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Gewalt

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
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32 in 23 Wb.
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gewalt

Bd. 4, Sp. 165
Gewaltauch -dt u Kleinschr, abgekürzt ‘Gew.’ GWB422,354, öfter Pl; rund 850 Belege. Auffallend, wie wenig die negativen Bedeutungen G-s Wortgebrauch prägen. Zwar ist der Komplex physischer (selten psychischer) Gewalt (C) mit üb 250 Belegen - davon etwa die Hälfte idVbdg ‘mit ( .. ) G.’ - gut belegt, er tritt aber gegen die Bedeutungen ‘Kraft’ (A) u ‘Macht’ (B) deutlich zurück. In letzteren vornehmlich dokumentiert sich G-s sprachschöpferisches Vermögen, bei A in Charakterisierung (elementarer) physischer wie geistiger Vitalität u Durchsetzungskraft, bei B in der Umschreibung politischer u geistiger Machtverhältnisse. Als eine Elementarkategorie politischen Handelns wird ‘Gewalt’ dabei nicht der Kritik unterzogen.  A überlegene, Hemmnisse, Widerstände überwindende (schöpferische, gestaltende) Kraft   1 das jdm od einer Sache zur Verfügung stehende Vermögen, die geistige (od physische) Fähigkeit, etw zu bewegen, zu bewirken, mehrf idVbdgn ‘G. haben zu etw’, ‘in jds G., zu G. stehen’  aus allem .. zieh ich immer meine eigne Nuzzanwendung. Im Stillen Krafft und Fähigkeit [Fertigkeit K] (das heist G.) zu sammlen, zu halten [spaaren K], und auszuarbeiten und auf Glück zu warten wo das mögte zu brauchen seyn!! GWBB4,216,2 ChStein 5.5.80  [mBez auf Cellinis seelisch-geistige Disposition] Überhaupt erscheint die G. sich innere Bilder zu wirklich gewissen Gegenständen zu realisiren, mehrmals in ihrer völligen Stärke GWB44,357,24 CellAnh XII  werther Diderot, drücke dich, da dir die Sprache so zu G. steht, bestimmter aus GWB45,270,9 Diderot,Malerei Anm GWB32,196,13 ItR GWBN52,219,32 FlP Plp GWBN7,61,22 SpiralTend iSv Gewandtheit GWB23,335 Lj VII 8 Var   2 vitale, (primär) physische Wirkkraft, öfter in personaler Vorstellung   a belebende, naturgesetzlich regelnde od auch bedrohliche Elementarkraft, Urgewalt der Natur, auch bildhaft-symbolisch, ‘(heilsam) schaffende G.’ für die (Gott-)Natur in ihrer schöpferischen Potenz  Geben wir genau auf diese Mannichfaltigkeit [der Knochenbildung] Acht, so werden wir in den Stand gesetzt, nicht allein die Thiere unter einander, sondern sogar das Thier mit sich selbst zu vergleichen. In dieser bei genauer Betrachtung die größte Bewunderung erregenden Veränderlichkeit der Theile ruht die ganze G. der bildenden Natur GWBN8,272,14 VersGestaltTiere  Wenn Menschen gegen Elemente kämpfen oder, von solcher G. bedrängt, sich zu retten suchen, finden sich immer die günstigsten Gegenstände für bildende Kunst GWB48,68,15 Kunstausstellg 1803  Die Elemente sind die Willkür selbst zu nennen .... Die erhöhte Anziehungskraft der Erde .. ist die G. die den Zustand der Atmosphäre regelt und den Elementen ein Ziel setzt GWBN12,103,25 Witterungslehre 1825  [iZshg mit der Erörterung versch Erdentstehungstheorien] mächtige in dem Schoos der Erde schon völlig fertig gewordene Gebilde seien, mittelst unwiderstehlich elastischer G-en [durch unwiderstehliche Gasarten GWB252,122 Var], durch die Erdrinde hindurch in die Höhe getrieben GWB251,27,18 Wj II 9  [die verwandelte Brahmane:] Und so soll ich die Bramane, | Mit dem Haupt im Himmel weilend, | Fühlen Paria dieser Erde | Niederziehende G. GWB3,14 PariaLegende 116 GWBFaust I 1380 GWBN8,73,2 Vortr VglAnatomie 2 GWBB21,311,15 CarlAug 24.5.10 GWBN12,25,14 Wolkengest GWB16,207 Maskenz Planetentanz 112 als der mittlere Begriff in einem Schema von Grundkonstituenten des Lebens  [terminolog umfaßt von ‘Leben’:] Stoff. | Vermögen. Kraft. G. Streben. Trieb. | Form GWBN7,73,19 Bildungstrieb iSv verschwenderische Fülle, Überfluß  Nichts kann die angebaute Region des Ätna übertreffen, weder in Reichthum des Bodens, noch in der G. [luxuriance] der Vegetation GWB46,218,4 Hackert TgbKnight   b körperl Stärke od einem Lebewesen inhärente, insbes das Wachstum regulierende Kraft  [Hzg zur Tochter:] Dein überkühner Muth, mit dem du dich, | Als wie an’s Pferd gewachsen, voll Gefühl | Der doppelten, centaurischen G., | Durch Thal und Berg, durch Fluß und Graben schleuderst GWBNatT 591  Es läßt sich bei verschiedenen Samen bemerken, daß er Blätter zu seinen nächsten Hüllen umbilde .. ja meistens durch seine G. sie völlig an sich schließe GWBN6,69,8 MetamPfl 82  Der feurigste Maler darf nicht sudeln, so wenig als der feurigste Musikus falsch greifen darf; das Organ, in dem die größte G. und Geschwindigkeit sich äußern will, muß erst richtig sein GWBB5,137,19 Maler Müller 21.6.81  [für: forza] GWB43,330,14 Cell II 11  [für: force] GWBN7,45,16 SpiralTend GWB491,132,24 Philostrat bildl, iSv Anstrengung  [nach Antritt einer Dienstreise] Lebe wohl mir thun die Arme noch von der G. weh, die ich anwenden musste, den stärcksten aller Knoten zu zerreissen GWBB5,291,8 ChStein 29.3.[82]   c materiellen Dingen, Stoffen od (techn) Produkten innewohnende Kraft, Energie, auch ‘zerstörende G.’  eine sehr bequeme Art .. zwei Glasarten gegen einander zu messen, in wiefern ihre G. die Farbenerscheinung zu verstärken gegen einander proportionirt sei GWBN51,217,15 FarbenerschRefraktion 80  Wie ich das Schiespulver ehre dessen G. mir einen Vogel aus der Lufft herunter hohlt [Korr GWBB50,207] GWBB2,99,7 Kestner [Anf] Aug [73] [Korr DjG33,42,17] GWB33,323,13 BelagergMainz GWBN8,80,17 Vortr VglAnatomie 3   3 innere, seelisch-geistige Wirkkraft, Dynamik; auch in personaler Vorstellung   a geistiger [] Elan, Durchsetzungs-, Schwungkraft, auch in kritischer Beurteilung, öfter in Gen-Vbdgn wie ‘G. des Geistes, Verstandes, der Einbildungskraft’, auch ‘mit (aller) G.’  