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Gerberei

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gerberei

Gerberei

gerben Vb. ‘Tierhäute zu Leder verarbeiten’, ahd. gar(a)wen (8. Jh.), mhd. ger(e)wen, garwen, asächs. gar(u)wian, ger(i)wian, gir(i)wian, mnd. ger(e)wen, gēren (sämtlich mit unfestem Sekundärvokal zwischen r und w), aengl. gearwian ‘bereiten, fertigmachen, zurüsten’, ahd. mhd. mnd. aengl. außerdem ‘bekleiden, schmücken’, anord. ger(v)a, gør(v)a, gjǫr(v)a, schwed. göra ‘machen, tun’. Das (nach de Vries Anord. 164 vielleicht im Westgerm. gebildete und von hier nach Skandinavien gelangte) Verb (germ. *garwijan) ist Faktitivum zu dem unter gar (s. d.) behandelten Adjektiv germ. *garwa- ‘fertig, bereit’. Aus der ursprünglichen Bedeutung ‘bereiten, zurüsten’, die sich in den nord. Sprachen zu ‘machen, tun’ erweitert, geht im Mhd. und Mnd. (um 1300) der fachspezifische Gebrauch ‘Leder zubereiten’ hervor. Dieser ermöglicht schon spätmhd. die Übertragung ‘prügeln, schlagen’, die bis heute besonders in der Fügung jmdm. das Fell gerben (16. Jh.) geläufig ist. Infolge des lautgesetzlichen Wandels von -rw- zu -rb- (s. Erbse, Farbe, mürbe) tritt mhd. frühnhd. gerben neben das bis ins 15. Jh. noch übliche gerwen. – Gerber m. als Berufsbezeichnung dienendes Nomen agentis zu gerben (s. oben), mhd. ger(e)wer, gerber, vorher (wegen der anfangs umfassenderen Verbbedeutung) in der verdeutlichenden Zusammensetzung ahd. ledargar(a)wāri (11. Jh.), mhd. ledergerwer; vgl. auch anders abgeleitetes gleichbed. ahd. ledergar(a)wo (11. Jh.), spätmhd. ledergerwe; dazu Gerberei f. ‘Vorgang des Gerbens’ (17. Jh.), ‘Werkstätte des Gerbers’ (Anfang 18. Jh.).
1548 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GerbereiDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Gerberei , Mz. die — en . 1) Das Gerben, die Beschäftigung, das Handwerk eines Gerbers; ohne Mehrzahl. 2) Die Werkst…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gerberei

    Goethe-Wörterbuch

    Gerberei a Gerben, Gerbverfahren Eichenbusch, welcher alle vierzehn Jahre zum Behuf der G. abgetrieben wird 34 1 ,57,12 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gerberei

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gerberei , s. Leder .

  4. modern
    Dialekt
    Gerbereif.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gerberei f. : wie schd., Geʳwerei [verbr.]; vgl. Gerbhaus . Südhess. II 1261 ; Rhein. II 1197 ; Lothr. 198 ; Bad. II 370…

  5. Sprichwörter
    Gerberei

    Wander (Sprichwörter)

    Gerberei Er fängt eine Gerberei an, er hat Lo und sie hat Lo. – Tendlau, 214. Wortspiel mit dem deutschen Loh' und dem h…

  6. Spezial
    Gerberei

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ger|be|rei f. (-,-en) galberaria (-ies) f. , gherba (-bes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerberei

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Ableitung von gerberei 3 Analysen

gerber + -ei

gerberei leitet sich vom Lemma gerber ab mit Suffix -ei.

Alternativen: gerb+-erei gerb+-er+-ei

Zerlegung von gerberei 2 Komponenten

gerbe+rei

gerberei setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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