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Vor

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Vor

Bd. 5, Sp. 448a
Vor, ein Verhältniß= und Umstandwort. I) Als Verhältnißwort, ein Ehersein, in Bezug auf ein anderes Ding, zu bezeichnen. 1. Mit dem dritten Falle, wo es mit dem Begriffe der Ruhe verbunden ist. 1) Eher als ein anderes Ding, der Zeit nach; in Gegensatz von nach. Eine Stunde vor Tages Anbruch. Der Tag vor dem Feste. Vor der Zeit kommen, eher als es die bestimmte, rechte Zeit ist. Vor Abend kann ich nicht kommen, eher als am Abend. »Es kann vor Abend anders werden, als es am frühen Morgen war«  in einem Kirchenliede. »Seines gleichen war vor ihm kein König gewesen.« 2 Kön. 23, 25. Mein Freund! Ach daß ich vor dir stürbe! Günther. (R.) Ih bin lange vor dir dagewesen, eher als du. Das ist noch vor unserer Zeit geschehen, früher als wir geboren sind. Vor diesem oder vor dem oder vordem, vor dieser gegenwärtigen Zeit. S. Vormahls. Unrichtig ist es hier den vierten Fall zu setzen, wie einige ältere Sprachlehrer gethan haben, um vor in dieser Bedeutung von vor, in Gegewart, zu unterscheiden, z. B. vor den Bruder etwas bitten, eher als der Bruder, und, vor dem Bruder etwas bitten, in Gegenwart desselben. I gemeinen Leben bildet vor mit einigen Grundwörtern umstandwörtliche Redarten. Vor Morgens, vor Abends, vor Mittags, vor Nachts, ehe der Morgen, der Abend  anbricht, eintritt. Vor Alters, vor alten Zeiten, in der frühesten Zeit, vor Zeiten, vor langen Zeiten. S. Vormahls. 2) Eher als ein anderes Ding, dem Orte nach, und zwar im Stande der Ruhe oder indem die Handlung in dem Raume vor dem Dinge beschränkt bleibt; in Gegensatz von hinter. Vor der Thür stehen, sitzen, herumgehen. Vor einem stehen, knien. Vor dem Tische sitzen. Ir Bild ist oder schwebt mir immer vor Augen. Er gieng immer vor mir her. Etwas vor sich haben, vor seiner Person, vor seinen Augen; uneigentlich auch ehemahls vor sich bringen, fördern. Sein hochfart wolt er fyr (vor) sich han. Boners Fabeln, 46. Die Herde vor sich her treiben. Der Frühling ist vor der Thür, uneigentlich, ist nahe. Vor dem Winde segeln, in der Schifffahrt, den Wind gerade von hinten in die Segel bekommen, wo also das Schiff gleichsam vor dem Winde ist. Vor dem Winde umwenden, das segelnde Schiff so weit abfallen lassen, bis es vor dem Winde zu liegen kömmt oder den Wind gerade von hinten erhält, und alsdann auf der andern Seite wieder anluven, damit das Schiff selbst wieder bei dem Winde zu liegen komme. Vor der Hand, für jetzt. Vor der Hand ist nichts zu thun. Х Hitzig vor der Stirn sein, hitzig sein, leicht zornig werden. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung bezeichnet vor (1) einen Vorzug. Das ist mir vor allen lieb. Vor allen übrigen wähle ich dies. Er will vor den Übrigen etwas voraushaben. Diesen Vortheil hat er vor mir voraus. Vor allem wollen wir doch dies thun, eher als alles Übrige, als das Wichtigste, Nöthigste. »Wir haben alle unsere Fehler, nur einer vor dem andern,« einer mehr als der andere. Gellert. »Die Hoheit und Göttlichkeit, welche der Weisheit der Religion vor der Weisheit der Vernunft eigen ist.