Brutus .. Schau die unerschütterliche Gestalt! Diesen .. zusammen geknoteten Drang .. Welche G. und welche Lieblichkeit! GWB37,356,1 PhysiognFragm  [Schema zum Aufsatz ‘Über Newtons Hypothese der diversen Refrangibilität’] Newton | Genie | G. | subordinirt sich die Sachen sich nicht ihnen GWBN52,350,18 Fl Plp  Ich freue mich sehr dir auch in der Geschichte entgegen zu kommen. Denn was du durch die G. des Geistes aus der Überliefrung zusammengreifst, das muß ich nach meiner Art aus jeder Himmelsgegend, von Bergen, Hügeln und Flüßen zusammschleppen GWBB8,152,19 Herder 25./[27]. 1.87  [mBez auf die Lektüre ital u engl Schriftsteller] Der erste spricht .. durch alle Sinne .. der letzte bleibt immer der G. der Einbildungskraft mehr ausgesetzt GWBB14,95,18 WHumboldt 26.5.99 K  [Faust zum Kaiser:] Sie [die Geister] wirken still durch labyrinthische Klüfte, | .. Mit leisem Finger geistiger G-en | Erbauen sie durchsichtige Gestalten GWBFaust II 10433 GWB28,168,11 DuW 12 GWBFaust II 7438 GWB422,443,14 Epoche d forciertTalente Schema GWBT1,255,26 v 3.10.86~GWB30,114,23 ItR GWB28,54,24 DuW 11 iGz körperl Kraft  [Wilh in einer Lebenskrise] Und er wäre auch untergegangen, hätte ihn nicht die Kraft seiner Natur, die wieder zum Geraden und Reinen strebte, gerettet. Je enger jene körperliche Fesseln zusammengezogen wurden, desto mehr sträubte sich die innere G., brach bei der ersten Gelegenheit los und durchwühlte das ganze Gebäude GWB51,103,25 ThS II 1 mit Hervorhebung der Einschränkung, Begrenzung  Die arme beschränckte G. der kräfftigsten Menschen mögte gern Himmel und Erde nach ihren Lieblings Ideen umschaffen GWBB6,324,27 ChStein 9.7.[84] (zugl) iS einer magischen Kraft  Wie mit Geists G. | Hebet die Gestalt [der Körper des Mädchens] | Lang und langsam sich im Bett’ empor GWB1,224 Braut vKorinth 152 für ein spezif Naturell, eine Eigenart  [Epos, ‘Götz’ auslegend:] Ihm [Götz] steht entgegen .. | Des Pfaffenhofes listgesinnte Macht, | .. Das wankt und wogt, ein streitend Gleichgewicht, | Die Ränke siegen, die G. zerbricht GWB16,282 Maskenz 1818 Festz 544  scheint es auch, als wenn epische und dramatische Dichtung genugsam außer uns, vor uns stünden, daß man über deren Beurtheilung sich vereinigen könnte, so zeigt sich doch auch hier die G. des Subjects GWB412,271,2 Üb:Solger,Nachl uBr   b innere Ausstrahlung, Faszination, Suggestivkraft  [betr Rezeption von ‘Wilhelm Meister’] von Humboldt, von Dalberg .. Voß, die meisten .. se defendendo, gegen die geheime G. des Werkes sich in Positur setzend GWB35,46,21 TuJ 1795  [Bruder Marcus im Kloster] Ein jeder drängt sich zu, um auch zu hören, | Und ist bewegt von heimlicher G., | Kein Odem wagt den seltnen Gast zu stören GWB16,174 Geheimnisse 90  Man gedenke der G. des Wollens, der Intentionen, der Wünsche, des Gebetes GWBN3,222,19 FlH IV  wer kennt nicht die G. einer Lieblingsidee, einer Idea fixa! GWB37,266,10 FGA Joch,TürkGesetze [Schlosser/G?] GWB17,128,9 GrCoph I 2 GWBN2,27,13 FlP 45   c (zwischen Liebenden wirkender) geistig-emotionaler Zauber, (dem Künstler, Kunstwerken eigene) übersinnl, magische Kraft, auch Pl  [Gretchen üb Faust:] Sein hoher Gang, | Sein’ edle Gestalt, | Seines Mundes Lächeln, | Seiner Augen G. GWBFaust I 3397~GWBUrfaust 1089  Fesselt dich die Jugendblüthe, | .. Dieser Blick voll Treu’ und Güte, | Mit unendlicher G.? GWB1,70 Neue Liebe neues Leben 12=GWB29,39,20 DuW 17  sie [bildende Künstler der neueren Zeit] bedürfen des Dichters .. Er versetzt sie erst durch seine magische G. in den Zustand, der zugleich natürlich und künstlich, zugleich sinnlich und geistig ist GWB48,60,2 Preisaufg 1803  [Eugenie zur Hofmstrn:] Nun leihe mir der Perlen sanftes Licht, | Auch der Juwelen leuchtende G. GWBNatT 1063 GWBNatT 655 GWB6,184 Vs 13 DivSuleika GWBB16,118,16 Zelter 31.8.02 Tasso 3274 GWBNatT 2533   d künstlerische Verve, (mitreißende, tief beeindruckende) Gestaltungs-, Ausdruckskraft  [Wilh mBez auf Shakespeares Werk:] Ich bin über die Stärke und Zartheit, über die G. und Ruhe so erstaunt und außer aller Fassung gebracht, daß ich nur mit Sehnsucht auf die Zeit warte .. weiter zu lesen GWB21,310,2 Lj III 11~GWB52,161,3 ThS V 10  Scizze zur Hochzeit von Cana durch Paul Veronese ein treffliches Stück, mit groser liebe und leichtigkeit gemahlen und g. und tüchtigkeit GWBB4,64,21 ChStein 25.9.79  [Aurelie zu Wilh:] Wußt’ ich ihn [Lothar] unter den Zuhörern, so getraute ich mich nicht, mit der ganzen G. zu sprechen GWB22,105,13 Lj IV 16~GWB52,263,20 ThS VI 11 GWBT2,155,4 v 19.9.97  [für: force] GWB40,229,24 Staël,Dichtgn   4 metaphysische Kraft, Macht   a die Omnipotenz Gottes  der Nekromant .. beschwur sie [die Teufel], im Namen und G. [potenza] Gottes, des unerschaffnen, lebendigen und ewigen GWB43,186,16 Cell II 1   b die Macht schicksalhafter, übernatürl Kräfte  [Euphanie zu Amenaide:] Nicht des Geschicks G., des Hofes Reiz | Vermochte .. | Dich aufzuhalten GWB9,380 Tancred 444  Alexander und Cäsar .. | Gäben die Hälfte mir gern ihres erworbenen Ruhms, | Könnt’ ich auf Eine Nacht dieß Lager jedem vergönnen; | Aber die armen, sie hält strenge des Orkus G. GWB1,245 Vs 192 RömEleg X  Licht und Finsterniß führen einen beständigen Streit miteinander .. das Licht .. verdrängt die Finsterniß .. Aber sobald diese unmittelbare Wirkung wieder aufhört, zeigt die Finsterniß wieder ihre G. und stellt sich in Schatten, Dämmerung und Nacht sogleich wieder her GWBN51,15,10 BeitrOpt I 24 GWBB5,35,12 CarlAug 18.1.81 GWB16,173 Geheimnisse 61   c die alles vernichtende Macht der Zeit  [Bildbeschreibung] Massen von überbliebenem Mauerwerk .. die G. der Zeit hat aber alle Menschen-Bemühungen unnütz und unbrauchbar gemacht GWBB35,303,4 Zelter 31.3.22~GWB491,298,17 Üb:Kupferst nachTizian N1,XIII,26 Fl Vorw GWB53,150 