einzeln einmal (RAnw) -tz-; vereinzelt (meist Schreiberhand od in problemat Überlieferung) in der älteren Form ‘einzel’, zT von G selbst in ‘einzeln’ korrigiert, selten eindeutig, da auch als apokopierter Dat od Gen interpretierbar: von jedem einzeln Besitzer GWBT2,97,15 v 28.8.97 vom Grundsinn bis zur einzelsten Äußerung GWBB41,246,19 CarlAug 5.12.26 GWBB4,136,1 ChStein 6.11.79 GWB422,518 Plp GWBB28,310,10 Schultz 24.11.17 [> einzelnen eigenh Korr in K] A(Salomon 193(9)) Bericht 20.4.30 GWB152,232,11 Faust II Plp [Korr 53,534] Von rund 2700 Belegen etwa ein Drittel im natwiss Bereich. Neben adj (attr u adv) auch substantivischer Gebrauch (mehr als ein Drittel des Gesamtmaterials), zT begriffl verfestigt. Gelegentl Großschr des Adj, häufiger Kleinschr der substantivischen Formen. Wiederholt Superl. Häufig iUz (kollektiven) Gegensatzbegriffen zu einem (konkr od ideellen) Ganzen, einer ‘Totalität’, einem ‘Allgemeinen’ od einer Vielheit. 1 einer (-e, -es) allein, ein einziges; mehrf im Hinblick auf den Symbolwert od in Diskussion der Frage nach der Repräsentanz des Einzelnen gegenüb einem Ganzen (in der Typuslehre ausdrückl negiert) Telephus mit der Ziege .. diese e-e Gruppe stellt das ganze Alterthum dar GWBB43,95,3 Meyer 30.9.27 Schon aus der allgemeinen Idee eines [anatom] Typus folgt, daß kein e-es Thier als ein solcher Vergleichungskanon aufgestellt werden könne; kein E-es kann Muster des Ganzen sein GWBN8,10,23u25 VglAnatomie 2 GWBB43,115,21 Rauch 21.10.27 uö 2 in unterscheidender, individuierender Funktion: iSv bestimmt, unverwechselbar in seiner Art, spezifisch, speziell; häufig ‘der, das E-e’ a zur Bezeichnung der individuellen Prägung der Persönlichkeit; ‘e-er Mensch’, ‘e-es Wesen’, ‘der, das E-e’ für Individuum; zT auch mBez auf best gesellschaftl (nationale) Gruppierungen; positiv als Eigenprägung, entelechische Bestimmtheit des Menschen, negativ als subjektive Beschränktheit; mehrf in Reflexion des Verhältnisses des Einzelnen zu ‘Menge’, ‘Gesellschaft’, ‘Volk’, ‘Menschheit’ od dem Weltganzen spricht diese Strophe [mit der Überschr ‘Dämon’] die Unveränderlichkeit des Individuums .. aus. Das noch so entschieden E-e kann als ein Endliches gar wohl zerstört, aber, so lange sein Kern zusammenhält, nicht zersplittert noch zerstückelt werden, sogar durch Generationen hindurch GWB411,216,19 ÜbUrworte Jedes Wesen das sich als eine Einheit fühlt, will sich in seinem eigenen Zustand ungetrennt und unverrückt erhalten. Dieß ist eine ewige nothwendige Gabe der Natur, und so kann man sagen, jedes E-e habe Charakter bis zum Wurm hinunter, der sich krümmt wenn er getreten wird GWBN4,99,5 FlH VI Er [der Oheim] pflegte zu sagen .. Ich will jeden sehen, mit dem ich reden soll, denn es ist ein e-er Mensch, dessen Gestalt und Charakter die Rede werth oder unwerth macht GWB23,202,19 Lj VIII 5 Wie sehr der Mensch genöthigt ist, um sein e-es einseitiges, ohnmächtiges Wesen nur zu etwas zu machen, gegen Verhältnisse die ihm widersprechen die Augen zuzuschließen und sich mit der größten Energie zu sträuben, glaubt man seiner eignen Anschauung nicht GWBB13,60,23 Schiller 10.2.98 Im Gränzenlosen sich zu finden | Wird gern der E-e verschwinden, | .. Statt heißem Wünschen, wildem Wollen, | .. Sich aufzugeben ist Genuß. | Weltseele komm uns zu durchdringen! GWB3,81 Eins u Alles 2 GWBB42,270,7 Carlyle 20.7.27 GWB40,182,5 Üb:Tieck, DramaturgBll GWB7,95,7 DivNot GWB421,105,20 Einl:Mämpel,Feldjäger I uö ‘der E-e’ für Christus [Gestaltungsvorschlag G-s für den Bildhauer] Wir