« Ders. Gnade vor Recht ergehen lassen, die Gnade dem Rechte vorziehen, lieber Gnade beweisen als nach dem strengen Rechte verfahren, wo man auch mit etwas anderm Sinne richtig sagen kann, Gnade für Recht ergehen lassen, anstatt des Rechts. (2) Eine Gegenwart. Vor meinen Augen ist es geschehen, in meiner Gegenwart. Gott vor Augen und im Herzen haben, ihn immer gegenwärtig haben oder denken. Das ist vor Gott unrecht, strafbar, nach Gottes Urtheil. Besonders, wenn das gegenwärtige Ding zugleich die wirkende Ursache der Handlungen ist. Vor ihm standen alle auf, bei seinem Erscheinen, aus Ehrerbietung. Den Hut vor einem abnehmen. Schämst du dich nicht vor mir? wirkt, erregt meine Gegenwart keine Scham in dir? Ih kann die Augen vor dir nicht aufschlagen, in deiner Gegenwart, aus Scham  Vor einem verstummen. Sich vor jemanden demüthigen. Dichterisch wird vor auch verschwiegen. — aufrollten des Lichtreichs Pforten ihm nun — Sonnenberg. Wo es aber nicht wie in folgender Stelle einen andern Sinn zulassen darf. Uriel hörte die Stimm' und sank dem Vergelter aufs Antlitz, Sonnenberg, für, vor dem Vergelter. Oft besteht die Handlung, welche ein gegenwärtiges Ding oder ein gegenwärtig gedachtes bewirkt, in einem Bestreben, die Gegenwart desselben zu vermeiden, weil man sie nicht ertragen kann, weil man das Ding fürchtet  Vor einem fliehen, davon laufen. Die Flucht vor jemanden ergreifen. »Ih will mich nicht vor dir verbergen.« Hiob 13, 20. Warum versteckst du dich vor mir. Einsam vor den Augen der Welt verborgen leben. »Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen.« Hiob 28, 21. Sein Herz vor jemanden verschließen. Vor dir habe ich keine Geheimnisse. Vor jemanden nicht sicher sein. Vor etwas bedeckt, gesichert, sicher, geschützt sein. »Vor den kältenden Nächten sollen dich meine Umarmungen schützen.« Weiße. Ruhe und Friede vor jemanden haben. »Vor allen Sünden, vor allem Irsal — behüte uns lieber Herre Gott,« in der Litanei. Wo finde ich Schutz vor ihm. Schutz vor dem Winde gewähren. Sich vor der Kälte verwahren. Handschuh auch an den Händen vor Stachelgewächs. Voß. I welchen letzten Fällen man auch Gegen und zuweilen für, sofern dies für gegen gebraucht wird, setzen kann. S. Gegen und Für. (3) Eine wirkende Ursache, wobei zugleich die Wirkung bezeichnet wird, welche sie hervorbringt. Vor Hunger sterben, umkommen. Vor Durst verschmachten. Vor Schrecken, Zorn außer sich sein. Sich vor Angst nicht zu lassen wissen. Vor Freude weinen. »Kann ich doch vor Freude kaum mehr reden.« Gellert. »O wie sie vor Freuden die Fittige schlägt.« Weiße. Vor Furcht zittern. Vor dem Tode beben. Wo vor auch zuweilen dichterisch weggelassen wird. Und du, o Tod, erscheine! Komm! ich bebe dir nicht. Collin. »Ih kann vor Verwunderung noch nicht zu mir selber kommen.« Weiße. »Ih möchte vor Ärgerniß vergehen.« Gellert. »Ja wohl (wol) kann man vor Liebe krank werden.« Ders. — und das Mägdlein glühte vor Jugend des Lebens. Sonnenb. Doch sagt man nicht vor vieler Anstrengung, Arbeit  krank werden, sondern von. »Der Himmel hat mir eine Wohlthat erwiesen, die mich vor Erkenntlichkeit zu Thränen bringt.