihrem banne frei Tieck (1828)9,295. 1828 drin rudert mächtig ein einz’ger mann, / als hätt’ er die wellen in seinem bann Schwab ged. 1,185. 1838 ach, das thal noch kahl zumal / liegt im winterlichen bann, / ohne blum’ und blüten Rückert ges. ged. 5,227. 1886 unter einem unsichtbaren banne laufen sie (die philosophen) immer von neuem noch einmal die selbe kreisbahn Nietzsche stud.ausg. 35,34 C./M. 1917 keiner wagte sich zu rühren; ein bann hatte sich auf alle gelegt Meyrink gesicht 118. 1923 die menge als solche hat keine pflichten, sondern unterliegt der bezauberung, dem bann oder dem zwang Kassner in: n. dt. beitr. 1,2,109. 1927 b(ann) wird zurückgeführt auf die tätigkeit von geistern, zauberern und hexen hdwb. aberglauben 1,874. 2001 Melisso .. öffnet Ruggiero mittels eines zauberrings die augen ... von Ruggiero fällt der bann ab opernlex., dig. bibl. 52,70. DWB2— phraseol. jmdn. in (den) bann ziehen, schlagen, halten jmdn. stark interessieren, faszinieren, fesseln: 1781 jenen jüngling, der mit riesenspanne / die bekannte welt []umgriff, / hielte sie zu Babylon im banne / und das – weltpopanz entschlief Schiller 1,18 nat. ⟨1873⟩ und lange, lange hielt ich sie alle in atemlosem bann Storm 3,198 K. 1931 denn es ist aussichtslos, einen rauchenden mann .. „in den bann ziehen“ zu wollen Brecht schr. z. theater 2,97 H. 2003 zwei jahre nachdem die entdeckung des grabs von pharao Tutanchamun die welt in bann geschlagen hatte nat. geographic Dtld. 11,80b. 2004 dass Bernhards intellektuelle brillanz den leser sofort in ihren bann zieht süddt. ztg. (7./8.2.)1d. DWB2— phraseol. einen bann brechen, lösen ‘einen zauber, eine erstarrung, lähmung aufheben’: ⟨v1801⟩ der heimlichkeit urmächt’gen bann / kann nur die hand der einsicht lösen Novalis 1,87 W. ⟨1879⟩ das mädchen machte eine gewaltsame anstrengung, den bann zu durchbrechen, den die nähe des vaters ihr auferlegte Heyse [1924] I 3,579. ⟨1906⟩ seiner einfachen art lag es nahe, durch ein freimütiges und kühnes wort den dumpfen bann zu lösen Bonsels jugendnov. (1926)338. 1966 vielleicht sollte man über etwas reden, um so den bann zu brechen, in dem man gefangen ist Selbmann söhne 585. 2004 das magische Ferrariquartett .. brach nach fünfjährigen anstrengungen den bann. der Deutsche wurde als erster Ferrari-fahrer .. weltmeister n. zürch. ztg. (30.8.)24b. DWB2b abschwächend übertr. von a ‘dominierender einfluß, einflußbereich’, meist in der fügung unter dem, im banne (stehen, sein) von: 1782 die sprache war .. / im bann der leidenschaften ausdruck, / welcher dahin mit dem rithmus strömet Klopstock w. (1798)2,78. ⟨1878⟩ man muss religion und kunst wie mutter und amme geliebt haben, – sonst kann man nicht weise werden. aber .. bleibt man in ihrem banne, so versteht man sie nicht Nietzsche stud.ausg. 22,236 C./M. 1919 wie Bülow sich von Liszts werken hat abwenden und in den bann der brahmsischen kunst hat geraten können Krebs meister 145. 1951 gläubigkeit ist die geistige haltung, die sich sachnotwendig überall einstellt, wo man im banne des wahns steht Niekisch bilanz 166. 2006 stehen das komplette pariser feuilleton und weite teile der französischen leserschaft im bann einer ausgesucht entsetzlichen version des NS-unmenschen n. zürch. ztg. (13.9.)27a.Fröhlich
24376 Zeichen · 566 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    bannst. M. (a?) (i?), st. N.?

    Köbler As. Wörterbuch

    bann , st. M. (a?) (i?), st. N.? Vw.: s. ban

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    bannst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    bann , st. N. (a) nhd. Verbot, Bann, Verbannung Hw.: s. banna, bæn E.: germ. *banna-, *bannam, st. N. (a), Gebot, Bann; …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bann

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Bann , des -es, plur. inus. ein ehedem sehr gebräuchliches Wort von weitem Umfange, welches überhaupt alles dasjenig…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bann

    Goethe-Wörterbuch

    Bann 1 Gerichtsbarkeitsbezirk eines Grundherrn, Bannmeile; in Götz nur ‘nicht aus dem B. gehen’ Im Elsas heisst die Term…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bann

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Bann , im alten Rechte die höhere Gewalt, die sich besonders als Zwang zur Heerfolge u. Gerichtsbarkeit äußerte, daher B…

  6. modern
    Dialekt
    Bann

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Bann Band 1, Spalte 1,1061f.