sind oben in eine Basilika hereingetreten, haben zu beiden Seiten in den Intercolumnien die zwölf Figuren im Allgemeinen erblickt, in der Mitte, in dem würdigsten Raum, den E-en, Unvergleichbaren [< die E-e unvergleichbare vielleicht zu ergänzen: Figur od Gestalt] GWB492,96,10 Christus nebst 12 alt- u neutest Fig in (verkürzender) Vbdg mit nichtpersönl Bezugswörtern: iSv des Einzelnen, persönlich, privat daß bey der diesjährigen Ausstellung die Theilnehmer der Propyläen durch die Urtheile der Kunstfreunde sehr gefördert worden sind, indem man manches, was als e-e Ansicht als individuelles Gefühl ausgesprochen worden, mit Dank in die Recension der Werke aufgenommen hat GWB48,228,20 Preisaufg betr Wird der e-e Besitz von der ganzen Gesellschaft für heilig geachtet, so ist er es dem Besitzer noch mehr GWB251,217,5 Wj III 12 GWBB28,45,17 Meyer 31.3.17 GWBN4,45,24 FlH VI [für: private] GWB491,274,27 Mantegna,Triumphzug uö b mBez auf das Einzelphänomen, den spezif Erkenntnisgegenstand, den empir Einzelfall; das Einzelne zugl als Verkörperung des Allgemeinen, Gesetzmäßigen, der ‘Idee’ Mit Ordnung zu wissen, erfordert genaue Kenntniß der e-en Gegenstände. Aufmerksamkeit auf ihre Charaktere, also Unterschiede und Übereinstimmungen GWBN6,300,3 PhysiolPfl nichts ist der Natur gemäßer, als daß sie das, was sie im Ganzen intentionirt, durch das E-ste in Wirksamkeit setzt GWBN7,40,23 SpiralTend Daß es dem Menschen selten gegeben ist in dem e-en Falle das Gesetz zu erkennen. Und doch wenn er es immer in tausenden erkennt muß er es ja wieder in jedem e-en finden GWBN13,443,20u22 MuR(1374) Was ist das Allgemeine? | Der e-e Fall. | Was ist das Besondere? | Millionen Fälle GWBN11,127,9 MuR(558) Gespr(He2,166) Riemer [Dez 06] GWBN6,6,22 Morph Einl 1807 GWBN11,88,7 MathMißbr GWBN7,169,7 PrincPhil Zool I uö ‘das E-e’, das ‘e-e Wesen’ als gegliedertes, komplexes Ganzes (im Problemzusammenhang der Vielheit in der Einheit), negiert iSv unteilbar, homogen (sa Punkt 5) Wir erkennen um uns her viel getrennte Wesen. Wovon keins dem andern gleich ist. Aber ein e-es Wesen ist nicht einmal in sich selbst gleich, sondern einer Trennung, einer Vertheilung fähig GWBN11,201,10 Galvanism GWBN6,352,5f Morph Aphorist GWBN6,10,17 Morph Einl uö c mBez auf die Teile, Glieder eines Organismus (als formvariable u zugleich wesenskonstante Einheiten) [Wirkung der Metamorphose] daß die in dem Typus benannten e-en Theile durch alle Thiergeschlechter und Arten immerfort verändert werden, ohne daß sie doch jemals ihren Charakter verlieren können GWBN8,88,14 Vortr VglAnatomie 3 Indem ich nun, ihrer Natur nach innerlich gleiche, in der Erscheinung aber völlig ungleiche organische Theile parallelisiren sollte, hielt ich an dem Gedanken fest: man solle die Bestimmung jedes Theils für sich und sein Verhältniß zum Ganzen zu erforschen trachten, das eigene Recht jedes E-en anerkennen und die Einwirkung auf’s Übrige zugleich im Auge behalten GWBN8,129,15 ZwKnoch [1819] GWBN8,66,3 Vortr Vgl Anatomie 1 uö 3 von anderen (od anderem) getrennt, abgesondert, isoliert; häufig adv iSv einer od jeder für sich a räuml getrennt, an exponierter od entlegener Stelle; häufig idVbdg ‘e. stehen(d)’ eine Vorstadt, theils in aneinander geschlossenen, theils e-en Häusern GWB29,107,21 DuW 18 Auf diesem Rücken, sanft doch entschieden erhoben, e. und abgesondert, liegt der von allen Seiten her gesehene Kammerbühl GWBN9,78,23 Kammerbg [1808] ein neues [chem Laboratorium] .. ward .. an der Senckenbergischen Gartenmauer erbaut, und steht