« Gellert. Sich vor Lachen kaum halten können, wofür man in der gemeinen Sprechart sagt, sich vor Lachen ausschütten mögen. Vor Mattigkeit nicht weiter können. Vor Schmerzen nicht schlafen können. Vor vielen Geschäften nicht zu sich selbst kommen. Vor großer Begierde wie blind sein. Vor vielen Hindernissen nicht weiter können. Oft verbindet sich mit der Wirkung oder Empfindung, die eine Ursache hervorbringt, auch die vorhergehende Bedeutung, der Begriff des Bestrebens sich von dem wirkenden Gegenstande zu entfernen, ihn zu vermeiden  Vor jemanden Furcht empfinden. Sich vor jemanden fürchten. Vor einer Sache erschrecken, sich entsetzen. Einen Abscheu, Ekel vor etwas haben. Uns ekelt vor dieser losen Speise. Einem einen Abscheu vor etwas beibringen. »Der ganze Rath erstaunt vor diesem schönen Kinde,« gewöhnlicher, über dieses schöne Kind. Gellert. »Aber wie erstaunt er vor Albanos Zurücksturz in die Vorhölle, die das Gewissen und seine Liebe anzündeten.« I P. Richter. — I vielen andern Fällen, wo man sonst die Ursache mit vor auch ausdruckte, ist aus, von, wegen  gebräuchlich. 2. Mit dem vierten Falle, eine Bewegung oder Richtung nach dem vordern Theile eines Dinges, so daß es dem Raume nach und in Bezug auf den Sprechenden eher kömmt, als jenes Ding, zu bezeichnen; in Gegensatz von hinter. Vor die Thür treten, gehen. Sich vor die Thür setzen. Eine Schildwache vor das Thor stellen. Vor die Stadt rücken. Vor das Thor gehen, wenn man in der Stadt ist; vor dem Thore gehen, wenn man schon außerhalb des Thores ist. Einen vor das Friedensgericht fodern. Führt ihn vor den Richter. Komm mir nicht wieder vor die Augen. Einem vor den Kopf stoßen. Vor den Riß treten. Ein Tuch vor das Fenster hängen. Die Pferde vor den Wagen spannen. Vor Anker gehen, sich vor Anker legen, in der Schifffahrt, den Anker auswerfen; in vor (dem) Anker liegen, ist Anker der dritte Fall. Vor sich hin gehen. »Da war ein Gott mir nahe, ja Himmel, Erde und Meer traten als drei Gottheiten vor mich.« I P. Richter. Die Sache vor den König bringen. Ih wöchte nicht, daß die Sache vor ihn käme, daß er etwas davon erführe. Die Sache gehet vor sich, uneigentlich, kömmt zur Wirklichkeit, geschieht. Die Heirath wird bald vor sich gehen. Etwas vor sich bringen, sich Vermögen erwerben, auch wol überhaupt, vorwärts kommen. Uneigentlich, übertreffen, dadurch, daß man dasselbe gleichsam überholt, daß man vor dasselbe kömmt und dieses hinter sich läßt, wo der vierte Fall richtig ist, sofern an eine Richtung und ein Streben vor ein anderes Ding zu gelangen dabei gedacht wird. »Begleite mich zu deinen rechten Steigen, denn solches geht vor alle Fröhlichkeit.« Ps. 119, 8. »Laß Gunst vor gute Sachen gehen.« Opiz. Oft wird es auch für hervor gebraucht, doch nur im gemeinen Leben, z. B. willst du wol vor? Gehe gleich vor. Besonders in Zusammensetzungen mit Aussagewörtern, wo aber die mit hervor gebildeten Wörter meist edler sind. Dagegen ist es in diesen Zusammensetzungen noch überdies von weiterem Umfange, indem es sowol den Begriff vor etwas her, als auch den vor etwas hin umfaßt. II) Х als Umstandwort, den Umstand daß etwas eher, früher ist, geschieht oder geschehen soll, als ein anderes Ding zu bezeichnen. »Lerne vor selbst, ehe du Andere lehrest.« Sir. 18, 19. Nach wie vor. Dann auch, für vorher, zuvor. Vor war er klein, jetzt ist er groß. »Die ihm vor so sehr behagt.« Opiz. »Kein Kind mehr, wie vor.« Ramler. »— unter den Priestern also war die Buchstabenschrift eine läufige und lange vor erfundene Sache.