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AB

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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

AB präp.

Bd. 1, Sp. 17
AB präp., adv.  (1) herkunft und form. ahd. aba, ab, mhd. abe, ab, frnhd. (abe), ab, as. anfrk. af, ava, mnd. mnl. af, ave, afrs. of, ae. of (æf-), an. af, got. af (inlautend -b- in abu); germ. *aƀa (-ƀ- vortonig aus idg. -p-); idg. *apó, vertreten u. a. durch griech. ἀπό, lat. ab, ai. ápa. bei der präposition steht im germ. der dativ aus idg. ablativ.der auslautvokal (vgl. Wilmanns dt. gramm. 31, § 257, anm. 2) kann unter mundarteinfluß vereinzelt noch jüngernhd. vorkommen (abe Schiller 2,144 G.). aber und abi (auch abe) sind verschleißformen von abher und abhin, s. d. (2) zum gebrauch der präposition. (a) die funktionen, die im jüngernhd. der präp. von zukommen, sind im germ. derart auf die präpositionen af und fram (got. ae. fram, an. frá) verteilt, daß fram allgemein die richtung von etwas her oder weg, af eine mit der ortsveränderung verbundene trennung bezeichnet (PBB 81,327; im einzelsprachlichen gebrauch bleibt eine deutliche scheidung meist nicht bestehen). dieses verhältnis wird im dt., nl. und afrs. durch das auftreten der neubildung von umgestaltet, die schon vor beginn der überlieferung überall an die stelle von fram (nur zwei nicht sichere nachweise ahd. gl. 2,41,18 u. 4,8,26 S./S.) und im fränk.-md. auch an die stelle von ab getreten ist. für den älteren gebrauch ergibt sich daraus eine dreiteilung des gebietes, wobei im mittleren teil schon früh der zustand der jüngeren schriftsprache vorgezeichnet ist (präp. von, adv. u. präfix ab), während im norden und süden ab zunächst neben von als präp. erhalten bleibt. (b) seiner grundbedeutung entsprechend, wird ab namentlich in separativer verwendung bewahrt (I A 1). dazu wird sein gebrauch durch neue entwicklungen verstärkt. in lokaler beziehung erreicht die bedeutungherab von’, durch die sich ab in korrelation zu auf stellt, im dt. großen umfang (I A 3, vgl. I A 2 b; in anderen germ. sprachen wenig ausgeprägt). für die entwicklung übertragenen gebrauchs bleibt neben der weitgreifenden verwendung der präp. von (z. b. zur bezeichnung von ursprung, herkunft, stoff [‘aus’], thema [lat. de] und urheberschaft [beim passiv]) im allgemeinen wenig raum (I B); jedoch bildet ab in kausaler bedeutung (I C; germ. nur in ansätzen vorhanden) einen eigenständigen durch von nicht beeinträchtigten gebrauch aus.bedeutung I A 3 (‘herab von’) ist seit ältester zeit im gesamten gebiet gebräuchlich; bedeutung I C (kausal) bleibt auf das obd. beschränkt und wird erst im spätmhd. häufig. (c) die verbreitung der präp. ist auch in den konservativen gebieten ungleichmäßig und schwankend. sie fehlt in ältester zeit fast vollständig (je einmal im hildebrandslied 30 S., in den aonfrk. psalmen 72,27 H., den altdt. gesprächen ahd. gl. 5,519,18 S./S. und mehrfach im Heliand). erst mit Notker setzt ein nun sehr ausgedehnter obd. gebrauch ein, der schriftsprachlich bis zum frnhd. (in dialektnaher literatur bis zum 18./19. jh.) und mdal. bis zur gegenwart erhalten bleibt. das fehlen der präp. gerade in den ältesten obd. denkmälern muß fränkischem einfluß zugeschrieben werden. auch später variiert der umfang des gebrauchs, teils wohl durch überlandschaftliche spracheinflüsse, teils durch regional verschiedene abgrenzung zwischen ab und von bedingt (z. b. erscheint ab in der milstätter genesis an 5 von 11 stellen der wiener genesis, 4 sind durch uone vertreten). eingeschränkter und z. t. andersartig (vgl. I B 8) ist der gebrauch im nd. (resthaft noch in moderner nd. mundart). im md. findet sich ab nur sporadisch im älteren hess. und thür., im 17. jh. auch im schles. (Mitzka 1,13); stellen bei Luther beruhen auf ändernder überlieferung (z. b. w. 17,1,184. 52,432 W., aus obd. drucken). das mnl. und nnl. bewahrt die präp. im wesentlichen nur in adv. verbindungen wie daar af, hier af, auf die sich z. t. auch der gebrauch nieder- und mitteldeutscher quellen beschränkt (mhd. dar abe, hie[r] abe, unter darab usw. an alphabetischer stelle zu behandeln, einzelne belege werden unten zur ergänzung herangezogen); ebenso Gottfried Tristan 1919. 4619 R. u. ö., während sich das spätere elsäss. dem allgemeinen obd. gebrauch anschließt. nach dem erlöschen des vom obd. getragenen älternhd. gebrauchs fehlt die präp. in dialektfreier schriftsprache vollständig. ein begrenzter gebrauch (I D) findet erst sekundär wieder eingang in die neueste sprache. (3) zum gebrauch des adverbs. ein kontinuierlicher gebrauch setzt erst im mhd. ein. vereinzeltes vorkommen im ahd. (II C 1) steht noch in engem zusammenhang mit der (vom präp. gebrauch ausgehenden, vgl. 1DWB 1,9) verwendung der partikel als kompositionspräfix. auch der spätere gebrauch bleibt der verbalkomposition mit erweiterten (z. b. II B1. C 2. D 2) oder verkürzten (II A 1. B 3. C 4) fügungen vielfach nahe. wie das kompositionspräfix gilt das adverb über die landschaftlichen grenzen der präposition hinaus allgemein und stellt sich überall auch neben (nur präpositional gebrauchtes) von. – sein gebrauch entspricht den lokalen verwendungen der präposition. im mhd. überwiegen die bedeutungen II A ‘los, abgetrennt(dazu ‘erledigt; entledigt II A 2 3) und II Cherunter, hinunter, nieder’. bedeutung II Bfort, entfernt verbreitet sich erst im nhd. zu II A C stellen sich wortverbindungen unter II D. jüngernhd. treten die gebrauchsweisen II A und II C im ganzen zurück (erhalten bleiben II A 1, der spät bezeugte gebrauch II C 4 b und wortverbindungen). ein in jüngerer sprache aufkommender temporaler gebrauch II E geht dem der präposition (I D) zeitlich voraus. I präposition, regelmäßig mit dem dativ (ausnahmen nur in modernem gebrauch unter D). die allgemeine bedeutung istvon’. A lokal. 1 vonlos, von weg, trennung oder entfernung eines gegenstandes von etwas, woran er haftet oder womit er zusammenhängt bezeichnend: ⟨u830⟩ so huue so ogon genimid odres mannes,/ losid af is lichaman Heliand M 1530 S. ⟨u1000⟩ vuasg .. aba mir mîn unreht Notker 3,327 ATB. ⟨1060/5⟩ daz gifingir er nam/ abe siner hant wiener genesis 4151 ATB. ⟨n1147⟩ daz hemede gar ab ir bran kaiserchr. 