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Ziehen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Ziehen trs, intrs, ntr, trs, trs, rec

Bd. 5, Sp. 861b
Ziehen, v. unregelm. ich ziehe, du ziehest, er zieht  (O. D. zeuchst und zeucht); unl. verg. Z. ich zog; geb. F. ich zöge; Mittelw. d. verg. Z. gezogen; Befehlw. ziehe oder zieh (O. D. zeuch). I) trs. einen Körper, welcher Widerstand leistet, wenn auch nur durch seine Schwere, langsam durch einen Raum nach einer gewissen Richtung bewegen; besonders aber nach sich oder zu sich hin. Wasser aus dem Brunnen ziehen. Einen bei den Haaren ziehen. Etwas mit einem Stricke, mit einem Haken zu sich ziehen. Den Fuß, die Hand an sich ziehen. Den Kopf aus der Schlinge ziehen. Den Mund ziehen, ihn aus seiner gewöhnlichen Lage ziehen. So auch, ein Gesicht ziehen, für, ein Gesicht schneiden. Die Achseln ziehen. Die Pferde können den Wagen kaum ziehen. Die Pferde haben an dem schweren Wagen zu ziehen, sie müssen sich anstrengen, um ihn von der Stelle und fort zu ziehen. Ein Schiff stromauf ziehen. Einen Kahn, die Netze ans Land, ans Ufer ziehen. Flachs durch die Hechel ziehen, ihn dadurch reinigen, hecheln; daher uneigentlich, einen durch die Hechel ziehen, ihn streng beurtheilen, tadeln; ihn durchhecheln. Den Hut ziehen, vom Kopfe, dadurch zu begrüßen  Den Degen ziehen, aus der Scheide, wofür man auch sagt, Х vom Leder ziehen, und bloß, ziehen. Ih zog, um sie zu trennen. — A. W. Schlegel. Einen Nagel aus der Wand ziehen. Die Glocke ziehen. Einen an sich ziehen, in seine Arme, an seine Brust ziehen. Mit einem Andern an Einem Strange ziehen, mit ihm gleiche Absicht zu erreichen suchen, einerlei Zweck zu erreichen suchen. Den Kürzern ziehen, unterliegen. S. Kurz. I theils engerer, theils weiterer und uneigentlicher Bedeutung (1) durch Ziehen hervorbringen, oder bearbeiten, verändern. Draht ziehen, die Metallstreifen durch die runden Löcher des Zieheisens ziehen und dadurch zu Draht machen. Lichter ziehen, dadurch, daß man Dochte in flüssiges Talg oder Wachs taucht und aus demselben wieder ziehet und dies oft wiederholet, Lichter machen; zum Unterschiede von Lichter gießen. Federspulen ziehen, sie durch heiße Asche ziehen und dadurch härten. Ein Büchsenrohr ziehen, es inwendig mit geraden oder gewundenen Riesen versehen; daher ein gezogenes Rohr, welches mit solchen Riefen versehen ist. Saiten auf die Geige  ziehen, sie auf dieselbe befestigen und aus pannen. Den Beutel ziehen, ihn aus der Tasche ziehen, um Geld heraus zu nehmen und damit zu bezahlen; daher auch uneigentlich Х für bezahlen selbst. Blasen ziehen, sie durch etwas stark Reizendes, was man auf die Haut legt, entstehen machen. I andern Fällen verliert sich der Begriff des eigentlichen und sinnlichen Ziehens ganz. Eine Linie ziehen, sie dadurch, daß die zurückbleibende Spur eines färbenden Körpers der Hand oder dem mit der Hand geführten Werkzeuge folgt, hervorbringen. So auch eine Furche ziehen. Einen Graben ziehen, ihn nach einer gegebenen Linie oder Richtung, derselben folgend, aufwerfen. Eben so, eine Mauer ziehen, sie nach einer gegebenen Linie aufführen. ≠ Einem eine