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klappen

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
25 in 21 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
92
Verweise raus
75

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

klappen

klappen

klappen Vb. ‘schallen, klatschen, einen kurzen, leichten Knall von sich geben, mit einem Knall zusammenschlagen’, übertragen ‘gelingen’. Die lautmalende nd.-md. Form zu klaffen (s. d.) wird im 16. Jh. in der Literatursprache üblich und übernimmt dessen alte, aufgegebene Bedeutung. Vgl. auf-, zu-, umklappen ‘hörbar öffnen, schließen, wenden’. Aus den Vorstellungen des gleichzeitigen Zusammenschlagens, -klingens, -treffens, des hörbaren (mit klapp) Einrastens von Werkstücken sowie des (mit klapp) Auftreffens auf ein Ziel entwickelt sich (beginnend im 16. Jh.) die übertragene Bedeutung ‘passen, gut ablaufen, gelingen, glücken’. S. auch klappern. klapp, hd. klapf Interjektion schallnachahmend für einen Knall, Krach, Schlag (17. Jh., doch wohl älter). Mit Sekundärablaut klipp klapp für ein klapperndes Geräusch (17. Jh.). Substantiviert Klapp, hd. Klapf, Klaff m. ‘Krach, schallender Schlag, Ohrfeige’, spätmhd. klaf, klapf. Vgl. ahd. anaklaph m. ‘lärmender Vorstoß, Angriff’ (Hs. 12. Jh.), nhd. Donnerklapp, -klapf ‘Donnerschlag’ (16. Jh.). Klappe f. ‘Verschluß’, eigentlich ‘Vorrichtung, die mit leichtem Geräusch zusammenschlägt bzw. auf etw. auftrifft’ (17. Jh.), dann ‘Gegenstand, der etw. öffnet, schließt oder verdeckt’; vgl. ahd. klapfa ‘Riemenpeitsche’ (Hs. 12. Jh.). Fliegenklappe f. (18. Jh.). Scheuklappen Plur. ‘seitlich der Augen bei Pferden angebrachte Sichtblende’ (18. Jh.), übertragen ‘fehlendes Interesse für Realitäten und daher Befangensein in den eigenen Meinungen’ (19. Jh.). Klapphut m. ‘flach zusammendrückbarer Zylinder’ (19. Jh.), Übersetzung von frz. chapeau claque.
1600 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    klappensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    klappen , sw. V. Vw.: s. klaffen

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    klappensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    klappen , sw. V. nhd. klappen, klatschen, schallen, knallen, plappern, schwätzen, klatschend schlagen, klatschend daherr…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klappen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Klappen , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, einen solche…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klappen

    Goethe-Wörterbuch

    klappen auch subst Inf; 8 Belege gegenüber ca 40 ‘klappern’ 1 ein klapperndes Geräusch verursachen, einmal verstärkend ‘…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klappen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Klappen , in der Form von häutigen Vorsprüngen hohler Räume, kommen als anatomische Kunstausdrücke häufig vor. Ihre Subs…

  6. modern
    Dialekt
    Klapp(en)

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Klapp(e n ) [Klàp Niffer Co. ; Klàpə Lutterb. ] f. 1. Ohrfeige. 2. Bett Lutterb. Co. — Vgl. Schweiz. 3, 663. †

  7. Sprichwörter
    Klappen

    Wander (Sprichwörter)

    Klappen 1. Wenn et nich klappen wil, sau klappet et nich. – Schambach, II, 492. Das Bild ist vom Klappen mit der Peitsch…

  8. Spezial
    klappen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    klap|pen I vb.intr. 1 funzioné (-nëia) 2 (gelingen, gut gehen) garaté (gareta), jí (bun) 3 (klappern) mazé (maza), tlape…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klappen

42 Bildungen · 21 Erstglied · 18 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von klappen 2 Komponenten

klap+pen

klappen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

klappen‑ als Erstglied (21 von 21)

klappenen

MWB

klapp·enen

klappenen swV. ‘klackern, erklingen’ do quamen die zeldere inde die ros. / uffe den Poderamus hof. / da clappende daz gesteine. / mit den is…

klappenfeder

DWB

klappen·feder

klappenfeder , f. an der orgel, eine feder welche die klappen an den pfeifen wieder zudrückt. Campe.