gegenwärtig isolirt, e., unbenutzt GWB341,124,9 KuARheinMain GWB24,367,22 Wj II 7 GWBN7,61,3 SpiralTend uö b getrennt von anderen Menschen, einsam, ohne geselligen Umgang, Austausch, Kontakt; mehrf in Gegenüberstellung von sozialer u individueller Existenz; einmal mBez auf bäuerl-ländl Lebensumstände [Evadne:] Ein Fürst soll e. nicht erzogen werden. Einsam lernt niemand sich, noch weniger andern zu gebieten GWB11,377,16 Elp1 I 2 Die Freunde der Wissenschaften stehen auch oft sehr e. und allein, obgleich .. die schnelle Circulation aller Kenntnisse ihnen den Mangel von Geselligkeit unmerklich macht GWB422,14,15 Freitagsges 9.9.91 dürfen wir behaupten, daß der e-e, einsame, stille Beobachter und Naturfreund mit sich selbst nicht immer einig bleibt und einen Tag um den andern klärer oder dunkler sich zu dem problematischen Gegenstande verhält GWBN8,136,6 ZwKnoch [1819] GWB33,189,6 Camp GWBB5,202,23 CarlAug 11.10.81 uö iSv unabhängig, selbständig (negiert) [Oran:] Wir sind nicht e-e Menschen, Egmont. Ziemt es sich uns für Tausende hinzugeben, so ziemt es sich auch uns für Tausende zu schonen GWB8,228,7 Egm II GWBB6,319,3 ChStein 28.6.84 uö ‘ins E-e’: kulturkrit für eine Tendenz zu geistiger Zersplitterung In’s E-e GWB3,144 Titel [weitere Titelentwürfe: Vereinzelung. Zersplitterte | Vereinzelte Kraft .. So gehts nicht! GWB3,411; Dislocation und Disallianz, Trennung und Auseinander GWB3,412] c iSv alleinstehend, unverheiratet ich möcht’ um vieles nicht heute | Vater heißen und nicht für Frau und Kinder besorgt sein. | .. der e-e Mann entfliehet am leichtsten GWBHermDor II 96 GWBB30,131,28 TheaterKomm 8.2.10 uö(selten) d allein, für sich handelnd, agierend, sich entwickelnd, wirkend; in Gegenüberstellung zu ‘geschart, gepaart, paarweise, gesellt, verbunden, in Scharen, in Paaren, in Masse(n), in corpore, im Ganzen’ uä Denn solches Loos dem Menschen wie den Thieren ward, | .. Daß eins dem andern, e. oder auch geschaart, | Sich widersetzt, sich hassend an einander drängt GWBPand 295 Wie uns [auf der Bühne] die grausamen Leidenschaften zum Entsetzen und traurige Schicksale zum Mitleiden hinreißen .. und so jede der mannichfaltigen Leidenschaften, die uns bewegen, e. oder verbunden! GWB51,114,22 ThS II 2 Raketen rauschten auf, Kanonenschläge donnerten, Leuchtkugeln stiegen, Schwärmer schlängelten und platzten, Räder gischten, jedes erst e., dann gepaart, dann alle zusammen GWB20,161,5 Wv I 15 GWBT1,9,1 v 30.10.75 GWB23,232,21 Lj VIII 6 GWB53,176,1 ÜbverschZweige hiesigerTätigk uö mehrf in Anweisungen zur Bühnenchoreographie Hierauf folgt das Schlußballet, mit Kränzen, erst zusammen, dann e., zu zweien und so weiter GWB16,452,26 PantomimBallett III Regiebem uö e zur Bezeichnung einer (zeitl) Folge: iSv nacheinander, peu à peu, Stück für Stück die stymphalischen Raubvögel .. schnurren e. pfeilschnell hintereinander vorbey [vgl GWBFaust II 7214ff] GWB152,205 Helena Plp 1,142 der, dem ich meine Gedanken e. zuzählen, meine Empfindungen e. zureichen will GWB20,46,18f Wv I 4 [Strumpffabrikation in Apolda] Sonst wog man die Strümpfe überhaupt und ein Paar übertrug das andre, iezzo werden sie e. gewogen GWBT1,82,22 v [5./6.3.]79 GWB23,41,1 Lj VII 5 GWBB21,164,14 Voigt 10.1.10 GWBB4,305,1 ChStein 10.10.