  7. Sprichwörter
    Bann

    Wander (Sprichwörter)

    Bann 1. Der Bann kann wol blitzen, aber nicht donnern. 2. Im Bann sein. – Henisch, 184. 3. In den Bann thun. – Henisch. …

  8. Spezial
    Bann

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bann m. (-[e]s,-e) 1 (Kirchenbann) scomunicaziun (-s) f. 2 esil (-ii) m. 3 (Zauber) podëi magich m. , strinët (-ëc) m. ▬…

Verweisungsnetz

89 Knoten, 82 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Wurzel 1 Kognat 2 Kompositum 61 Sackgasse 16

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bann

371 Bildungen · 261 Erstglied · 103 Zweitglied · 7 Ableitungen

bann‑ als Erstglied (30 von 261)

bann 70 und häufiger

KöblerAfries

bann 70 und häufiger , st. M. (a), st. N. (a) nhd. Bann, Befehl, Aufgebot, Verfügung, Heerbanngebiet, Brüche, angedrohtes Strafgeld, angeord…

Bannaue

SHW

Bann-aue Band 1, Spalte 567-568

Bannmühle

SHW

Bann-mühle Band 1, Spalte 567-568

Bannspruch

SHW

Bann-spruch Band 1, Spalte 567-568

Bannweide

SHW

Bann-weide Band 1, Spalte 569-570

Bannwein

SHW

Bann-wein Band 1, Spalte 569-570

Bannzaun

SHW

Bann-zaun Band 1, Spalte 569-570

banna 50 und häufiger

KöblerAfries

banna 50 und häufiger , st. V. (7)=red. V. nhd. bannen, aufbieten, befehlen, gebieten, vor Gericht laden ne. banish, summon (V.) Vw.: s. bi-…

bannachtig

RhWB

bann·achtig

bann-achtig banətəχ Bergh Adj.: geneigt zu fortwährendem Bitten, von Kindern.

bannalis

KöblerAhd

bann·alis

bannalis , Adj. nhd. Bann... ne. concerning a ban Q.: Urk (1032) I.: z. T. Lw. ahd. ban E.: s. ban

Bannaltar

Campe

bann·altar

◬ Der Bannaltar , des — es, Mz. die — äre, der Altar d. h. die Kirche, welche den Bannstrahl schleudert. — Hin, sank die verjährte Fessel, S…

bannan

AWB

ban·nan

bannan red. v. , mhd. bannen; as. bannan, mnd. mnl. bannen; afries. bonna; ae. bannan; vgl. nhd. bannen sw. v. ; an. banna. — Graff III, 125…

Bannaraatz

MeckWB

Wossidia Bannaraatz erfundener Ortsname: dee hett in Grot Bannaraatz achter de grot Dör stahn, d. h. er hat nicht als Soldat gedient Ha Hage…

*bannarus

MLW

banna·rus

* bannarus (bonnerus) , -i m. (fris. MLW vet. bannere, bonnere a bannus, cf. K. v. Richthofen, Altfries. Wörterb. 1840. p. 662) praeco, bede…

Bannbackhaus

PfWB

bann·backhaus

 Bann-backhaus n. : ' Backhaus, das im Bannbereich eines Ortes das ausschließliche Recht hatte zu backen '. a. 1532: ein banbackhauß [PfWei…

Bannbäcker

PfWB

bann·baecker

 Bann-bäcker m. : ' Inhaber des Bannbackhauses '. a. 1535: hat der selbige banbecker ... macht holtz zu hollen [PfWeist. I 129 (IB-Blickw)]…

bannbier

DWB

bann·bier

bannbier , n. bier, nach dem bannzwang, an bestimmter stelle zu kaufen.

bannbrief

DWB

bann·brief

bannbrief , m. literae continentes proclamationem desponsorum, franz. les bans: da stet einer am morgen uf die kanzel und verkündet die tag,…

BANNBRUCH

DWB2

bann·bruch

DWB2 BANNBRUCH m. DWB2 zu bann 2 a u. c. mißachtung einer verbannung, (jünger ökon.) einer handelssperre bes. ‘ handel unter umgehung der zo…

bannbrēf* 1

KöblerAfries

bannbrēf* 1 , st. M. (a?) nhd. Bannbrief, Klagebrief ne. public proclamation Hw.: vgl. mnd. banbrēf I.: z. T. Lw. lat. brevis E.: s. bann, b…

Bannbuch

RhWB

bann·buch

Bann-buch n.: die katastermässigen Grundrisszeichnungen aller Felder einer Gemarkung Saarl-Felsbg .

bann als Zweitglied (30 von 103)

*forbann

KöblerAfries

*forbann , st. M. (a) Vw.: s. urbann

*haribann

KöblerAhd

*haribann , st. M. (a?, i?) Vw.: s. hariban

aberbann

DWB

aber·bann

aberbann , m. gleichviel mit aberacht. Fischart im Garg. cap. 30 . acht und aberacht, bann und aberbann.

