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verstellen

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
19 in 16 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verstellen

verstellen

stellen Vb. ‘an einem Ort zum Stehen bringen, aufstellen’, ahd. stellen (8. Jh.), mhd. stellen, stallen (Prät. mit Rückumlaut ahd. stalta, mhd. stalte, s. auch Anstalt, Gestalt), asächs. stellian ‘hinstellen’, mnd. mnl. nl. stellen, aengl. stellan sind im Sinne von ‘an einem Standort aufstellen’ gebildet zu germ. *stalla- ‘Standort, Platz’ (s. 1Stall). – Stelle f. ‘Ort, Platz, Amt, Behörde’, Rückbildung des 16. Jhs. aus dem Verb, eigentlich ‘Platz, Ort, wo etw. steht’; vgl. mhd. himelstelle ‘Stelle, Sitz im Himmel, Himmelsthron’. Stellmacher m. ‘wer Gestelle für Wagen herstellt’, spätmhd. (omd.) stellemacher, im Nordd. und Omd. verbreitet, zum ja-Stamm Stell n. ‘Gestell’ (frühnhd. bis ins 17. Jh., noch mundartlich im Nordd.), vgl. ahd. -stelli in forastelli ‘Stuhlverstopfung’ (um 1100); s. auch Bettgestell. Stellvertreter m. ‘wer im Auftrag und Namen eines anderen handelt’ (17. Jh.). Stellung f. ‘das Stellen, Körperhaltung, Stand, Anordnung, Lage, Amt, Posten, militärisch befestigter Punkt bzw. Abschnitt’, mhd. stallunge, stellung; vgl. stellungslos (Ende 19. Jh.). Stellage f. ‘Gerüst, Gestell’, Übernahme (16. Jh.) von nl. stellage ‘Bau- oder Schaugerüst’, einer Bildung mit frz. Endung zu mnl. stellen (s. oben). abstellen Vb. ‘etw. abschaffen, beseitigen’ (15. Jh.), ‘niedersetzen’ (16. Jh.), ‘außer Betrieb setzen, abschalten, auf etw. abzielen’ (18. Jh.). anstellen Vb. ‘nahe woran stellen, lehnen, in eine Stelle, ein Amt einsetzen, bewerkstelligen, unternehmen, anstiften, zum Fließen, Strömen bringen’, reflexiv ‘sich anreihen’, mhd. anestellen ‘einstellen, aufschieben’; Angestellter m. ‘in einem abhängigen Arbeitsverhältnis Stehender’ (Anfang 19. Jh.); Anstellung f. ‘Arbeitsverhältnis, Arbeitsplatz’ (19. Jh.), ‘Einrichtung, Anordnung, Bewirkung’, auch ‘Aufschub’ (15. Jh.), Anstellung machen (17. Jh.) für älteres Anstalt(en) machen (s. Anstalt). ausstellen Vb. ‘anfertigen, öffentlich zur Schau stellen, bemängeln, kritisieren’, auch ‘hinausstellen’ (15. Jh.); Ausstellung f. ‘öffentliches Zurschaustellen einer Sammlung o. ä., Ausfertigung, Bemängelung’ (17. Jh.). bestellen Vb. ‘in Auftrag geben, anfordern, bearbeiten, (eine Botschaft) ausrichten’, ahd. bistellen ‘besetzen, bekränzen’ (9. Jh.), mhd. bestellen ‘von allen Seiten umstellen, besetzen, einsäumen, einstellen, anordnen, besorgen, instand setzen’. entstellen Vb. ‘verunstalten’, mhd. entstellen, auch reflexiv ‘sich verstellen’, eigentlich ‘aus der rechten Stellung oder Form bringen’. herstellen Vb. ‘an einen bestimmten Platz stellen, restaurieren, anfertigen, produzieren’ (16. Jh.); wiederherstellen Vb. ‘in den alten Zustand versetzen, ausbessern, reparieren’ (18. Jh.); Hersteller m. ‘Produzent’ (19. Jh.), anfangs auch ‘Restaurator’; Herstellung f. ‘das Anfertigen, Produktion, Verlagsabteilung für typographische Gestaltung und Kalkulation der Bücher’ (19. Jh.). nachstellen Vb. ‘auflauern, verfolgen’ (16. Jh.; eigentlich Schlingen, Fallen stellen). verstellen Vb. ‘verbarrikadieren, an einen anderen Platz stellen, falsch stellen’, übertragen (reflexiv) ‘sich anders geben, als man ist, etw. vortäuschen’, mhd. verstellen ‘zum Stehen bringen, im Fließen aufhalten, (sich) verwandeln, verunstalten, unkenntlich machen’; Verstellung f. ‘Umstellung, Verunstaltung, (Vor)täuschung’ (15. Jh.). vorstellen Vb. ‘nach vorn stellen, bekannt machen’, reflexiv ‘sich ein geistiges Bild machen’ (16. Jh.); Vorstellung f. ‘das Bekanntmachen, geistiges Bild, Idee, Aufführung, Einwand, Vorhaltung’ (um 1600).
3500 Zeichen · 128 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verstellenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    ver-stellen stn. ib. daʒ v. des bluotes Cgm. 317, 18 a . Anz. 12,350.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verstêllen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verstêllen , verb. regul. act. welches nach Maßgebung der Partikel ver in einer dreyfachen Bedeutung vorkommt. 1. So fer…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verstellen

    Goethe-Wörterbuch

    verstellen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verstellen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    verstelle n 1. versperren. Wo soll i ch dënn das Dings ane leie n , d ganz Schür is t jo verstellt! Dü. 2. entstellen. E…

  5. Sprichwörter
    Verstellen

    Wander (Sprichwörter)

    Verstellen 1. Verstelle dich, so wirst du herrschen. It. : Simula e regnerai. 2. Wer sich nicht verstellen kann, ist zum…

  6. Spezial
    Verstellen, eines Buchesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Verstellen , n eines Buches застановка , ж книги

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verstellen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verstellen

ver- + stellen

verstellen leitet sich vom Lemma stellen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verstellen 2 Komponenten

verst+ellen

verstellen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verstellen als Zweitglied (3 von 3)

ȫverstellen

MNWB

overst·ellen

° ȫverstellen , ōver- (auer-) , swv. : c. A. r. etw. übergeben, aushändigen, nö̂melĩken teyn rînsche gülden dê hê den mê(i)steren von dem wu…

voreverstellen

KöblerMhd

vore·verstellen

voreverstellen , sw. V. nhd. vorenthalten (V.) Q.: Teichn (1350-1365) (FB vor verstellen) E.: s. vore (1), verstellen W.: nhd. DW- L.: FB 44…