Ohrfeige ziehen, im O. D. ihm eine geben. Das Loos ziehen, es aus dem Gefäße  nehmen, um dadurch etwas zu entscheiden. Bei einem Losungsspiele die Loose oder gewisse Nummern ziehen, sie herausnehmen, wie es sich trifft, und dadurch Gewinnst und Verlust entscheiden lassen. Einen doppelten Gewinnst ziehen, durch Ziehung doppelter Gewinnlose, dann überhaupt, doppelten Gewinn von etwas haben. Zuweilen ist ziehen auch nur an sich nehmen, in Empfang nehmen, sich verschaffen. Einen Wechsel, eine Summe Geldes auf jemand ziehen, sich Geld auf jemandes Namen auszahlen lassen. Zinsen ziehen, viel Geld ziehen, einnehmen. Nutzen, Vortheil aus etwas ziehen, ihn sich daraus verschaffen. Seine Nahrung aus etwas ziehen, sie daraus hernehmen, sich dieselbe durch etwas verschaffen. Eine Stelle aus einem Buche ziehen, sie aus demselben hernehmen, abschreiben. Den Ihalt aus einem Buche ziehen, das, was das Buch enthält Kurz zusammenfassen. Sich eine gute Lehre aus etwas ziehen, sich dieselbe aus etwas hernehmen, herleiten. Noch weniger sinnlich als in den letzten Redensarten ist ziehen für nehmen in den folgenden. Eine Folge, einen Schluß aus etwas ziehen, sie daraus herleiten, folgern, schließen. (2) Auf irgend eine Art in Bewegung setzen, bewirken. Einen Stein im Brettspiele, Schachspiele  ziehen, ihn auf eine andere Stelle rücken, von der Stelle, wo er stehet, wo es auch allein für sich gebraucht wird. Sie müssen ziehen, nämlich einen Stein. Es ist an mir zu ziehen, oder das Ziehen ist an mir, die Reihe, einen Stein zu ziehen oder zu rücken ist an mir. Die Pferde aus dem Stalle, in den Stall ziehen, dieselben sich aus demselben oder in denselben folgen machen. Einen an sich ziehen, auf seine Seite ziehen, ihn auf seine Seite zu treten, seine Partei zu nehmen vermögen. Die Truppen an sich ziehen, sie um sich, bei sich vereinigen. Hülfe an sich, Verstärkung in die Stadt ziehen. Einen auf die Seite ziehen, ihn auf die Seite treten machen, um ihm etwas zu sagen  Einen vor Gericht ziehen, ihn verklagen und nöthigen vor Gericht zu erscheinen. * * Eine Sache oder sich an oder vor einen höhern Richter ziehen, wenn man mit dem Ausspruche des ersten untern Richters nicht zufrieden ist (appelliren); auch, ein Urtheil für (vor) einen ziehen, vor einem höhern Richter. Auch sagt man, etwas in Klage ziehen, über etwas Klage erheben. O wenn dich noch ein Opferschmaus herab vom Himmel ziehet. Ramler. Durch ihre Reize zieht sie Aller Augen auf sich. Seine angenehme und lehrreiche Unterhaltung zog mich an ihn. Zuweilen druckt ziehen allein schon an sich ziehen, anziehend sein durch seinen Reiz  aus (interessiren). Und zu deinem ew'gen Unbehagen Stößt dich heute, was dich gestern zog. Göthe. Etwas an sich ziehen, auch, etwas in seine Gewalt bringen. Einen zur Tafel ziehen, ihn an seiner Tafel Platz, Theil nehmen lassen. Einen mit zur Berathung, mit ins Geheimniß ziehen, daran Theil nehmen lassen. Einen zur Verantwortung ziehen, ihn auffodern, veranlassen sich zu verantworten. Einen zur Strafe ziehen, seine Bestrafung bewirken, veranstalten. Einen aus der Verlegenheit ziehen, ihn daraus befreien, seine Verlegenheit