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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Für adv

Bd. 2, Sp. 199b
Für, 1. Ein Verhältnißwort, welches mit dem vierten Falle verbunden wird und welches bezeichnet 1) dasjenige Verhältniß zweier Dinge, da das eine anstatt des andern da ist. (1) Von Personen und Sachen, wenn die eine die Stelle der andern vertritt, für anstatt. Einen andern für sich schicken. Andre für sich (anstatt seiner) arbeiten lassen. Für jemand bezahlen, Bürge sein. Für ihn stehe ich. Für Andre Rechenschaft geben, von dem, was Andre thun. »Kristus hat sich selbst für mich dahin gegeben,« Gal. 2, 20.; wo es nicht allein statt meiner, sondern auch zu meinem Besten bedeuten kann. Ein Wort für das andere nehmen, setzen. Х Ein x für ein u machen, sich versehen; auch täuschen, betrügen. »So wachsen mir Disteln für Weizen und Dornen für Gersten« (Gerste). Hiob 31, 40. »Diese selig gepriesene Liebe hat Schmerzen für Freuden, Verachtung für Ehre, Gram für Entzückung geboren.« Mosheim. Sie tragen, für Fesseln, jetzt fröhliche Palmen, Und Hoffnung umströmet für Seufzer die Brust. K. A. Schmid. Ih sage es ein für alle Mahl, ein Mahl für alle Mahle, was ich jetzt sage, gilt für alle künfti Mahle. (2) I Handel und Wandel, wo es anzeigt, daß das eine die Stelle des andern vertrete, oder vertreten könne, solle, und wo es dem Preise oder Gelde  vorgesetzt wird. Das Haus ist für 10000 Thaler gekauft worden. Für drei Thaler kann man es haben. Für Geld kann man nicht Alles haben. Hieher scheint auch der uneigentliche Gebrauch zu gehören. Х Etwas für sein Leben oder für's Leben gern thun, essen , so gern, daß man gleichsam das Leben dagegen hingeben möchte. »Für mein Leben hätte ich ihn gern kennen mögen.« Weiße. Dann auch, eine Sache zu bezeichnen, zu deren Vergeltung oder Vergütigung eine andre dient oder dienen soll. Die Bezahlung für etwas schuldig sein. Was bekomme ich für meine Mühe? It das der Dank für meinen guten Willen? Ih danke für solche Gefälligkeiten. »Die Freude, welche Ältern über ihre Kinder empfinden, belohnt sie für das mühsame Amt der Auferziehung.« Gellert. Ih kann nicht für Andre, ich bin nicht Schuld an dem, was Andre thun, ich vermag nichts, trage nichts bei zu dem, was Andre thun oder unterlassen. »Was kann ich denn für das, was selbst die Liebe thut.« Gellert. (3) Das Verhältniß, da eins anstatt des andern ist, der Beschaffenheit nach, sie mag die wahre sein oder nicht, in welchem Falle man zuweilen als dafür setzen kann. Wie kann man Scherz für Ernst nehmen? Er will für gelehrt gehalten werden, für gelehrt gelten. Ih halte dies für meine Schuldigkeit, für meine Pflicht. Ih schätze es für eine große Ehre. Ih halte es für ein großes Glück. Einen für seinen Freund, für seinen Wohlthäter erkennen. »Er soll den Sohn der Feindseligen für den ersten Sohn erkennen.« 5 Mos. 21, 17. Einen für etwas ansehen, für etwas halten. »Du siehst die Schatten der Leute für Berge an.« Richt. 9, 36. Einen für gut, ehrlich, schlecht halten. Etwas für wahr, für falsch, für erdichtet halten. ≠ »Ih halte es Inen für übel, daß Sie so mit mir umgehen,« ich verdenke, verarge es Inen. Gellert. Etwas für gut achten. Für gut, für nöthig finden, finden, einsehen, daß etwas gut, nöthig sei. »Mir hats der Fuchs für ganz gewiß erzählt,« als eine ganz gewisse Sache. Gellert. Man behauptet es für gewiß, als eine gewisse, zuverlässige Sache. »Ih glaube für gewiß.