15506 MGH. A14.jh. (der abschiednehmende) kume sich abe in enbrach (aus ihrer umarmung) hl. Elisabeth 4279 LV. ⟨1437/42⟩ die kleider zart er ab dem lip (Augsb.) chr. dt. städte 4,353. ⟨v1510⟩ das ist ein vrsach ab dem zaun gebrochen Geiler euangelia (1517)39d. 1533/4 (sie) rissen den weibern die .. kinder ab den prüsten Turmair 5,1,106 ak. ⟨v1537⟩ (er) hett ab den barchanttuechen .. 3 oder 4 eln .. darab geschniten (Augsb.) chr. dt. städte 29,71. ⟨1648⟩ don Kichote .. thät das papierne helmlin ab dem gesichte weg B. v. d. Sohle Kichote (1669)35. 1781 laßt den .. hund .. ab der ketten Pestalozzi 2,211 B.die bewegungsrichtung kann übergänge zur bedeutung 3 ‘herab von’ nahelegen: u1000 slah ten ast aba demo boume, des pars er ist Notker 1,373 P. 14.jh. (der baum,) ab dem Adam den aphel aͮss schweizer Wernher 9538 DTM. 1519 (ich) zuckt mynen harnasch ab der wend Murner 5,105 Sch. 2 fort von, her von. a in allgemeiner verwendung selten: ⟨u830⟩ ac hie im af them uuihe fuor Heliand C 3956 S. u1000 pediu stepfet si nû aba dero suasione ze dero disputatione Notker 1,110 ATB. ⟨1060/5⟩ hintene tet er ime (Adam) den rukke,/ ab deme gent rippe wiener genesis 332 ATB. ⟨z.j.1374⟩ also fuͦr der kaiser .. ab dem Rein gen Nürnberg (Augsb.) chr. dt. städte 4,42. u1477 in dem komt ain wy geflogen ab dem see Steinhöwel Äsop 74 LV. 1510 du solt .. nit ab der gunckel lauffen Geiler spinnerin c 3c. 1541 peregre uenio ich kumb ab der froͤmbde Cholinus/F. dict. 644a. 1580 ab der froͤmbde fliehen in: Wickram 6,195 LV. ⟨1854⟩ ab der landstraße .. zieht sich ein fahrweg bergan Auerbach (1857)7,3. b dagegen häufig in anwendungen, die die präp. auf als bezeichnung der gegenrichtung oder ruhelage voraussetzen (wenn auch nicht in jedem falle; anders z. b.: [er] rait .. an das gejaid. .. als mänigklich ab dem gejaid kam Füetrer bayer. chr. 49 S.; doch wird auf statt an in verwendungen wie ûf der erde, der strâze, dem hove usw. seit dem mhd. zunehmend geläufig und bildet im ganzen die grundlage für den vorliegenden gebrauch der präp. ab): ⟨1250/4⟩ (er) treip si .. ab dem velde da si striten Rudolf v. Ems weltchr 30933 DTM. ⟨1301⟩ dâ man die tôten solt nemen abe/ dem velde und legen sie zu grabe kreuzfahrt Ludwigs 4635 MGH. ⟨1394/5⟩ do Esaw cham ab dem gejaid öst. chr. 15 MGH. 15.jh. solich bresthaftig vihe .. abe der öwen und us der stat gebiete triben straßb. zunft-verordn. 368 B. E15.jh. so ainer ab ainem unsern grund .. faren wil öst. weist. 6,230. 1533/4 (sie) fluhen ab dem land auf das mer und wider ab dem mer auf das land Turmair 4,2,837 ak. 1539 das du die .. beste kleynot ab dem turnier gefuͤrt hast Wickram 1,79 LV. 1604 ab den zwey hohen schulen Ochssenfurt vnd Cantabrigen haben .. drey hundert .. studenten in das Niderlandt sich begeben Mayr epitome 100b. 1639 ab dieser heid dreißigj. krieg 350 O./C. 1781 das vieh ab der weyde zu holen Pestalozzi 2,127 B. 1798 ich erhalte so eben ab der post einige exemplare Lavater nachgelass. schr. 1,124 G. 1809 kam ab der post ein kistlein Hebel s. poet. w. 3,154 K. 1813 viel zeug (wurde) ab der bleiche gestohlen Schmeller tgb. 1,187 R. 3 herab von. a angewendet auf (in beliebigem grade) abwärts verlaufende bewegungen und freier auf handlungen, die von einem erhöhten ort ausgehen, z. b. schauen, sprechen: A9.jh. wettu irmingot .. obana ab heuane hildebrandslied 30 S. ⟨u830⟩ (Petrus) stop af themu stamne Heliand M 2940 S. u1000 uuir sehên .. aba .. berge nidergân strâzâ Notker 1,403 P. ⟨u1202⟩ dô liez er sîne vrouwen/ ab der were schouwen Hartmann Iwein 53725 B./L. ⟨u1336⟩ do naigt sich unser her ab dem großen crútz Stagel 24 DTM. ⟨1349/50⟩ (harz,) daz ab dem stammen vleuzt Konrad v. Megenberg b. d. natur 163 P. ⟨u1460⟩ (er nahm) die kron .. ab seinem haubt Hartlieb dialogus 77 DTM. 1509 (er) schifft ab dem Ryn (rheinabwärts) Murner 1,1,154 Sch. 1514 (sie) ghingen .. aff dem torne (Braunschw.) chr. dt. städte 16,313. ⟨1565⟩ ist dise .. satzung offenlich ab dem ercker .. verlesen .. worden (Augsb.) ebd. 32,341. 1633 euer .. schreiben, ab der Moritzburg, .. hab ich .. empfangen in: Gaedeke Wallensteins verh. (1885)196. 1652 der fiel ab eines baumes ast in: Scherffer ged. 1,712. 1714 Augustinus .. lässet sich .. ab der cantzel also hören in: Abraham a s. Clara kramer-laden (1710)2,217. 1831 der gedanke .. ist durch den lieben brief ab der Burghalden .. angefacht worden Schmeller tgb. 2,133 R. 1839 (daß er) ab der kanzel gerissen .. worden sei in: Kerner brw. 2,141 K. ⟨1863⟩ und als wir kamen ab der Hohen Leite Scheffel 6,50 P. b die entfernung von einer unterlage bezeichnend (von oben weg). häufiger nur ab dem bett und ab dem feuer: ⟨u1000⟩ Philologia aba demo tragebette skricchentiu Notker 2,209 ATB. ⟨u1202⟩ ab dem bette Hartmann Iwein 51231 B./L. 1473 tuͦ es ab dem fuͤwr Steinhöwel ordnung 80 S. hs.1486 wer hebt uns her ab/ den stain ab disem grab? passionssp. Tirol 220 W. 1537 (nach dem mahle) stuͦnden sy ab dem esßbeth wider auff Schaidenreisser odyssea 147 W. ⟨1582⟩ wer .. sie hebt ab der glut Epimetheus Pandora (1588)230. 4 geläufige wortverbindungen. a ab dem weg, ab der bahn: ⟨u1000⟩ mîne fûoze .. uuangton .. aba rehtemo uuege Notker 3,2,498 ATB. 1497 gang nit ab dem weg Galieni Brunschwig cirurgia 92a faks. ⟨1541⟩ er thet die tyrannen ab dem weg Münster cosmographei (1550) 256. 1551 (es ist) nicht ab dem weg (nicht abwegig) Petrarca, zwei trostb. 216b. — ⟨1526⟩ neben hinus und ab der ban N. Manuel 209 B. 1540 ab rechter ban Gart Joseph 36 Sch. ⟨1686⟩ erfahr mein hertz .. und siehe .. ob ich sey getreten ab der bahn Spener bedencken (1712)1,1,335. b ab der erde richten, tilgen: ⟨11.jh.⟩ daz du sîe nemest abe dero uuerlte (ut tollas eos de mundo) Notker 3,1,98 (gl.) ATB. 1472/3 ich würde in ab der erden richten Schlüsselfelder decameron 451 LV. 1533/4 das si .. die .. ketzer .. ab dem erdrich außtilgten Turmair 4,2,750 ak. ⟨A17.jh.⟩ mit feur hingricht ab diser erden endinger judensp. 84 HND. c die augen ab etwas wenden, ab den augen (kommen): ⟨u1000⟩ daz si (Ecclesia) diu ougen aba imo (Deo) .. neneme Notker 3,3,950 ATB. ⟨u1195⟩ er wirfet diu ougen abe mir Hartmann Heinrich 9417 ATB. 1541 quorum in uultu habitant oculi mei ab denen meine augen nimmer kommend Cholinus/F. dict. 404b. 1852 und ich von meinem postament/ kein aug’ ab meinem herrlein wend’ Mörike 21,143 M. — ⟨u1349⟩ wenn er kæm ab den ougen mîn Boner edelstein 58,74 P. daz sol nicht verre ab herzen sîn,/ daz verre ist ab der ougen schîn ebd. 47,114. 