KöniglEinsiedlerin 10=GWB51,132,11 ThS II 4   5 für besondere, (geheimnisvoll-)zwingende Macht ausübende Wesenheiten, schicksalhafte Kräfte, mehrf ‘obere, höhere G-en’  Und so spricht mir rings die Natur: auch du bist, Amyntas, | Unter das strenge Gesetz ehrner G-en gebeugt GWB1,288 Amyntas 12  [mBez auf G-s 50-jährige Dienste für das Herzogtum] ich .. habe so manches gelingen und mißlingen sehen durch Verdienst und Schuld der Personen wie auch durch Einwirkung höherer G-en GWBB47,187,21 Maria Paulowna [Mitte Aug 30] K GWB412,249,18 Zu Aristot,Poetik GWBB33,231,3 Reinhard 15.9.20 in allegor Vorstellung  [Hoffnung:] Im Tiefsten, hohl, das Erdreich untergraben, | Auf welchem jene schrecklichen G-en [List, Krieg, Unterdrückung] | Nun offenbar ihr wildes Wesen haben, | In majestätisch häßlichen Gestalten GWB16,366 Epimen 635 [] doppeldeutig (vgl B3f) GWB33,55,20 Camp mit Hervorhebung der menschl Handlungs-, Willensfreiheit, auch ‘alle G-en’  In diesem innern Sturm [geistiges Vorwärtsstreben] und äußern Streite | Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort: | Von der G., die alle Wesen bindet, | Befreit der Mensch sich, der sich überwindet GWB16,178 Geheimnisse 191  Allen G-en | Zum Trutz sich erhalten; | Nimmer sich beugen, | Kräftig sich zeigen, | Rufet die Arme | Der Götter herbei GWB4,99 Feiger Gedanken 7~GWB12,62,12 Lila II GWBB8,10,21 ChStein 1.9.86   B (durch Machtverleihung erlangte) Befugnis zu wirken, herrschen; eingesetzte, institutionalisierte Macht   1 Befehls-, Verfügungsgewalt   a politische, gesellschaftliche, administrative (vereinzelt auch militärische) Macht, Herrschaft, mehrf in personaler Vorstellung, öfter ‘höchste, absolute, oberste, landesherrliche G.’, einmal ‘fremde G.’ iSv Fremdherrschaft  daß in allen [Regierungsformen] .. Freiheit und Knechtschaft zugleich polarisch existire. Steht die G. bei Einem, so ist die Menge unterwürfig, ist die G. bei der Menge, so steht der Einzelne im Nachtheil .. Wie man denn niemals mehr von Freiheit reden hört, als wenn eine Partei die andere unterjochen will und es auf weiter nichts angesehen ist, als daß G., Einfluß und Vermögen aus einer Hand in die andere gehen sollen GWB7,94,2u4u13 DivNot  [Egm zur Volksmenge:] Reizt den König nicht mehr, er hat zuletzt doch die G. in Händen GWB8,211,9 Egm II  Aber mir [G] hat er [CarlAug] gegeben, was Große selten gewähren, | Stand, Vertrauen, G., Garten und Wohnung und Geld GWB1,452 VenEpigr 34b Var zu Vs 176  Im Süden [von Ital] selbst suchten edlere schönere Geister sich von der G. der allbeherrschenden Kirche loszulösen GWB32,414,14 ItR Plp  [Chorus, Meph u seine ‘drei gewaltigen Gesellen’:] Das alte Wort, das Wort erschallt: | Gehorche willig der G.! | Und bist du kühn und hältst du Stich, | So wage Haus und Hof und - Dich1) GWBFaust II 11375 Gespr (He5,67) Kanzl Müller 1832 GWB491,57,12 Neudt relig-patriotKunst [Meyer/G] GWB24,100,4 Wj I 6 GWBFaust II 9323 DjG34,190,20 RAnw [15.1.74] sprichw  [Metzler:] G. geht vor Recht GWB131,331,1 Götz3 V ‘öffentliche G.’ für Staatsmacht  Er [Chevalier des Grieux] bekennt das bisherige Verhältniß dem Gouverneur .. Dieser .. bedeutet ihn, daß Manon der öffentlichen G. heimfalle GWB26,380,13 DuW 5 Plp nach Prévost,Manon häufig in (verbalen) Vbdgn wie ‘in jds G. (sein, kommen, bekommen, locken, wünschen, kriegen)’, auch für die Herrschaftssphäre  [Rat zu Gottfr:] Ihr wart in der G. des Kaysers, dessen Väterliche Gnade, an den Plaz der Majestätischen Gerechtigkeit trat GWB39,124,19 Götz1 IV~GWB8,122,24 Götz2  [Almaide zu Lila:] Nach und nach hat jener Dämon alle deine Verwandten, alle deine Freunde in seine G. gelockt GWB12,66,16 Lila II  Er [Dämon der Unterdrückung] wünscht nun auch die Hoffnung in seine G. GWB16,541 Epimen Plp GWBB46,128,19 Zelter 1.11.29 GWBReinF IV 52 GWB12,365 Lila Var   b (offizielles) Mandat, (rechtl, jur) Legitimation, (amtl) Vollmacht, mehrf ‘G. geben’  α auf Grund gesetzten, überkommenen Rechts, auch die jdm ‘verliehene, übertragene G.’, ‘kaiserliche, obervormundschaftliche, innehabende G.’  [Silva verliest den Urteilsspruch:] Im Namen des Königs, und Kraft besonderer von Seiner Majestät uns übertragenen G., alle seine Unterthanen .. zu richten GWB8,292,12 Egm V  [Plutus zum Herold:] Schrecken ist genug verbreitet, | Hülfe sei nun eingeleitet!- | Schlage heil’gen Stabs G., | Daß der Boden bebt und schallt! GWBFaust II 5972 GWB39,127,2 Götz1 IV DjG34,211,33 RAnw [13.4.74] GWBB23,260,18 J O’Donell 22.1.13 für die Schlüsselgewalt des Papstes  die Päpste haben G. [autorità] viel größere Dinge denn dieses zu lösen und zu binden GWB43,177,13 Cell I 12  β auf Grund persönl Machtfülle, mehrf ‘(aus eigener) Macht und G.’, auch mit nichtpersönl Subj  [mBez auf orthograph Konventionen für Ausg.l.H.] gebe zugleich völlige Macht und G. fernerhin nach Ihrer Überzeugung zu handeln GWBB39,135,19 Göttling 12.3.25  [Friedrich zu Wilh:] Natalie ist dein! Ich bin der Zauberer, der diesen Schatz gehoben hat .. Hast du Auftrag? sagte der Baron [Lothario] .. Aus eigner Macht und G., versetzte Friedrich GWB23,307,27 Lj VIII 10  daß das Pflanzenleben .. den letzten abgesonderten Samen aus eigner Macht und G. umher streue GWBN6,189,24 VerstäubgVerdunstgVertropfg GWBB23,368,14 Riemer 20.6.13 GWBB27,234,14 Zelter 14.11.16   2 der beherrschende Einfluß, die bestimmende, verändernde Wirkung   a die Einflußnahme, Kontrolle, auch ‘unglaubliche G.’, häufig ‘G. (aus-)üben (auf, über, gegen jdn, etw)’  α von Personen, übermenschl Wesen, häufig in Vbdgn wie ‘G. haben über, auf jdn, etw’, ‘in jds G. haben’, ‘über jdn G. haben, erwerben’, ‘jdm G. einräumen’, ‘unter jds G. bringen’, mit Attr wie ‘unwiderstehlich, uneingeschränkt’  [Meph mBez auf Gretchen:] Es ist ein gar unschuldig Ding, | Das eben für nichts