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ziehen

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
24 in 18 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ziehen

ziehen

ziehen Vb. ‘mit Kraft zu sich her oder hinter sich her bewegen, zerren, zu ganzer Länge ausdehnen, aufziehen, züchten, sich fortbewegen’, reflexiv ‘sich dehnen, in die Länge erstrecken’; zusammen mit einem Substantiv dient ziehen häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffs, vgl. in Zweifel ziehen ‘bezweifeln’ (16. Jh.), Lehren ziehen ‘lernen’ (18. Jh.); ahd. ziohan (8. Jh.), mhd. ziehen, asächs. tiohan, mnd. tēn, tīen, mnl. tīen, afries. tiā, aengl. tēon, anord. (nur Part. Prät.) toginn ‘gezogen’, got. tiuhan ‘führen’ (germ. *teuhan). Außergerm. vergleichen sich griech. dadýssesthai (δαδύσσεσθαι) ‘zerrissen werden’, dé͞ukein (δεύκειν) ‘denken, nachdenken, Sorge tragen’, lat. dūcere ‘ziehen, schleppen, führen, leiten’, mkymr. dygaf (aus *dukami) ‘bringe’. Zugrunde liegt ie. *deuk- ‘ziehen’. Dazu gehören aus dem germ. Sprachbereich die unter Zaum, Zeug, Zeuge, zögern, Zögling, Zucht, zucken, zücken, Zug, Zügel behandelten Wörter sowie auch Herzog (eigentlich ‘Heerführer’, s. d.). Zum Part. Prät. gezogen in der Bedeutung ‘erzogen’ gehört ungezogen Adj. ‘unartig, ungehorsam’, ahd. ungizogan ‘noch nicht erzogen, unbändig’ (8. Jh.), mhd. ungezogen ‘ohne gehörige Bildung, unartig, zuchtlos’. – abziehen Vb. ‘durch Ziehen entfernen, herunterziehen, wegnehmen, weggehen, vermindern, subtrahieren’, ahd. abaziohan (9. Jh.), mhd. abeziehen; Abzug m. ‘Vorgang, Ergebnis des Abziehens, Weggang, abgezogener Betrag, Vorrichtung zum Ableiten’, mhd. abezuc; abzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘mit Abzug von, abgerechnet’ (19. Jh.), vgl. schon (md.) abezogelich (15. Jh.). anziehen Vb. ‘an sich heranziehen, straff ziehen, Kleidung anlegen’, mhd. aneziehen, auch ‘anklagen, beschuldigen’ (eigentlich ‘etw. als Beweis heranziehen’); Anzug m. ‘Vorwurf, Beschuldigung, Anmarsch, Ankunft’ (15. Jh.), im Anzuge sein ‘im Anmarsch sein, bevorstehen, beginnen’ (16. Jh.), ‘Kleidung’ (Ende 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.), dann speziell ‘Jacke und Hose’, spätmhd. anzuc ‘Anzug (im Schachspiel)’; anzüglich Adj. ‘auf Unangenehmes, Peinliches anspielend, ungehörig, zweideutig’ (16. Jh.), vgl. anzügliche und schimpfliche Wort (17. Jh.), zu frühnhd. anzug ‘Vorwurf, Beschuldigung’ (s. oben); daneben auch im Sinne von ‘anziehend’ (Anfang 16. Jh., noch bei Goethe). aufziehen Vb. ‘durch Ziehen öffnen, in die Höhe ziehen, großziehen, erziehen, eine Feder spannen, ins Werk setzen, necken’, ahd. ūfziohan ‘emporziehen’ (um 1000), mhd. ūfziehen ‘sich erheben, in die Höhe ziehen, emporheben, auf-, erziehen, fördern, pflegen’; Aufzug m. ‘Vorrichtung zum Hochziehen, Hochfahren’, dann (ab 17. Jh.) ‘Aufmarsch, Festzug, Prozession’, mhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum In-die-Höhe- Ziehen, Aufschub, Anziehung, Einfluß’; Aufzug im Sinne von ‘Aufmachung’ (17. Jh.) ist eigentlich ‘die Art und Weise, wie man vor anderen aufzieht’, dann eingeschränkt auf ‘Kleidung’; die Bedeutung ‘Schauspielakt’ (seit 17. Jh.) stammt aus dem feierlichen Auftritt der Schauspieler