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Quêtschen

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Quêtschen

Bd. 3, Sp. 896
Quêtschen, verb. reg. act. welches eigentlich von harten Körpern gebraucht wird, wenn sie weichere Körper plötzlich so zusammen drücken, daß der Zusammenhang der Theile dadurch unterbrochen, obgleich nicht ganz aufgehoben wird, besonders so fern es mit demjenigen Schalle verbunden ist, welchen das Wort quetschen ausdruckt; ingleichen vermittelst eines harten Körpers auf solche Art breit drücken oder stoßen. Sich den Finger zwischen der Thür[] quetschen. Getreidekörner, Pfeffer u. s. f. quetschen, sie breit drücken oder stoßen, ohne sie ganz in Stücken zu zermalmen. Hanf quetschen, gequetschter Hanf. Den Saft aus den Trauben quetschen. In den Münzen und bey einigen Handwerkern wird auch das Metall gequetscht, wenn es mit dem Hammer ausgedehnt wird. In weiterer Bedeutung stehet es zuweilen für zerschlagen, in Stücken schlagen; z. B. im Bergbaue, wo die Gänge gequetscht werden, wenn das Erz aus den Gängen zersetzt, d. i. mit dem Hammer klein geschlagen wird. Ehedem gebrauchte man es auch figürlich für drücken, plagen, wovon Frisch einige Beyspiele anführet; z. B. die Unterthanen quetschen. Daher die Quetschung, so wohl von der Handlung, als auch von der dadurch verursachten Wunde. Anm. Im Nieders. quietsen, quösen, im Schwed. qväsa, im Angels. cwysin, im Engl. to quash, squeese. Es ahmet den mit dem Quetschen verbundenen Laut genau nach, und ist das von der Natur selbst gebildete Intensivum von dem noch im Nieders. üblichen quedden, quetten, drücken; quetschen, für quetsen, siehe -Sen. Ein anderes Frequentativum ist das gleichfalls Nieders. quettern, pressen. Die Lat. quatere, quassare, cutere, und das Wendische kwoczczu, ich schlage, drucken verwandte Schälle aus.
1689 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    quetschensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    quetschen , sw. V. Vw.: s. er-*, ver-, s. quetzen

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Quêtschen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Quêtschen , verb. reg. act. welches eigentlich von harten Körpern gebraucht wird, wenn sie weichere Körper plötzlich so …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    quetschen

    Goethe-Wörterbuch

    quetschen 1 (jdn/etw) heftig drücken a (jdn/etw) zerdrücken, zermalmen; einmal im Bild Stück Gebürg..meine schwancke Per…

  4. modern
    Dialekt
    quetschen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    quetsche n [kwêtə Wh. Lorenzen Oermi. ] Hanf brechen (erste Behandlung). Z u erst werd d e r Hanf gequētscht, deno ch w…

  5. Sprichwörter
    Quetschen

    Wander (Sprichwörter)

    Quetschen Er will (wird) sich nicht quetschen. – Klix, 62. Er wird sich mit der kitzlichen Sache, der mislichen Angelege…

  6. Spezial
    quetschen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    quet|schen I vb.tr. 1 (drücken) fracé (-cia), asmacé (-cia) 2 (zu Brei drücken) fracé (-cia) 3 (pferchen) tocé (tocia), …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit quetschen

143 Bildungen · 134 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von quetschen

quetsen + -chen

quetschen leitet sich vom Lemma quetsen ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

quetschen‑ als Erstglied (30 von 134)

quetschen als Zweitglied (6 von 6)

abquetschen

DWB

abquetschen , decutere, gewaltsam abdrücken, nnl. afkwetsen: die wasserwogen müssen sich am ufer abquetschen und zurücke wider laufen. Luthe…

aufquetschen

DWB

auf·quetschen

aufquetschen , confringere: nüsse aufquetschen, aufdrücken. Garg. 176 b ; aufgequetschte nüsse. Stieler 1490 .

ausquetschen

DWB

aus·quetschen

ausquetschen , elidere, exprimere: ausgequetschte citronen; den saft der beeren ausquetschen.

erquetschen

DWB

erquetschen , contundere, elidere, zerquetschen: um es nicht im schlummer zu erquetschen. J. P. uns. loge 1, xix; ein skelet schreitet heran…

Verquetschen

Campe

ver·quetschen

Verquetschen , v. trs . durch Quetschen stark beschädigen, verletzen, aus seiner Form bringen Die Thür hat ihm den Finger verquetscht. D. Ve…

zerquetschen

DWB

zer·quetschen

zerquetschen , verb. , durch starken druck, stosz oder schlag zerdrücken; s. quetschen ( th. 7, 2366); mhd. zerquetzen, -tsch- mhd. wb. 1, 8…

Ableitungen von quetschen (3 von 3)

erquetschen

DWB

erquetschen , contundere, elidere, zerquetschen: um es nicht im schlummer zu erquetschen. J. P. uns. loge 1, xix; ein skelet schreitet heran…

Verquetschen

Campe

Verquetschen , v. trs . durch Quetschen stark beschädigen, verletzen, aus seiner Form bringen Die Thür hat ihm den Finger verquetscht. D. Ve…

zerquetschen

DWB

zerquetschen , verb. , durch starken druck, stosz oder schlag zerdrücken; s. quetschen ( th. 7, 2366); mhd. zerquetzen, -tsch- mhd. wb. 1, 8…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „quetschen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/quetschen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „quetschen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/quetschen/adelung. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „quetschen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/quetschen/adelung.
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