zur Beichte ging; | Über die hab’ ich keine G.! GWBFaust I 2626  [Graf:] wenn er [der Mensch] sich .. die Neigung der Menschen, den Gehorsam der Thiere, ja sogar G. über Elemente und Geister stufenweise zu verschaffen denkt GWB17,198,2 GrCoph III 9  außerordentliche Menschen üben eine solche G. aus, daß sie ganz bequem ihre zufälligen Irrthümer fortpflanzen, indeß weniger begabte und beglückte keine Mittel finden, ihren wohleingesehenen Wahrheiten Raum zu machen GWBN3,346,25 FlH V  [mBez auf Lavater u andere Prediger] Auf G., Rang, Geld, Einfluß, Talent pp. ist ihre Nase wie eine Wünschelruthe gerichtet GWBB10,75,19 Herder uFr 7.6.93  Wie eingeschränckt ist der Mensch bald an Verstand, bald an Krafft, bald an G., bald an Willen GWBB6,295,10 ChStein 9.6.84 GWB23,94,11 Lj VII 8 GWB44,338,12 CellAnh X GWB51,226,16 ThS III 7 GWB1,259 Vs 414 RömEleg XIX GWB21,54,2 Lj I 10 Kontrolle über sich selbst, in Vbdgn wie ‘G. über sich (selbst) haben, besitzen’; ‘etw in seine G. bekommen’  [Regentin:] So viel G. hab’ ich über mich, um stille zu sein GWB8,235,27 Egm III  Charlotte .. entsagte ihm [dem Hauptmann] rein und völlig. Dagegen glaubte sie nun auch die G., die sie über sich selbst ausgeübt, von andern fordern zu können GWB20,164,13 Wv I 16  Wir haben aber unser Gemüth nicht in unserer G., versezte die Pfarrern AA35,18 Werth1 I~Werth2 GWBN51,162,19 ÜbNewt DivRefrangib GWB20,121,15 Wv I 10 GWB40,426 Regeln fSchausp [G/Eckerm] Plp  β von Naturmächten, (geistigen) Kräften ua ausgehender Einfluß, mit Charakterisierungen wie ‘spezifisch, wirklich, durchdringend, groß’, auch ‘G. einräumen auf etw’, ‘G. der Gewohnheit’  Und daher ist den Löwen gehörnt der ewigen Mutter [Natur] | Ganz unmöglich zu bilden und böte sie alle G. auf GWB3,90 MetamTiere 47  die ursprüngliche eigentliche etymologische Bedeutung eines Wortes hat mehr G. über die Vorstellung als man gewahr wird GWBN13,60,4 Morph Plp  Auch mir war es nicht angenehm daß die [] jovialische Stimmung unterbrochen wurde .. Doch dünckt mich das Wölckchen ging bald vorüber und die Tonkunst übte ihre G. aus GWBB9,164,23 Reichardt 10.12.89  Adieu wenn ich den duncklen Vorstellungen recht ihre G. lasse, so komm ich auch nach Tische nicht auf die Bahn GWBB5,35,3 ChStein 18.1.81  konnte ich der Versuchung nicht widerstehen meine alten Freunde [die Berge] wiederzusehen, die in früherer Zeit so viel G. über mich ausgeübt haben GWBB12,321,7 Cotta 27.9.97 GWBN4,478,8 FlH Plp GWBB23,305,5 Knebel 27.3.13   b die Autorität, das Ansehen (mehrf in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten), mit Charakterisierungen wie ‘höchst, entschieden, himmlisch’  Wo ich aufhören muß, sittlich zu sein, habe ich keine G. mehr GWB422,193,17 MuR(678)  [Phileros mBez auf Epimeleia:] Nun sage mir, Vater, wer gab der Gestalt | Die einzige furchtbar entschiedne G.? GWBPand 462  [Sirenen mBez auf die Kabiren:] Klein von Gestalt, | Groß von G., | Der Scheiternden Retter, | Uralt verehrte Götter GWBFaust II 8175  Es ist wunderlich, aber freylich nicht anders in der Welt, daß brauchbare Menschen die G. mißbrauchen, die ihnen ihr Verdienst giebt GWBB22,342,2 Voigt 21.4.12  [Prometh zum Sohn:] Hier morden? Unbewehrte? Geh zu Raub und Krieg! | Hin, wo Gewalt Gesetz macht! Denn wo sich Gesetz, | Wo Vaterwille sich G. schuf, taugst du nicht GWBPand 436 GWBHermDor VII 116 GWB27,117,16 DuW 7 GWBN9,257,26 GeologProbl GWB131,81,11 Was wir bringen [1802] in personaler Vorstellung  Es gibt zwei friedliche G-en: das Recht und die Schicklichkeit. Das Recht dringt auf Schuldigkeit, die Polizei auf’s Geziemende GWB422,183,6 MuR(543f)   c mit nichtpers Bezug: die Geltung, Wichtigkeit, Bedeutung, einmal (vom Geschmack) ‘gesetzgebende G.’  Die Kunst übernimmt nicht mit der Natur, in ihrer Breite und Tiefe, zu wetteifern, sie hält sich an die Oberfläche der natürlichen Erscheinungen; aber sie hat ihre eigne Tiefe, ihre eigne G. GWB45,260,14 Diderot,Malerei Anm  Der Aberglaube .. verliert sehr leicht an seiner G., wenn er .. unserer Eitelkeit .. in den Weg tritt GWB28,24,12 DuW 11  Wenn man den charakteristischen Effect [beim Kolorit] in seiner vollen G. [Bedeutung GWBN1,346,18] hervorbringen will, so kann man die geforderte Farbe bis auf ein Minimum ausschließen GWBN1,397 FlD 884 Var  Wir lassen die Existenz, die Würde, die G. von irgend einem Dinge gelten, ohne daß wir seinen Ursprung, sein Herkommen, seinen Werth deutlich einsehen und erkennen GWBN3,145,12 FlH III GWBB11,69,26 Meyer 20./22.5.96 GWB4,195 Hier schick’ ich dir 14   3 für eine weltl od geistl Herrschaftsmacht   a für ein politisches Gemeinwesen, einen (mächtigen, einflußreichen) Staat, ‘äußere G.’ für Besatzungsmacht  [mBez auf die frz Besatzung] muß man sagen, daß Deutschland von einer innern Fäulniß weit schlimmer angegriffen ist, als von einer äußern G., von der man doch wenigstens einsieht was sie will und was sie kann GWBB19,518 Cotta [24.12.06] GWB36,33,13 TuJ 1808 GWBB41,246,10 CarlAug 5.12.26   b für einzelne Staatsorgane: ‘exekutive, ausübende G.’ für die Exekutive, ‘bestimmende, gesetzgebende G.’ für die Legislative  so komme auch in einem Reiche alles auf die executive G. an; die gesetzgebende möge so vernünftig sein als sie wolle, es helfe dem Staate nichts, wenn die ausführende nicht mächtig sei GWB18,222,18 Unterhaltungen  Nur die bestimmende G.[best. Gew. &spiklauf;Obergewalt] war gelähmt | Die ausführende umgekehrt GWB422,354 Notiz [gestr] GWB28,142,24 DuW 12 GWBA(53,287,30) Votum [Jan 92] K   c für Heeres-, Truppenmacht, auch ‘mit verstärkter G.’  