1520 er .. rant sein veinden ab den augen in: Gengenbach 381 G. 1539 ab augen, ab hertzen Wickram 1,103 LV. 1782 ab augen ab herz Pestalozzi 7,322 B. d ab tisch zu beendigung der mahlzeit: ⟨v1510⟩ man solt gott den herren loben vber tisch vnd ab tisch Geiler euangelia (1517)59b. 1548 ein guͦt schlämmerliedlin ab tisch H. R. Manuel weinsp. 27 HND. 1781 dann betete der Rudeli ab tische Pestalozzi 2,115 B. B vom lokalen zu übertragenem gebrauch überleitende verwendungen kommen sporadisch in den verschiedensten auffassungen vor. da alle quellen, die ab als präp. anwenden daneben in ausgedehntem maße von gebrauchen, und beide wörter sich in ihrer anwendung vielfach überschneiden, sind durch von beeinflußte einzelverwendungen jederzeit möglich. hier sind nur die gebrauchsweisen angeführt, die eine gewisse sprachüblichkeit zeigen. 1 ab gibt an, woher etwas genommen wird (insbesondere bei ausdrücken des besitzwechsels) ⟨1060/5⟩ abe gescozze und ab iagede nam er sin getragide wiener genesis 1827 ATB. ⟨u1210⟩ ab ir sol er (mantel) iu gelihen sîn Wolfram Parzival 7228,16 L./H. ⟨1307⟩ dat hus, dat de bischop heuet ghecoft af greven Borcharde in: Schiller/L. mnd. 1,17a. ⟨1347⟩ und sol er etleich gelt ab dem guot jærleichen einnemen stadtrecht Münch. 77 A. ⟨v1537⟩ in 36 jarn haben sie geschunden .. ab den webern .. zwaimal hunderttausent gulden (Augsb.) chr. dt. städte 29,48. hs.17.jh. (steine,) die man bricht und verkauft ab unsern grünten öst. weist. 6,268. 2 dem vorigen ähnlich in speziellen verwendungen. trinken ab: ⟨n1147⟩ si trunchen ab dem himeltowe kaiserchr 16738 MGH. 1612 do dranck ich ab einem schönen brunnen F. Platter tgb. 176 B.vom absud heilkräftiger pflanzen (schweiz. id. 1,25) v1500 gebt jr .. zuͦ trincken .. ab rauten safft Ortolff, frauenbüchl. 9 faks. ⟨1554⟩ ab dem einen (kraut) sol sie trincken, ob dem andern sich daͤmpffen Ruff hebammenb. (1580)40. 1620 trincke ab braunwurz in: Schmeller/F. bayer. 1,11. — sich nähren ab: 1471 hirßen, rëcher vnd hinden,/ die sich nerten ab den linden liederb. d. Hätzlerin 235a H. 1533/4 künig Teutschmund .. beraubt dieselbigen land, auch nert er sich ab den Römern Turmair 4,1,502 ak. 3 ein nehmen in geistigem sinne nach seinem ausgangspunkt bestimmend. a ab etwas (insbesondere einem brief) etwas entnehmen: ⟨1297/8⟩ daz man dar abe (d. hl. schrift) bekennet wol/ waz man zû rechte tûn sol livländ. reimchr. 107 M. hs.1454 menger kan nicht frœde suchen/ er les dan ab den buchen in: Schmeller/F. bayer. 1,10. 1520/30 (den wortlaut) werdet ir ab hierin verwarter copi vernemen verh. Th. v. Absberg 169 LV. 1541 quantum e uultu eius intelligo so vil ich ab seinem antlit gemercken mag Cholinus /F. dict. 725a. ⟨1648⟩ wie ab dem .. neuntzigsten blat abzunehmen B. v. d. Sohle Kichote (1669)12. 1706 wie ab der beylage nro. I. zu ersehen meckl. adels braurecht 13. b ab etwas ein exempel nehmen: 1533/4 das .. meniglich .. im ein ebenpild ab im (d. gehenkten) näm Turmair 4,1,355 ak. 1549 wer kan hie nen ein gut exempel ab disem vngluͤckhafftigen wesen? Aal Johannes 19 HND. 1604 ab welchem .. ein abscheulichs exempel alle mutinirende soldaten .. nemmen söllen Mayr epitome 271a. c hierher in weiterem sinne (vgl. aber den kausalen gebrauch unter C) sich ab etwas bessern: u1400 so sú (gott u. Maria) uns .. dicke getroͮwen hant .. und doch gar wenig verfangen hat, daz sich ieman merglich darabe gebeßert habe Nicolaus v. Löwen in: Rieder gottesfreund (1905)102*. 1522 welcher hat sich noch gebessert ab der leer Luteri flugschr. ref. 3,22 C. ⟨1531⟩ der (leser) wirdt sich ab diser meiner arbeit hoff ich .. wol bessern Franck zeitb. (1536)1,a 7a. auch: 1673 (sie) werden ab den strafen gottes je länger je ärger J. Müller buß-spiegel 82. 4 bei personen(namen) schließt ab die herkunftsbezeichnung an; meist auf höhergelegene orte bezogen (herab von; noch in moderner mda. wird unterschieden ab Gäs [Gais]: vo st. Galle schweiz. id. 1,25): ⟨1402⟩ Ott der Prantsteter abm perig in: Schmeller/F. bayer. 1,10. u1511 das ist die sippzal .. des .. fürstentumbs der herren von Payren vnd ab dem Norckaw in: Füetrer bayer. chr. (stammtafel) S. u1550 einen satlergsellen .., ist ab dem pamberger pirg gewest (Regensb.) chr. dt. städte 15,91.daneben aber: ⟨M.16.jh.⟩ die herren ab dem Rine/ und ab dem Bodense hist. volksl. 1,138a L. 1560 es warend ouch zuͦgaͤgen ab der landtschafft Zürych etlich .. botten Bullinger vrsprung 12a. ⟨1798⟩ eure neuen vaterländischen mitbürger, ab der landschaft Lavater nachgelass. schr. 4,270 G. 5 bei ausdrücken des abbringens oder abgehens (v. einem vorsatz usw.) und des von-sich-schiebens: ⟨1060/5⟩ ettelichen man/ ilet der satanas bewellen,/ cheren ab der guͦte wiener genesis 888 ATB. 1472/3 die iung frawe ab irer herten fürsaczung nicht abetrat Schlüsselfelder decameron 254 LV. 1533/4 do nun die kaiser .. die geschäft .. ab in schuben Turmair 4,2,1173 ak. 1541 auertere crimen a se ein schand ab jm schüben Cholinus/F. dict. 108b. 1559/66 den bauren ab solchem glauben zubringen Montanus schwankb. 419 LV. 6 klagen ab und richten ab. a ab jmdm. oder etwas klagen, sich beklagen als schmerz- oder unmutsäußerung wie auch als forensische klage (im erstgenannten sinn eng an den gebrauch C 2b anschließend) ⟨u1210⟩ daz si im ir hulde hât versagt/ und manegem man ab im geclagt Wolfram Parzival 7720,10 L./H. ⟨u1350⟩ ich hœr vil liuten ab iu klagen Boner edelstein 53,22 P. ⟨1468⟩ schickt man .. zu dem kuͤnig und clagt im ab den herrn von Bairn (Augsb.) chr. dt. städte 5,82. ⟨1525⟩ ab seym todt hat statt Rom geklagt kath. gesangb. 2,259 K. 1673 wir könten klagen ab den sünden der jugend, die in vilen stucken .. mutwilliger .. wird J. Müller buß-spiegel 35. b ab jmdm. oder etwas richten, wohl durch klagen ab induziert, wenig gebräuchlich: ⟨1261⟩ zuͦ rihtende abe den die notzog oder manslach tuͦnt (Straßb.) chr. dt. städte 9,1032. 1480/1 der küng .. hieß jn ußfüren vnd ab jm richten Pforr b. d. beispiele 168 LV. 1493 den sübenzühtern, die abe unfuͦgen rihten straßb. zunft-verordn. 479 B. 1551 (es soll) durch todtes pein ab dem verbrecher grichtet werden Wickram 6,21 LV. 7 in seltenen, weit in den geltungsbereich der präp. von eingreifenden verwendungen. a ab etwas ruhen: ⟨11.jh.