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ziehen

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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24 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

ziehen

Bd. 9, Sp. 773
ziehen das Verbum ist südl. der bei trecken (s. d.) angegebenen Linie allg., nördl. steht es neben diesem, doch sind beide in vielen Fällen nicht austauschbar; die Formen sind: Inf. tsīə(n), –ī·ə.- Rhfrk an uNahe, in Birkf, Simm, Goar, Saarbr, Wend, Ottw, Mosfrk in Merz-Bardenb Wadrill, Saarbg-Schoden, Trier-Otzenhsn Stdt (u. tsē:gən), Bitb-Rittersd, Wittl-Minh, Prüm, Zell-Trarb, May-Kruft, Rip in Ahrw-Altenahr, Waldbr-Lindenpütz; tsī:n Mosfrk in Saarl-Berus, Kobl-Horchh NWerth; tseiə(n), –e·i.- Rhfrk in Kreuzn-Bockenau Hahnenb, Meis-Merxh, Birkf-Stdt (u. tsīən), Saarbr-Fürstenhsn, Mosfrk in Saarl-Roden, Merz, Trier-Filsch, Lampaden, Bernk-Dhron Neumag, May, Kobl-Stdt; tsē·i.n Merz-Merching (u. tsøyχən); tsEjən, -ē·j.- Mosfrk in Bitb,-Wiersd Daun, Zell-Senhals, Koch verbr., May, Kobl (Horchh s. o.), Neuw-Datzeroth; Rip in kurköln. Neuw, Ahrw, Eusk, Rheinb, Schleid, Malm, Prüm-Hallschlag; tsi:gən Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb Reuth; tsē:gə(n) Trier-Stdt, Wittl-Flussb Gr-Littgen, Bitb-Hütting, May-Stdt, Rip in Malm-Rocherath; tsē·ə.(n) Merz-Haustdt Reinsb, Trier-Karthaus, Bitb, Prüm-Olmschd Seiwerath, Zell-Altstrimmig, Neuw-Etschd, Altk-Bachenbg, Waldbr-Morsb; tsē:n Altk-NFischb, Sieg; tsE·ə.n Neuw-Linkenb; tsē(:) NSiegld; tsE:jə May-Löf; tsē:χə(n) Koch-Leienkaul Lutzerath, Schleid-Dollend, Altk-Flammersf; tsø·y.ən Saarbg-Nennig Wellen (u. tsø·y.χən); tso·u.gən Daun-Strotzbüsch; n. der Benr.-L. (u. z. T. auch Rip, s. die Formen) ist altes -iu- zu -ȳ- geworden; tȳ·ə.n Gummb-Schwarzenbergisch, Mörs, Klev, Dinsl [der Inf. ist gegenüber den anderen Formen jedoch meist durch trecken ersetzt]; die 1. Pers. Sg. deckt sich im wesentlichen mit dem Inf., also ich tsīə, –ī·ə., –īə.n, tsē:jən usf. [Bitb-Seimerich ich ts·ə.n; Merz-Büschf tse·i.ən]; das gleiche gilt für die 1. u. 3. Pl., soweit sie im Norden nicht durch trecken ersetzt sind; besondere Aufmerksamkeit gebührt der 2. u. 3. Sg., u. zwar tsī(:)s, –ī(:)t Kreuzn, Meis, Simm, Saarbr, Trier, Saarbg-Serrig, Wittl, Zell-Lötzbeuren, May-Polch, Gummb-Nümbrecht; tsē:s, –t Wittl-Flussb, Koch, May-NElz, Kobl (u. tsē:χt), Bitb-Prümzurlay; tsē·i.s, –t, -ei- Kreuzn-Weiler, Birkf-OTiefenb, Merz verbr., Saarbg-Perl Schoden, Daun-Katzwinkel; mit erhaltenem Guttural tsī:χs, –t Bitb-Dudeld Fliessem Rittersd, Kobl-Horchh; tsē:χs, –t Bitb-Mettend NWeis Prümzurlay, Prüm-Ihren Sellerich, Zell-Senhals, Koch-Lutzerath; tsøχs, –t Bitb-Seimerich, Zell-Pünderich, Malm-Amel Herresb; diese Form weist bereits auf älteres -ȳ- hin; dazu tsø·y.χs, –t Koch-Greimersbg, May-Kollig, Ahrw-Königsf; ohne Diphthongierung tsyχs, –(t) Ahrw-Sinzig, Aden-Hümmel, Neuw-Asb, Eusk, Köln; das Siegld hat tsīst, –ȳ-, –i, –yt; tsø·y.s(t), –t Bernk-Zelting, Neuw-Rodenb, Altk, Sieg-Blankenbg; n. der Benr.