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unliebe

mhd. bis GWB · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unliebe f.

Bd. 24, Sp. 1139
unliebe, f., mangel an liebe u. ihr gth.; mhd. unliebe, mnd. unlêve, mnl. nl. onliefde. Staub - Tobler 3, 992. vgl.ab-, affen-, after-, misz-, nicht-, schalksliebe, unfreude, unlust, unminne, hasz, abneigung, feindschaft, verbitterung u. dgl. 1) mangel an liebe, nichtliebe: das herte, kalte, unliebe habent hercze Arigo 360, 28; der einsame ist unfrei, weil ... abhängig in der unliebe R. Wagner 3, 68; Fries aus m. stilist. studienmappe 62. mangel an gegenliebe: Gries verl. Roland 1, 227. unlust: die u. zu allen dingen J. W. v. Stubenberg Eromena 135; u. zu etwas mangel an vorliebe für etwas. 2) lieblosigkeit, härte: die u. dieses mannes Grunau preusz. chron. 3, 65; dem vorwurfe der u. K. Chr. Fr. Krause vorles. über d. grundwahrheiten der wiss. 483. 3) mangel an rechter liebe, bes. im geistlich-kirchlichen sinne: u. als sünde, ἀφιλία Dannhawer catechism. 1, 258; wa ein mensch übel genaigtt ist in unlieb zuo frumen menschen Keisersberg granatapfel b 4b (von unlieb, n., kaum zu unterscheiden); wer so lieben wird, der wird leicht die u. der quäker erkennen anabaptisticum pantheon (1702) 2, xx 2b; Rückert 5, 227. nl. wb. 10, 1718. 4) falsche liebe, affenliebe: dasz die groszmütterliche u. mein kind über die maszen verzärtelte W. Benecke lebensskizze 1, 44. 5) freudlosigkeit, verdrusz, widerwillen, unliebenswürdigkeit, verärgerung, erbitterung, hasz u. ä.; gth. liebe lust, befriedigung, s. Burdach zum ackermann 304; vgl. unlieb, n.: Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österr. 10 008; Staub-Tobler 3, 992; die liebe kenne ich wohl: aber was du mir da nennst, ist u., ist angst und hölle Kretschmann 5, 222; dasz ich selbst deinen unmuth, deine unfreundlichkeit, deine u. für lauter liebeszeigen nehme Brentano an S. Mereau 1, 209; also ward zum schwert gegriffen, in Zürich mit begierde und groszer übereilung, in Bern mit u. (widerwillig, ungern) und groszer langsamkeit Zschokke 8, 242; jede stunde, die man in u. verbringt, hat man sich und dem andern unwiederbringlich vom leben geraubt Auerbach dorfgesch. 1, 55. 6) miszhelligkeit: worüber u. zwischen ihnen und den hellenisch gesinnten meistern entstanden Göthe 49, 47, 8 W., zusammenflieszend mit unlieb, n. 7) weder durch liebe noch durch unliebe Arigo 311, 24 K. (th. 7, 1202), weder im guten noch im bösen. vgl. unlieb, n.
2322 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unliebestf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    unliebe stf. lieblosigkeit, haß. daʒ ich sô dicke unliebe spür MS. 1,151. b.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    UnliebeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Unliebe , o. Mz . der Mangel der Liebe. »Dem, der dir wohl will, begegnest du mit Unliebe .« Wolke.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unliebe

    Goethe-Wörterbuch

    Unliebe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unliebe

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unliebe

un- + liebe

unliebe leitet sich vom Lemma liebe ab mit Präfix un-.

unliebe‑ als Erstglied (7 von 7)

unliebend

DWB

unlieb·end

unliebend , part. - adj. adv. , gegentheil von liebend, s. lieben 6 b: eyn unwilligs, unliebendes hertz zur gerechtikeit Luther 7, 357, 25 W…

unliebenswürdig

DWB

unlieben·s·wuerdig

unliebenswürdig , adj. adv. , gth. v. liebenswürdig. noch nicht bei Campe : was kam dich für eine liebe zum tode an, den doch die meisten so…

unliebesmahl

DWB

unliebe·s·mahl

unliebesmahl , n. , individuelle bildung J. Paul 24/26 , 184, vom speisen Katzenbergers mit seinem stiefbruder. s. liebesmahl und un IV B. —