« Herder. Doch setzt man in dieser Bedeutung auch lieber vorher, zuvor, oder gebraucht andere Ausdrücke. Vor und für sind einerlei Ursprungs und eigentlich einerlei Wort, so daß man sie ehemahls auch ohne Unterschied für einander gebrauchte. Da man aber mehr Bestimmtheit und Genauigkeit in die Sprache brachte, so unterschied man sie, wie billig, weil der Sinn sehr verschieden ist zwischen vor jemanden und für jemand in den Tod gehen, vor jemanden und für jemand predigen  Vor hat die eigentlichen und einige der nächsten uneigentlichen Bedeutungen von denen, welche vor und für sonst gemeinschaftlich hatten, behalten, die weitern uneigentlichen aber sind dem Worte für geworden. Nur in einem Falle, wenn es mit gewissen Grundwörtern eine Ordnung bezeichnet, scheint es ungewiß, welches von beiden vorzüglicher oder richtiger sei, denn man sagt Tag vor Tag, Mann für Mann, Schritt vor Schritt  Doch neigt sich das Übergewicht auf die Seite des für Spuren von dem gemischten, gleichen Gebrauch des vor und für finden sich auch noch in den Zusammensetzungen mit die= sen Wörtern, deren manche mit vor, manche mit für gewöhnlicher, andere mit beiden gebräuchlich sind. Es ist daher zum Vergleich und zur Unterscheidung beider Wörter vor und für der Artikel Für nachzusehen, und es sind die Zusammensetzungen mit Vor und Für zu vergleichen. So wie vor unrichtig anstatt für gebraucht wird, so wird auch für unrichtig für vor gebraucht, selbst von unsern bessern Schriftstellern. »Was das vor (für) Leute sind!« Klopstock. »Was mir dies doch schon vor Aufschlüsse gab.« Ders. Dir nur ist es bekannt, mit was vor (für) Einmuth wir damahls, Du, mein Vater, und ich und der Geist die Erlösung beschlossen. Ders. I den Zusammensetzungen bekömmt vor seine Stelle vor dem andern Worte, bei Grund= und Aussagewörtern immer, bei Zusammensetzungen mit Verhältnißwörtern  gewöhnlich auch vorn, z. B. vorab, voran, voran, vorauf, voraus, vorbei, vorher, vorhin, vorüber, vorweg  bei einigen aber auch hinten, z. B. bevor, hervor, zuvor  Ehemahls wurde es in Zusammensetzungen oft auch für ver gebraucht, z. B. vorändern, voranlassen, vorbitten, vorbieten  für verändern, veranlassen, verbitten, verbieten  I neuern Zeiten hat man auch vor in Zusammensetzungen mit Beilegewörtern, die von Grundwörtern und Eigennamen gebildet sind, versucht, den Umstand der frühern Zeit vor der Zeit, welche jene Grundwörter und Eigennamen bestimmen, zu bezeichnen, z. B. voradamisch, vorsündflutlich (Denis), vor Adams Zeit, vor der Sündflut gewesen, geschehen, in die Zeit vor Adam, vor der Sündflut gehörend, derselben eigen, dieselbe betreffend. Die voradamischen Bewohwohner der Erde (die Präadamiten), die Voradamer, die vorsündflutlichen Menschen (die Antediluvianer). »Allein da selbst der steifste Erzieher gesteht, daß er zweifache und stärkste Idividualität sehr schätze, nämlich vorsündflutliche, die seine eigene bildete, und diese selber.« I P. Richter. So auch vormosaisch. »Die vormosaische Geschichte.« Teller. (R.); vorhomerisch. »Die vorhomerischen Mythen.« Jen. Liter. Zeitung. (R.); vorgermanisch. »Die vorgermanische Cultur.« Jen. Liter. Zeitung. (R.); vorkristlich, vor Stiftung des Kristenthums gewesen, geschehen, in diese Zeit gehörend  »Die vorkristlichen Religionen.« Jen. Lit. Zeitung. (R.).; vornicenisch, vor der Zeit der Kirchenversammlung zu Nicäa gewesen, geschehen, dahin gehörend  »Die vornicenischen Väter« (der Kirche). Münscher. (R.); vorkantisch. »Die vorkantischen Philosophen.« N. Allgem. deutsche Bibliothek. (R.)
13206 Zeichen · 239 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    vor