« Opitz. Ih nehme es für geschehen, empfangen an, als wenn es geschehen wäre, als wenn ich es empfangen hätte. I andern Fällen steht für überflüssig, und wird besser weggelassen. Nehmen Sie es nicht für übel, besser, nehmen Sie es nicht übel. Es ist eine Verordnung des Lykurg, die ich für löblich fand,« besser, die ich löblich fand. Deutsch. Merkur. »Ih preise mit besserm Rechte für glücklich den, der klug genießet.« Ramler. Etwas für schön, für lieblich  rühmen, besser, als schön, lieblich  So auch, in dem Gebrauche, den Andre von diesem Worte machen. Sich für ein Frauenzimmer ankleiden, als ein Frauenzimmer. Zuweilen steht es auch für wie. Dirne, du wirfst ja für toll — Voß. Hieher gehört auch der Gebrauch, für mit dem fragenden Fürworte was zu verbinden, nach einer Beschaffenheit zu fragen oder eine Verwunderung auszudrucken, welcher Gebrauch auch im gemeinen Leben und in der leichtern Schreibart zulässig ist, da man in der edlern Umgangs= und Schriftsprache lieber welcher und welcherlei gebraucht, oder den Sinn auf andere Art ausdruckt. Was für Leute sind das? oder, was sind das für Leute? und als Ausruf der Verwunderung, was sind das für Leute! Was für ein Lärm ist das! oder, was ist das für ein Lärm! Was für ein Lärm! Was für elende Entschuldigungen! »Sie wissen nicht, was Herrschaften für eine Noth mit dem Gesinde haben.« Gellert. I O. D. wird in dieser Bedeutung das für oft weggelassen. Die Nachwelt wird noch sagen, Was Lust er sich versagt, was Schmerzen er ertragen. Haller. Für was für sagen die ältern O. D. oft waser. »Aus waser Macht thust du das?« Luther. Unrichtig ist es was Vor anstatt was für zu sagen. »Was können wir dafür, daß du dich nicht bekümmert hast, was das vor Leute sind.« Klopstock. »Was mir dies doch schon vor Aufschlüsse gab.« Ebenders. 2) Bezeichnet für den unmittelbaren Gegenstand einer Handlung oder Wirkung; oder auch eines Zustandes und eine gewisse Beziehung auf denselben. Ih zittere für dich! Ih fürchte für sein Leben, ich fürchte, daß er das Leben verlieren wird. Für das Alter sparen, sparen, damit man im Alter etwas habe. Für die Zukunft sorgen, auf das, was in Zukunft geschehen, nöthig sein kann, in voraus bedacht sein, und in Betreff desselben die nöthigen Maßregeln treffen. Ih thue es aus Liebe, aus Freundschaft für dich. »Ehrfurcht erfüllt uns für den Redlichen, dessen Asche hier ruht.« Geßner. Ih fühle keine Liebe, nur Haß für ihn. Für Görgen ist mir gar nicht bange. Gellert. Dies ist nicht für dich, ist dir nicht bestimmt, nicht zugedacht. Dies habe ich für meine Freunde bestimmt. Futter für das Vieh. Erste Nahrung für den Menschenverstand. Ein Buch für Kinder. Dies nehme ich für mich, zu meinem Gebrauch. Das behalte ich für mich, das gebe ich keinem, auch uneigentlich, das sage ich keinem. »Eine Liebe unter Herzen, die sich für einander geschaffen fühlen.« Dusch. »Daure ich fort, so bin ich unendlich glücklich, daß ich auf der Erde für die Ewigkeit gelebt habe.« Gellert. Besonders häufig bezeichnet für den Gegenstand eines Nutzens, Vortheils, Vergnügens, Nachtheils  Eine für das ganze Menschengeschlecht wichtige Sache. Dies ist eine große Beruhigung für mich. »Die Unsterblichkeit längnen, ist für das Herz so verderblich, als Gott selbst läugnen.« Gellert. Es ist die Pflicht der Ältern, für ihre Kinder zu sorgen. Für jemand bitten, beten. »Eine Person, für welche das Blut in mir spricht.