⟩ requievit deus die septima ab omni opere rauueta er an demo sibindin tage ab allemo uuerche Notker 3,2,673 (gl.) ATB. 1837 daß unser tagewerk sich ende,/ bevor die sonn’ ab ihrem ruht Rückert ges. ged. (1834)3,79. b ab etwas sprechen, schreiben (gewöhnlich dar abe), im obd. kaum, in md. und nd. quellen hin und wieder vorkommend: ⟨u1210⟩ daz ich niht kan gereden dar abe,/ da von kein herze vröude habe Gotteried Tristan 4619 R. ⟨u1300⟩ sente Paulus spricht dar abe (‘sagt darüber’, folgt zitat) Heinrich v. Hesler apokalypse 3763 DTM. ⟨v1375⟩ wo de vrouwe schal holden ere leuen/ dar hebbe ik vore af gheschreuen meister Stephan schachb. (1883)5595. c ferner: ⟨u1210⟩ daz sippe reicht ab iu an mich Wolfram Parzival 7415,25 L./H. 1734 ein jeder misst ab seinem leide,/ was schmerzen du empfinden mußt Haller ged. 230 H. 8 für das nd. sind noch folgende verwendungen hervorzuheben (gewöhnlich dar .. af davon). a ab einer sache wird etwas oder nichts, ‘daraus’, dinglich und übertragen: ⟨u830⟩ behuui ni hetis thu than uuerdan .. brod af thesun stenun? Heliand M 1066 S. 1391 primo, Henricus gadum, daͦ in wirt nyet aff (zinszahlung) aachener stadtrechnungen 385 L. ⟨1421⟩ de reformacio .. blef na unde en wart nicht ab (Lüneb.) chr. dt. städte 36,124. u1490 ich mene, er werde dar (aus d. stoff) wal en seleken af unde en rock privatbr. d. ma. 2,104 S. b ab einer sache kommt etwas geht daraus hervor, tritt als folgeerscheinung ein: ⟨1354⟩ den .. steeden .. bystaen in desen sachgen und so wat dan af kuͦmen mach aachener stadtrechnungen 79 L. u1490 eyn privilegium .., dae all der orden was komen aff drei kölner schwankb. 31 F./H. u1525 unvrede .., de dar mochte af herkamen chr. Ribnitz 83 T. c ab etwas wissen, regelmäßig negiert, jünger mit der von-konstruktion vermischt: ⟨1431⟩ (sie) togen vor Luneborg .., dar de borger nicht af en wusten unde legen al unde slepen (Lüneb.) chr. dt. städte 36,28. ⟨15.jh.⟩ dar wolde Jesup .. nicht aff weten offte horen meckl. wb. 1,83. 1897 gottlob, daß das noch göhren sind, wo von nichts ab wissen Frapan stille 96. ⟨1940⟩ die lehrlinge wußten von nichts was ab Wiese rein zu dolle (Leipz. o. j.)30. C kausal, ‘von her: infolge von’. die noch durchscheinende lokale auffassung wird sekundär oft durch hinzutretende verben des nehmens und empfangens unterstützt (ab etwas erschrecken nehmen usw., s. u. 2 und vgl. B 3). 1 selten in sachlich-kausaler auffassung: ⟨1060/5⟩ (die paradiesesfrucht,) da mannegelich/abe wurde untotlich wiener genesis 1038 ATB. ⟨u1090⟩ zuô aha/ .. diu eina ist dâ sô guot/ daz si daz skâf wîz machot;/ ab dem andren iz suarz uuirdit merigarto 32,89 MSD. ⟨u1235⟩ (die pfeile flogen so dicht,) daz ir (der sonne) lieht verswein/ und abe dem strîte kûme schein Rudolf v. Ems Alexander 12542 LV. 1537 Vlysses verkert sich nicht ab dem straich, stuͦnd wie ein maur Schaidenreisser odyssea 170 W. 1612 der ab eim schuß .. in dryen tagen verscheiden F. Platter tgb. 213 B. 1819 du stirbst doch nicht darob, wie die vögtin ab deinen tropfen Pestalozzi 5,357 B. 2 auf die ursache einer gemütsbewegung hinweisend. seit dem ahd. vereinzelt, frnhd. sehr geläufig. a besonders bei ausdrücken des erschreckens, scheuens, sich wunderns und des wohlgefallens und mißfallens: ⟨u1000⟩ der propheta ana-sehendo die iungesten zîte unde aba in irbrutter (periculi magnitudine perterritus) Notker 3,1,40 ATB. ⟨1240/50⟩ ab dem wunder groz ich gruse Ulrich v. Türheim Rennewart 31038 DTM. ⟨M13.jh.⟩ wundernde ab dîner gruntlôsen güete David v. Augsburg 373 P. ⟨u1400⟩ da paret er gar schiuch ab in Kaufringer 14,397 LV. ⟨1461⟩ do .. die junkfrow merken ward, das er ain gefallen ab ir hett Steinhöwel Apollonius 125 Sch. 1473 do sie .. ab kainen sorglichen dingen erschreken nam ders., de claris mulieribus 26 LV. 1539 Fridrich nit klein verwundern ab solcher red empfing Wickram 1,9 LV. 1556 es (wild) scheucht ab mir, alß ich es spuͤr,/ mein jagen ist verloren Forster liedlein 176 HND. 1618 es werde die gantze gemein .. eine .. frolockung empfangen ab dem sig Weckherlin 1,51 LV. ⟨1648⟩ (sie waren) ab seiner thorheit erstaunet B. v. d. Sohle Kichote (1669)95. 1669 ich hatte gleich ein abscheuen ab ihrer leichtfertigkeit Grimmelshausen Simplicissimus 392 Sch. 1678 ab einem ding eckeln Kramer t.-it. 1b. ⟨1764⟩ verwirrt und erschroken ab seinem plözlichen weinen Tobler jahrszeiten (1774)2,20.selten zweifeln ab: ⟨1468⟩ (ich) zweifelt ab dem weg und gedacht, ich solt wider umbkeren (Augsb.) chr. dt. städte 5,107. A17.jh. weil pabst Johannes ab seiner confürmation zweiflte Brandis landeshauptleute (1850)176. b bei verben des ausdrucks einer gemütsbewegung (vgl. klagen ab B 6a), wenig gebräuchlich: ⟨u1362⟩ ab diser rede ward (er) .. inneklich súfzende Seuse 150 B. u1477 die gaiß ersüffczet ab disem raut (rat) Steinhöwel Äsop 283 LV. 1527 so er .. sich ernstlich zu wer (setzt), so stutzen sie al ab jm Dürer befestigung C 2b. 1575 der sich ab eins affen bossen gesund lacht Fischart geschichtklitterung 12 HND.noch mdal. ab uns lache Martin/L. els. 1,4a. D in jüngster sprache erscheint ab vor orts- und zeitbestimmungen oder mit beziehung auf eine reihenfolge, altersstufe usw., meist ohne artikel und z. t. mit dem akk., z. b.: ab Berlin, ab lager, ab ersten oktober, für kinder ab zwölf jahren WDG 1,2a. der schwund des artikels und (als folge davon) der kasuswechsel erklären sich aus der überwiegenden anwendung auf (orts-, monats- usw.) namen und auf adverbien. der gebrauch knüpft wohl an resthafte verwendungen der alten präp. im jüngeren obd. an (vgl. ab der post Lavater u. Hebel unter A 2b). er wird, durch die amts- und geschäftssprache vermittelt, erst im 20. jh. in der gemeinsprache üblich, hier namentlich in temporaler verwendung (adverbiales von .. ab im gleichen sinne s. u. II E 2): 1860 reis ab Hamburg; frei ab hier zu liefern; zu vermiethen ab ostern; ab jetzt Sanders wb. 1,3a. 1890 frei ab bahnhof Heyne wb. 1,3. 1892 dampfstrassenbahnen .. ab 630 nur an schultagen reichs-kursb. (juli)1,8. rundreisekarten ab Baden-Baden ebd. 6,70. 1935 vor dreißig jahren sagte man: von 1900 ab, heute sagt man: ab 1900, ab 3 uhr. und der gebrauch greift auch aufs örtliche über: ab Augsburg war die straße gut. .. eine eigenschaft des geschäftsbriefes verschafft sich eingang in die gemeinsprache; und sie wird sich sicher durchsetzen Hübner in: zs. f. dt. bildung 11,292. 1942 ab 1838 ist es im wesentlichen das deutsche wörterbuch, dem fleiß und geistiger aufwand der brüder zustatten kommen Schirokauer in: german quarterly 15,206. 