Die Franzosen sind Meister vom ganzen linken Ufer des Rheins .. die Kaiserlichen haben ihre mögliche G. an die Lahn gezogen und wehren sich .. was sie können GWBB11,102,6 Meyer 20.6.96 GWBB4,8,14 CarlAug [9.2.79 Korr A1,52,9]   d für mächtige, einflußreiche Gruppierungen, Körperschaften, Gremien uä, überwiegend Pl  ich .. bemerken mußte, daß hier [anläßl der Krönung Josephs II] mehrere G-en einander gegenüber standen [Kurfürsten, Fürsten, Reichsstädte, Landstände], die sich das Gleichgewicht hielten GWB26,290,27 DuW 5  [mBez auf Konflikte zw Landständen u König in der württ Ständeversammlung] soll man denn .. die Hoffnung ganz aufgeben, daß die Welt jemals zu vernünftigen Gesinnungen kommen werde und daß der Conflict zwischen den Kräften und G-en jemals beyzulegen seyn möchte? GWBB27,204,22 Cotta 22.10.16 GWB27,304,25 DuW 10 GWBB18,9,16 CarlAug [Anf Jun 95] K [Korr A2,435] GWB131,109 Was wir bringen Halle [1814] Vs 329 [G/Riemer]   e ‘priesterliche G.’ für die geistliche Obrigkeit  [mBez auf die Macht der byzantin Kirche] wir aber sprechen .. nur mit wenigen Worten aus .. wie die priesterliche G. sich durchaus den Majestätsrechten gleichzustellen gewußt GWB412,316,15 NationDichtk Litt grecque mod AADiv3,109,44 Bem üb 1.Buch Mose Plp   f für oberste Träger der Exekutive, Staatsoberhäupter, militärische Befehlshaber, meist ‘oberste, höchste G(-en)’  Der [oriental] Monarch ist wie das Schicksal .. Der obersten G. jedoch, von der alles herfließt, Wohlthat und Pein, unterwerfen sich mäßige, feste, folgerechte Naturen GWB7,98,23 DivNot  Wir nun, obgleich mehr zum Beobachten als zum Beurtheilen geneigt, konnten doch der Betrachtung nicht ausweichen, welche von beiden G-en [König von Preußen od Hzg von Braunschweig] denn eigentlich die obere sei? GWB33,21,1 Camp GWB33,100,3 Camp GWB8,268,22 Egm IV in exemplarischer Hinsicht für Pompejus  [Erichtho:] Hier aber [bei Pharsalos] ward ein großes Beispiel durchgekämpft: | Wie sich G. Gewaltigerem [Gewaltigstem Var <Gewaltigem] entgegenstellt, | Der Freiheit holder tausendblumiger Kranz zerreißt, | Der starre Lorbeer sich um’s Haupt des Herrschers biegt GWBFaust II 7019   C Gewaltsamkeit   1 als (rohe) Zerstörungskraft, Aggressivität   a die Gewalttätigkeit, aggressive Wut, Brutalität, Willkür des Menschen (insbes des Mannes) u, vereinzelt, best Tiere; häufig ‘mit ( .. ) Gewalt’  α im Umgang mit- bzw gegeneinander, als Element individueller Auseinandersetzung sowie Mittel weltl, geistl Herrschaft; mehrf im Ruf um Hilfe, auch personalisierend u metonym für den Gewalttätigen, den Aggressor (als einzelnen od anonyme Masse), auch ‘Macht und G.’, ‘G. und List’, ‘rohe, physische, offene, verderbende G.’  [Epos, Gestalten aus ‘Götz’ einführend:] Doch dieses Bild führt uns heran die Zeit | Wo Deutschland, in- und mit sich selbst entzweit, | Verworren wogte .. | Wo auf der schönen Erde nur G., | Verschmitzte Habsucht, kühne Wagniß galt GWB16,281 Maskenz 1818 Festz 527  [Orest mBez auf Iph:] G. und List, der Männer höchster Ruhm, | Wird durch die Wahrheit dieser hohen Seele | Beschämt GWBIph2 2142~GWB39,403,6 Iph1 V 7  [nach der Völkerschlacht bei Leipzig] wir hatten von der rohen losgelassenen G. alles zu fürchten und vieles zu ertragen B24, [] 22,13 J O’Donell 30.10.13  Es ist die ganze Kirchengeschichte | Mischmasch von Irrthum und von G. GWB51,131 ZXenNachl IX 667  Menschen mit gefährlichen Thieren im Kampfe, und zwar mit Thieren, die nicht als Massen oder G-en, sondern als ausgetheilte Kräfte wirken GWB47,111,17 ÜbLaokoon GWBPand 418u420 GWBReinF X 202 GWBB11,160,6 Schiller 13.8.96 GWB152,177 Faust II Plp GWBIph2 196~GWB39,330,18 Iph1 I 2 in (wertender) Gegenüberstellung zu ‘Recht’, ‘Gericht’, ‘Gesetz’  [Gerichtsrat nach Lesung der sog ‘Lettre de cachet’:] Nicht ist von Recht, noch von Gericht die Rede; | Hier ist G.! entsetzliche G., | Selbst wenn sie klug, selbst wenn sie weise handelt GWBNatT 1748  [Eugenie zum Gerichtsrat:] Was ist Gesetz und Ordnung? Können sie | Der Unschuld Kindertage nicht beschützen? | Wer seid denn ihr, die ihr mit leerem Stolz | Durch’s Recht G. zu bänd’gen euch berühmt? GWBNatT 2008 GWBPand 435 prägnant iSv Waffengewalt  [Weisl zu Adelh:] Mit Ernst und G. wird nun der Bund gegen sie [die Aufrührer] wirken GWB131, 305,13 Götz3 IV in Vbdgn wie ‘G. brauchen, leiden, versuchen’, ‘jdm geschieht G.’ iS einer körperl Attacke iUz Unrecht  [Gottfr zu seiner Frau:] er [Sickingen] soll ohnverzüglich herein brechen .. Wenn sich die Schurcken hier widersetzen, soll er G. brauchen GWB39,130,10 Götz1 IV  [das eingekerkerte Gretchen zu Faust:] Laß mich! Nein, ich leide keine G.! | Fasse mich nicht so mörderisch an! GWBFaust I 4576 GWB1,168 Erlkönig 26 GWB2,244 Sprichw 476 GWB40,84,9 WeimHoftheat ‘G. gebrauchen’, ‘jdm G. antun’ iSv vergewaltigen  [Egm zum Sekretär:] Wenn es ein ehrlich Mädchen ist, und sie [zwei von Egmonts Leuten] haben G. gebraucht; so .. GWB8,215,20 Egm II GWB40,353,12 Üb:Wunderhorn ‘in G. und Liebe’ wohl Hendiadyoin: in gewaltsamer Liebe  Hab’ ich mich für frei erkläret | Von den Narren, von den Weisen, | .. Jene .. | Denken, in G. und Liebe | Müßten wir zuletzt uns gatten2) GWB6,99 Div Übermacht 13  β im Umgang mit der (urbar zu machenden) Natur od mit (geistigen) Objekten; mehrf idVbdg ‘G. antun’  [Odoardo:] daß in der alten Welt so gut wie in der neuen Räume sind, welche einen bessern Anbau bedürfen .. Die Natur ist durch Emsigkeit der Menschen, durch G. oder Überredung zu nöthigen GWB251,217,3 Wj III 12  Auch Montan war es [das Kästchen] gezeigt worden, und auch er der Meynung, daß man es uneröffnet verwahre, ohne ihm G. anzuthun GWB252,16 Wj [nur 1821]  Wir ergreifen die Natur nur durch Kunst, und jede Kunst muß der Natur G. anthun GWBN4,429,4 FlH Plp GWB20,56,9 Wv I 4 GWBN8,159,10 BeschreibgZwKnoch   b das Gewaltsame, Annihilierende des Tagesgeschehens (iGz Bleibenden)  [Dichter:] Ach! was in tiefer Brust uns da entsprungen, | Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt, | .. Verschlingt