zu Beginn eines Aktes. ausziehen Vb. ‘herausziehen, in die Länge ziehen, auseinanderziehen, ablegen, aus-, entkleiden, ausplündern, einen Auszug machen, exzerpieren, wegziehen, wegmarschieren, die Wohnung aufgeben’, ahd. ūʒziohan (9. Jh.), mhd. ūʒziehen ‘aus-, herausziehen, sich entfernen, in den Krieg ziehen, entkleiden, ausnehmen, befreien’; Auszug m. ‘das Ausziehen, Abmarsch, Auswanderung, Teilabschrift, Exzerpt, Extrakt’, mhd. ūʒzuc ‘Auszug, Einwand, Widerrede, Ausflucht, Ausnahme’. beziehen Vb. ‘auf, über etw. ziehen, (be)spannen, regelmäßig erhalten, in einen bestimmten Zusammenhang bringen’, reflexiv ‘sich berufen auf, verweisen auf’, ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etw. kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’; Beziehung f. ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.); beziehungsweise Konj. ‘oder vielmehr, genauer gesagt, im anderen Fall’ (Mitte 18. Jh.), älter beziehlicher Weise (17. Jh.); Bezug m. ‘Bezugnahme, Hinsicht, Beziehung, das Beziehen (von Waren), Überzug’ (Anfang 18. Jh.; Einzelbeleg schweiz. 1483); vgl. ahd. bizog ‘Decke’ (Hs. 11./12. Jh.), mhd. bezoc ‘Unterfutter’; bezüglich Adj. ‘sich auf etw. beziehend’ (vereinzelt 16. Jh., häufig seit Ende 18. Jh.); auch Präp. (19. Jh.). erziehen Vb. ‘jmdn., besonders ein Kind, geistig und charakterlich formen, seine Neigungen und Fähigkeiten entfalten’, ahd. irziohan ‘ziehen, aufziehen, erziehen’ (8. Jh.), mhd. erziehen, eigentlich ‘herausziehen’; die Bedeutung des Verbs steht seit ahd. Zeit unter dem Einfluß von lat. ēducāre ‘auf-, großziehen, ernähren, erziehen’; Erzieher m. (17. Jh., vereinzelt 15. Jh.), Erziehung f. (um 1500). nachziehen Vb. ‘hinter sich herziehen, fester anziehen, nachzeichnen, verstärken, nachfolgen’, ahd. nāhziohan (um 1000), mhd. nāchziehen; Nachzügler m. ‘wer verspätet eintrifft, Nachkömmling’, zuerst (1792) bei Goethe im Sinne von ‘hinter dem Heere zurückbleibender Soldat, Marodeur’, gebildet zu heute nicht mehr gebräuchlichem Nachzug ‘Nachhut eines Heeres’. überziehen Vb. (in trennbarer Verbindung) ‘ein Kleidungsstück über den Körper ziehen, (über etw. anderes) anziehen’ (17. Jh.); vgl. die Wendung jmdm. eins, ein paar überziehen ‘jmdm. einen Hieb, Hiebe versetzen, jmdn. schlagen’ (um 1600); (in untrennbarer Verbindung) ‘mit einem Überzug versehen, bedecken, bespannen’, auch mit Krieg überziehen ‘zum Kriegsschauplatz machen’, das Konto überziehen ‘mehr abheben, als auf dem Konto steht’; ahd. ubarziohan ‘verziehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. überziehen ‘über etw. ziehen, an sich ziehen, gewinnen, bedecken, überfallen, besetzen, übertreffen’; Überzieher m. ‘leichter Herrenmantel’ (Mitte 19. Jh.), früher ‘Überziehrock der Männerkleidung’ (18. Jh.); Überzug m. ‘auswechselbare Hülle, Bezug, dünne Decke, Schicht, Auflage’, auch frühnhd. überzog ‘Überfall, feindlicher Angriff’ (15. Jh.), ahd. ubarzug ‘Kleidungsstück’ (Hs. 13. Jh.). umziehen Vb. (trennbar) ‘in eine andere Wohnung ziehen, den Wohnsitz wechseln, ein anderes Kleid, einen anderen Anzug anziehen, die Kleidung wechseln’ (18. Jh.), älter ‘herum-, umherziehen, -schweifen, -wandern’ (Anfang 16. Jh.), (untrennbar) ‘sich um … herumbewegen, ziehend umkreisen, mit