1954 großbrauerei sucht ab sofort gewandten kaufmann frankf. allg. ztg. 76,7. 1956 die einführung des ‘sie’ ab der 10. klasse dt. lehrerztg. 5,42. 1958 der verkauf von milch ab hof gesetzbl. DDR 70,863. 1961 wir werden diesen gedanken aufgreifen und bereits ab nächste ausgabe berücksichtigen n. berl. illustrierte, nr. 3. II adverb. A los, abgetrennt; erledigt, ungültig; entledigt. 1 etwas ist ab nicht mehr daran (oft ohne verb, vgl. B 3 u. C 4b): ⟨1240/50⟩ bezzer kampf dann hals abe Ulrich v. Türheim Rennewart 816 DTM. 1454 wem ein ripp abe sey Peter v. Ulm cirurgia 283 K. 1497 ist sie (nase) aber ab so ist es .. ein grosse wund Brunschwig cirurgia 25a faks. u1550 köpff ab (Regensb.) chr. dt. städte 15,22. 1719 biß der haffer alle ab ist Fleming jäger 336a. 1766 der knopf ist vom kleid ab Gerstenberg merkwürdigkeiten 47 DLD. ⟨1773⟩ erst ab die äste! –/ dann ramme diesen/ schräg in den boden hier Goethe I 39,205 W. 1840 die fäden halten, wenn auch die wolle ab ist Alexis Roland 1,370. 1920 nieder ins blut! brust auf! kopf ab Becher aufruhr 32. 1930 der arm ist ihm ab, aber er wagt sich kühn in die stadt Döblin Alexanderplatz 40273. ⟨1958⟩ tja, meine herren, der bart ist ab Apitz nackt (1960)54 (‘es ist zu ende WDG 1,2a). 2 etwas ist ab abgeschafft, erledigt, ungültig (vgl. abbieten 1): ⟨1235⟩ wir .. gebieten, daz alle die zolle, die sit unsers vater tode des keisers Heinriches uf gesetzet sint .. daz si abe sin MGH constitutiones 3,277 (vgl. 2,257). 1286 swaz ouch mit worten oder mit werken unz an disen dag geschehen ist, daz sol abe sin urkb. Basel 2,294a. ⟨u1325⟩ unser herre .. küsset in und tuot munt an munt (daz ist daz allez mittel ab ist zwüschent im und gotte) Nikolaus v. Straszburg 272 P. u1477 daz die wettbrief ab syen Steinhöwel Äsop 59 LV. 1520 wolt got, sie (klöster) werenn alle abe Luther w. 6,438 W. 1561 sein lieb ist noch nit todt und ab Sachs 12,302 LV. 1653 wo ich mich nur bekehre,/ seyn alle sünden ab ev. kirchenlied 3,198b F./T. 1716 der vor zeiten übliche gebrauch scheinet ganz ab zu seyn berl. geschrieb. ztg. 539 F. 1884 daß es mit meiner novellistik ab und aus ist Heyse brw. 358 K. dazu (vgl. schles. wb. 1,13b) 1652 ab ab, du hast verrannt (fehlgeraten) Scherffer ged. 1,517. auch einfachnein’, kommste mite? – ab! mitt. schles. ges. volkskde. 13/14(1911)648: 1807 ab! ich gehe nicht R. Varnhagen b. d. andenkens (1834)1,320. 3 eines dinges ab sein, ab kommen und sich eines dinges ab tun dessen entledigt sein usw.: ⟨u1202⟩ daz wir mit dirre vuoge iht abe/ des strîtes komen wellen Hartmann Iwein 57604 B./L. ⟨u1210⟩ der wâppen tete er sich dô abe Wolfram Parzival 792,14 L./H. 1522 (er) het kein gelt me, die metz wer sein gern ab gewesen Pauli schimpf 333 LV. 1616 nach dem Nero der welt abward Guler v. Weineck Raetia 26a. 1665 in was elender ehe ich lebe, deren ich .. gerne abseyn wolte Bucholtz Herkuliskus 346a. B fort; entfernt. erst spät gebräuchlich geworden. 1 fort, hinweg. a von .. ab: ⟨u1200⟩ der schônen,/ diu mit ir krônen/ gie von hinnen abe Heinrich v. Morungen 129,30 MF. 1509 er solt sich von der welt abziehen/ vnd ab von allen menschen fliehen Murner 1,1,72 Sch. 1631 der schwestern ganze zunft tritt von mir ab zurücke Fleming ged. 1,107 LV. ⟨1743⟩ es schwamm .. mein .. blick vom ufer ab und in die tiefe Brockes vergnügen 7(1748)109. 1769 fast immer lockt er ihn von seinem wege ab Herder 3,392 S. 1811 von euch ab den verdacht .. hinwälzen auf den jungen mann Kleist 1,369 Sch. ⟨1884⟩ der garten, der sich vom wohnhause ab erstreckte Anzengruber 32,152 B. b selten in anderer fügung; ab sein: 1446 obe dehein edelman do were bi innen (den belagerten)? .. nein, der adel were abe basler chr. 4,265 V./B. n1509 wo sie sind vff eim maͤßtag/ sind sie allzyt die lesten ab (gehen als letzte) Gengenbach 351 G. ⟨1937⟩ da weiß keiner mehr was. der ist ab und weg Seghers rettung (1947)437. — zur seite ab u. ä.: ⟨hs.u1430⟩ (sie) ritten .. beneben abe und berieten sich Lancelot 1,77 DTM. ⟨1631⟩ den verstand zur seiten ab verleiten Opitz op. [1689]4,405. 1665 als die reuterey sich weiter zur seite ab ins feld zog Bucholtz Herkuliskus 1354a. 1932 rechts ab von der kaserne erhob sich das gymnasium Roth radetzkymarsch 225. 2 entfernt (entsprechenden temporalen gebrauch s. unter E 1). vgl. absein, abbleiben. a weit ab (von): 1534 wie nun dise .. am weitesten von der glücksäligkeit ab sindt Franck encomion 63 G. ⟨1632/3⟩ frau Venus, wie man weiß,/ pflegt nicht fern’ ab zu sein Fleming ged. 1,69 LV. ⟨1645⟩ eine elle von der wand ab Gubert stratagema (1688)89. ⟨1769/73⟩ ‘weit ab, schusfrei!’ so denke ich Hermes Sophiens reise (1778)1,640. ⟨1858⟩ daß das ganze denkleben der gebildeten so weit ab ist von dem des volkes Auerbach (1857)14,100. 1937 da schrie ziemlich weit ab eine krähe Schmook schwarzkittel 100. b (mit entfernungsangaben) .. ab oder .. ab von: 1556 400 meil von Barbaria ab Stade Südamerica 102 LV. 1934 in seinem bettchen, anderthalb kilometer ab, schläft der kleine Willi Fallada blechnapf 323. 3 bloßes ab als kurzausdruck in moderner sprache (für abgehen, -reisen, -schicken usw.; vgl. auch A 1 und C 4b). so in regieanweisungen (älter u. a. ablaufen, z. b.: er [teufel] laufft ab Sachs 9,41 LV. läuft hals über kopf ab Lenz in: stürmer u. dränger 2,112 S.; vgl. abeilen 2): ⟨u1775⟩ Faust und Mephistopheles ab Goethe I 39,249 W. 1911 der reisende und sein diener nach links ab Sudermann bettler 561. sonst notizartig: 1778 den 3ten october .. Marie ab Lichtenberg aphorismen 3,323 DLD. 1776 nachts dageblieben. morgens achte wieder ab Goethe III 1,26 W. 1849 der prinz von Preußen nach Baden ab K. A. Varnhagen tgb. (1861)6,414.kommandoartig: 1879 daher ab, fort, weg noch in der nacht! Vischer auch einer 1,8. 1929 auf die nächste eisenbahn – und ab nach muttern Remarque westen 81. 1934 also ab nach ihrer wohnung! Fallada blechnapf 378. 1962 ab an die wand Bergengruen kranz 144. auch: 1947 in einer stunde nischt wie ab die post! Fallada jeder stirbt 77. hiernach: 1961 und dann ab die bahn oder das motorrad an die Ostsee armeerundschau 62.in den wendungen ab (da)mit und ab dafür (letztere wohl zunächst handelsausdruck ‘fort mit der ware für einen schleuderpreis’) ⟨1844⟩ so macht der wind die tür auf, packt mein blatt und ab mit zum fenster hinaus B. v. Arnim 1,226 Oe. 1950 und wenn die Polen kommen .. (er fährt mit der fingerspitze über seinen kehlkopf) dann heißt es: ab dafür. konto ausgeglichen Zuckmayer gesang 94. C herunter, hinunter, nieder. 