-L. herrscht tȳ:s, tȳ:t; Imper. Sg. tsī(:) Rhfrk, Mosfrk in Merz-NLosh (neben tsø·y.), Trier-OEmmel; tsē: Saarl; tse·i. Merz-Merching Stdt; tsī:χ Bitb-Dudeld; tsē:χ Bitb-Hütting, Koch-Hambuch, Lutzerath, Kobl, Schleid-Hellenth; tsøχ Trier-Karthaus; tsyχ Siegld-oFerndorft Freudenbg; tsȳ: Hilchenb, tso·u.χ Bitb-Badem; tsø·y. Saarbg-Wellen; tsux Altk-Bachenbg, Siegld; tyχ n. der Benr.-L.; die 2. Pers. Pl. deckt sich im wesentl. mit der 3. Sg., ebenso der Imperat. Pl.; zu beachten ist die Inversion tsīənər? (zieht ihr?) in Saarbr; das Präteritum ist nur spärl. bezeugt u. wird meist durch das Perf. ersetzt; von Mitarbeitern stammen folgende Belege: eiχ tsōgən Trier-Welschbillig; tsō:x Neuw-Dattenbg, Siegld, Waldbr-Rosb, MüEif, — tsū:x Altk-Bachenbg, Siegld-FreierGrund, — tō:x Mettm-Haan, — tū·ō.x Remschd; das Part. Perf. weist folgende Formen auf: gəzō(:) Rhfrk allg. [Birkf-Idar -tsə], Mosfrk in Saarl, Zell-Lötzbeuren, Koch-Laub [neben -tsuxən]; -tsū: Merz-Büschf Merching Mitlosh Saarhölzb; -tsō:x Koch, Kobl-Horchh; -tsū:x Saarbg-Greimerath Wellen Winchering, -tsuxən Koch-Laub Leienkaul; -tsō:n Bitb-Geichl; -tso·u.ə(n) Sieg-Fussh Leuschd, Altk-Bachenbg; jətsō·ə.n Gummb-Nümbrecht; die Vollform -tsō:γə(n) ist Mosfrk, Rip, SNfrk, u. zwar Birkf-Breitenth (Rhfrk), Merz-Bergen, Bernk-Erden Immert Neumag Wehlen, Wittl-Binsf Neuerbg, Trier verbr. [Mehring Schleidw Wasserliesch -tsūgən], Bitb verbr., Prüm-Schönecken, Zell-Senhals, May-Trimbs, Kobl, Neuw-Dattenbg Datzeroth Dierd, Altk-Bachenbg Kötting, Siegld, Ahrw, MüEif, Bo, Sieg-Eudenb, Köln-Stdt (veralt.), Bergh, Düss-Stdt; n. der Benr.-L. -tōγə(n) Remschd, Sol, Mettm-Haan, Geld [-ō·ə.- Eup, Erk-Elmpt, MGladb; -tū·ə.γən Erk]; dazu tsouxən (neben -tsuxən) Koch-Lutzerath; auffallend gətsī:t (aber nur in der Bed. »gelichtet, von den Rüben auf dem Felde« in Bitb-Ehlenz; die Lücken im Rip, Nfrk sind durch jətrǫkə(n), –trękt auszufüllen st.: 1.a. wie nhd., eine Last, einen Wagen usf. z. Allg.; de Bu is stark, de z. de Wan (Wagen) ellän aus der Schauer Simm, Allg.; er z. de Kapp iwwer de Auen will nicht erkannt sein Saarbr, Verbr.; der z. wie an Ochs ist stark Zell-Pünderich; z. bie e Perd Koch-Laub; meim Broder sei P. zeugt got, meint z. awer ömerie su got gerade so gut Ahrw-Königsf. RA.: Tüs de wiər de Breiklocke? willst du wieder weinen, zum Kinde OBerg. He hät de Ling hezogen hat sich davon gemacht (s. u. 1cκ) Gummb-Nümbrecht. kann lege (lügen) wie e Perd z., wie ne Vugel flege, wie ne Schelm bedrege, wie ne Zoldat krege Schleid-Hellenth. Am körzten Enn (Ende) z. den Kürzeren z. Altk-Bachenbg. Einen in den Dreck z. verleumden Neuw-Etschd, Verbr. He lösst sech et Himd vom Laif z. der Gutmütige Kobl-Metternich. Z. dorfste, äwer nit däuen Koch-Lutzerath. Soll dat Perd die ledig Kar net mih z.? sollten wir diese Schwierigkeiten nicht überwinden können? Prüm-Ihren. E gut Perd zieht zweimol Wittl. Die z. un (an) äm Säl sind gleicher Meinung, halten zusammen Bernk-Neumag. Hafer z. de Kar das gut genährte Pferd Trier-Fell, Bernk. Der Faule z. de Riem Saarbg-Schoden. En z. wei NN ihre Kouh, die hät bergrupp zerickgehal un de Berg erof (herab) gedrickt von einem, der alles verkehrt anfängt Saarbg-Perl. — b. rudern Bernk-Neumag. — c. ziehen = dünn aufstreichen, –streuen, z. B. de Botter