Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BIEN
1. banne. swer bannen wil und bannen sol, der hüete daʒ sîn ban iht sî vleischlîches zornes vol... swer under stôle vluochet schiltet bennet, under helme roubet unde brennet, der wil mit beiden swerten strîten. mac daʒ geschehn in gotes namen, sô darf sich sante Peter schamen, daʒ er des niht enpflac bî sînen zîten MS. 2,143. b. ob si (die pfaffen) die guoten bannen und den übeln singen Walth 11,1. die pfaffen striten sêre. diu swert diu leiten si dernider und griffen zuo der stôle wider: si bienen die si wolten, und niht den si solten Walth. 9,32.
2. befehle unter strafandrohung. dâ wart sêre und vaste genuoc geboten und gebannen, daʒ troj. 118. c. der bâbist bien vride sîme klôstere bewirkte unter strafandrohung friede myst. 1,194,32. — gebannen tage gerichtstage. schwsp. c. 114. gebannen vîrtage gebotene festtage Gr. w. 1,352. vgl. Oberl. 90. Schilter 81.