lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Stirne

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
34
Verweise raus
29

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Stirne f.

Bd. 6, Sp. 601
Stirne f. (m., n.): 1.a. 'Gesichtsabschnitt zwischen Augen und Haaransatz', Gen. f.: Steʳn (šdęʳn) [allg., Castleman Zwbr. 27 Christmann Kaulb 14, 77, 91 Hussong Kirkel 146 Kamm 62 Mang 101 Müller Dietschw 62 Lambert Penns 141 Krämer Gal 208 Steinmetz], Staʳn (šdaʳn) [KU-Adb ZW-Marthh], Stere (šdērə) [KU-Breitb Eschau], Stiʳ (šdīʳ) [vereinzelt lothr. SWPf Bliesgau (PfId. 137) Glass 97]; Gen. m.: Steʳn [LA-Herxh], Stere (šdērə) [KU-A'glan Erdb Körbn Krottb WD-Niedkch]; Gen. n.: das Stere (šdērə) [KU-Körbn]; Pl. Steʳneʳ (šdęʳnəʳ) [LU-Altr]; Dim. Steʳnel (šdęʳnəl) [LU-Altr]; vgl. Bläß 3 a; Zs.: Dutzel-, Hammel-, Schobelstirn; e hoochdi (nieder) St. [KU-W'mohr]; de St. (die St.) rumbele 'rümpfen' [KU-Erdb Eschau]; mit de St. schrunzele [PS-Nd'simt]; e Schnatze (dicker Bolle, Baus, Schramme, Schrunzele) an de St. 'Wunde, Beule, Narbe' [Ingb, Krieger 18]; die St. verschammeriert 'zerkratzt' [LU-Altr], gege d'St. knaipele (knäupeln 'schnellern') [LA-Knöring]. Runzel nare net so die St.! [NW-Elmst]. An de St. siehtmers ganz deitlich [Damm Schoggelgaul 54]. Die Drobbe (De kalde Schwääß) stehn (steht) uf de St. [PS-Erfw, Damm Nachtdischlamp 56]. De Schwäß laaft von de Stärn ins Aue [Kraus Arwed 13]. Schafft e Mensch viel mit soim Härrn, / zeicht sich dess meischtens uff de St. [Damm Nachtdischlamp 91]. Der hat an de St. e Moddermool, er isch gezäächent [KL-Reichb]. Bei dem leit hinner seiner St. / E echtes Pälzer Mensche-Hern [Münch Werke I 155]. RA.: hohe St. 'Glatze' [KU-Erdb]; blaue Flecke uf de St. 'Anzeichen der Trunkenheit' [LU-Limbghf]; e St. mache 'ein finsteres Gesicht' [LA-Herxh]; vor die St. stoße 'jemanden beleidigen, zurückweisen' [KU-Schmittw/O]; die St. weise 'auf jemanden losgehen' [KU-Schmittw/O]; die St. treffe 'verhauen' [KB-Zell]; uf die St. dubbe 'verhauen' [RO-Duchr]; nix in de St. hun 'dumm sein' [KU-Schmittw/O]. Vom Zellerie gebts e harti St. 'nimmt der Geschlechtstrieb zu', verhüllend [PS-Geisbg]. Dem sei Gesicht is zu lauder St. verwachse 'Er hat eine hohe St.' [LU-Alsh]. Greif der emol an d'St.! 'Du bist verrückt, machst einen Fehler' [GH-Zeisk, vereinzelt]. Dem steht's Lie'e am St. angeschrebb 'Ihm sieht man an, daß er lügt' [WD-Niedkch]. Joo, denne ihr Klääner hat aa soo e hoochi St. wie sinn Babbe! 'ist so klug wie sein Vater' [Glass 97]. Verwünschung: Wann de nore en schdruppige Bese zwerch im Hals stecke häsch, daß dr die Aage uff de St. stehe däten wie Hosseknepp [Feierowend 31/1955 S. 7]. SprW.: Wie die St., so es Hern [Krieger 36]. Mer sieht de Leit uf die St., awwer net ins Hern [vereinzelt Don, Fogel Prov. Penns Nr. 1615]. — b. 'die Stirne des Rindes' [mancherorts]; vgl. Spiegel 4, Stern 3 b 'Kuh mit weißem Stirnfleck'. — 2. FlN, amtl. An der Stirn 'der oberste Teil eines Berghanges' [PS-Rumb], amtl. An der Stern [RO-Als (Zink FlN 53), ZW-Contw]. a. 1542: an dem Berg an der Stürnen [GGA A. 706 Bl. 37v (LA-Impfl)]. a. 1606: auf dem Eckh oder stirnen des Roeselberges [HanLicht. 7 Bl. 8, Bl. 3v]. — 3. 'die Messerschneide' [PS-Geisbg]. — Rhein. VIII 712/13; Lothr. 500 Stir, ALA I 32; Els. II 615, ALLG I 24; DWb. X, II,2 3181 ff.
3176 Zeichen · 94 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STIRNEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    STIRNE stf. stirn. ahd. stirna Graff 6, 724. Schmeller 3,659. frons sumerl. 46,34. voc. o. 1,10. ir hâr, ir stirne ir ti…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stirne

    Campe (1807–1813)

    Stirne ) Mz. — en, (— n ); Vw. das — chen , O. D. — lein , der über den Augen und zwischen den Schläfen befindliche erho…

  3. modern
    Dialekt
    Stirn(e)