alt jet z. mit der B. sparen Prüm.d. in bestimmten Verb. α. den Atem z., atmen Rhfrk, Mosfrk verbr., in RA.: Hen hot vergess, den Otem ze z. ist gestorben Mosfrk verbr. Wen lang den O. z., get alt Saarbg, Trier, Bitb. — β. Halm, Stöckchen ziehen, losen; Hälm, Knuden, Knopp, Hölzcher, kurz un lang, Stöckcher z. Saar, Mosfrk. — γ. die Waage z., ein gehöriges Gewicht haben; fi wellen dat Rengd schlachten, et es fett, dat tüt de Woge Gummb-OAgger. — δ. der hat de Brück gezoh hat sich aus dem Staube gemacht Saarbr-Pflugschd. — ε. (gro) Hor (Haare) z. Schimmel ansetzen Birkf, Simm-Bruschd, Bernk-Neumag; et hot Haut gezog Birkf-Breitenth, Bernk-Immert; — Pant gez. Bernk-Erden. — ζ. dat Mess (Messer) hot Rost gezoh hat R. angesetzt Simm-Laub. — η. den Stofft (Stoff) z. den Stoff einkräuseln Bernk-Krummenau. — θ. Dreck z., von der Wunde, die zu eitern beginnt Saarl, Goar-NGondershsn, Koch-Lutzerath. — ι. Wasser z., von den Schuhen, vom Leder, wenn es noch nicht »gar« ist Sieg-Fussh. — κ. Pöhl z. Reissaus nehmen Kreuzn, Meis, Bernk-Braunebg, OAltk, Siegld; auch einfach ziehen Kobl-Lützel. — λ. de Schmand devon zäje den Nutzen davon haben May-Löf. — μ. vom Riemen z., gehörig das Wort schwingen; de hät noch ens vom Reme g. Ahrw-Kirchsahr. — ν. durchs Maul z. Übles von einem reden, durchhecheln Trier, Allg.; durch de Zähn z. Bitb-Rittersd, Allg. — j.Geld, Gehalt z., Geld einnehmen, Gehalt beziehen; sin Pansjon z. Saarbr-Völkl. — e. langsam, schleppend sprechen, die Wörter in die Länge z.; er zeit, zeit's; he z. (an) de Wörd(er), he z. langk Rhfrk, Mosfrk, Rip, OBerg, Sol, Wippf. — f. Kinder, Vieh, Korn (auf)ziehen Allg., wo nicht trecken; en Kalb ziehe Goar-Weiler, Allg.; dat Kalb ziehe mer Simm-Laub, Allg. RA.: Beisser Röngder (Rinder) z. as wie Köngder (Kinder) z. Schleid-Hellenth. Säu soll de z., dann de besser gedon Ahrw-Sinzig. Ene Fräəter wöd net geboəre, wöd getoəge MGladb, Erk. Här e se (die Kinder) besser ziehe sille beim erschte Gebäck Brot von der ersten Stunde an Simm-Laub. — Koər zeche Korn bauen Altk; Gemis z. Gemüsebau betreiben Goar-Weiler. — Dazu auch das Part. ungezogen »unerzogen, ungebührl., frech«; das Wort dürfte trotz der Einlautung onjetoəγə (Erk) dem Nhd. entstammen; *ongetrocken existiert nicht. — g. vereinzeln, von Rüben udgl. auf dem Acker Birkf, Bitb-Ehlenz, Prüm; Rummele z. Birkf-Stdt, Allg.; de Murden (Möhren) mussen dichtig gezieht gen Bitb-Ehlenz. — h. mit Adv. (Ortsadv.). α. ausenannerz. dehnen Bitb-NWeis, Allg. — β. eraufz., wie nhd. Allg.; wat hot den die Bocks (Hose) eropgez. zu einem langen Menschen Trier-Schleidw. — γ. erausz. wie nhd.; e wor wie aus der Bach erausgez. ganz durchnässt Trier-Mehring, Verbr.; der losst sich alles aus der Nas erausz. Ottw-Heiligenwald, Verbr.; dem muss me's hinne (aus dem Hinnere) rausz. Ottw-Neunk. — δ. zusammenziehen; zesammegezoge Melch geronnene Milch Bergh-Balkhsn; die saure, sticksige Birne tüt enem den Hals tesame (den Hals tu) NBerg, Verbr. — ε. losziehen. αα. einen losz., strafen, prügeln Merz, Saarbg, Trier bis May, Bitb, Prüm, Malm. — ββ. über einen losz., jmd. hinter seinem Rücken durch Worte heruntersetzen, ihn schlecht machen wollen Simm-Laub, Allg. — γγ. rack z. stramm z. Merz-Mettlach. — i. refl. α. zähes Fleisch zieht sich Kreuzn-Sobernh. — β.