1 früh beim verbum in kompositionsähnlicher fügung: u800 rip anan daz simplę, unz dęz iz blode. filu oft ana- lęgi, simblę þui ana, od đę itzs arinne lot (= vel ôđ?) þęt al aba arinnę sprachdenkm. 40,24 S. ähnlich: ⟨1421⟩ sie sulden zu dem (von ihnen belagerten) slosse keynerley thun, sundern alleyne das sie werten, das man nicht doruff ader abe breche Rothe düring. chr. 190 L. ⟨14.jh.⟩ diu junge küniginne her wider abe vlôch (v. d. zinne) münch. Oswald 2542 B. 2 nach bloßem akkusativ (selten nach dativ, s. u. a): ⟨u1210⟩ sus kom unser tœrscher knabe/ geriten eine halden abe Wolfram Parzival 7138,10 L./H. ⟨1421⟩ (er) hieb is mit den sporin unde sprengete den Hoensteyn ab Rothe düring. chr. 571 L. 1541 decurrunt in plana arbores (sie) stond den berg ab biß in boden Cholinus/F. dict. 246b. ⟨1645⟩ (sie) führeten jhn die stiegen ab Moscherosch (unecht) gesichte (1646)3,66. 1700 die geschwindigkeit brachte sie in einer viertel stunde den berg ab Ettner apotecker 613. a den Rhein ab u. ä. ‘flußabwärts’: ⟨1349/50⟩ von Ungern .. durch Paiern auf über den Sant den Main ab gegen dem Rein Konrad v. Megenberg b. d. natur 76 P. ⟨1421⟩ (sie) zogen die Elbe abe Rothe düring. chr. 664 L. n1467 von Meintz .. den Rein ab gen Rudesheim Tetzel Rozͮmital 147 LV. ⟨1566⟩ dem feind die fluͤß entwenden, vnd was jm das wasser ab zugesandt, aufffahen Fronsperger kriegßb. 1(1571)221b. – mit dativ: v1566 ich (bin) .. der Thunaw ab hintzt geen Wienn gefarn Herberstein in: font. rer. austr. I 1,133. b das land ab u. ä., eigentlich ‘talwärts’, verblaßt ‘entlang’: 1415 (er floh) das lant abe durch den forst wider Hagenouwe (Straßb.) chr. dt. städte 8,466. eine parte ging das lant abe, die ander parte das lant uf ebd. 767. ⟨u1430⟩ do floch er .. den dümpfel ab bis an den ziegelgraben Ulrich v. Richental concil 131 LV. 3 vor oder nach präpositionalen verbindungen. a vorangestellt (ab gen .., ab zu ..): ⟨u1300⟩ (ein fels,) der hete vür sich ein tiefe neige/ rehte als ein mûre abe ze tal Hugo v. Trimberg renner 23541 LV. 1472/3 die sunn ab gen dem nidergang gestigen ist Schlüsselfelder decameron 464 LV. 1558 wenn man uns jagt ab zu thal Sachs 5,156 LV. 1652 itzt warn der sonnen pferde/ von halber reise schon drey stunden ab zur erde/ gerennet Scherffer ged. 1,60. b nachgestellt (von .. ab, durch .. ab, zu .. ab): ⟨u1300⟩ von dem rucken abe hett (er) .. ainen fischzagel lanck Heinrich v. Neustadt Apollonius 9089 DTM. u1480 ein kindt sol steigen von himel ab egerer fronleichnamssp 41 LV. 1528 domit sy .. zuo grund ab in die hell fallen Berthold v. Chiemsee theol. 267 R. 1597 geht der Lalen einer durch das dorffe ab laleb. 124 HND. ⟨1661⟩ vom himmel ab Zesen verschmähete majestät (1662)7. 1721 ich höre eine stimm vom himmel ab erschallen Haller tgb. 145 H. 1885 mit einer niederträchtigeren last vom herzen ab will ich noch niemals (etwas getan haben) Raabe 16,226 H. c so auch über etwas ab und von oben ab (zusammengerückt überab, obenab 1DWB). α ‘über etwas hinweg abwärts’, verblaßt auch ‘herunter von’: ⟨u1336⟩ so runnend ir die trechen .. úber ir wangen ab Stagel schwestern 41 DTM. ⟨u1350⟩ sich ueber diese felse abbe Merswin neunfelsenb. 148 ATB. 1472/3 über die poppen ab in das mer Schlüsselfelder decameron 111 LV. 1513 (dem neugeborenen) senfftiglichen strichen vber die plaß ab Rösslin rosengarten 75 K. 1527 (ein säugling) fiel .. über ain (wickel-)tisch ab zuͦ tod (Augsb.) chr. dt. städte 25,141. ⟨1608⟩ (d. Türken) fahren .. mit beyden händen offt übers angesicht vnd bart ab Schweigger reyßbeschr. (1619)187. β 1472/3 dieselbig höle hette ir liecht von oben abe durch ettliche löcher Schlüsselfelder decameron 248 LV. 1476 cloet (kanonenkugeln) wurffen sy in dye grauen,/ zo barsten van bouen auen Wierstrait beleeg v. Nuys 801 M. 1517 so wurd dir got von oben ab/ groß glück vnd heyl vff erden geben Gengenbach 89 G. ⟨v1664⟩ doch eh es wird zu spat,/ kömmt er von oben ab mit himmel-reichem rath Gryphius trauersp. 740 LV. 4 etwas ist ab (a) und bloßes ab als kurzausdruck (b), oft in elliptischer ausdrucksweise zu verben wie abnehmen, absitzen usw. a ⟨u1518⟩ auch ist der sattel ab so ball (bereits heruntergenommen) in: Gengenbach 326 G. ⟨1662⟩ wenn die sonne ab ist in: Drechsler Scherffer (1895)70. 1842 die sonn’ ist ab, es dunkelt schon die nacht Lenau 2,291 C. b (vgl. A 1 und B 3). namentlich: 1645 den hut ab, neige dich Harsdörffer gesprächsp. (1641)5,Oo 8b. 1849 „hut ab!“ ruft der (vornehme) dem geringeren zu Hebbel II 3,340 W. ⟨1909⟩ donnerwetter, bin ich ein kerl! hut ab vor mir! Halbe [1917]5,377.sonst: ⟨1774⟩ ab denn, rascher hinab! Goethe I 2,66 W. 1781 abe, abe, weiser schedel! mürbe knochen, fahret in die grube Schiller 2,144 G. ⟨1888⟩ ich ab vom gaul Liliencron (1904)14,256. ⟨1895⟩ (er) machte kehrt, gewehr ab ebd. 1,166. dem edelfalken die haube ab, und ihn nachgeworfen ebd. 1,142. 5 ab sein ermattet, erschöpft sein, nur in moderner (norddt.) umgangssprache (wohl hierher zu stellen, vgl. herunter sein 1DWB 4,2,1187): 1844 ich bin ganz ab Storm br. an seine braut 7 S. (ferner ebd. 69. 312). WDG 1,2a. D wortverbindungen. 1 adjektivverbindungen folgen bedeutung A. a kurz ab ohne unnötige worte, kurzum; früh und unabhängig von der schreibung zum adv. kurzab verschmolzen (1DWB kurz II 10 e u. kurzab): 1472/3 kurcz abe geredt, iglicher gern ir (der jungfrau) herre gewesen were Schlüsselfelder decameron 345 LV. ⟨n1527⟩ kurz ab, wo sie nit mit in anligen, wöllen sie in leyb und gut nemen qu. bauernkrieg Rotenburg 47 LV. ⟨1855⟩ einfach, offen, kurz ab, nichts von der weichlichen schwärmerei eurer mädchen Freytag (1886)5,160. b rein ab gänzlich (erledigt) (1DWB rein II 10): 1527 sie solten Amaleck gar vertilgen .. duͤrr und reyn abe (nachschr.) Luther w. 24,274 W. 1602 rein ab, rein auß Kirchhof wendunmuth 2,302 LV. 1860 die sünde muß ausgerottet werden .., da gilt es .. rein ab bis auf den boden Harms pred. 254. noch mdal.: rein af ruf der spielenden kinder, wenn sie durch freiwilligen rücktritt vom spiele sich vor dem ergriffenwerden schützen wollen Ziesemer preuß. 