des wilden Augenblicks G. GWBFaust I 70  Wortschall herrscht in des Tags G. | Liebe wäget so fröhlichen Sinn | Daß ein glücklicher ausruft GWB12,426 Löwenstuhl Drama Plp   c gewaltsame Kraft, Zwang in der Natur, im Bereich des Dinglichen, mehrf mBez auf vulkanische Phänomene, einmal (in Faust II) mit Einschluß des Politischen, auch in personaler Vorstellung  die G. der Vulcane .. noch immer fortdauernde aber oberflächliche Spätlingswirkung der Natur GWBN9,263,1 VerschBekenntn  [Thales zu Anaxagoras:] Nie war Natur und ihr lebendiges Fließen | Auf Tag und Nacht und Stunden angewiesen. | Sie bildet regelnd jegliche Gestalt, | Und selbst im Großen ist es nicht G. GWBFaust II 7864  Er [Wilh als Schauspieler] genoß ganz den köstlichen Eindruck, der Mittelpunct zu sein .. sich als der Schlußstein eines großen Gewölbes zu fühlen, wohin tausend Steine, ohne ihn zu belästigen, drucken, und der sie ohne Arbeit und G. bloß durch seine Lage zusammenhält GWB52,5,25 ThS IV 1  [Meph zu Faust:] Natur sei wie sie sei! | ’s ist Ehrenpunct! — Der Teufel war dabei. | Wir sind die Leute Großes zu erreichen; | Tumult, G. und Unsinn! sieh das Zeichen! - | Doch, daß ich endlich ganz verständlich spreche, | Gefiel dir nichts an unsrer Oberfläche? GWBFaust II 10127 GWBB8,270,17 CarlAug 23.10.87 GWBN8,192,24 AllgKnochLehre 6 GWBN1,26,1 FlD 55 GWBN52,42,18 FlD Plp   2 als psychischer Zwang   a Drangsalierung anderer od auch Selbstdisziplinierung, öfter idVbdg ‘sich G. antun’  [Iph zu Thoas:] du willst mich zwingen! | .. Laß ab! Beschönige nicht die G., | Die sich der Schwachheit eines Weibes freut GWBIph2 1856~GWB39,391,11 Iph1 V 3  Unvergeßlich wird mir der Augenblick seyn in dem ich das Glück hatte mich Ew. Durchl. vor meiner Abreise zu empfehlen, unaussprechlich die G. die ich anwenden mußte mein weiteres Vorhaben [Italienreise] zu verschweigen GWBB8,98,16 Hzgin Louise [12.]/23.12.86  [aus Ital] An dir häng ich mit allen Fasern meines Wesens .. du weist nicht welche G. ich mir angethan habe und anthue und daß der Gedancke dich nicht zu besitzen mich doch im Grunde .. aufreibt und aufzehrt GWBB8,206,1 ChStein 21.2.87 GWBB1,27,9 Cornelia [8.]12.65 GWBB3,65,13 Gfin Stolbg 18.5.[76]   b als von einer Gedichtform ausgehende Disziplinierung  ist auch ein diffuses Wesen in ihm [F vLuck], aber da tuet ihm das Sonett G. an und zwingt ihn zur Einheit Gespr (Weitz1,238) Boisserée 6.8.15   3 Heftigkeit, Vehemenz, häufig ‘mit ( .. ) G.’   a bezogen auf Naturerscheinungen, elementare Mächte od Kräfte, Tendenzen  Nachricht von Feuer in Gros Brembach .. bey einem unglücklichen Wind war die G. des Feuers unbändig GWBB4,239,11 ChStein 26.6.[80]  [mBez auf die ‘Acqua Paola’] hier tritt der friedlichste Ernährer [das Wasser] mit gleicher Kraft und G. ein GWB32,171,19 ItR  die G. des Schwunges GWBN1,226,16 FlD 561  Vegetabilische und animalische Körper ergreifen sie [Farbstoffe] mit mehr oder weniger G. GWBN1,222,8 FlD 549 GWBN6,193,12 VerstäubgVerdunstg Vertropfg GWB21,229,4 Lj II 14~GWB52,98,1 ThS IV 16 GWB20,228,9 Wv II 4 mit zeitl Komponente  es wird mit G. grün GWBB5,329,23 ChStein 15.5.82   b bezogen auf Gemütsbewegungen, Affekte, Eindrücke, auch iSv Leidenschaftlichkeit, ‘mit G.’ auch iSv unbedingt, unter allen Umständen  Hier [in Raphaels Villa] findet man .. ein ander geheimnißvoll allegorisches Bild, wahrscheinlich die G. der Begierden vorstellend GWB47,240,23 Von Arabesk  [Künstler vor dem Gemälde der Venus Urania:] Die ich in Seel’ und Sinn, himmlische Gestalt, | Dich umfasse mit Bräutigams G. GWB16,143 KünstlersErdew 12  Die Liebe, deren G. die Jugend empfindet, ziemt nicht dem Alten; so wie alles, was Productivität voraussetzt GWB422,163,3 MuR(385)  Mir macht es großes Vergnügen daß ihn [Kant] die vornehmen Philosophen und die Prediger des Vorurtheils so ärgern konnten, daß er sich mit aller G. gegen sie stemmt GWBB12,302,5 Schiller [12.9.97]  Scene wegen der jungen Thörin, welche mit G. baden wollte GWBTgb 6.7.23 GWB23,240,13 Lj VIII 7 GWB11,194,16 Stella V GWBNatT 567 GWBN4,404,20 Fl AnzÜbers GWBAllgewalt GWBBardengewalt GWBErdgewalt GWBFarben- [] GWBFeuergewalt GWBGegengewalt GWBGeistesgewalt GWBGlutgewalt GWBGöttergewalt GWBGottesgewalt GWBGrundgewalt GWBHochgewalt GWBKriegsgewalt GWBKunstgewalt GWBLebensgewalt GWBMachtgewalt GWBMenschen- GWBMiß- GWBNacht- Natur- GWBOber- GWBOriginal- GWBPartei- GWBPfeil- GWBPriester- GWBRedner- GWBRevolutions- GWBSchnell- GWBStaats- GWBSturm- GWBÜber-Syn zu A GWBKraft GWBMacht zu A1 GWBFähigkeit GWBVermögen zu A2u3 GWBEnergie GWBWirkenskraft Wirkungskraft zu A2a GWBAgens GWBUrkraft zu A2b GWBTriebkraft zu A3b GWBAttraktion GWBFaszination zu A3c GWBBann GWBZauber zu A3d GWBForce zu B GWBMacht zu B1 GWBBefugnis zu B1a GWBBotmäßigkeit GWBHerrschaft zu B1b GWBBerechtigung GWBMandat GWBVollmacht zu B2 GWBEinfluß zu B2a und b GWBGeltung zu B2a GWBAnsehen GWBAutorität zu B2b GWBBedeutung GWBWert zu C GWBGewaltsamkeit zu C1a GWBGewalttätigkeit zu C2 GWBZwang zu C3 GWBHeftigkeit GWBVehemenz GWBWucht 1) Anklang an Röm 13,1; in iron Einkleidung eigener Gewalttätigkeit; vgl HArens, Komm zu G-s Faust II, 1989,881 2) vgl die Var-Darbietung in FfA I 32,1101 Armin GieseA.G.
34073 Zeichen · 426 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gewaltadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    gewalt adj. gewaltig. er ist uber al Egiptelant ein fiztuom gualt: geweltichlîchen er phleget al des ter chunich habet G…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gewaltF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    gewalt , F., M. nhd. Gewalt, Macht, Machtbefugnis, Gebiet, gewaffnete Macht, Ansehen, Geltung, Gewalttat, Gewalttätigkei…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewalt

