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schweifig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schweifig adj.

Bd. 15, Sp. 2420
schweifig, adj. (vgl. zusammensetzungen wie weitschweifig): umbschweyffig, errabundus; umbschweyffig liederlich weib, ambubaia, circulatrix Dasypodius; schweifig, et schweificht, laxus, amplus, sinuosus, it. vagus, palans, palitans, erroneus. flexuosus; ausschweificht, exscissus, exsectus, it. per ambages, mœandros et circuitus tractus; umschweifichte gedanken, cogitationes erroneae, exorbitantes, peregrinantes, diffusae Stieler 1964; schweifficht, schweiffig, laciniosus, syrmaticus; weitschweiffig, amplus; ausschweiffig, vagabundus, exspatiatus; umschweiffig, ambagiosus Steinbach 2, 539; lang-schweifig, longo syrmate vestis; weit-schweifige erzehlung, sinuosa narratio Frisch 2, 245b; bleyschweifig, eisenschweifig Adelung (s. schweif 6, m); lang-, dickschweifig Campe (s. schweif 3); das einfache schweifig, später ungebräuchlich, begegnet öfters im älteren nhd.; irr gehend, launisch sich bewegend: Mercur wird sein onconstant und schweiffig wie die neapolitanische pferd dantzen. Fischart groszm. (kloster 8, 575, vgl. schweifen 1); übertragen: hierauszer sehen wir fein, warauff Paulus mit seiner lehr von dem fürsatz oder fürsehung gottes redet, nemlich nicht dahin, dasz er den glauben schwach und schweiffig, sondern viel mehr dasz er den glauben starck und fest wider alle trübsal und widerwertigkeit machen wölle. Gretter erkl. d. ep. Pauli a. d. Römer (1566) 524; beweglich (?): weil ihr (der gebärmutter) grund frey und schweiffig (ist). Mauriceau (1681) der schwangern weibs-personen hülffleistung 63; schweifig in transitivem sinne, umschlingend, umfassend, herum greifend (s. schweifen zu anfang und 5, e): und sicht man nit, wie es die meydlein so wol kitzelt wann die junge schneider mit anmessen umb die brust zugreiffig und schweiffig sind. Fischart Garg. 15a. Haltrich plan zu vorarbeiten für ein idiotikon der siebenb.-sächs. volkssprache 34a bezeugt ein schwîfich, schief geneigt, vom wege, so dasz man mit dem schlitten rasch herabgleiten kann.
1996 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schweifig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Schweifig , -er, -ste, adj. et adv. welches nur in den Zusammensetzungen bleyschweifig, eisenschweifig, weitschweifig u.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schweifig

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schweifig

schweif + -ig

schweifig leitet sich vom Lemma schweif ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von schweifig 2 Komponenten

schwei+fig

schweifig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schweifig als Zweitglied (3 von 3)

abschweifig

DWB

abschweifig , aberrans, abschweifend.

Eisenschweifig

Adelung

eisen·schweifig

Eisenschweifig , adj. et adv. Eisenschweif enthaltend, dem Eisenschweife gleich. Ein eisenschweifiges Erz. In weiterer Bedeutung so viel als…

weitschweifig

DWB

weit·schweifig

weitschweifig , adj. , adv.; mhd. wîtsweifec. s. auch weitschweiftig. 1 1) räumlich. im wortsinn: die geysz ist ein beweglich ... thier ... …