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    vorhengelAWB mhd. st.m.(?), nur Gl. 3, 174, 20 (13. Jh.; uuorhengel; s. Wegstein, Stud. z. SH 204, 11): ‚Tuchstück, Vorh…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    voradv. präpos. adv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +14 Parallelbelege

    vor , vore adv. u. präpos. vor. mnd. steht vor auch statt vür w. m. s. — A. adv. I. ohne adverbien. 1. räumlich. a. vor.…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    vorN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +17 Parallelbelege

    vor , N. nhd. ungemästetes Schwein, Magerschwein E.: s. as. for* (1) 1, st. M. (a?, i?), Ferkel; s. germ. *farha-, *farh…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vor

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Vor , eine Partikel, welche in gedoppelter Gestalt gefunden wird, und überhaupt eigentlich ein eher seyn bezeichnet, und…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vor

    Goethe-Wörterbuch

    vor [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    vor

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    vor [fòr, for, in betonter Stellung gedehnt fôr, fór] allg., ausgen. K. Z. und südl. Teil des Han. , wo die Präp. für (s…

  7. Sprichwörter
    Vor

    Wander (Sprichwörter)

    Vor 1. Wie vor, so nach. Holl. : Zoo vóór, zoo na. ( Harrebomée, II, 404 a . ) 2. Wohl vor, wohl nach. Holl. : Wel vóór,…

  8. Spezial
    vor

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    vor I praep. 1 (örtlich) dan, dan da: vor niemandem Halt machen ne se archité dan da degügn; ne sté chit dan da degügn 2…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vor

14.993 Bildungen · 14.945 Erstglied · 40 Zweitglied · 8 Ableitungen

vor‑ als Erstglied (30 von 14.945)

vor I

SHW

vor I Band 2, Spalte 853-854

vor II

SHW

vor II Band 2, Spalte 853-854

vor III

SHW

vor III Band 2, Spalte 853-854

vor(n)eⁿwëg(g)

Idiotikon

vor(n)eⁿwëg(g) Band 15, Spalte 877 vor(n)eⁿwëg(g) 15,877

vorab

SHW

vor-ab Band 2, Spalte 855-856

voran

SHW

vor-an Band 2, Spalte 857-858

vorane

SHW

vor-ane Band 2, Spalte 857-858

Vorarbeit

SHW

Vor-arbeit Band 2, Spalte 857-858

voraus

SHW

vor-aus Band 2, Spalte 857-858

vorauße

SHW

vor-auße Band 2, Spalte 857-858

vorbabbeln

SHW

vor-babbeln Band 2, Spalte 857-858

vorbacken

SHW

vor-backen Band 2, Spalte 857-858

Vorbau

SHW

Vor-bau Band 2, Spalte 857-858

vorbauen

SHW

vor-bauen Band 2, Spalte 857-858

vorbaß

SHW

vor-baß Band 2, Spalte 857-858

Vorbehalt

SHW

Vor-behalt Band 2, Spalte 857-858

vorbei

SHW

vor-bei Band 2, Spalte 859-860

Vorbeicht

SHW

Vor-beicht Band 2, Spalte 859-860

Vorberg

SHW

Vor-berg Band 2, Spalte 861-862

vorbeten

SHW

vor-beten Band 2, Spalte 861-862

Vorbeter

SHW

Vor-beter Band 2, Spalte 861-862

vorbeugen

SHW

vor-beugen Band 2, Spalte 861-862

vor als Zweitglied (30 von 40)

stavor

KöblerAs

*stavor , Sb. nhd. Pfahl ne. pole (N.) Hw.: s. staf*; vgl. ahd. *stabor? (Sb.) Q.: ON E.: s. staf* Son.: vgl. Holthausen, F., Altsächsisches…

afvor

MNWB

afvor- s. auch afver-.

bevor

DWB

bevor , prius, antea, eine partikel, die schon ahd. pifora und pifuri lautete ( Graff 3, 620 ), mhd. bevor, im gegensatz zum alts. biforan, …

da(r)vor

Idiotikon

da(r)vor Band 1, Spalte 933 da(r)vor 1,933

darvor

Idiotikon

dar·vor

darvor Band 12, Spalte 18 darvor (Nachtr.) 12,18

davor

DWB

davor , adv. ante, im ahd. ist zwar dâr, dara furi aber kein dâr, dara fora nachzuweisen, mhd. dâ vor, dervor, niederl. daarvoor. im altsäch…