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Gewalt , plur. inus. außer in einigen wenigen einzelnen Fällen, die Gewalten, und in Niedersachsen die Gewälter. 1. …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gewalt

    Goethe-Wörterbuch

    Gewalt auch -dt u Kleinschr, abgekürzt ‘Gew.’ GWB 42 2 ,354 , öfter Pl; rund 850 Belege. — Auffallend, wie wenig die neg…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gewalt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gewalt . Im Privatrecht ist jede Anwendung von Privat-G. zur Erlangung eines Rechtes unzulässig, der durch G. Verdrängte…

  6. modern
    Dialekt
    gewalt

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    gewalt Band 15, Spalte 1641 gewalt 15,1641

  7. Sprichwörter
    Gewalt

    Wander (Sprichwörter)

    Gewalt 1. Alle Gewalt ist Unrecht. – Günther, III, 723; Graf, 4, 57. 2. Bei Gewalt soll Gnade sein. – Graf, 397, 605. Mh…

  8. Spezial
    Gewalt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|walt f. (-,-en) 1 (körperliche Kraft) forza (-zes) f. , violënza (-zes) f. , brutalité (-s) f. 2 (Macht) podëi (-s) m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewalt

463 Bildungen · 278 Erstglied · 180 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von gewalt

ge- + walt

gewalt leitet sich vom Lemma walt ab mit Präfix ge-.

gewalt‑ als Erstglied (30 von 278)

Gewaltsau

SHW

Gewalt-sau Band 2, Spalte 1323-1324

gewaltact

DWB

gewalt·act

gewaltact , m. , vgl. DWB gewalt , violentia: es ( Preuszen ) kann, so lange die legitimen herren nicht durch einsetzung eines neuen entfern…

gewaltærinne

Lexer

ge-waltærinne stf. BMZ gewalthaberin Trist. 959.

Gewaltakt

Pfeifer_etym

gewalt·akt

Gewalt f. ‘rohe Kraft, Wucht, Macht, Zwang’, ahd. giwalt (8. Jh.), mhd. gewalt, asächs. giwald, mnd. gewelde, gewalt, mnl. ghewelt, nl. gewe…

Gewaltamt

Campe

gewalt·amt

○ Das Gewaltamt , des — es, Mz. die — ämter , ein Amt, das mit großer Gewalt, d. h. Macht und Ansehen verbunden ist. »Und dennoch wollten di…

Gewaltanmaßung

Campe

gewalt·anmassung

○ Die Gewaltanmaßung , Mz. die — en , (R.) die Anmaßung der Gewalt. Seine Gewaltanmaßungen durchsetzen. Dann, eine Anmaßung mit Gewalt, die …

gewaltanspannung

DWB

gewalt·anspannung

gewaltanspannung , f. , vgl. DWB gewalt , vis: er gewinnt durch sprünge den kraft-überschusz zu den schritten und tänzen ... weil eben die m…

gewaltausübend

DWB

gewaltausübend , participiales adjectiv, vgl. DWB gewalt , potestas s. sp. 5087: eine goldene schale nunmehr mit eigenen händen füllt' ich d…

gewaltausübung

DWB

gewalt·ausuebung

gewaltausübung , f. , verbalsubstantiv; bei Lavater ist diese bildung im gegensatz zu den sonstigen beobachtungen an gewalt ausüben mit dem …

gewaltbar

DWB

gewalt·bar

gewaltbar , adj. , vgl. DWB gewalt , violentia: da ein kaiser seiner autorität ordentlich und nicht gewaltbar gebrauchet. Hortleder de bello…

gewaltbarlich

DWB

gewaltbar·lich

gewaltbarlich , adverbialform zum vorigen: gewaltperlich in den Überlinger acten des 16. jahrh., s. Diefenbach-Wülcker 619 .