αα. sich ebbes an (in) de Längd z. lange dauern, fast kein Ende nehmen Bitb-Rittersd; dat z. sich lang bas dohin das ist ein weiter Weg ebd. — ββ. de tüt sich ens er reckt, streckt sich, nach dem Schlafe Viersen. — 2. intrans. a. der Brotteig zieht, hot gezogen er gärt, hat gegoren Trier-Beuren. — b. das Blut, die Verwandtschaft zieht; et Gebläu (Geblüt) tüt Gummb-Stdt. RA.: Blout tüt, sät Hongskamm, du goəf e si Kolf (Kalb) en Dük (Kuss) dur en Dörenheck Kemp-Dülken; Bl. tüt, s. di Kuh, doə goəf se et Kolf en Möngke (Kuss) Kemp-SPeter. — c. ziehen ersetzt in best. Geb. das nhd. »saugen«, u. zwar uNahe, Meis-Merxh Raumb, Simm-Laub Schönborn, Saarbr-Burb Friedrichsth, Saarl-Berus, um Merz-Wadern, Trier-Eitelsb Welschbillig, Wittl-GrLittgen Flussb, SBitb, Zell-Liesenich Lötzbeuren Senhals, May, Kobl-Horchh NWerth Vallendar, Ahrw-Westum; hauptsächl. angewandt auf das Saugen des Kindes an der Mutterbrust; hierher aber wohl auch: eich kan dat äwer och nit aus'm Fanger (Finger) ziehn Bitb; dat hot der sich aus dem Finger gezoh uNahe. — d. ziehen als Zeitw. der Fortbewegung, des Ortswechsels. α. allg. mit »kommen«; do komme se gezuh Merz-Losh Saarhölzb, Allg. — β. mit »lassen«; et zeihe lassen schnell laufen Trier-Lampaden. — γ. ganz besonders für das Umziehen des Gesindes am Ziehtag zu gewissen Terminen [s. Karte V, 9 (Lichtmess)]; in dieser Bed. ist das Wort Rhfrk, Mosfrk, Siegld, Rip, Berg fast allg.; nördlichste Belege lrhn. Mörs-Binsf, rrhn. Düss-Erkr, Mettm-Schwarzb (Rip, Nfrk dafür aber häufiger trecken, u. sonst auch wandern, s. d.). RA.: Draimol gezoh (gewannert) is amol abgebrannt Wend-Dörrenb. Aber auch sonst für »wegziehen«; die NN ziehe de nächst Wuch ins Niereland (Niederland, Niederrhein) Simm, Allg. — e. von der Luft (Zugluft). α. der Ofen, die Tabakspfeife zieht gut, brennt gut Rhfrk, Mosfrk (sonst trickt). — β. unpers. et zieht, et tüt in der Stube bei Durchzug Allg. (wo nicht et trickt, das Rip, Nfrk daneben steht); auch refl. et z. sich Prüm-Gondenbrett, Malm-Herresb; mak doch de Dür tau, et tüt Gummb-Stromb. RA.: Dat züch he wie'n Eiss wie eine Esse (Schornstein) Eusk-Billig. Et zeit wei en er Hell (Hölle) Merz-Mondrf.
11778 Zeichen · 325 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ziehenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    ziehen stn. ir lâʒen und ir z., ir wenken und ir fliehen wart in gar vergolten Wwh. 18, 21. an dem z. kriegszug Chr. 4. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ziehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Ziehen , verb. irregul. ich ziehe, du ziehest, er ziehet, oder zieht, (Oberd. du zeuchst, er zeucht,) Conj. daß ich zieh…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ziehen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Ziehen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ziehen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Ziehen , im Handel soviel wie trassieren; Ziehung , soviel wie Tratte (s. Wechsel ). Zieher , bei dem Prämiengeschäft de…