« Gellert. »In hält die Ruhe der Nacht nicht ab, für unsers Alters Freude zu sorgen.« Geßner. Ih will für dich thun, was ich kann. Für das Vaterland streiten. Für die Freiheit, für seinen Herd, für Weib und Kinder kämpfen. Ih bürge für ihn, ich zeuge für seine Unschuld. »Ein rechtschaffenes Herz hat an dem Bewußtsein seiner Wünsche starke Beweise für die Unsterblichkeit.« Gellert. »Wann wird für mich wieder eine Sonne scheinen?« Weiße. Häufig wird für in dieser Bedeutung weggelassen und der vierte Fall, der mit demselben verbunden war, wird in den dritten verwandelt. Der Rock ist mir zu groß, statt, ist für mich zu groß. »Nun wollen wir uns selber leben,« nun wollen wir unser Leben genießen, unsre Kräfte und Thätigkeit nicht bloß Andern widmen. Kleist. »Speise den Raben erziehet ihr, nicht Gottes Kinder.« Herder. »Nachklang der Stimmen von Alters —, denen (welchen) unser Ohr so taub ist.« Ders. Dir schmückt das fromme Mädchen sich Bei ihrem Morgenliede. Ramler. — — Auch mir erheben sich Opfer Won den goldnen Altären, auch mir erbebte der Tempel, Klopstock, wo es jedoch auch mir zu Ehren und vor mir bedeuten kann. Hieher kann man auch den rückdeutenden Gebrauch des Wortes für rechnen. Für sich sein, für sich leben, für sich bleiben, allein, von Andern entfernt, zurückgezogen. Für sich reden, für sich in Gedanken reden, mit sich selbst reden. Für sich, gebraucht man in Schauspielen, zu bezeichnen, daß eine handelnde Person zwar in Gegenwart Andrer, aber ihnen unbemerkt und für sich allein etwas spricht, und nur damit der Zuschauer mehr Licht über den Gang der Handlung bekomme. Х Dies ist eine Sache für sich, eine verschiedne Sache, die mit der, wovon die Rede ist, nichts zu thun hat; oder auch wol, eine Sache, die sich von selbst versteht. Tadelnswerth und zu vermeiden ist der Gebrauch des Wortes für statt wider, gegen. Ein Mittel für das Fieber, allen falls vor das Fieber. Das hilft, das schützt für Hunger und Durst, vor Hunger und Durst, so wie man sagt, Alter schützt vor Thorheit nicht. S. Vor. So lange wir für diesen Kummer noch ein Heilungsmittel haben ausfindig machen können.« Weiße. »Ih thue es für die lange Weile,« gegen die lange Weile, die lange Weile zu vertreiben, auch wol, umsonst, ohne etwas dadurch zu bewirken. Wieland. Oft bezeichnet für auch nur den Gegenstand einer entfernten oder zufälligen Beziehung. Dies ist keine Sache, kein Buch, kein Mann für mich, schickt sich nicht für mich, paßt nicht für mich. Solche Genüsse sind nur für die Reichen. Er hat einen feinen Sinn für solche Bemerkungen. Feines Gefühl für Ehre. Ih habe keine Geheimnisse für dich, du kannst das Geheimste von mir wissen. It das ein Betragen für einen gesitteteten Menschen? »Die Nächte, wo du deine Augen nicht schlossest, waren auch für mich schlaflos.« Dusch. »Das Feuer haucht Plagen für ihn.« Kleist. »Für das gegenwärtige Leben habe ich sie verloren, aber für die Ewigkeit muß ich sie retten.« Hermes. Х Es ist viel für ihn, daß er dies thun konnte, d. h. es will viel sagen, daß  Der Weg so kurz er war, war für die Schnecke weit. Lichtwer. I der dichterischen Schreibart wird auch in dieser Bedeutung das Wort für zuweilen weggelassen und statt des vierten Falles, mit welchem es verbunden war, der dritte Fall gesetzt. »Im ist die Schöpfung erstorben.« Kleist. — — Es preis't Der Olymp willkommen den edlen Geist Zu groß, zu groß der Niederwelt. Herder. 