Achtbann

DRW

acht·bann

Achtbann Gerichtsgefälle für Lösung aus der Acht; bann = "Bannsumme" vgl. 1Achtbuße, 1Achtschatz, Achtschilling, Festbann ist daz er dem cla…

Ackerbann

DRW

acker·bann

Ackerbann arpene, der a., war bey den Galliern ein halbes joch 1803 Gesenius,Meierrecht II 30 Faksimile

bierbann

DWB

bier·bann

bierbann , m. vorrecht einer brauerei in einem bezirk allein bier zu verkaufen.

blutbann

DWB

blut·bann

blutbann , m. judicium capitale: der höchste blutbann war allein des kaisers. Schiller 529 b ; ich weisz mich treflich mit der polizei, doch…

brotbann

DWB

brot·bann

brotbann , m. wenn das brot bei bestimmten beckern genommen werden musz.

Chilchbann

Idiotikon

Chilchbann Band 4, Spalte 1277 Chilchbann 4,1277

Chilche(n)bann

Idiotikon

Chilche(n)bann Band 4, Spalte 1277 Chilche(n)bann 4,1277

debann

LDWB1

debann [de·bānn I adj.inv. 1 (por nia) vergeblich, verloren 2 kostenlos, kostenfrei, gratis II adv. 1 unentgeltlich, ehrenamtlich, umsonst, …

diebesbann

DWB2

diebe·s·bann

diebesbann m. : 1860 Wuttke volksaberglaube 173. v1953 Spamer romanusbüchl. ( 1958 ) 187.

Drīschillingsbann

Idiotikon

Drīschillingsbann Band 4, Spalte 1277 Drīschillingsbann 4,1277

forstbann

DWB

forst·bann

forstbann , m. interdictio silvae, vgl. DWB bannforst , DWB bannwald .

Friedbann

Wander

fried·bann

Friedbann Jeder Friedbann stehe fest. – Graf, 479, 672. Ein richterliches, nicht an sich nichtiges Erkenntniss, das einmal rechtskräftig gew…

fürbann

DWB

fuer·bann

fürbann , m. die richterliche verkündigung oder richterlich ausgesprochene versicherung in betreff eines vor gericht unschuldig oder im rech…

futterbann

DWB

futter·bann

futterbann , m. zu Augsburg eine von den futteren jährlich an den burggrafen zu entrichtende abgabe. mhd. fuoterban. Augsburger stadtbuch s.…

Fürbann

BWB

Fürbann Band 1, Spalte 1,1062

G(e)mein(s)bann

Idiotikon

G(e)mein(s)bann Band 4, Spalte 1277 G(e)mein(s)bann 4,1277

gebann

KöblerAe

geb·ann

gebann , st. N. (a) nhd. Bann, Gebot, Aufgebot, Vorladung, Versammlung Hw.: vgl. ahd. giban* E.: s. ge-, *bann L.: Hh 16

Ableitungen von bann (7 von 7)

Banne

PfWB

Banne s. PfWB Band 5a u. Weide.

Entbannen

Campe

◬ Entbannen , v. trs. bannend entfernen, verbannen; überhaupt wegschaffen, abschaffen. Als ein besserer Sinn, empört ob greulichen Frevels S…

gebann

KöblerAe

gebann , st. N. (a) nhd. Bann, Gebot, Aufgebot, Vorladung, Versammlung Hw.: vgl. ahd. giban* E.: s. ge-, *bann L.: Hh 16

gebannen

FindeB

* gebannen stv. Teichn.

verbanne

BMZ

verbanne stv. thue in den bann. er ist verfluochet unt verbannen von allem cristenlîchem rehte pf. K. 301, 18. verbiene man mich iemer, des …

verbannen

DWB

verbannen , verb. den bann verhängen. 1 1) ahd. farbannan, mhd. verbannen, verbennen, früher stark flectiert, ahd. part. praet. farbannan Gr…

verbannung

DWB

verbannung , f. 1 1) handlung des verbannens, nach den verschiedenen bedeutungen des wortes verbannen. 1@a a) eröffnung des gerichts: welche…