endigen. Sich mit Klugheit aus einer Sache ziehen, sich von derselben gleichsam entfernen, mit ihr nichts weiter zu thun haben. Etwas in die Länge ziehen, es mehr als nöthig ist verlängern, länger dauern machen  Den Krieg in die Länge ziehen, ihn verlängern, Ursache von seiner längern Dauer sein. Staub, Luft in sich ziehen, mit dem Athen in sich dringen machen. — als er den letzten Odem zog, Bürger (R.), d. h. als er im Begriff zu sterben war. Und endlich der stumme Lakonische Fisch, Wie zieht er die Summe Des Lebens so frisch, Kl. Schmidt, d. h. wie zieht er sie in sich  Den Wein auf Flaschen ziehen, ihn aus dem Fasse ziehen, d. h. fließen machen und in Flaschen füllen. Der Polstein zieht das Eisen an sich, er macht durch seine eigenthümliche Kraft, daß sich das Eisen nach ihm hinbewegt. Die Sonne ziehet Wasser, sie macht, nach der gemeinen Meinung, wässerige Dünste in die Höhe steigen. S. Wasser. Ein undichtes Gefäß ziehet Wasser, wenn es dasselbe eindringen läßt, wo man das Gefäß als wirkend sich denkt. Die Sonne zieht das Brett krumm, sagt man auch sehr uneigentlich, für, das nicht trockene Brett wird in der Sonnenhitze krumm. Ganz unsinnlich und uneigentlich ist es in folgenden Fällen zu nehmen. Etwas in Betrachtung, Erwägung ziehen, es zu einem Gegenstande der Betrachtung, Erwägung machen. Einen mit etwas in Verdacht ziehen, ihn damit oder darüber in Verdacht haben. Etwas auf sich ziehen, es auf sich anwenden, deuten. Ehemahls sagte man auch, auf einen ziehen, für, sich auf ihn, auf sein Zeugniß berufen. * * Auf einen Artikel ziehen, sich auf ein Gesetz berufen. Sich etwas zu Gemüth ziehen, etwas zum Gegenstande seiner Gemüthsbewegung machen, sich darüber beunruhigen, bekümmern. Das ziehet viel Unglück, Unheil nach sich, verursacht es und hat es zur Folge. Sich ein Unglück über den Hals ziehen, sich dasselbe verursachen. Der Begriff des Wirkens findet auch noch in den folgenden Bedeutungen Statt: (3) Über einen größern Raum bewegen, eine größere Ausdehnung, besonders in die Länge geben. Den Draht länger und dünner ziehen. Das Leder ziehen. Vergl. Dehnen, Recken, Strecken. (4) Durch Reichung der Nahrung und durch Pflege überhaupt groß ziehen, gleichsam in die Höhe ziehen, heranwachsen machen. Ein Kind, ein junges Thier groß ziehen, es aufziehen. Blumen aus dem Samen ziehen, die aus dem Samen gekeimten Blumenpflanzen durch seine Pflege in die Höhe wachsen und vollkommen werden lassen. Bäume ziehen, junge Baumstämme aus den Kernen  wachsen lassen und durch seine Pflege dafür sorgen, daß sie immer größer und vollkommener werden. Auch sagt man wol, aber selten, einen Bart ziehen, ihn wachsen lassen, indem man die Haare nicht abschiert. Dann auch, sich fortpflanzen machen und zugleich für Wachsthum und Gedeihen sorgen. Pferde, Schafe, Schweine  ziehen. Getreide, Flachs  ziehen, kann man nicht wol sagen, weil man zum Gedeihen solcher Gewächse, welche man auf dem Felde in Menge bauet, nichts thun kann; wol aber Blumen, Küchenkräuter, Gemüse  ziehen, weil man bei dem Anbau dieser Gewächse in einem Garten, durch Begießen, Gäten des Unkrautes, Reinigen von Ziefern  viel zum Gedeihen thun kann. I engerer Bedeutung von Menschen, nicht allein durch Nahrung und Pflege körperlich aufwachsen und gedeihen machen, aufziehen, sondern zugleich zu einem pflichtmäßigen, sittlichen Verhalten anhalten, gewöhnen; wofür man aber gewöhnlicher erziehen sagt. Alle Kinder lassen sich nicht gleich gut ziehen. Einen zu allem Guten ziehen. »Nehmt euren Sohn zurück, ich ziehe nichts aus ihm.