etw. rings umgeben, bedecken’, reflexiv ‘sich bewölken, beziehen’, mhd. umbeziehen ‘umgeben, -zingeln, überfallen, herumziehen’; Umzug m. ‘das Umherziehen, (feierlicher) Aufzug, Festzug’ (Anfang 16. Jh.), ‘Wohnungswechsel’ (19. Jh.). verziehen Vb. ‘durch Ziehen in eine vom Normalen, Üblichen abweichende Form bringen, verzerren, die Wohnung, den Wohnort wechseln, falsch, nicht in der richtigen Weise erziehen, verwöhnen, zu dicht stehende junge Pflanzen herausziehen, vereinzeln’, reflexiv ‘allmählich weiterziehen und verschwinden, sich (unauffällig) entfernen’, ahd. firziohan ‘wegnehmen, entziehen, falsch erziehen’ (8. Jh.), mhd. verziehen ‘auseinanderziehen, herausziehen, entfernen, hinziehen, aufschieben, verzögern’; Verzug m. ‘Verzögerung, Rückstand im Erfüllen einer Verpflichtung’, mhd. verzuc, verzoc, auch ‘Einspruch, Einwand’. vollziehen Vb. ‘in die Tat umsetzen, ausführen, vollstrecken’, reflexiv (seit 19. Jh.) ‘vor sich gehen, geschehen, ablaufen’, ahd. fol(l)aziohan ‘unterstützen helfen, vollenden’ (8. Jh.), mhd. vol(le)ziehen ‘vollständig ziehen, ausführen, unterstützen, gemäß verfahren, genügen, befriedigen’, eigentlich ‘etw. bis zum Ende, zum Ziele ziehen’; Vollzug m. ‘Verwirklichung, Ausführung, Vollstreckung’, mhd. volzuc. vorziehen Vb. ‘nach vorn ziehen, hervorziehen, vor etw. ziehen, bevorzugen, lieber mögen, für später Vorgesehenes auf einen früheren Zeitpunkt legen, zuerst in Angriff nehmen’, ahd. furiziohan ‘hervorziehen, vorbringen, etw., jmdn. vorziehen’ (10. Jh.), mhd. vür-, vorziehen (frühnhd. für-, vorziehen) ‘vorführen (Pferd), darlegen, anführen, geltend machen, vorenthalten’; Vorzug m. ‘Vergünstigung, Vorteil, Vorrang, Vorrecht’, mhd. vürzuc, vürzoc (frühnhd. Für-, Vorzug); auch im Sinne von ‘wertvolle, vortreffliche Eigenschaft, Vorzüglichkeit, gute Seite’ (seit 17. Jh.); vorzüglich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich’ (18. Jh.). zuziehen Vb. ‘durch Heranziehen schließen, zusammenziehen, festziehen, herbeirufen, von auswärts an den hiesigen Ort ziehen’, sich etw. zuziehen (z. B. etw. Übles, eine Krankheit, 18. Jh.), ahd. zuoziohan ‘anziehen, (die Bogensehne) spannen’ (um 1000), mhd. zuoziehen ‘zuziehen, zufügen, schließen, entgegenziehen, jmdm. zusetzen’; zuzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘hinzukommend, hinzuzurechnen’ (20. Jh.), wohl nach abzüglich (s. oben) gebildet.
8654 Zeichen · 248 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ziehenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    ziehen stn. ir lâʒen und ir z., ir wenken und ir fliehen wart in gar vergolten Wwh. 18, 21. an dem z. kriegszug Chr. 4. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ziehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Ziehen , verb. irregul. ich ziehe, du ziehest, er ziehet, oder zieht, (Oberd. du zeuchst, er zeucht,) Conj. daß ich zieh…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ziehen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Ziehen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ziehen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Ziehen , im Handel soviel wie trassieren; Ziehung , soviel wie Tratte (s. Wechsel ). Zieher , bei dem Prämiengeschäft de…

