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Nordpol

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Nordpol

Nordpol

Nord m. (ohne Artikel, besonders in der Seemanssprache und Meteorologie) ‘Himmelsrichtung des tiefsten Sonnenstands, die vom höchsten Sonnenstand am weitesten entfernt liegende Gegend’, (mit Artikel) ‘aus dieser Richtung wehender Wind, Nordwind’. Ahd. nord n. ‘Norden, Nordwind’ (um 1000), mhd. nort n. ‘Norden’, asächs. norð Adv. ‘im Norden, nordwärts’, mnl. nort, noort, nl. noord n. f. und Adv. ‘Norden, nordwärts’, afries. north, aengl. norþ Adj. und Adv. ‘nördlich, nordwärts’, engl. north Adj., Adv. und Subst. ‘nördlich, Norden, Nordwind’, anord. norðr n. und Adv. ‘Norden, nordwärts’, norw. dän. nord, schwed. norr ‘Norden’ (germ. *nurþa-) lassen sich außergerm. wohl mit griech. enérteros, nérteros (ἐνέρτερος, νέρτερος, νέρτεροϛ) ‘unterer, tieferer, unterirdisch’, osk. nertrak ‘von links’, umbr. nertru ‘links’ vergleichen, wobei die germ. Formen als tiefstufige Bildungen zu dem sonst hochstufig bezeugten Komparativ ie. *nertero- und damit zur Wurzel ie. *ner- ‘unten’ bzw. ‘links’ anzusehen sind. Auszugehen wäre dann von einem germ. Richtungsadverb, das im Sinne von ‘weiter unten, weiter links’ entweder die ‘Gegend, wo die Sonne unten ist’ oder die ‘linke Seite des sich gegen Osten (Sonnenaufgang) neigenden Beters’ bezeichnet. – Norden m. (meist ohne Artikel) ‘Himmelsrichtung des tiefsten Sonnenstands’, (mit Artikel) ‘das nördliche Gebiet der Erde, der nördliche Teil eines bestimmten Gebietes und dessen Bewohner’. Ahd. nordan n. ‘Norden, Nordwind’ (11. Jh.), spätmhd. norden n., mnd. nōrden n., mnl. norden, noorden, nl. noorden ‘Norden, Nordseite’, norw. dän. norden ‘Norden’, speziell ‘Skandinavien’, sind Substantivierungen des Richtungsadverbs ahd. nordana (9. Jh.), mhd. norden, asächs. norðan, aengl. norþan, anord. norðan ‘von Norden’ (vgl. ahd. fon nordana, mhd. von norden, wo das Adverb leicht als artikelloses Substantiv aufgefaßt werden kann). Norden ist heute allgemein gebräuchlich für die Himmelsrichtung und das entsprechende Gebiet im Unterschied zu der meist fachsprachlichen, aber auch dichterischen Verwendungsweise von Nord (s. oben). nordisch Adj. ‘den (europäischen) Norden betreffend, zu ihm gehörig, aus ihm stammend, für den europäischen Norden eigentümlich, charakteristisch’, in hd. Form zuerst nortisch ‘nördlich’ (16. Jh.), in heutiger Bedeutung seit dem 17. Jh.; vgl. nl. noords; dän. schwed. nordisk sind aus dem Dt. entlehnt. nördlich Adj. ‘im Norden gelegen, nach Norden gerichtet, aus dem Norden kommend’ (Anfang 18. Jh.), älter nordlich (17. Jh.), nordenlich (15. Jh.), ahd. nordlīh (Hs. 12. Jh.). Nordlicht n. ‘Polarlicht’ (1716), Übersetzung von dän. norw. nordlys, anfangs konkurrierend mit Nordschein (1717). Nordost m. ‘Nordosten, Wind aus Nordosten’, Nordosten m. ‘Himmelsrichtung zwischen Norden und Osten, in dieser Richtung gelegenes Gebiet und dessen Bewohner’, ahd. nordōstan m. n. (10. Jh.), nordōst Adv. (11. Jh.), vgl. auch nordōstrōni Adj. ‘nordöstlich’ (bei Einhard, 9. Jh.), spätmhd. nortōste ‘Nordostwind’. Nordpol m. ‘nördlicher Pol der Erd- und Himmelskugel’ (1678), älter der nordische Polus, Nordwirbel (1664), Nordspitz (1587). Nordsee f. Randmeer des Atlantischen Ozeans (17. Jh.), vgl. nl. Noordzee, vom niederländischen Standpunkt aus benannt im Gegensatz zur Zuiderzee ‘südliche See’; vgl. spätmhd. nordermer, nortmer ‘Nordmeer’. nordwärts Adv. ‘nach Norden zu, in nördliche Richtung’ (17. Jh.). Nordwest m., Nordwesten m. (entsprechend der Bedeutung und Verwendungsweise von Nordost, Nordosten, s. oben), ahd. nordwestan m. n. (10. Jh.), nordwest Adv. (11. Jh.), vgl. auch nordwestrōni Adj. ‘nordwestlich’ (bei Einhard, 9. Jh.).
3615 Zeichen · 140 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nordpol

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Nordpol , des -es, plur. inus. weil nur ein einziger vorhanden ist, in der Geographie, der äußerste Punct der Erdach…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nordpol

    Goethe-Wörterbuch

    Nordpol 1 geogr; nördlicher Endpunkt der Erdachse (u seine Umgebung); auch im Titel [ betr JRoss’ u WEParrys Suche nach …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nordpol

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nordpol , s. Pol .

  4. modern
    Dialekt
    Nordpol

    Rheinisches Wb.

    Nord-pol m.: 1. nach dem Nhd. bekannt. Völ Schnej an de N.polskant, v. welde Gäns in't Land Klev . — 2. übertr. scherzh.…

  5. Spezial
    Nordpol

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nord|pol m. (-[e]s) pol Nord m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nordpol

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von nordpol 2 Komponenten

nord+pol

nordpol setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nordpol‑ als Erstglied (8 von 8)

Nordpolarexpeditionen

Meyers

Nordpolarexpeditionen , Fahrten zur Erreichung des Nordpols und der um ihn gelagerten Länder und Meere. Die früheste Nordfahrt unternahm um …

Nordpolarländer

Meyers

nord·polarlaender

Nordpolarländer (hierzu Karte »Nordpolarländer« ), die innerhalb des nördlichen Polarkreises gelegenen Länder, sowohl die den Festlandsmasse…

Nordpolarländer

Herder

nord·polarländer

Nordpolarländer , arktische Länder , im allgemeinen die Länder jenseits des nördl. Polarkreises, insbesonders der große arktisch-amerikan. A…

Nordpolexpeditionen

Herder

Nordpolexpeditionen , Reisen zur Untersuchung der Polarmeere und der dortigen Länder, zuerst mit der Absicht eine nordwestl. Durchfahrt zu s…

nordpolnachbar

DWB

nordpol·nachbar

nordpolnachbar , m. : ( er war ) zu dichterisch für einen Europäer, zu schwelgend für einen nordpolnachbar. J. Paul Hesp. 1, 174 .