  5. modern
    Dialekt
    ziehe(n)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    zie h e(n) , ziege n [tsíə S. Bf. ; tsìəkə Mü. Felleri. Su. Hlkr. Logelnh. NBreis. ; tsíkə M. ; tsièjə Co. Horbg. Dü. ; …

  6. Sprichwörter
    Ziehen

    Wander (Sprichwörter)

    Ziehen 1. Das heisst gezogen, sagte der Feling, als er einen fusslangen Wurm aus dem Arsch hervorbrachte. Holl. : Is dat…

  7. Spezial
    ziehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    zie|hen (zog, gezogen) I vb.tr. 1 (zu sich her bewegen) trá (tira, trat) 2 (zerren) trá (tira, trat) 3 (schleppen) trá (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ziehen

157 Bildungen · 6 Erstglied · 144 Zweitglied · 7 Ableitungen

ziehen‑ als Erstglied (6 von 6)

ziehende

KöblerMhd

zieh·ende

ziehende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. ziehend Vw.: s. hin- Q.: HvBer (1325-1330) (FB ziehende) E.: s. ziehen (1) W.: nhd. DW-, nhd. ziehend, (P…

ziehenig

DWB

ziehenig , adj. , dehnbar ( fränk. ) H. Fischer 6, 1187 ; aus * ziehendig.

Ziehen, Theod

DWBQVZ

--- leitfaden der physiologischen psychologie in 16 vorlesungen. Jena 12 1924. ---

ziehen als Zweitglied (30 von 144)

enwecziehen

KöblerMhd

*enwecziehen , V. nhd. „wegziehen“ E.: s. enwec, ziehen

minneziehen

KöblerMhd

*minneziehen , V. nhd. „Minnezeihen“ E.: s. minne (1), ziehen W.: nhd. DW-

nōtziehen

KöblerMhd

*nōtziehen , sw. V. nhd. notzüchtigen Hw.: s. nōtziehunge E.: s. nōt (3), ziehen W.: nhd. (ält.) notziehen, sw. V., notziehen, Gewalt anttun…

widerūzziehen?

KöblerMhd

*widerūzziehen? , st. V. nhd. wiederausziehen Hw.: s. widerūzziehen (2) E.: s. wider, ūz, ziehen (1)

wolziehen

KöblerMhd

*wolziehen , V. E.: s. wolgezogen W.: nhd. DW-

Tauziehen

RDWB1

Tauziehen n übertr. борьба, спор, тянуть в свою сторону, тянуть одеяло на себя идиом. Dass beide Seiten meinen, sich beim bizarren Tauziehen…

abe ziehen

MWB

abe ziehen stV. 1 mit Akk.-Obj. 1.1 ‘etw. (auf der Oberfläche Aufsitzendes, Aufliegendes, einen Körper Umschließendes) wegnehmen, entfernen’…

abe ziehen

Lexer

abe·ziehen

abe ziehen intrans. BMZ ans land ziehen, landen Wolfd. 1920, 4 ; mit dat. von einem wegziehen; trans. BMZ ab- zurückziehen, verweigern ( ein…

abgeziehen

DRW

abgeziehen Übersetzung von derogare die insullint noch inmogint gentzlich an keinen dingin geletzin adir abegezihen den friheidin gerichtin …

abziehen

DWB

abziehen , abstrahere, detrahere. sinnlich, im gegensatz des anziehens, anlegens ein wegnehmen des sowol dem abziehenden als dem, von welche…

afterziehen

MWB

after·ziehen

afterziehen stV. militär. ‘sich zurückziehen’ sie begunden ytweder site affter ziehen und schieden sich Lanc 262,30; Galahot reyt wiedder zu…

alpziehen

DRW

alp·ziehen

alpziehen wan auf einer gemein alp, wo alle besetzer gnossen sin, alp gezogen wird 1736 ZSchweizR. 7 (1858) RQ. 136 Faksimile ZSchweizR. 7 (…

ane geziehen

MWB

ane geziehen stV. ‘jmdn. betreffen, jmdm. zukommen’ (mit Akk.d.P.): si enphiengen [...] / von im ir lant und des geniez, / als ieslîchen an …