1,9b. c gar ab ganz und gar, durchaus (vgl. 1DWB garab, m.): 1536 gar aus, gar ab in alle demut gebracht Paracelsus I 10,582 S. 1561 Sachs 10,44 LV. 1563 ich hüte der küh gar ab nit Kirchhof wendunmuth 1,434 LV. d halb ab zur hälfte weg (besonders von heruntergehandelten preisen, vgl. 1DWB halb, adj., II 1 a α): 1525 sie haben nitt beniegen der gutten rachtung (schlichtungsvertrag) .., es werde dan halb ab mit innen gemacht bauernkrieg, aktenbd. 372 F. 1660 halb ab, ihr excell., halb ab! (macht es halblang) Schupp streitschr. 2,59 HND. 2 in paarformeln liegt teils bedeutung C ‘hinunter’, teils bedeutung B 2 ‘fort, hinweg’ zugrunde. a ab und ab, verstärkend, sowohl temporal ‘unaufhörlich hinabals auch lokal(sukzessiv) von oben bis unten’, dann auch ‘ganz und gar’: A14.jh. zahere also fluzzen,/ di abe und abe ruzzen/ same dou hl. Elisabeth 10386 LV. 1530 vnd was .. hundert vnd X guldin daz best (hauptgewinn beim schützenfest) vnd demnach ab vnd ab (stufenweise abnehmend) Edlibach chr. 240 U. 1533/4 die ganz Thonau ab und ab, von irem ursprung bis si in das mer felt Turmair 4,2,598 ak. 1537 ain .. purpur mantel .. ab vnd ab mit guldenen knoͤpfen geschmuckt Schaidenreisser odyssea 185 W. 1616 brunnenröhren oder .. mörser oder stuck geschützes, wenn es ab vnd ab gleiche dicke hette Kepler 5,535 F. b auf und ab nach oben und unten, hin und her (wie gleichbedeutendes auf und nieder); oft übertragen, die verschiedensten verhältnisse bezeichnend (besonders auch zu- und abnahme) ⟨u1200⟩ der schîn nimt drâte ûf unt abe Walther 81,14 K. ⟨1394/5⟩ ain laitter .., daran die engel auf und ab giengen öst. chr. 15 MGH. ⟨u1400⟩ ain hüpscher knab,/ der gieng täglich auf und ab,/ .. einem lieben puolen zu plick Kaufringer 48 LV. 1521 so ich .. ein frei geleit auf und abe wieder in mein gewahrsam erlang Luther brw. 2,254 W. 1533/4 iezo ainer (kaiser) auf, der ander ab Turmair 4,2,880 ak. 1561 Canaan, .. sambt allen stetten auff und ab Sachs 10,98 LV. 1626 drauff dacht ich auff vnd ab, drauff dacht ich hin vnd her Werder Tasso, Jerusalem 21. 1678 das meer läufft auf und ab Grob epigr. 157 LV. ⟨1798⟩ ich suchte sie auf und ab, über berge, thälerwärts Tieck (1828)16,77. ⟨1859⟩ stundenlang schritt ich .. auf und ab Raabe [1913] II 2,30. ⟨1901⟩ ein sausen und pfeifen schwillt auf und ab Frenssen Uhl (1902)257. ⟨1902⟩ sie war auf und ab das ebenbild der mutter Heyse [1924] II 2,486. ⟨1925⟩ nach großem auf und ab siegten die freisinnigen Federer papst (1926)38. 1935 alles, was im kirchenraume eine starke bewegung von auf und ab, .. eine störung der waagerechten im inneren .. erzwingt Pinder kaiserzeit 80.mehr oder weniger: ⟨1782/7⟩ einige kleine ketzereien auf und ab ungerechnet Musäus volksmärchen 3,115 M. 1859 o, ich bitt’, ein ritter auf od’r ab,/ macht nix, weil ich genug noch hab’ Nestroy 4,273 B./R. 1883 so kann ich die vollendung bei ein paar monaten auf oder ab nicht zeitlich bestimmen Keller leben, br. u. tgb. 23,437 E. c ab und (oder) an hin und her: ⟨u1210⟩ er wancte mit gedanken/ wilent abe und wilent an Gottfried Tristan 835 R. 1476 rysch waren dye Nuysser aff ind an (plötzlicher ausfall der belagerten) Wierstrait beleeg v. Nuys 121 M. 1789 freud’ und lust an allem ab und an,/ an und ab dem kleeblatt holder kinder Bürger 1,76 W. ⟨1815⟩ wohl mancher wandert ab und an/ den langen, schweren pilgerpfad/ und sucht und suchet zum erblinden Arndt 4,133 R./M. ablehnung und zusage, verneinung und bejahung ausdrückend: ⟨u1210⟩ tohter, sô sî dir geclagt,/ ern hât mir an noch ab gesagt Wolfram Parzival 7368,20 L./H. 14.jh. daz ich .. kunne sagen/ abe oder an die warhaitt göttweiger trojanerkrieg 23575 DTM. 1767 af of an etwas oder nichts, ja oder nein, brem.-ns. wb. 1,6. vgl. DRW 1,224.von zeit zu zeit, modern im norddt. verbreitet (schon früh im nd.: aff vnde an lüb. zunftrollen 504a W., ohne stellennachweis) 1755 af un an dann und wann Richey id. hamb. 2. 1844 und von der tenne ab und an/ schallt es wie hammerschläge Droste-H. 1,1,60 Sch. K. 1896 (der) ab und an mit einer dieser netten personen in eine nebenstraße einbog Bierbaum schlangendame 227. 1954 so tauchte W. ab und an auf linksaußen auf, gab von dort gefahrdrohende flanken sportecho 24,6. d ab und zu hinweg und herbei, aus und ein: 1472/3 also er zuͦ vil manchmalen .. von ir ab vnd zuͦ ginge Schlüsselfelder decameron 536 LV. 1548 die langwirigen feber, die ab vnd zuͦ gehnd Ryff confectb. 207a. 1612 menklich ab und zu sicher geleit zu geben Mechtel limb. chr. 43 K. 1779 die (tauben) fliegen ab und zu Musäus physiognom. reisen (1787)4,152. 1848 mein vater ging ab und zu; zuweilen kam er oft und blieb lange Hebbel I, 2,181 W. ⟨1937⟩ (er) ging dabei ab und zu G. Hauptmann ausgew. prosa 3,82 M.von zeit zu zeit: 1826 in den nächsten tagen wird sie nun aufs land ziehen; ich werde .. dann auch .. ab und zu draußen seyn F. Schlegel br. 2,77 WLV. ⟨1884⟩ die vögel meldeten ab und zu ihr hiersein Anzengruber 34,18 B. ⟨1944⟩ alte damen, die sie ab und zu besuchten Feuchtwanger Simone [1950]49.älter vereinzelt ab oder zu, ablehnung und zusage bezeichnend: ⟨1441⟩ in: Schiller/L. mnd. 6,5a. ⟨u1440⟩ nü wolte der herzog wissen ein ab oder ein zu Windeck denkw. 117 A. E temporaler oder auf eine reihenfolge bezogener gebrauch vorwiegend in jüngerer sprache; teils in engem anschluß an gleichartige lokale verwendungen (1), teils selbständiger entwickelt (2). 1 wie unter B 1 weit ab oder .. ab (mit zeitangabe) 1697 so bellte er so vilmahl, als es zuvor geschlagen, und murrete dazu, zu verstehen gebend, daß es schon eine zeit von dem schlage ab wäre Ettner doctor 547. 1873 die zeit .. lag wahrlich noch nicht weit ab Raabe 10,327 H. 1884 zehn, zwanzig, dreißig jahre ab ebd. 16,8. 2 von .. ab von einem zeitpunkt, einem punkt einer reihe oder strecke an (vgl. B 2a): ⟨1792⟩ von den urzeiten ab Hippel (1827)6,72. 1825 was von § 162 ab über die allgemeinen .. quadrat-wurzeln gesagt worden ist Ohm elementar-mathematik 1,292. 1843 von ihm ab folgt die reihe eiserner männer und sittiger frauen (gemäldereihe) Stifter erz. in d. urfassung 2,126 S. 1876 von meinem 19. jahre ab begann ich zu schriftstellern Anzengruber ergbd. 31,288 B. 1930 etwa von november ab Dengler waldbau 479. 1947 (die beamtenschaft) vom stadtwächter ab gerechnet bis zum hohen kommissar Kasack stadt 385. lokal z. b. von Ulm ab ist die Donau schiffbar. vgl. WDG 1,2b. Mantey
44752 Zeichen · 1296 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    ab