3) Oft dient für zur nähern Bestimmung der Person, von der die Rede ist. Ih für meine Person, für meinen Theil liebe so etwas nicht, was mich betrifft. Für mich gesteh' ich gern, daß ich es nicht begreife. Hagedorn. An und für sich betrachtet, allein, ohne Beziehung auf andre Dinge. An und für sich ist dies nichts Böses. Er thut Alles allein für sich, oder für seinen Kopf, aus eignem Antriebe, aus eigner Gewalt, ohne Andre zu fragen, Rücksicht auf sie zu nehmen. Für sich bestehen, ohne dazu etwas Anderes, Äußeres nöthig zu haben. 4) Auch dient es eine Zeit näher zu bestimmen. Für jetzt, was die gegenwärtige Zeit betrifft. »Für jetzt entschuldige mich.« Gellert. O Muse stimme noch für diesmahl meine Lieder. Cronegk. Für heute mag es genug sein. Für beständig, für immer an einem Orte leben. 5) Ferner dient es zur Bestimmung einer Ordnung. Für das erste, oder fürs erste, fürs zweite, fürs dritte  zum ersten oder erstens  »Und das sollt ihr für das erste wissen, daß « 2 Petri 1, 20. Zuweilen ist fürs erste auch so viel als jetzt. Х »Betrachten mag ich dich fürs erste nicht.« Lessing. Mann für Mann, jeder Mann einzeln, einer nach dem andern. Stück für Stück besehen. Du weißt, daß Tag für Tag, dein alter Vater keift. Rost. 6) Х Dient es zuweilen bei Flüchen, Schwüren  wie zu. »Ih möchte für'n Henker wissen, wer euch dazu bestellt hat.« Weiße. 7) Für einen großen Theil, statt für großentheils, verdient keine Nachahmung. »Wir müssen die Veränderung, die in einer Sprache mit Silben vorgeht, für einen großen Theil der Verzärtelung der Organorum (der Sprachwerkzeuge) zuschreiben.« Breitingers Fortsetzung. Ganz verwerflich ist der unsinnige Gebrauch hier und da in Sachsen, wo man sagt, etwas für bar Geld bezahlen, statt mit barem Gelde; etwas das sonst acht Groschen kostete, wird jetzt für einen Thaler bezahlt, wo es wahrscheinlich heißen soll, wird jetzt so bezahlt, wie etwas das einen Thaler werth ist. Für und das genau damit verwandte vor wurden sonst sehr häufig und werden auch jetzt noch, selbst von guten Schriftstellern verwechselt. »Es war als wenn das Kind in meinem Leibe für (vor) Freuden hüpfete.« Bahrdt in seiner Übersetzung des N. T. Luc. 1, 43. »Lasset euer Licht für (vor) ihnen leuchten.« Teller. »Der ernsthafte Römer, der sich das ganze Jahr sorgfältig für (vor) jedem Fehltritt hütet.« Göthe. »Eine geheime Scham für (vor) sich selbst.« Wenzel. Was wollt ihr, ruft er für (vor) Schrecken bleich. Schiller. Was grau für (vor) Alter ist, das ist ihm (dem Menschen) göttlich. Ders. Wie für und vor verschieden sind, wird man am besten ersehen, wenn man das unter beiden Wörtern Gesagte vergleicht. S. Vor. I Zusammensetzungen, wo die Schreibung zwischen vor und für schwankt, schreibt man in den meisten Fällen vor und nur in wenigen für, daher man solche zusammengesetzte Wörter, die man unter Für — nicht findet, unter Vor — zu suchen hat. 2. adv. Für und für, immerfort, ohne Aufhören, zu allen Zeiten. Außer der Bibel nur in der höhern Schreibart. »Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für.« Ps. 90, 1. Das Mühlrad von der Flut gerafft Umwälzt sich für und für. Schiller. Mein Trautel hält mich für und für I festen Liebesbanden. Bürger. Ehemahls gebrauchte man auch das einfache für statt weg, fort; was im O. D. zum Theil noch gewöhnlich ist, daher man dort auch noch sagt fürdauren, fürwähren  für fortdauern, fortwähren.
13484 Zeichen · 241 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    für

