erlauben auch subst; ca 90% der 1400 Belege in 1 1
‘jdm etw e.’, ‘(jdm) erlaubt (sein)’ a
mit pers Subj: (jdm) etw gestatten, gewähren, Recht u Freiheit geben, etw zu tun od zu lassen α
kraft amtl Befugnis, berufl od sozialen Status, aufgrund von Altersunterschied, Erfahrung od persönl Konstellationen; auch von göttl u mythol Wesen wenn uns der Staat .. mit unsern Gütern nach Belieben zu schalten e. wollte GWB23,146,16 Lj VIII 2 Wein er kann dir nicht behagen, | Dir hat ihn kein Arzt erlaubt GWB6,300 Vs 2 DivNachl Das Betragen der Vornehmen gegen Geringere .. ist nach äußern Vorzügen abgemessen; sie e. jedem seinen Titel, seinen Rang, seine Kleider und Equipage, nur nicht seine Verdienste geltend zu machen GWB22,17,18 Lj IV 2 [
Posse] das Übertriebene, wie es die bürgerl. Gesellschaft nicht erlaubt, der Kunst vergönnt, da sie die Roheit zu mildern versteht GWB13
2,200,22 ProlBln 1821 Schema Zeus .. erlaubt den Göttern, beiden Parteien zu helfen GWB41
1,314,1 Ilias Ausz 20 GWBTgb 4.8.29 GWB51,260,1 ThS III 12 GWBFaust I 3222
uö iSv zugestehen (ein Entgegenkommen einschließend) die .. Arbeiten .. sind mir trefflich gerathen .. weil dieser gute König .. mir so viel Arbeiter erlaubte [
compiacermi], als ich nur verlangte GWB44,203,1 Cell IV 6 Ja Wir e. sogar, obgleich weder Wichtigkeit noch Gelegenheit der Sachen hier in Betracht kommt, den Raum eines Monats DjG
35,398,7 RAnw [7.8.75] Wir hoffen jedoch, daß man uns diese Ausnahme [
Vergleich von Dichtern] .. e. werde GWB7,111,7 DivNot GWBB9,43,4 Jacobi 24.10.88 GWBB12,362,4 Schiller 25.11.97
uö mit Akk der Pers iSv dulden [
Lynceus zu Helena:] Erlaube mich auf deiner Bahn | Und Schatzgewölbe füll’ ich an GWBFaust II 9319
abgeblaßt in rhetor Frage u (förml-)höfl Ausdrucksweise (bes häufig in Br, auch beim Abschied) Höchst Dieselben e. ja wohl daß ihm [
Kammerkonsulent Schnauß] auch von Ihro Seite etwas Freundliches dagegen [
für die Stiftung einer Büste seines Vaters] ausgesprochen werde GWBB40,59,14 CarlAug 15.9.25 K Ew. Königliche Hoheit haben schon mehrmals gnädigst erlaubt, an diesem festlichen Tage [
dem Geburtstag der Grhzgin] meine treuen Gesinnungen .. auszusprechen GWBB32,158,2 Grhzgin Louise 30.1.20 K [
Söller, will sich wegbegeben:] E. sie mein Herr DjG
31,418 Mitsch
2 936 = GWB9,107 Mitsch
3 900 GWBA(53,259,11) Promem 7.2.98
uö β
in persönl, vertraulichen (auch erot) Beziehungen Ich habe nun noch etwas auf dem Herzen, davon du mir frei zu reden e. mußt GWB18,168,19 Unterhaltungen Aber .. ein bißchen Neigung muß sie [
Jacobis Tochter] mir e. GWBB10,221,21 Jacobi 29.12.94 Sie lehret mich die Wollust schätzen | Je weniger sie mir erlaubt DjG
31,498 Der wahreGenuß [1767] 54 GWBB20,185,17 SZiegesar 19.10.08
uö b
mit nichtpers Subj: (jdm) etw ermöglichen, zulassen, gestatten α
aufgrund von gegenständl, äußeren Bedingungen Der Oheim .. ritt, so eilig als der Boden erlaubte GWB18,330,3 Nov Mein Etat .. erlaubt mir nicht das mindste über die 200 Thaler für Sie zu thun GWBB5,43,13 Krafft 31.1.81 Erlaubt mir das Frühjahr weitere Exkursionen so GWBB8,146,24 Weim Freunde 25.1.87 Die Kürze der Zeit erlaubte nicht, den .. Garten .. in Ordnung zu bringen GWB34
1,134,25 KuARheinMain GWB28,166,20 DuW 12 GWBN1,358,5 FlD 918
uö β
aufgrund von allgemeineren Umständen u Verhältnissen Ansehnliche Gebote die mir von der Leipziger Messe zugekommen, e. keine Verzögrung GWBB39,195,15 Cotta 20.5.25 Ich bedaure daß mir die Umstände nicht e. noch persönlich aufzuwarten GWBB7,366,15 JFFritsch 28.10.81 Die Lebens- und Dichtungsweise des Lords Byron erlaubt kaum gerechte und billige Beurtheilung GWB41
