Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
von Präp.
von Präp.
von Präp., die räumliche Trennung kennzeichnet (mit Blick entweder auf den Vorgang des Entfernens oder auf dessen Ausgangspunkt), doch auch einen zeitlichen Anfang, Herkunft, Ursache sowie bestimmte quantitative und qualitative Verhältnisse angibt; ahd. fon(a) (8. Jh.), seltener fan(a) (8. Jh.), mhd. von(e), (md.) van(e), asächs. fan(a), fon, mnd. van, anfrk. fan, van, mnl. nl. van, afries. fon, fan. Im Mhd., Mnd. und Mnl. wird die Präposition oftmals nachgestellt und nähert sich damit adverbieller Verwendung (‘weg, entfernt, fort’, vgl. mhd. den bin ich billīchen von). Als Adverb erscheint von heute noch in nordd. Umgangssprache, die die getrennte Stellung der sonst zu einem Wort verschmolzenen Pronominaladverbien davon (mhd. dā von, dāvon, dar von, dervon, s. 1da, dar-), wovon (mhd. wā von, s. wo) häufig beibehält (vgl. nordd. da nehme ich nichts von). Die etymologische Herleitung der nur im Kontinentalwestgerm. bezeugten Partikel ist ungeklärt. Vielleicht handelt es sich um eine Erweiterung mit nasalem Formans zu ie. *po (vgl. lat. po- in positus ‘hingelegt, -gesetzt, gelegen’, awest. pa- in pazdaya- ‘wegscheuchen’, aslaw. po, russ. po, по ‘auf, in, nach, längs, über etw. hin’), der Schwundstufe zu ie. *apo ‘ab, weg’ (s. ab), was allerdings nur die germ. Bildungen mit -a- erklären würde. Der o-Vokalismus ginge, falls er nicht erst im Germ. durch Schwachtonigkeit der Präposition entsteht, auf ein daneben anzusetzendes ie. *apu, *pu zurück; ahd. fona wäre dann mit aind. púnaḥ ‘zurück, wieder, ferner, gleichwohl’ und möglicherweise mit griech. pýmatos (πύματος) ‘der äußerste, letzte’ zu vergleichen. – vonnöten Adv., jetzt noch in der Fügung vonnöten sein ‘erforderlich sein, dringend gebraucht werden’ (seit 16. Jh., frühnhd. auch von nöten sein), früher daneben in vonnöten tun ‘not tun’ (16./17. Jh.), vonnöten haben ‘nötig haben’ (17. bis 19. Jh.), Zusammenschreibung der Präp. von mit dem Dativ Plur. von Not (s. d.); vgl. ahd. fone nōte ‘gezwungenermaßen’ (um 1000), mhd. von nœten, frühnhd. von not, von nöten ‘notwendigerweise, notgedrungen’. vonstatten Adv., nur in der Fügung vonstatten gehen ‘(gut) verlaufen, gelingen, vorankommen’ (18. Jh., zuvor von Statten, von statten gehen, 17. Jh., von statt gehen, 16. Jh.), zusammengewachsen aus der Präp. von und dem Dativ Plur. von Statt (s. d.); voraus geht räumlich-konkretes mhd. von stat, frühnhd. von statten ‘von der Stelle, voran’.