« Gellert. (5) Von Tönen, sie länger aushalten als andere, oder als gewöhnlich. Eine Silbe, ein Wort ziehen. Der gezogene Ton der Wörter, besser der gedehnte. Auch gebraucht man ziehen beim Singen, wenn der Singende den Ton sinken läßt, so daß er den Gesang in einem tiefern Tone endet, als in welchem er angefangen hat und in welchem er endigen sollte. Mit der Stimme ziehen. II) intrs. mit sein. 1) Sich langsam von einem Orte nach einem andern bewegen, sowol von einzelnen Dingen, als auch und gewöhnlich von mehrern zugleich. Der Ackermann ziehet zu Felde, wenn er in das Feld gehet, eine Arbeit dort vorzunehmen, zu pflügen, zu egen, zu mähen  Seine Straße, seinen Weg fröhlich ziehen, gehen, reisen. Zeuch in Frieden, o Tochter, und sei die Krone des Mannes. Voß. Das Heer ziehet durch das Land. I den Krieg ziehen, in den Krieg gehen, thätlich Theil an dem Kriege nehmen; besonders von den Soldaten. Auf die Wache ziehen. S Wache. Der Hirsch zie= het zu Holze, er gehet ins Holz. Die Jäger ziehen zu Holze, wenn sie ins Holz gehen. So auch von andern Arten der langsamen Bewegung zu Pferde, zu Wagen, fliegend  »Ih sah sie, die Göttinn deines Stroms — vor deinem Tannenhaine Mit ihren Schwänen ziehn. Ramler. Die Vögel ziehen, wenn sie auf ihrer langen Reise von uns in ferne Länder, oder von dort zu uns begriffen sind. 2) Den Ort seines Aufenthaltes, seiner Wohnung verändern. Aus einem Hause in ein anderes ziehen. I die Stadt, in eine lebhafte Straße, auf das Land ziehen. Auf einen Garten ziehen. I ein anderes Land ziehen. Zu seinem Freunde ziehen. Auch vom Gesinde, von Dienstboten, wenn sie mit der Herrschaft wechseln, aus dem Dienst der einen in den Dienst der andern treten. I einen Dienst, aus einem Dienste ziehen. Die Zeit, zu welcher das Gesinde ziehet, ist nicht überall gleich. Mein Bedienter ist von mir gezogen. III) ntr. mit sein und haben. 1) Mit sein, sich langsam von einem Orte nach einem andern bewegen. Die Wolken ziehen nach Abend zu. Der Rauch ziehet ins Thal. Der Eichwald brauset, die Wolken ziehn. Schiller. 2) Mit haben, in einer langsamen Bewegung gezogen seine Kraft äußern. Ein Schwert ziehet gut, wenn es tief einschneidet, schneidend durchdringt. Bald soll er selbst in seinen Eingeweiden Die beßre Probe seh'n, wie gut es (das Schwert) zieht. Gries. 3) Mit haben und der Fügung eines trs. in der überleitenden Bedeutung des Wortes ziehen, z. B. das Blasenpflaster ziehet, wovon oben unter I) trs. mehr Beispiele vorkommen. IV) rec. Sich ziehen, sich langsam von einem Orte zum andern bewegen. Die Truppen ziehen sich an die Grenzen. Die Wolken ziehen sich nach den Bergen. »Ein röthliches Gemisch zieht von dem Berge sich ins Thal.