1,190,3 Üb:Byron,Manfr GWBTgb 13.3.31 GWBN3,266,17 FlH vAuguilonius
uö im emotionalen Ausruf als Ausdruck von Mißvergnügen Ist’s erlaubt, daß ich [
Norberg] die Nacht .. in einer Kammer zubringen mußte? Um mein geliebtes Mädchen [
Mariane] war nur zwei Thüren davon. Es ist zu toll, sag’ ich dir! GWB23,109,28 Lj VII 8 γ
aufgrund von sozialer Stellung, gesellschaftl Verhältnissen u dadurch begründeten Konventionen ob ihm [
G-s Vater] gleich sein Charakter als kaiserlicher Rath zu practiciren nicht erlaubte GWB29,46,19 DuW 17 daß Deutschland .. in seiner alten Verfassung .. Jedem erlaubte, nach seiner Art beliebig das Rechte zu thun GWBB19,378,2 Zelter 27.7.07 die .. Censoren .. wenn sie, wie das Gesetz erlaubt, Aushängebogen censiren GWB41
1,188,9 HörschreibDruckf eine neue Verbindung [
zw Graf u Baronesse] werde geschlossen sein, sobald es die Schicklichkeit nur erlaube GWB20,249,21 Wv II 5 GWBB25,276,8 CarlAug [22.4.15] K δ
aufgrund von inneren Verhältnissen phys od psych Natur Felsen ersteigt er, | Wie es die Kraft erlaubt GWB4,335 Hochländisch 6 befinde ich mich in einem wunderlichen Geisteszustande, der keine anhaltende Aufmerksamkeit erlaubt GWBB44,145,19 Soret 21.6.28 Thu’, was dir dein kleines Gemüth erlaubt GWB2,243 Sprichw 447 GWB21,306,1 Lj III 10 GWBB12,88,15 AHumboldt [Mitte April 97] K
uö 2
‘sich etw e.’ a
sich die Freiheit nehmen, etw (außerhalb/ jenseits des Erwarteten, Üblichen, Angemessenen, Zulässigen, Legalen) zu tun, zu denken, zu fühlen, sich etw wagen, herausnehmen, erdreisten, unterstehen Ermahnung darf sich jeder e. der ein gewisses Alter hinter sich hat GWB25
1,214,12 Wj III 11 meine heftige Leidenschaft für das, was ich als wahr und naturgemäß erkannte, erlaubte sich manche gehässige Ungezogenheit gegen irgend ein scheinbar falsches Streben GWB33,193,9 Camp Friedrich .. brachte .. die Gesellschaft zum Lachen, und setzte sie auch nicht selten in Verlegenheit, indem er laut zu denken sich erlaubte GWB23,302,27 Lj VII 10 So erlaubt er sich alles, damit er seiner Erzählung Glauben schaffte, damit er an seinen Verklägern sich rächte GWBReinF V 6 Wer .. von Proben gar wegbleibt oder sich sonst gesetzwidrige Unordnungen erlaubt, wird ohne Rücksicht .. zu empfindlicher Strafe verdammt A(SchrGG6, 196,28) Regie Lauchst [1796] [G/Kirms TheaterOberdir]
uö in Vbdgn wie ‘sich einen Scherz, sich Kühnheiten e.’, ‘sich etw frank und frei e.’ GWB28,258,5 DuW 14 GWB7,95,9 DivNot 3,345 ZXen V 1537
uö b
sich etw leisten, gönnen Da mein Vater sich nicht leicht eine Ausgabe erlaubte, die durch einen augenblicklichen Genuß sogleich wäre aufgezehrt worden GWB26,239,10 DuW 4 In der Sicherheit dieser Gedanken erlaubte sie sich immer mehr, dem Vergnügen an der Musik und an der Gestalt der vorbeigehenden Jünglinge nachzuhängen GWB18,173,12 Unterhaltungen Erlaub’ ich mir nicht einmal diejenigen Vergnügungen und Bequemlichkeiten, die man sich bei solchen Vermögens Umständen nie zu versagen pflegt DjG
34,313,18 RAnw [28.10.74] GWBNatT 1596
uö(selten) → GWB
unerlaubt Syn zu 1
GWB
gestatten zu ‘erlaubt sein’ GWB
dürfen zu 1 a GWB
dulden GWB
durchlassen GWB
einverstanden(e. sein) GWB
einwilligen GWB
genehmigen GWB
gewähren zustimmen zu 1 b GWB
Gelegenheit(G. geben) möglich(m. machen) GWB
zulassen zu 2 a
GWB
anmaßen(sich a.) GWB
belieben(sich b.) GWB
erdreisten (sich e.) GWB
erkühnen(sich e.) unterfangen(sich u.) unterstehen(sich u.) GWB
wagen(sich w.)Ines SpyrkaI. S.