  5. modern
    Dialekt
    ziehe(n)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    zie h e(n) , ziege n [tsíə S. Bf. ; tsìəkə Mü. Felleri. Su. Hlkr. Logelnh. NBreis. ; tsíkə M. ; tsièjə Co. Horbg. Dü. ; …

  6. Sprichwörter
    Ziehen

    Wander (Sprichwörter)

    Ziehen 1. Das heisst gezogen, sagte der Feling, als er einen fusslangen Wurm aus dem Arsch hervorbrachte. Holl. : Is dat…

  7. Spezial
    ziehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    zie|hen (zog, gezogen) I vb.tr. 1 (zu sich her bewegen) trá (tira, trat) 2 (zerren) trá (tira, trat) 3 (schleppen) trá (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ziehen

157 Bildungen · 6 Erstglied · 144 Zweitglied · 7 Ableitungen

ziehen‑ als Erstglied (6 von 6)

ziehende

KöblerMhd

zieh·ende

ziehende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. ziehend Vw.: s. hin- Q.: HvBer (1325-1330) (FB ziehende) E.: s. ziehen (1) W.: nhd. DW-, nhd. ziehend, (P…

ziehenig

DWB

ziehenig , adj. , dehnbar ( fränk. ) H. Fischer 6, 1187 ; aus * ziehendig.

Ziehen, Theod

DWBQVZ

--- leitfaden der physiologischen psychologie in 16 vorlesungen. Jena 12 1924. ---

ziehen als Zweitglied (30 von 144)

enwecziehen

KöblerMhd

*enwecziehen , V. nhd. „wegziehen“ E.: s. enwec, ziehen

minneziehen

KöblerMhd

*minneziehen , V. nhd. „Minnezeihen“ E.: s. minne (1), ziehen W.: nhd. DW-

nōtziehen

KöblerMhd

*nōtziehen , sw. V. nhd. notzüchtigen Hw.: s. nōtziehunge E.: s. nōt (3), ziehen W.: nhd. (ält.) notziehen, sw. V., notziehen, Gewalt anttun…

widerūzziehen?

KöblerMhd

*widerūzziehen? , st. V. nhd. wiederausziehen Hw.: s. widerūzziehen (2) E.: s. wider, ūz, ziehen (1)

wolziehen

KöblerMhd

*wolziehen , V. E.: s. wolgezogen W.: nhd. DW-

Tauziehen

RDWB1

Tauziehen n übertr. борьба, спор, тянуть в свою сторону, тянуть одеяло на себя идиом. Dass beide Seiten meinen, sich beim bizarren Tauziehen…

abe ziehen

MWB

abe ziehen stV. 1 mit Akk.-Obj. 1.1 ‘etw. (auf der Oberfläche Aufsitzendes, Aufliegendes, einen Körper Umschließendes) wegnehmen, entfernen’…

abe ziehen

Lexer

abe·ziehen

abe ziehen intrans. BMZ ans land ziehen, landen Wolfd. 1920, 4 ; mit dat. von einem wegziehen; trans. BMZ ab- zurückziehen, verweigern ( ein…

abgeziehen

DRW

abgeziehen Übersetzung von derogare die insullint noch inmogint gentzlich an keinen dingin geletzin adir abegezihen den friheidin gerichtin …

abziehen

DWB

abziehen , abstrahere, detrahere. sinnlich, im gegensatz des anziehens, anlegens ein wegnehmen des sowol dem abziehenden als dem, von welche…

afterziehen

MWB

after·ziehen

afterziehen stV. militär. ‘sich zurückziehen’ sie begunden ytweder site affter ziehen und schieden sich Lanc 262,30; Galahot reyt wiedder zu…

alpziehen

DRW

alp·ziehen

alpziehen wan auf einer gemein alp, wo alle besetzer gnossen sin, alp gezogen wird 1736 ZSchweizR. 7 (1858) RQ. 136 Faksimile ZSchweizR. 7 (…

ane geziehen

MWB

ane geziehen stV. ‘jmdn. betreffen, jmdm. zukommen’ (mit Akk.d.P.): si enphiengen [...] / von im ir lant und des geniez, / als ieslîchen an …