[80] uö f außerhalb eines Sinnzusammenhangs, eines Bezugssystems, ohne theoret od systemat Verknüpfung; wiederholt negiert Man hat von der persischen Dichtkunst mit Wahrheit gesagt, sie sei in ewiger Diastole und Systole begriffen .. Immer geht es darin in’s Gränzenlose und gleich wieder in’s Bestimmte zurück .. Hieraus lernen wir .. daß ihre Tropen, Metaphern, Hyperbeln niemals e., sondern im Sinn und Zusammenhange des Ganzen aufzunehmen sind GWB7,251,24 DivNot zum Zeugniß, wie die Alten aus der Fülle der Umgebung den Hauptmoment herauszuheben und e. darzustellen das Glück gehabt, erwähnen wir einer sehr kleinen antiken Münze .. deren Raum das tüchtige Kind mit den Schlangen im Conflict bis an den letzten Rand vollkommen ausfüllt GWB491,116,13 Philostrat glauben wir .. das Barometer und mit ihm den Erdball von allen übrigen äußeren Einwirkungen befreit zu haben, welche nur in sofern als nichts in der Welt ganz e. steht, sondern immer in gewissen Bezügen auf das Nächste Einfluß ausübt und erleidet, höher beachtet werden können GWBN12,67,25 BaromSchwankungen Unser Geist sieht sich .. auch hier in dem Falle entweder die Phänomene e. neben einander stehen zu lassen, oder sie in einer hypothetischen Einheit mehr zu verschlingen als zu verbinden GWBB10,120,15 Lichtenbg [etwa 20.10.93] K Im Ästhetischen thut man nicht wohl zu sagen: die Idee des Schönen; dadurch vereinzelt man das Schöne, das doch e. nicht gedacht werden kann. Vom Schönen kann man einen Begriff haben, und dieser Begriff kann überliefert werden GWB48,180,8 MuR(376) Was ist der Unterschied zwischen Axiom und Enthymem? Axiom was wir von Haus aus, ohne Beweis, anerkennen; Enthymem was uns an viele Fälle erinnert und das zusammenknüpft, was wir schon e. erkannten GWBN11,260,20 MuR(1144) GWBN3,133,8 FlH III GWBB25,96,2 ChHSchlosser 2.[12.]14 K GWBN8,224,8 FaultDickh GWBN4,15,19 FlH VI uö g als Einzelstück, Einzelexemplar, Einzelwerk, Einzelpublikation uä; mehrf ‘e. (ab)drucken, herausgeben, binden, heften’ eine Sammlung Majolika .. wenn diese Fabrikarbeiten e. wenig Werth haben, so sind sie doch bedeutend wenn sie zusammen auf eine abklingende höhere Kunst hindeuten GWBB28,115,3 JFHSchlosser 1.6.17 der Aufsatz über Metamorphose der Pflanzen .. im Jahre 1790 e. erscheinend GWBN6,16,4 Morph Einl GWB31,35,10 ItR GWBB23,132,24 Cotta 12.11.12 uö in der Mineralogie: ohne Umgebungsgestein specksteinartige Krystalle e., ohne Mutter GWBN13,271,37 JMüller Sammlg N10,150,13 Üb:Mineralien GWBN9,45,25 AnLeonhard 25.11.07 [abgetrennt Var] uö h ‘e-e Stimme, e-er Gesang, e-e Partie’ uä für solistische Darbietung, Solopart in einem Musikstück Philine, die .. in dem Reihentanz die e-e Stimme singen und die Verse dem Chore zubringen sollte GWB21,279,2 Lj III 7 A(JbGG20,117) Promem 19.6.14 GWB251,147,17 Wj III 6 uö im Bild GWBN3,132,24 FlH III 4 als indefinites Zahladj zur Bezeichnung einer geringen Menge: einige, wenige, vereinzelte Uns begünstigt das Wetter hier [in Karlsbad] auch nicht; doch giebt es e-e schöne Momente GWBB21,325,20 Christiane 12.6.10 Wenige e-e brave Menschen zeichnen sich [bei der Hochwasserkatastrophe in Jena] aus GWBB6,248,12 ChStein 1.3.84 wechselnde Sonnenblicke lenkten .. die Aufmerksamkeit bald da- bald dorthin, und das Auge ward stellenweise mit e-er frischer Anmuth ergötzt GWB341,56,25 RheingauHerbsttage GWB33,38,22 Camp uö in der bildl Wdg ‘e. gesät sein’ GWBB6,34,19 Merck 11.8.82 5 einfach (iGz doppelt) Druck und Papier [der ‘Horen’] nehmen sich gut aus .. Die Hexameter verlieren durch die bald e-en bald doppelten Zeilen den Rythmus fürs Auge GWBB10,215,15 Schiller 23.12.94 Wiederherstellung und Aufhebung der Bilder des Kalkspathes, der e-en sowohl als der doppelten GWBN51,231,8 EntoptFarb [Seebeck] GWBB44,255,23 JChFKörner 7.8.28 Gertrude Harlass G. Ha.