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Stirn(e) [ʿStîrnə S.; ʿStìrn u. ʿStern O. U.; ʿStærn N. ; Pl. –ə; Demin. –lə Co. ] f. Stirn. Dë r het n-e rumpfligi Stir…

Verweisungsnetz

39 Knoten, 47 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 7 Wurzel 2 Kompositum 29 Sackgasse 1

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stirne

36 Bildungen · 21 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

stirne‑ als Erstglied (21 von 21)

Stirne(n)

Idiotikon

Stirne(n) Band 11, Spalte 1540 Stirne(n) 11,1540

Stirne(n)chappeⁿ

Idiotikon

Stirne(n)chappeⁿ Band 3, Spalte 396 Stirne(n)chappeⁿ 3,396

Stirne(n)chnopf

Idiotikon

Stirne(n)chnopf Band 3, Spalte 753 Stirne(n)chnopf 3,753

Stirne(n)güpfli

Idiotikon

Stirne(n)güpfli Band 2, Spalte 392 Stirne(n)güpfli 2,392

Stirne(n)hārband

Idiotikon

Stirne(n)hārband Band 4, Spalte 1329 Stirne(n)hārband 4,1329

Stirne(n)stōsser

Idiotikon

Stirne(n)stōsser Band 11, Spalte 1651 Stirne(n)stōsser -ö- 11,1651

Stirne(n)stȫssel

Idiotikon

Stirne(n)stȫssel Band 11, Spalte 1656 Stirne(n)stȫssel 11,1656

stirneck

DWB

stir·neck

stirneck , n. : dennoch weidet sich mein auge ... an dem überhängenden, unscharfen stirnegg! Lavater physiognom. fragm. (1775) 2, 284 . —

stirnecke

DWB

stirn·ecke

stirnecke , f. : mit dem lichtern haarwuchse an den schläfen und stirnecken K. Gutzkow zaub. v. Rom (1858) 3, 99 ; anatomisch: die oberste u…

Stirnenstößel

DRW

Stirnenstößel, m., f. formenreich wie Stirnenstößer hand och raͤt, zunftmaister, und gemaind gesetz, daz alle stirnen stoͤsel, si sigent fro…

Stirnenstößer

DRW

Stirnenstößer, Stirnstoßer, m. formenreich (betrügerischer) kirchlicher Spendensammler; dann insb.: Bettler, Landstreicher, der seinen Leben…

stirnenstȫsslen

Idiotikon

stirnenstȫsslen Band 11, Spalte 1656 stirnenstȫsslen 11,1656

Stirnentätsch

Idiotikon

Stirnentätsch Band 13, Spalte 2142 Stirnentätsch 13,2142

stirne als Zweitglied (14 von 14)

gaffelstirne

DWB

gaffel·stirne

gaffelstirne , f. von mädchen: Elsa sua dilecta, die hüpsch gaffelstirn. de fide concub. 118 (93, 22 Z. ), eine pfaffenbuhle; wan sie ( die …

gapelstirne

MWB

gapelstirne F. → gimpelstirne MWB 2 97,52;

gestirne

Lexer

ge-stirne , ge-stirn stn. BMZ coll. zu stërne, gestirn Parz. Trist. Albr. ( lies gestirne). Konr. ( Troj. 9623. 17541. 18963. 19258 ). Türl.…

gimpelstirne

Lexer

gimpel·stirne

gimpel-stirne stf. als schelte s. v. a. goffelstirne. dû alte gimpelstirne Ga. 1. 52,417 var. ( im texte wol richtig: dû alte gimpels dirn =…

gimpel|stirne

MWB

gimpel|stirne F. wohl Variante zu → gaffelstirne (die Ausgabe konstruiert aus den Laa. gimpel stirne, gapelstirne, tampildirne das Wort gimp…

goffelstirne

Lexer

goffel-stirne stf. BMZ ein scheltwort Ls. wol aufzulösen in goffels dirne ( vgl. oben sp. 1017 gimpels dirne). ubi modo sunt unser gaffelsti…

mettegestirne

KöblerMhd

mette·gestirne

mettegestirne , st. N. nhd. Morgenstern E.: s. meten, gestirne W.: nhd. DW- L.: Hennig (mettegestirne)

mettīgestirne

KöblerMhd

mettīgestirne , st. N. nhd. „Mettengestirn“ Q.: Seuse (1330-1360) (FB mettīgestirne) E.: s. mettī, gestirne W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 2126…

ougenstirne

KöblerMhd

ougen·stirne

ougenstirne , sw. F. nhd. Augenhöhle E.: s. ouge, stirne W.: nhd. DW- L.: Hennig (ougenstirne)

pfertstirne

BMZ

pfertstirne stf. stirnband für ein pferd? ein pferdstirn besser dann dreissigtausend gulden Tetzel Rozmit. 150.

sibengestirne

Lexer

siben·gestirne

siben-gestirne stn. siebengestirn, plejades, septentrio Dfg. 442 a . 528 b . Hb. M. 541. Türl. Wh. ( cod. pal. ) 145 b . vgl. sibenstërne, s…

sibenstirne

BMZ

siben·stirne

sibenstirne stn. siebengestirn. daʒ her daʒ tailt sich in daʒ lant recht als ein sibenstiern Suchenw. 4,321.

Ableitungen von stirne (1 von 1)

gestirne

Lexer

ge-stirne , ge-stirn stn. BMZ coll. zu stërne, gestirn Parz. Trist. Albr. ( lies gestirne). Konr. ( Troj. 9623. 17541. 18963. 19258 ). Türl.…