ane ziehen

MWB

ane ziehen stV. mit Akk.d.S. (mit Akk.d.P. → ane geziehen [und s.u. 2.2, 4.2]). 1 mit Akk.d.S. ‘etw. (Kleidung, Rüstung u.ä.) anziehen, sich…

ane ziehen

Lexer

ane·ziehen

ane ziehen BMZ an etw. ziehen alle glocken anz. Ugb. 139. früemesse anz. zur frühmesse läuten Kell. erz. 118,20. 28, an sich ziehen, in sich…

angeziehen

DRW

ange·ziehen

angeziehen zukommen, gebühren 1317 Böhmer-Ficker 486 Faksimile 1351 FürstenbUB. II 184 Faksimile

ansichziehen

DRW

ansichziehen daß [kein Stück eines Kapitals] könne noch möge angegrieffen, alieniret, verzehret ..., consumiret, an sich gezogen ... werden …

anziehen

DWB

anziehen , attrahere, gegensatz des abziehens, in mehrfachem sinn. 1 1) kleidungsstücke anziehen, sich oder andern, oft gleichviel mit anthu…

auferziehen

DWB

aufer·ziehen

auferziehen , educare, erziehen, grosz ziehen: ich habe kinder auferzogen und erhöhet. Es. 1, 2 ; das sie ( die knaben ) also drei jar aufer…

aufziehen

DWB

auf·ziehen

aufziehen , sursum trahere, elevare, revolvere, 1 1) thor und brücke: da die thor zu Jerusalem aufgezogen waren. Neh. 13, 19 ; die brücke wu…

auseinanderziehen

DRW

auseinander·ziehen

auseinanderziehen hat man nechsten landtage dahero die stände auseinander ziehen heissen und den landtage aufgehebt 1686 CDSiles. 27 S. 310

ausgeziehen

DRW

aus·geziehen

ausgeziehen als Beweismittel verwenden 1351 FürstenbUB. II 186 Faksimile es en mag nimant sinen brif noch ingeß [Ingesiegel] ußgezein nach 1…

ausziehen

DWB

aus·ziehen

ausziehen , extrahere, educere. 1 1) kleider ausziehen, gegenüber dem anziehen, so wie aufziehen dem abziehen entgegensteht: als nu Joseph z…

außerziehen

DRW

außerziehen (das Schwert aus der Wunde) herausziehen SchwäbWB. I 519 Faksimile

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

bürgeziehen

MWB

bürge·ziehen

bürgeziehen stV. ‘jmdn. zur Bürgschaft zwingen’ dat ein vaidt von Schonecken [...] neman twingen noch burchzegen in sall WeistGr 2,519 (a. 1…

darniderziehen

KöblerMhd

darnider·ziehen

darniderziehen , st. V. nhd. „darniederziehen“, niederziehen Q.: Cranc, Lanc (1240-1250) E.: s. darnider, ziehen (1) W.: nhd. (ält.) daniede…

Ableitungen von ziehen (7 von 7)

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

entziehen

DWB

entziehen , detrahere, abstrahere, subtrahere, ahd. inziohan ( Graff 5, 606 ), mhd. enziehen, nnl. onttiegen. 1 1) einem die hand, den arm e…

erziehen

DWB

erziehen , educere, extrahere, goth. ustiuhan, alts. âtiohan, ags. âteon, ahd. arziohan, mhd. erziehen, die praet. lauten goth. ustauh, alts…

geziehen

DWB

geziehen I , die neue, im guttural an die übrigen verbalformen, im vocal an den neuen sing. des indic. präterit. (zieh für zêch) angelehnte …

Mißziehen

Campe

Mißziehen , v. trs . u. intrs . unregelm. ( s. Ziehen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgezogen , falsch, unrichtig, schlecht, nachtheilig ziehen. …

verziehen

DWB

verziehen , vb. , verzögern, hinauszögern, wegziehen usw.; nur westgerm. bezeugt: ahd. farzeohan ( s. u. ); ae. fortēon ( in: fortogen, auch…

zerziehen

DWB

zerziehen , verb. , auseinanderziehen, ahd. zaziohan, ags. tótéon, mhd. z., mnd. totên, afries. totia; Frisius 276 b ; Stieler 2645 ; 1) tra…