Klappengoorn

MeckWB

klappen·goorn

Klappengoorn n. Garn für die Peitschenschnur: bi 't Flaßwinnen würden dei Taschen visentiert, ob wi Klappengoorn instäken hadden Ro Dob ; al…

klappenholt

KöblerMnd

klappen·holt

klappenholt , N. nhd. aus gespaltenem Eichenholz bestehende Bohle von bestimmter Größe zur Weiterverarbeitung als Nutzholz, eichene Planken …

klappenhorn

DWB

klappen·horn

klappenhorn , n. auch klappenflügelhorn, blashorn mit klappen für die verschiednen töne, franz. cornet à piston.

klappenkraut

DWB

klappen·kraut

klappenkraut , n. eine sumpfpflanze, calla palustris. Krünitz. vergl. klaffenkraut , klaffe 5.

Klappenliest

MeckWB

klappen·liest

Klappenliest f. Längsleiste an jeder Seite des Mühlenflügels; zwischen den beiden Klappenleisten drehen sich die Klappen des Mühlenflügels (…

klappenrock

DWB

klappen·rock

klappenrock , m. ein rock mit klappen vorn, die über einander zu schlagen sind. Campe.

Klappentext

FiloSlov

klappen·text

Klappentext , m аннотация , ж на супербложке книги

Klappenwöttel

MeckWB

Klappenwöttel f. radix jalapae; Droge mit abführender Wirkung E. Boll Hs.

klappen als Zweitglied (18 von 18)

tantklappen?

KöblerMnd

*tantklappen? , sw. V. nhd. zähneklappern Hw.: s. tantklappen (2); vgl. mhd. zantklaffen (1), tantslāgen (1) E.: s. tant (1), klappen (1) W.…

abklappen

DWB

abklappen , valvulam demittere, die klappe niederlassen. den tisch abklappen, die mütze abklappen, die kanne abklappen.

aufklappen

DWB

auf·klappen

aufklappen , crepare, scindi, aufspringen: die kiste klappt auf. nnl. opklappen, auch mit der uneigentlichen bedeutung, langes schweigen bre…

niederklappen

DWB

nieder·klappen

niederklappen , verb. , transitiv und intransitiv, gegensatz zu aufklappen: empfindung, die uns ergreift, wenn die berührte mimosa ihre gefi…

nāklappen

KöblerMnd

nāklappen , sw. V. nhd. nachklappen, hinterherfolgen, verleumden, als üble Folge hinterherkommen Q.: Sl 6, Chr. d. d. St. 16 115 E.: s. nā (…

tantklappen

MNWB

tant·klappen

° tantklappen , tānde- , n. : das Zähneklappern , dat t. bewîset de külde (Monotess. 69).

tõhôpeklappen

MNWB

tohope·klappen

° tõhôpeklappen , swv. : zusammenklappern, aufeinanderschlagen, „ de lyppen weren er afghe-sneden vnde de kyn beuede er, de te-nen weren er …

tohōpeklappen

KöblerMnd

tohōpeklappen , sw. V. Vw.: s. tōhōpeklappen*

tāndeklappen

KöblerMnd

tāndeklappen , N. nhd. Zähneklappern Hw.: s. tantklappen E.: s. tantklappen (1) L.: MndHwb 3, 782 (tāndeklappen)

tōhōpeklappen

KöblerMnd

tōhōpeklappen , sw. V. nhd. zusammenklappern, aufeinanderschlagen E.: s. tōhōpe, klappen (1) L.: MndHwb 3 1106 (tohôpeklappen)

ümmeklappen

MNWB

uemme·klappen

° ümmeklappen , swv. : als Nachricht verbreiten , herumerzählen, „ Men klappede ok umme, men scholde morgen in den graven gan achter sunte J…

Zähnklappen

Adelung

zahn·klappen

Das Zähnklappen , oder Zähnklappern, des -s, plur. car. das unwillkührliche Zusammenschlagen der Zähne, besonders vor Frost. Im Tatian Zeno …

zusammenklappen

DWB

zusammen·klappen

-klappen , v. trans.: die flügel, ein taschenmesser, ein buch z. intr. zusammenbrechen: da klappt man entweder zusammen, oder man wird hart …

ümmeklappen

KöblerMnd

ümmeklappen , sw. V. nhd. herumerzählen, als Nachricht verbreiten Q.: Oldecop 260 E.: s. ümme (1), klappen (1) L.: MndHwb 3, 2, 52 (ümmeklap…

Ableitungen von klappen (3 von 3)

erklappen

DWB

erklappen , hochdeutscher wäre erklapfen, vgl. erklepfen, 1 1) crepitare: schlug ihn ins gesicht, dasz ihm die zähne erklappten. 2 2) ferire…

Verklappen

Campe

Verklappen , v. trs . 1) Mit Klappen versehen. 2) ≠ Für verklaffen, verrathen. Moerbeek. D. Verklappen .