ane ziehen

MWB

ane ziehen stV. mit Akk.d.S. (mit Akk.d.P. → ane geziehen [und s.u. 2.2, 4.2]). 1 mit Akk.d.S. ‘etw. (Kleidung, Rüstung u.ä.) anziehen, sich…

ane ziehen

Lexer

ane·ziehen

ane ziehen BMZ an etw. ziehen alle glocken anz. Ugb. 139. früemesse anz. zur frühmesse läuten Kell. erz. 118,20. 28, an sich ziehen, in sich…

angeziehen

DRW

ange·ziehen

angeziehen zukommen, gebühren 1317 Böhmer-Ficker 486 Faksimile 1351 FürstenbUB. II 184 Faksimile

ansichziehen

DRW

ansichziehen daß [kein Stück eines Kapitals] könne noch möge angegrieffen, alieniret, verzehret ..., consumiret, an sich gezogen ... werden …

anziehen

DWB

anziehen , attrahere, gegensatz des abziehens, in mehrfachem sinn. 1 1) kleidungsstücke anziehen, sich oder andern, oft gleichviel mit anthu…

auferziehen

DWB

aufer·ziehen

auferziehen , educare, erziehen, grosz ziehen: ich habe kinder auferzogen und erhöhet. Es. 1, 2 ; das sie ( die knaben ) also drei jar aufer…

aufziehen

DWB

auf·ziehen

aufziehen , sursum trahere, elevare, revolvere, 1 1) thor und brücke: da die thor zu Jerusalem aufgezogen waren. Neh. 13, 19 ; die brücke wu…

auseinanderziehen

DRW

auseinander·ziehen

auseinanderziehen hat man nechsten landtage dahero die stände auseinander ziehen heissen und den landtage aufgehebt 1686 CDSiles. 27 S. 310

ausgeziehen

DRW

aus·geziehen

ausgeziehen als Beweismittel verwenden 1351 FürstenbUB. II 186 Faksimile es en mag nimant sinen brif noch ingeß [Ingesiegel] ußgezein nach 1…

ausziehen

DWB

aus·ziehen

ausziehen , extrahere, educere. 1 1) kleider ausziehen, gegenüber dem anziehen, so wie aufziehen dem abziehen entgegensteht: als nu Joseph z…

außerziehen

DRW

außerziehen (das Schwert aus der Wunde) herausziehen SchwäbWB. I 519 Faksimile

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

bürgeziehen

MWB

bürge·ziehen

bürgeziehen stV. ‘jmdn. zur Bürgschaft zwingen’ dat ein vaidt von Schonecken [...] neman twingen noch burchzegen in sall WeistGr 2,519 (a. 1…

darniderziehen

KöblerMhd

darnider·ziehen

darniderziehen , st. V. nhd. „darniederziehen“, niederziehen Q.: Cranc, Lanc (1240-1250) E.: s. darnider, ziehen (1) W.: nhd. (ält.) daniede…

Ableitungen von ziehen (7 von 7)

beziehen

DWB

beziehen , circumducere, umziehen, überziehen, goth. bitiuhan, ahd. piziohan ( Graff 5, 609 ), mhd. beziehen bezôch. 1 1) ein instrument bez…

entziehen

DWB

entziehen , detrahere, abstrahere, subtrahere, ahd. inziohan ( Graff 5, 606 ), mhd. enziehen, nnl. onttiegen. 1 1) einem die hand, den arm e…

erziehen

DWB

erziehen , educere, extrahere, goth. ustiuhan, alts. âtiohan, ags. âteon, ahd. arziohan, mhd. erziehen, die praet. lauten goth. ustauh, alts…

geziehen

DWB

geziehen I , die neue, im guttural an die übrigen verbalformen, im vocal an den neuen sing. des indic. präterit. (zieh für zêch) angelehnte …

Mißziehen

Campe

Mißziehen , v. trs . u. intrs . unregelm. ( s. Ziehen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgezogen , falsch, unrichtig, schlecht, nachtheilig ziehen. …

verziehen

DWB

verziehen , vb. , verzögern, hinauszögern, wegziehen usw.; nur westgerm. bezeugt: ahd. farzeohan ( s. u. ); ae. fortēon ( in: fortogen, auch…

zerziehen

DWB

zerziehen , verb. , auseinanderziehen, ahd. zaziohan, ags. tótéon, mhd. z., mnd. totên, afries. totia; Frisius 276 b ; Stieler 2645 ; 1) tra…