« Geßner. Die Mäuse ziehen sich danach, z. B. nach einer durch ihren Geruch anziehenden, anlockenden Speise, nach einem Köder in der Falle. Die Ameisen ziehen sich nach dem Süßen, suchen das Süße auf und begeben sich dahin. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung: (1) sich nach einer Richtung hin ununterbrochen erstrecken. Das Gebirge ziehet sich weit ins Meer und bildet hier Vorgebirge. Der Meerbusen ziehet sich tief ins Land. Der Graben — der sich um's Lager zog, Schiller, d. h. der es umgab. Um der Erde holden Busen ziehet Sich Allvaters schönes Zauberband. K. L. A. Münchhausen. (2) Seine Richtung, Lage in seinen Theilen verändern. I Bergbaue ziehet sich die Wand, wenn sie einen Bug bekömmt und einzustürzen drohet. Das Holz, das Brett hat sich gezogen, hat in seinen Theilen eine fehlerhafte Richtung bekommen, weil es nicht völlig trocken war; wofür man gewöhnlicher sagt, es hat sich geworfen, wenn man nicht damit einen stärkern Grad bezeichnen will. (3) Nach und nach in etwas eindringen, wie davon angezogen. Das Wasser ziehet sich in den trockenen Sand, in den Schwamm. Der Geruch ziehet sich in die Kleider, durchdringt die Kleider und verhült sich darin. So auch in der Form eines Zustandwortes. Das Wasser ziehet in die Erde, in den Schwamm, dringt in die Erde  (4) Zuweilen überhaupt eine langsame Veränderung an sich bewirken. Sich ins Kleine, in die Enge ziehen, kleiner, enger werden; von Menschen auch, sich einschränken  Eine blaue Farbe zieht sich ins Rothe, wenn ihr ein wenig Roth beigemischt ist, wofür man auch wol sagt, sie schielt ins Rothe; zum Unterschiede von, sie fällt ins Rothe, wenn ihr mehr Roth beigemischt ist. (5) Sich in die Länge erstrecken, sowol dem Raume als der Zeit nach. Das Leder, das Lederharz, der Leim ziehet sich, wenn sie sich ausdehnen lassen. Ein Weg ziehet sich in die Länge, wenn er länger ist als man glaubte oder als gesagt wurde, und man ihn zurückzulegen mehr Zeit brauchte, als man vermuthete. — I einigen O. D. Gegenden lautet dieses Wort züchen oder zeuchen, wovon in der höhern Schreibart noch die zweite und dritte Person in der gegenwärtigen Zeit: du zeuchst, er zeucht, und das Befehlwort zeuch! gebraucht wird. I N. D. lautet es teien, tehen, woraus tenen, dehnen, stark ziehen, und tien, zerren, oft und heftig ziehen  entstanden sind. — D. Ziehen. D. — ung. S. d. und auch Zucht.
14834 Zeichen · 235 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ziehenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    ziehen stn. ir lâʒen und ir z., ir wenken und ir fliehen wart in gar vergolten Wwh. 18, 21. an dem z. kriegszug Chr. 4. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ziehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Ziehen , verb. irregul. ich ziehe, du ziehest, er ziehet, oder zieht, (Oberd. du zeuchst, er zeucht,) Conj. daß ich zieh…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ziehen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Ziehen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ziehen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Ziehen , im Handel soviel wie trassieren; Ziehung , soviel wie Tratte (s. Wechsel ). Zieher , bei dem Prämiengeschäft de…

