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Spee

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Spee

Bd. 18, Sp. 702
Spee, Friedrich von, Dichter, aus dem adligen, um 1670 ausgestorbenen Geschlecht der S. von Langenfeld, geb. 25. Febr. 1591 in Kaiserswerth, gest. 7. Aug. 1635 in Trier, wurde im Jesuitengymnasium zu Köln erzogen, trat 1610 in den Jesuitenorden und lehrte dann mehrere Jahre hindurch in den Jesuitenschulen zu Köln und Trier. 1621 wurde er Priester und Professor, wirkte 1624–26 als Prediger in Paderborn und wurde 1627 als Professor nach Würzburg geschickt, wo er zugleich die zum Tode verurteilten vermeintlichen Hexen und Zauberer auf dem letzten Gang zu begleiten hatte. Dort verfaßte er, wie es scheint, im Auftrage des Ordensprovinzials Baving, die anonym erschienene Schrift: »Cautio criminalis s. Liber de processu contra sagas« (Rinteln 1631 u. ö., auch ins Deutsche, Holländische und Französische übersetzt), worin er das leichtfertige und grausame Verfahren bei den Hexenprozessen mutvoll bekämpfte. 1628 wurde S. zur Durchführung der Gegenreformation nach Peine im Hildesheimischen gesendet. Ein Mordanfall fesselte ihn in Hildesheim längere Zeit aus Krankenbett. 1631 wurde er als Professor der Moraltheologie nach Köln zurückberufen, 1633–35 lehrte er in Trier. Seine 1629 in Falkenhagen vorbereitete, nach seinem Tod erschienene Sammlung geistlicher Lieder: »Trutz-Nachtigall« (Köln 1649, hrsg. vom Pater Nakatenus; kritische Ausgabe von Balke, Leipz. 1879, mit ausführlicher Einleitung), gehört nach Inhalt und Form zu den besten Leistungen der deutschen Literatur des 17. Jahrh. und atmet die milde, schlichte Frömmigkeit und Innigkeit des Dichters. Wenn auch manches Spielende und Süßliche unterläuft, so ist doch der Grundton im edelsten Sinne volkstümlich. Die Versbehandlung beruht nur zum Teil auf Opitz' Grundsätzen: die chronologisch angeordnete Straßburger Handschrift zeigt, daß zehn Lieder vor 1621, also vor dem Erscheinen des »Buchs von der deutschen Poeterey« (1624; s. Opitz), verfaßt sind. Das in Prosa geschriebene »Güldene Tugendbuch« (Köln 1649 u. ö.; hrsg. von Hattler, Freiburg 1887), asketischen Inhalts, erschien gleichfalls erst nach seinem Tod. Es werden darin viele Gedichte der »Trutz-Nachtigall« zitiert, es enthält aber auch gegen 50 selbständige Gedichte, die an Wert hinter denen des Hauptwerkes nicht zurückstehen. Vgl. Diel, Friedrich v. S. (Freiburg 1872; 2. Aufl., bearbeitet von Duhr, 1901); Ebner, Friedrich v. S. und die Hexenprozesse seiner Zeit (Hamb. 1898); Jungbluth, Beiträge zu einer Beschreibung der Dichtersprache Friedrichs v. S. (Dissertation, Bonn 1907). Ein Trauerspiel »Friedrich v. S.« verfaßte J. Pape (Mainz 1857).
2593 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    speeadj.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    spigâten , spegâten (spee-) , adj. , aus Litze, Seidenkordel (SL).

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spee

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Spee , Friedrich, einer der besten religiösen Dichter und dabei ein seltener Menschenfreund, geb. 1591 oder 1595 im Städ…

  3. modern
    Dialekt
    Spee

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Spee Spott, s. Spei .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spee

112 Bildungen · 112 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von spee

spern + -e + -e

spee leitet sich vom Lemma spern ab mit Suffixen -e und -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

spee‑ als Erstglied (30 von 112)

speedy

GWB

speedy [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

Spee, Friedr

DWBQVZ

--- --- dass. jetzo zum drittenmahl in truck verfertiget. Cölln 1660 . --- ---

speegāten

KöblerMnd

speegāten , Adj. Vw.: s. spigāten

speeldach

KöblerMnd

speeldach , M. Vw.: s. spēldach

speelgelt

KöblerMnd

speelgelt , N. Vw.: s. spēlgelt

speelgrēve

KöblerMnd

speelgrēve , M. Vw.: s. spēlgrēve

speelhūs

KöblerMnd

speelhūs , N. Vw.: s. spēlhūs

speelkint

KöblerMnd

speelkint , N. Vw.: s. spēlkint

speelman

KöblerMnd

speelman , M. Vw.: s. spēlman

speelnōte

KöblerMnd

speelnōte , M. Vw.: s. spēlnōte

speelsȫne

KöblerMnd

speelsȫne , M. Vw.: s. spēlsȫne

speeltǖch

KöblerMnd

speeltǖch , N. Vw.: s. spēltǖch

speelvōgel

KöblerMnd

speelvōgel , M. Vw.: s. spēlvōgel

speelwerk

KöblerMnd

speelwerk , N. Vw.: s. spēlwerk

speelwīf

KöblerMnd

speelwīf , F. Vw.: s. spēlwīf

speerangriff

DWB

speer·angriff

speerangriff , m. angriff mit dem speer, mit speeren: des burghofs pflaster widerhallte vom schweren schritt der mönche, die in geschlossene…

speerbaum

DWB

speer·baum

speerbaum , m. , vom speer einer riesin: die riesin ist nicht faul den wolff ( auf dem sie reitet ) auch anzustechen, sie fast sich, und ged…

speerbehälter

DWB

speer·behaelter

speerbehälter , m. δουροδόκη . Pape griech.-d. handwb. 1 (1888) , 663 a . vgl. speerverschlosz.

speerberühmt

DWB

speer·beruehmt

speerberühmt , part : denn vor allen städten unter sonn' und mond und dem gestirnten himmel waren stets die fromme Ilion mir werth, und wert…

speerberühren

DWB

speer·beruehren

speerberühren , n. : kann gott erlauben, dass der albre wicht uns alle wirft bei'm ersten speerberühren? Gries Bojardo 1, 3, 17 .

speerbewacht

DWB

speerbewacht , part. : ich sasz auf speerbewachtem thron. Freiligrath 1, 41 .

speerbraten

DWB

speer·braten

speerbraten , m. , für spieszbraten: würst lenger dann ein spärpraten. Garg. 96 b . zur schreibung vgl. speer , m. I.

speerbrechen

DWB

speer·brechen

speerbrechen , n. das brechen des speers, von speeren im ritterkampf oder turnier, mhd. sperbrechen: wirt immer tjost mit hurtevon sperbrech…

speerbrecher

DWB

speer·brecher

speerbrecher , m. , im sinne des vorigen: ein tüchtiger mann unter ihnen ( den rittern ) konnte in seiner landschaft ebenfalls ansehen gewin…

speerdistel

DWB

speer·distel

speerdistel , f. die gemeine wegedistel, carduus lanceolatus (' die blätter sind lanzenförmig '). Nemnich 1, 879 , sperdistel, spina lanceam…

speereep

DWB

spee·reep

speereep , n. , in der seemannssprache ein tau, woran die boje eines heringsnetzes befestigt ist. Bobrik 646 a .

speereführer

DWB

speer·e·fuehrer

speereführer , m. : welch' gebürg erzog dich, stolzer speereführer? F. Müller 2, 310 .