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Gewanne

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
2 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Gewanne f.

Bd. 3, Sp. 289
Gewanne f.: 1. 'Streifen am Ende des Ackers, auf dem beim Pflügen gewendet wird', G(e)wann (-wḁn, seltener -a-) [NWPf NPf, s. K. 14], (-wan) [verbr. Don Gal Buch Rußl]. Syn. s. Angewanne 1. Jetzt missen mer noch die G. zackere (hacke) [RO-Dielkch]. — 2.a. ' Teil der Gemeindeflur' [KU-Schmittw/O Kaulb Rothsbg Don-Schowe Torscha verbr. Gal]. Die Fränsemer Gemark is in e paar Dutzend Gewanne eiⁿgedäält [NW-Freinsh]. Wann der fallt, fallt er in e anneri G., von einem großen Menschen [Zahn Pläsier 188]. a. 1420: 4 morgen in derselben gewanden [Urk. 2 des Hochstiftes Mainz im Pfarrarchiv von LA-Impfl]. a. 1511: die Gewande vssen bitz vff die Hergßheymer Marck [Buch der Marken im GdArch. von NW-Kallstdt]. a. 1628: Schlisslichen hatt man ein sonder buch, darin ... die gewanden, veltgutter vndt gartten zu finden [PfWeist. II 741 (FR-Gr'Karlb)]. — b. Flurname. In der hintersten G. [HB-Höch]; die krumm G. [KU-Patb]; die lang G. [KL-Weilb]; 's Gewännche [Rockhs LU-Friesh Altr]. a. 1531: vff die druncken 'vom Wasser überschwemmte' gewanden [SSp., Domstift Speyer, Urk. 409 (NW-Meckh)]. Zs.: Begüten-, Bruch-, Tief-, Drei-, Dritt-, Türken-, Galgen-, Gülden-, Hoch-, Kappes-, Kreuz-, Krumm-, Kurz-, Lang-, Oster-, Rosen-, Spitz-, Wicken-, Wingerts-, Zwerchgewanne. — 3.a. 'Grenzfurche an der Längsseite des Ackers' [KU-Kaulb]. — b. 'die Länge des Ackerfeldes' [Don-Werb]. — 4. 'die gesamte Flur eines Dorfes' [RO-Als PS-Erfw NW-Hardbg Dürkh GH-Neubg Don-Neuschowe mancherorts Gal Buch-Altfratautz]. Syn. s. Bann 1. RA.: Dem is die ganz G., wer zum Stehlen neigt [NW-Weish/Sd]. — Mhd. gewande. — Südhess. II 1525; Rhein. IX 242; Lothr. 203; Els. II 833; Bad. II 405.
1697 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewanne

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Gewann(e) f. Ackerflur, an der mehrere Dorfbewohner teilhaben, mhd. gewande ‘Ackergrenze’ (wo beim Pflügen gewendet wird…

  2. modern
    Dialekt
    Gewannef.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-wanne f. : 1. 'Streifen am Ende des Ackers, auf dem beim Pflügen gewendet wird', G(e)wann (-wḁn, seltener -a-) [NWPf …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewanne

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gewanne

ge- + wanne

gewanne leitet sich vom Lemma wanne ab mit Präfix ge-.

gewanne‑ als Erstglied (6 von 6)

gewanneintheilung

DWB

gewann·eintheilung

gewanneintheilung , f. : die gewanneintheilung der flur sicherte in jedem orte mit peinlicher gerechtigkeit die gleichheit der antheile. A. …

gewannenlang

PfWB

gewannen·lang

 gewannen-lang Adj. : ' lang wie ein Acker ', gwannelang [ Don-Werb ]; vgl. Gewanne 3 b.

Gewannenstein

PfWB

gewannen·stein

Gewannen-stein m. : 'Grenzstein zwischen Gewannen', G(e)wannestään (-šdǟn) [ WD-Niedkch ], (-šdīⁿ) [ PS-Schmalbg LA-Gommh ]. a. 1628: Wan ei…

Gewannenweg

PfWB

gewann·enweg

Gewannen-weg m. : 1. 'Fahrweg zwischen den Gewannen', -weg, -weech, -wee, s. Weg [verbr.]. — 2. 'Feldweg entlang der Straße' [ Don-St. Andre…

gewannenweise

PfWB

gewannen·weise

gewannen-weise Adv. : in der RA.: Du kannscht mich gewanneweis am Arsch lecke, dann siehscht, wu 's Gemark ufheert [ GH-Bellh ].