  5. modern
    Dialekt
    ziehe(n)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    zie h e(n) , ziege n [tsíə S. Bf. ; tsìəkə Mü. Felleri. Su. Hlkr. Logelnh. NBreis. ; tsíkə M. ; tsièjə Co. Horbg. Dü. ; …

  6. Sprichwörter
    Ziehen

    Wander (Sprichwörter)

    Ziehen 1. Das heisst gezogen, sagte der Feling, als er einen fusslangen Wurm aus dem Arsch hervorbrachte. Holl. : Is dat…

  7. Spezial
    ziehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    zie|hen (zog, gezogen) I vb.tr. 1 (zu sich her bewegen) trá (tira, trat) 2 (zerren) trá (tira, trat) 3 (schleppen) trá (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ziehen

157 Bildungen · 6 Erstglied · 144 Zweitglied · 7 Ableitungen

ziehen‑ als Erstglied (6 von 6)

ziehende

KöblerMhd

zieh·ende

ziehende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. ziehend Vw.: s. hin- Q.: HvBer (1325-1330) (FB ziehende) E.: s. ziehen (1) W.: nhd. DW-, nhd. ziehend, (P…

ziehenig

DWB

ziehenig , adj. , dehnbar ( fränk. ) H. Fischer 6, 1187 ; aus * ziehendig.

Ziehen, Theod

DWBQVZ

--- leitfaden der physiologischen psychologie in 16 vorlesungen. Jena 12 1924. ---

ziehen als Zweitglied (30 von 144)

enwecziehen

KöblerMhd

*enwecziehen , V. nhd. „wegziehen“ E.: s. enwec, ziehen

minneziehen

KöblerMhd

*minneziehen , V. nhd. „Minnezeihen“ E.: s. minne (1), ziehen W.: nhd. DW-

nōtziehen

KöblerMhd

*nōtziehen , sw. V. nhd. notzüchtigen Hw.: s. nōtziehunge E.: s. nōt (3), ziehen W.: nhd. (ält.) notziehen, sw. V., notziehen, Gewalt anttun…

widerūzziehen?

KöblerMhd

*widerūzziehen? , st. V. nhd. wiederausziehen Hw.: s. widerūzziehen (2) E.: s. wider, ūz, ziehen (1)

wolziehen

KöblerMhd

*wolziehen , V. E.: s. wolgezogen W.: nhd. DW-

Tauziehen

RDWB1

Tauziehen n übertr. борьба, спор, тянуть в свою сторону, тянуть одеяло на себя идиом. Dass beide Seiten meinen, sich beim bizarren Tauziehen…

abe ziehen

MWB

abe ziehen stV. 1 mit Akk.-Obj. 1.1 ‘etw. (auf der Oberfläche Aufsitzendes, Aufliegendes, einen Körper Umschließendes) wegnehmen, entfernen’…

abe ziehen

Lexer

abe·ziehen

abe ziehen intrans. BMZ ans land ziehen, landen Wolfd. 1920, 4 ; mit dat. von einem wegziehen; trans. BMZ ab- zurückziehen, verweigern ( ein…

abgeziehen

DRW

abgeziehen Übersetzung von derogare die insullint noch inmogint gentzlich an keinen dingin geletzin adir abegezihen den friheidin gerichtin …

abziehen

DWB

abziehen , abstrahere, detrahere. sinnlich, im gegensatz des anziehens, anlegens ein wegnehmen des sowol dem abziehenden als dem, von welche…

afterziehen

MWB

after·ziehen

afterziehen stV. militär. ‘sich zurückziehen’ sie begunden ytweder site affter ziehen und schieden sich Lanc 262,30; Galahot reyt wiedder zu…

alpziehen

DRW

alp·ziehen

alpziehen wan auf einer gemein alp, wo alle besetzer gnossen sin, alp gezogen wird 1736 ZSchweizR. 7 (1858) RQ. 136 Faksimile ZSchweizR. 7 (…

ane geziehen

MWB

ane geziehen stV. ‘jmdn. betreffen, jmdm. zukommen’ (mit Akk.d.P.): si enphiengen [...] / von im ir lant und des geniez, / als ieslîchen an …

ane ziehen

MWB

ane ziehen stV. mit Akk.d.S. (mit Akk.d.P. → ane geziehen [und s.u. 2.2, 4.2]). 1 mit Akk.d.S. ‘etw. (Kleidung, Rüstung u.ä.) anziehen, sich…