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ab

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    ab- s. auch aba-, abe-.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    AB

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    AB s. AVER .

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Áb

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Áb , eine Partikel, welche in gedoppelter Gestalt vorkommt. I. Für sich allein, und als ein eigenes Wort. 1. Als ein Ums…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ab

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    a , ab lat D.M.Ervini a Steinbach 37,139,4 Baukunst 1773 idVbdg ‘a quo’ das Judicatum a quo DjG4,360,30 RAnw [29.10.74] …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ab

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Ab , der 11. Monat im bürgerlichen Jahre der Juden, der 5. im hl. Jahre, mit der letzten Hälfte unsers Juli und der erst…

  7. modern
    Dialekt
    ab

    Bayerisches Wörterbuch · +19 Parallelbelege

    ab Band 1, Spalte 1,9–12

  8. Sprichwörter
    Ab

    Wander (Sprichwörter)

    Ab Ab Sephe (Sophie oder Joseph). Eine sprichwörtliche Redensart in Gera, um zu sagen: Fort, weg damit. [Zusätze und Erg…

  9. Latein
    ab

    Mittellateinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1. ab v. 2. a . 2. ab v. ob . 3. ab v. a(a)b . Prinz

  10. Spezial
    ab

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ab I praep. 1 (räumlich) da ... inant/demez: ab Bruneck da Bornech inant/demez; 2 (zeitlich) da ... inant: ab nächster W…

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Wortbildung

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