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    für , fur s. vrouwe, vurch.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Für

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Für , ein Bestimmungswörtchen, welches in doppelter Gestalt vorkommt. I. * Als ein Umstandswort des Ortes und der Zeit, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    für

    Goethe-Wörterbuch

    für einmal dialektal idVbdg ‘was .. ver (äh)’ 37,60,1 Judenpredigt (s unter C); auch verschmolzen mit unbetonten Artikel…

  4. modern
    Dialekt
    Für

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Für [Fír allg. bis auf N., wo Fæiər Ndrröd. ; Fèir Rosteig ]; Pl. schwankt zwischen [Fír] und [Fírər]; erstere Form in D…

  5. Sprichwörter
    Für

    Wander (Sprichwörter)

    Für 1. Alles hat sein Für und Wider. Holl. : Alles heeft zijn vóór en tegen. ( Harrebomée, II, 404. ) 2. Das Für und Wid…

  6. Spezial
    für

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    für praep. 1 (zugunsten) por, a, a bëgn de: für die Familie arbeiten lauré por la familia; für jdn. stimmen lité a bëgn/…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fuer

1.676 Bildungen · 1.626 Erstglied · 45 Zweitglied · 5 Ableitungen

fuer‑ als Erstglied (30 von 1.626)

Fuer II

Idiotikon

Fuer II Band 16, Spalte 1076 Fuer II 16,1076

Fuer(s)trëtsch

Idiotikon

Fuer(s)trëtsch Band 14, Spalte 1562 Fuer(s)trëtsch 14,1562

fürab

DWB

fu·rab

fürab , adv. weiter hinab, tiefer hinab, abwärts. schweiz., wo man fürabe, verabe sagt. Stalder 1, 363. 404 . zu betonen füráb.

füran

DWB

fu·ran

füran , adv. , noch bair., wetterauisch, aber hochd. heute voran ( s. d. ). betont fürán. auch wetterauisch firôn mit dem tone auf dem zweit…

Fǖranb¹ten

WWB

fueran·boten

Fǖr-an-bo¹ten n. [verstr.] Feueranzünden. — Spez.: a) Hochzeitsbrauch (die Frau zeigt den Nachbarn, daß sie Feuer machen und Kaffee kochen k…

füranhin

DWB

fuer·anhin

füranhin , adv. , ein verstärktes füran in der bedeutung 2) b). betont füranhín. mein geist, der do ist in dir, und meine wort, die ich lege…

Fürart

RhWBN

fuer·art

Für-art [besser wohl Vor-]: Pflugwende des Ackers, ausser Gummb noch Waldbr , Wippf , Lennep . Vgl. Wk III 11, Vor-haupt.

fürauf

DWB

fuer·auf

fürauf , adv. , heute vorauf ( s. d. ). betont füraúf. niederrhein. fürop. Frommann 3, 273, 5 .

füraus

DWB

fuer·aus

füraus , adv. Helber 42 . heute voraus. betont füráus. noch wetterauisch u. s. w. 1 1) vorn in beziehung auf anderes, vorn sodasz anderes no…

fürausborzen

DWB

fürausborzen , hervorstehn, hervorragen. fürauszbortzende, eminulus. Maaler 146 c , nach Frisius (1556) 471 b . Henisch 1291, 32 . s. borzen…

fürausgohn

DWB

fürausgohn , eins mit fürausgehen. fürauszgohn, für ander auszgohn, eminere, prominere, extare, supereminere. Maaler 146 c , nach Frisius (1…

füraushangen

DWB

fuer·aushangen

füraushangen , mit einer vorwärts gehenden neigung hangen. fürauszhangen, propendere. Dentzler 2, 117 a .

füraushin

DWB

fuer·aushin

füraushin , adv. , ein verstärktes füraus 1) und auch 2). betont füraushín. fürauszhin bey lxxx welscher meil fanden wir das allerhöchst ort…

fürausig

DWB

fürausig , ein volksmäszig von füraus ( s. d. ) gebildetes, in Tirol in der bedeutung » vorzüglich « übliches adj.: ein fürausiger mensch, a…

fürauslaufen

DWB

fuer·auslaufen

fürauslaufen , vor anderen her oder hin laufen. fürauszlauffen, procurrere. Maaler 146 c , nach Frisius 1064 b ( s. fürlaufen ). Henisch 129…

fürausleben

DWB

fuer·ausleben

fürausleben , weiter fort und länger leben als ein anderer oder andere. provivere, fürauszläben, weyter und lenger läben. Frisius 1085 b . s…

fürausstrecken

DWB

fuer·ausstrecken

fürausstrecken , zum hervorragen strecken. fürauszstrecken, auffziehen, protendere, prorogare. Henisch 1291, 42 .

fürauswachsen

DWB

fuer·auswachsen

fürauswachsen , über anderes hinaus wachsen, im wachsen überragen, auch herauswachsen, hervorwachsen. fürauszwachsen, supercrescere, enasci.…

fürauszen

DWB

fuer·auszen

fürauszen , adv. was füraus 1): hierumb name Amadis seine waffen, und zohe füraussen, der zwerg und Gandalin hernach. Amadis 204. vgl. fürau…

fürauszgehn

DWB

fürausgehen , fürauszgehn , 1 1) vorne von etwas sich fortbewegen, vor etwas sich fortbewegen sodasz dieses hinten ist. räumlich: der vater …

