Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schmoren
schmoren
schmoren Vb. ‘kurz anbraten und im geschlossenen Topf garen (lassen)’, ein nd. Wort, seit dem 17. Jh. (schmoren, schmuren) in der Literatursprache. Die r-Bildung mnd. smōren (intransitiv) ‘ersticken’, (transitiv) ‘langsam kochen oder braten, mit heißem Wasser austreiben, ersticken’, mnl. smōren, nl. smoren ‘ersticken’, aengl. smorian ‘verschmoren, ersticken’, engl. (mundartlich) to smore ‘ersticken, den Atem benehmen, (er)würgen’ und mit l-Formans nd. smȫlen, mnl. smölen, nl. smeulen ‘glimmen, schwelen’, engl. smoulder ‘Rauch’ sind vergleichbar mit mir. smāl, smōl, smūal ‘Feuer, Glut, Asche’, russ. (älter) smálit’ (смалить) ‘absengen, Stinkendes, Übelriechendes verbrennen’, poln. smalić ‘versengen’ und (ablautend) russ. smolá (смола) ‘Harz, Pech, Teer’. Auszugehen ist von einer Wurzel ie. *smel- ‘langsam und rauchend verbrennen, schwelen’, zu der sich als k-Erweiterung auch lit. smil̃kti ‘glimmen, schwelen (von Feuer), qualmen, Rauch von sich geben’, smilkýti ‘räuchern’ stellen läßt. S. auch Schmerz. schmurgeln Vb. ‘brutzeln’, lautmalende Weiterbildung mit iterativem l-Suffix (19. Jh.) von schmuren (s. oben). Schmorbraten m. (18. Jh.).