ane ziehen

Lexer

ane·ziehen

ane ziehen BMZ an etw. ziehen alle glocken anz. Ugb. 139. früemesse anz. zur frühmesse läuten Kell. erz. 118,20. 28, an sich ziehen, in sich…

angeziehen

DRW

ange·ziehen

angeziehen zukommen, gebühren 1317 Böhmer-Ficker 486 Faksimile 1351 FürstenbUB. II 184 Faksimile

ansichziehen

DRW

ansichziehen daß [kein Stück eines Kapitals] könne noch möge angegrieffen, alieniret, verzehret ..., consumiret, an sich gezogen ... werden …

anziehen

DWB

anziehen , attrahere, gegensatz des abziehens, in mehrfachem sinn. 1 1) kleidungsstücke anziehen, sich oder andern, oft gleichviel mit anthu…

auferziehen

DWB

aufer·ziehen

auferziehen , educare, erziehen, grosz ziehen: ich habe kinder auferzogen und erhöhet. Es. 1, 2 ; das sie ( die knaben ) also drei jar aufer…

aufziehen

DWB

auf·ziehen

aufziehen , sursum trahere, elevare, revolvere, 1 1) thor und brücke: da die thor zu Jerusalem aufgezogen waren. Neh. 13, 19 ; die brücke wu…

auseinanderziehen

DRW

auseinander·ziehen

auseinanderziehen hat man nechsten landtage dahero die stände auseinander ziehen heissen und den landtage aufgehebt 1686 CDSiles. 27 S. 310

ausgeziehen

DRW

aus·geziehen

ausgeziehen als Beweismittel verwenden 1351 FürstenbUB. II 186 Faksimile es en mag nimant sinen brif noch ingeß [Ingesiegel] ußgezein nach 1…

ausziehen

DWB

aus·ziehen

ausziehen , extrahere, educere. 1 1) kleider ausziehen, gegenüber dem anziehen, so wie aufziehen dem abziehen entgegensteht: als nu Joseph z…

außerziehen

DRW

außerziehen (das Schwert aus der Wunde) herausziehen SchwäbWB. I 519 Faksimile

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

bürgeziehen

MWB

bürge·ziehen

bürgeziehen stV. ‘jmdn. zur Bürgschaft zwingen’ dat ein vaidt von Schonecken [...] neman twingen noch burchzegen in sall WeistGr 2,519 (a. 1…

darniderziehen

KöblerMhd

darnider·ziehen

darniderziehen , st. V. nhd. „darniederziehen“, niederziehen Q.: Cranc, Lanc (1240-1250) E.: s. darnider, ziehen (1) W.: nhd. (ält.) daniede…

Ableitungen von ziehen (7 von 7)

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

entziehen

DWB

entziehen , detrahere, abstrahere, subtrahere, ahd. inziohan ( Graff 5, 606 ), mhd. enziehen, nnl. onttiegen. 1 1) einem die hand, den arm e…

erziehen

DWB

erziehen , educere, extrahere, goth. ustiuhan, alts. âtiohan, ags. âteon, ahd. arziohan, mhd. erziehen, die praet. lauten goth. ustauh, alts…

geziehen

DWB

geziehen I , die neue, im guttural an die übrigen verbalformen, im vocal an den neuen sing. des indic. präterit. (zieh für zêch) angelehnte …

Mißziehen

Campe

Mißziehen , v. trs . u. intrs . unregelm. ( s. Ziehen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgezogen , falsch, unrichtig, schlecht, nachtheilig ziehen. …

verziehen

DWB

verziehen , vb. , verzögern, hinauszögern, wegziehen usw.; nur westgerm. bezeugt: ahd. farzeohan ( s. u. ); ae. fortēon ( in: fortogen, auch…

zerziehen

DWB

zerziehen , verb. , auseinanderziehen, ahd. zaziohan, ags. tótéon, mhd. z., mnd. totên, afries. totia; Frisius 276 b ; Stieler 2645 ; 1) tra…