Fǖrbak

WWB

fuer·bak

Fǖr-bak m. Föörback Aschentopf (aus Stein oder Eisen) (WMWB).

fürban

BMZ

fuer·ban

fürban stm. verkündung eines vor gericht unschuldig oder im recht befundenen in den schutz des gerichtes gegen den kläger oder angreifer. ei…

fürbanc

BMZ

fuer·banc

fürbanc stf. bank vor dem hause. dô saʒ ich ûf die vürbanc Helbl. 3,89.

fuer als Zweitglied (30 von 45)

Abfuer

Idiotikon

Abfuer Band 1, Spalte 971 Abfuer 1,971

Bëttelfuer

Idiotikon

Bëttelfuer Band 1, Spalte 973 Bëttelfuer 1,973

dafür

DWB

dafür , adv. ahd. dâr, dara furi, mhd. da für, derfür, altfries. therfore, niederd. daarvör, niederl. daarvoor, dän. derfor, im 15 ten bis i…

Dīchselfuer

Idiotikon

Dīchselfuer Band 1, Spalte 974 Dīchselfuer 1,974

G(e)schirrfuer

Idiotikon

G(e)schirrfuer Band 1, Spalte 973 G(e)schirrfuer 1,973

Gauggelfuer

Idiotikon

Gauggelfuer Band 1, Spalte 972 Gauggelfuer 1,972

Gege(n)fuer

Idiotikon

Gege(n)fuer Band 1, Spalte 972 Gege(n)fuer 1,972

Güeterfuer

Idiotikon

Güeterfuer Band 1, Spalte 972 Güeterfuer 1,972

herfür

DWB

herf·uer

herfür , adv. die ältere form für hervor, s. d. es steht an stelle des letzteren und weicht ihm, ganz nach analogie des einfachen für für vo…

hierfür

DWB

hier·fuer

hierfür , adv. neben hiefür sp. 1309: hierfür kann ich nichts; hierfür gibt es kein mittel.

hinfür

DWB

hin·fuer

hinfür , adv. , derselben grundbedeutung wie das mehr entwickelte fürhin theil 4 1 , 747. 1 1) in örtlichem sinne und rücksichtlich des erst…

Hämpfelifuer

Idiotikon

Hämpfelifuer Band 1, Spalte 972 Hämpfelifuer 1,972

Hēr(r)e(n)fuer

Idiotikon

Hēr(r)e(n)fuer Band 1, Spalte 972 Hēr(r)e(n)fuer 1,972

Kuefuer

Idiotikon

kue·fuer

Kuefuer Band 1, Spalte 972 Kuefuer 1,972

Kǟsfuer

Idiotikon

Kǟsfuer Band 1, Spalte 973 Kǟsfuer 1,973

Ledifuer

Idiotikon

Ledifuer Band 1, Spalte 973 Ledifuer 1,973

Nëbe(n)fuer

Idiotikon

Nëbe(n)fuer Band 1, Spalte 973 Nëbe(n)fuer 1,973

Pilgerifuer

Idiotikon

Pilgerifuer Band 1, Spalte 973 Pilgerifuer 1,973

Sichdichfür

Wander

Sichdichfür Sichdichfür und Traunicht sind Nachbarn. Wortspiel mit den Namen zweier im saganer Kreise liegenden Ortschaften. (Vgl. Niedersch…

Ableitungen von fuer (5 von 5)

entfürung

FWB

1. s. entfüren 1.; 2. s. entfüren 2.

erfür

DWB

erfür , ahd. hara furi, mhd. her vür ( z. b. Iw. 304. 458. 1289. 3328), nhd. hervor. doch begegnet auch in hss. mhd. gedichte schon die schr…

füre

DWB

füre ! weidmännischer zuruf an den leithund, vorwärts fort und nicht zur seite zu suchen. auch nu füre! Heppe wohlred. jäger 389 a . bair. f…

Unfuer

Idiotikon

Unfuer Band 1, Spalte 971 Unfuer 1,971

verfueren

Idiotikon

verfueren Band 1, Spalte 971 verfueren 1,971

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fuer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fuer/campe
MLA
Cotta, Marcel. „fuer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fuer/campe. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fuer". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fuer/campe.
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