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trotteln

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trotteln

trotteln

trotten Vb. ‘gewohnheitsmäßig und beharrlich dahinschreiten’ (18. Jh.), ‘lustlos, plump, schwerfällig gehen’ (15. Jh.), ‘sich mit kurzen Schritten gleichmäßig fortbewegen, traben’ (besonders von Pferden), spätmhd. trotten ‘traben, reiten’ (oder ‘dahinschreiten’?), zuo trotten ‘hinzutreten, herbeikommen’ (Oswald v. Wolkenstein, Anfang 15. Jh.), ūʒ trotten ‘hinausreiten, ausziehen’ (um 1400). Die Herleitung des Verbs ist ebenso wie die von Trott m. ‘mittlere Gangart der Pferde zwischen Schritt und Galopp, Trab’ (16. Jh.), übertragen ‘gewohnheitsmäßiger, eingefahrener Ablauf ohne neue Impulse, Schlendrian’ (um 1800) nicht sicher geklärt. Das Fehlen älterer Belege deutet auf Entlehnung aus dem Roman., wohl aus afrz. troter, mfrz. frz. trotter ‘traben, schnell gehen, umherstreifen’ und afrz. frz. trot ‘Trab’ (doch vgl. auch gleichbed. ital. trottare, trotto sowie mlat. trot(t)are ‘traben’). Die roman. Wörter werden aber ihrerseits auf eine germ. Form mit hd. Lautstand zurückgeführt, auf ein ahd. (frk.?, langobard.?) *trottōn ‘laufen’ (FEW 17, 371 ff.), das sich nicht nachweisen läßt. Naheliegender wäre es daher vielleicht, für afrz. troter, ital. trottare, mlat. trot(t)are von ahd. trotōn (um 1000), spätmhd. frühnhd. trotten ‘keltern, pressen’ auszugehen, einer verbalen Ableitung von ahd. trota (9. Jh.), spätmhd. frühnhd. trotte ‘Kelter, Presse’ (mit tt-Schreibung wegen landschaftlich bedinger Vokalkürze), nhd. (südwestd.) Trotte f. ‘Kelter’, das als ablautende Bildung (vgl. got. trudan, anord. troða ‘treten’) zu der unter treten (s. d.) dargestellten Wortgruppe gehört. Da die Trauben ursprünglich durch Treten mit den Füßen ausgedrückt wurden, läßt sich ein enger Zusammenhang zwischen den Bedeutungen ‘keltern’ und ‘treten, kleine Schritte machen’ erkennen. – trotteln Vb. ‘langsam, schleppend, zögernd gehen’ (17. Jh.), zuvor ‘heftig schütteln’ (bei trottender Bewegung, 16. Jh.), Iterativbildung zu nhd. trotten (s. oben).
1948 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trottelnv., intrs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Trotteln , v. intrs . s. Trotten I ).

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trotteln

    Goethe-Wörterbuch

    trotteln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trotteln

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    trotteln Band 4, Spalte 4,618

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trotteln

7 Bildungen · 0 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von trotteln 2 Komponenten

trott+eln

trotteln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trotteln als Zweitglied (6 von 6)

vertrotteln

DWB

vert·rotteln

vertrotteln 2 , v., zum trottel werden: mundartlich Unger-Khull 222 a ; denn ich mag im groszvaterstuhl durchaus nicht vertrotteln Feuerbach…

Ableitungen von trotteln (1 von 1)

vertrotteln

DWB

vertrotteln 2 , v., zum trottel werden: mundartlich Unger-Khull 222 a ; denn ich mag im groszvaterstuhl durchaus nicht vertrotteln Feuerbach…