gewaltbereit

LDWB2

gewalt·bereit

ge|walt|be|reit adj. desponü ala violënza. ▬ gewaltbereit e Person porsona desponüda ala violënza f.

gewaltbete

DWB

gewalt·bete

gewaltbete , f. , vgl. DWB gewalt , potestas, imperium: sie sprochen und teilten auch in vorgeschriebener wise uff ire eide, were zu Derding…

gewaltbildung

DWB

gewalt·bildung

gewaltbildung , f. als gegensatz zu einem organisch entwickelten gebilde: die römische kunstsprache ... wurzelte fest im teutschen boden und…

Gewaltblume

Wander

gewalt·blume

Gewaltblume Gewalts Blumen riechen nicht. – Henisch, 1592, 46; Petri, II, 333; Schottel, 1120 a ; Körte, 2114; Sailer, 62. Gewaltsblume erkl…

gewaltbote

DWB

gewalt·bote

gewaltbote , gewaltsbote , m. , vgl. DWB gewalt , potestas, vollmacht. das compositum hat die ( sp. 4913) erwähnte ältere bildung waltpoto, …

gewaltbrief

DWB

gewalt·brief

gewaltbrief , gewaltsbrief , m. vgl. das einfache gewalt, vollmacht, beglaubigungsschreiben sp. 4963. vgl. dazu auch: das min sunder gut zit…

gewaltbrȫke

MNWB

gewaltbrȫke , m. , Buße für verübte Gewalttat .

gewalt als Zweitglied (30 von 180)

Wortgewalt

RDWB1

Wortgewalt f многословность, красноречие, говорливость

Adelsgewalt

Campe

adel·s·gewalt

○ Die Adelsgewalt , d. Mz. ungew. die Gewaltherrschaft des Adels. Kant.

Aftergewalt

DRW

after·gewalt

Aftergewalt Untervollmacht es sollen auch die procuratores, parteien gewalt- und aftergewalttrager alle anbot, ..., gewalt- und aftergewalt …

Alleingewalt

Campe

allein·gewalt

○ Die Alleingewalt , o. Mz. die Gewalt in den Händen eines Einzigen über Andere. Er hat die Alleingewalt an sich gerissen.

allgewalt

DWB

all·gewalt

allgewalt , f. omnipotentia, oft eins mit allmacht, welches in genauer anwendung mehr das ruhig wirkende, schaffende ausdrückt, allgewalt da…

amtsgewalt

DWB

amts·gewalt

amtsgewalt , f. potestas, auctoritas muneris: poch nit auf kunst, geld, ansehn oder herren gunst, und nit auf freundschaft, amptsgewalt, noc…

anegewalt

KöblerMhd

ane·gewalt

anegewalt , st. Sb. nhd. Mitherrschaft, Mitregentschaft Q.: Macc (vor 1332) (FB angewalt) E.: s. ane, gewalt W.: nhd. DW2- L.: MWB 1, 239 (a…

Angewalt

DRW

ange·walt

Angewalt I Bevollmächtigter MBoica 21 S. 167 Faksimile Schmeller² II 909 Faksimile II Mitherrschaft Maccabäer V. 11534

Bardengewalt

GWB

barden·gewalt

Bardengewalt Macht des urtüml Heldenliedsängers über die Empfindungen seiner Hörer Wir erwarteten hier keine markige Natur unsrer Älterväter…

BEFEHLSGEWALT

DWB2

befehl·s·gewalt

DWB2 BEFEHLSGEWALT f. DWB2 die macht oder befugnis, befehle, anweisungen geben zu können; zu befehl 3 a : DWB2 1912 im gegensatz zur methode…

blutsgewalt

DWB

blut·s·gewalt

blutsgewalt , f. durch solche deine blutsgewalt mich armen sünder auch erhalt. Ringwald tr. Eckh. B 5 a . besser: deine bluts gewalt.

Brachialgewalt

Pfeifer_etym

brachial·gewalt

Brachialgewalt f. ‘rohe körperliche Gewalt’. Das zu lat. bracchium ‘Unterarm, Arm’ gebildete Adjektiv lat. bracchiālis ‘zum Arm gehörig’ ist…

dienstgewalt

DWB2

dienst·gewalt

dienstgewalt f. : 1880 Laband staatsrecht ( 1876 ) 3,1,65. 1956 Esser ehrenstrafe 15.

Eigengewalt

Campe

eigen·gewalt

○ Die Eigengewalt , o. Mz. eine Gewalt, die man sich eigen gemacht oder angemaßt hat. Heß. »Die Königinn ist aus einem Hause, das unumschrän…

ENTSCHEIDUNGSGEWALT

DWB2

entscheidung·s·gewalt

DWB2 ENTSCHEIDUNGSGEWALT f. DWB2 zuss. mit entscheidung f. A 1 b. gewalt, berechtigung, etwas festzulegen, das für andere verpflichtend ist:…

erdgewalt

DWB

erd·gewalt

erdgewalt , f. potentia terrae: nun laszt auch niederwärts durch erdgewalt herabgezogen was sich hoch geballt in donnerwettern wüthend sich …

familiengewalt

DWB

familie·n·gewalt

familiengewalt , f. patria potestas: der edle und menschliche gebrauch, den der hausvater von seiner familiengewalt machen soll. Savigny sys…

Farbengewalt

GWB

farben·gewalt

Farbengewalt Kraft, Intensität von (organ) Farben Am auffallendsten .. zeigt sich die F., verbunden mit regelmäßiger Organisation, an denjen…

faustgewalt

DWB

faust·gewalt

faustgewalt , f. wie faustrecht: spuren einer frühern zeit der faustgewalt. mem. des ritters von Lang 1, 33 .

feindgewalt

DWB2

feind·gewalt

feindgewalt f. (zu DWB2 2 ): 1626 Gottfried Sardi, fortification (1623)1,218. 1931 Cunow wirtschaftsgesch. (1926)4,143.

Ableitungen von gewalt (5 von 5)

gewalte

BMZ

gewalte stv. das verstärkte walte. 1. ohne genitiv. der zepter wil gewalten Frl. 332,7. 2. mit genitiv. a. habe gewalt über etwas. daʒ er ne…

Mißgewalt

GWB

Mißgewalt in der Fügung ‘der Hölle M.’ okkasionell iSv verderbliche Macht GWB 9,267 RomJul 1874 Martina Eicheldinger M.E.

ungewalt

DWB

ungewalt , f. , im nhd. nicht häufiges gegenstück zu gewalt. ags. ungeweald; afries. unewald; mhd. ungewalt; mnl. ongewout, -gewelt, -heit. …

urgewalt

DWB

urgewalt , f. , gewalt mit ur- C 4 a und c. das adj. urgewaltig erscheint etwas früher. beide gehören erst dem 19. jh. an: eine massenthürme…

vergewalten

DWB

vergewalten , verb. in seine gewalt bringen, unterwerfen, ein einfaches gewalten nicht mehr nachzuweisen. seltnes wort, fehlt in den mhd. un…