de(r)vor

Idiotikon

de(r)vor Band 12, Spalte 18 de(r)vor (Nachtr.) 12,18

dâ(r)/ da(r) vor

MWB

dâ(r)/ da(r) vor Adv. i.d.R. da vor, gelegentlich der vor, selten do vor; weist im Gebrauch Überschneidungen mit → dâ(r)/ da(r) vür auf (vgl…

dāvor

Idiotikon

dāvor Band 12, Spalte 18 dāvor (Nachtr.) 12,18

entvor

DWB

ent·vor

entvor , praecipue, voraus, aus en bevor, in bevor, wie entgegen aus engegen: sie suochen dem endkrist sein schatz, das er hab etwas vil env…

envor

Lexer

en-vor adv. BMZ auch entvor aus in vor im voraus Neidh. Narr. vgl. enphor.

ervor

KöblerMhd

ervor , Adv. Vw.: s. herevüre*

favor

DWB

favor , m. band, schleife, nestel, die als zeichen der gunst um den rechten ermel gewunden oder auch sonst angebunden wurden, vgl. meine abh…

hervor

DWB

her·vor

hervor , adv. vor in der richtung nach einem sprechenden. 1 1) die ältere form ist herfür, und es ist sp. 1092 erwähnt, wie im 16. jahrh. ka…

hërvor

MWB

hërvor Adv. → hërvür MWB 2 1446,11;

hiebevor

DWB

hie·bevor

hiebevor , adv. antea, olim, das durch hie näher bestimmte bevor, das nur selten in örtlichem sinne gebraucht: auslegung der hie bevor angez…

hievor

DWB

hie·vor

hievor , adv. neben hiervor sp. 1319, in ältern quellen und gewöhnlich auf die zeit bezogen: wie auch hievor gemeldet. Amadis 30; diese fraw…

hinvor

DWB

hin·vor

hinvor , adv. unter hervor sp. 1194 wird bemerkt, wie ein gegensatz zu diesem worte hinvor sich nicht entwickelt hat. Amadis 64 steht: diewe…

höüvôr

MNWB

hou·vor

höüvôr (how-) , n. , Fuhrleistung in der Heuernte. —

ievor

KöblerMhd

ievor , Adv. Vw.: s. ievore*

invor

KöblerMhd

invor , Adv. Vw.: s. envor

kevor

KöblerAhd

kevor , st. M. (a?, i?) Vw.: s. kefur*

Lavōr

Adelung

Das Lavōr , des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Waschbecken; aus dem Franz. Lavoir, im mittlern Lat. Lavarium.

PAVOR

Hederich

PAVOR , óris , ein besonderer Gott der Römer, welchem und dem Pallor Tullus Hostilius einen Tempel erbauete. Livius l. I. c. 27 . Sieh Pallo…

приговор

RDWB2

приговор подписать себе приговор идиом. - sein Schicksal besiegeln idiom. тем самым он подписал себе приговор - sein Schicksal war damit bes…

Ableitungen von vor (8 von 8)

bevor

DWB

bevor , prius, antea, eine partikel, die schon ahd. pifora und pifuri lautete ( Graff 3, 620 ), mhd. bevor, im gegensatz zum alts. biforan, …

bevore

KöblerMhd

bevore , Adv. nhd. „bevor“, vor, vorn, voraus, zuerst, vorher, vorhin, voran, einst, früher Vw.: s. hie-* Hw.: vgl. mnd. bevȫr Q.: EckhIII (…

bevoren

KöblerMnd

bevoren , Adv. Vw.: s. bevȫren

entvor

DWB

entvor , praecipue, voraus, aus en bevor, in bevor, wie entgegen aus engegen: sie suochen dem endkrist sein schatz, das er hab etwas vil env…

entvoren

KöblerMnd

entvoren , sw. V. Vw.: s. entvȫren

ervor

KöblerMhd

ervor , Adv. Vw.: s. herevüre*

unvôre

MNWB

unvôre , -vûr ( e ), f. : 1. wüstes Treiben, Zügellosigkeit, „ darna de inwanere de unse vorwanthen knechte unde denere hebben gheweltliken …

vore

Lexer

vore s. vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „vor". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vor/campe?formid=V04188
MLA
Cotta, Marcel. „vor". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vor/campe?formid=V04188. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „vor". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vor/campe?formid=V04188.
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