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spitzfindig

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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13
Verweise raus
18

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

spitzfindig

spitzfindig

finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’, ahd. findan (8. Jh.), mhd. vinden, asächs. fīðan, findan, mnd. mnl. nl. vinden, aengl. findan, engl. to find, anord. schwed. finna, got. finþan. Herkunft ungewiß. Vielleicht mit griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’ zur Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden). – abfinden Vb. ‘Ansprüche befriedigen’, reflexiv ‘sich zufriedengeben’ (16. Jh.); zuerst (14. Jh.) in der nd. Rechtssprache belegt mit der Bedeutung ‘durch Gerichtsurteil absprechen, aberkennen’. Abfindung f. ‘Befriedigung von Ansprüchen, Entschädigung’ (16. Jh.). erfinden Vb. ‘bisher noch nicht Vorhandenes ersinnen, erschaffen’, ahd. irfindan ‘erfahren, erkennen, erfassen’ (9. Jh.), mhd. ervinden ‘ausfindig machen, bemerken, erfahren’. Erfindung f. ‘das Ersonnene, Erschaffene’ (15. Jh.). Erfinder m. ‘wer bisher nicht Vorhandenes ersinnt, erschafft’ (15. Jh.), heute besonders im technischen Bereich. erfinderisch Adj. ‘einfallsreich’ (18. Jh.). unerfindlich Adj. ‘unerklärlich’, spätmhd. unervindelich. Fund m. ‘das Finden, das Gefundene’, in der Schwundstufe des Verbs, mhd. vunt, auch bergmannssprachlich ‘neuentdeckte Lagerstätte von Erzen’, dafür auch Fundgrube f. (14. Jh.), übertragen ‘Ort, wo eine Fülle von Erkenntnissen, Belehrungen anzutreffen ist’ (Ende 15. Jh.). Ursprünglich wohl zu ablautendem Fund gebildet und nachträglich (meist im 16. Jh.) an finden angelehnt sind: Findelkind n. ‘ausgesetztes, von Fremden gefundenes Kind’, vgl. mhd. vuntkint, dann auch frühnhd. vündelkint, zu frühnhd. vündel, vindel ‘Findelkind’, Deminutivum zu vunt. Findling m. ‘Findelkind’, mhd. vundelinc; seit dem 19. Jh. auch ‘ein durch Gletscher transportierter Gesteinsblock’. findig Adj. ‘erfinderisch, schlau’, mhd. vündec, vündic ‘erfinderisch, findbar’, seit dem 16. Jh. in der Form findig, s. aber unten fündig. spitzfindig Adj., älter spitzfündig, ‘listig, überklug’ (16. Jh.), vgl. auch spitzer Fund (Luther) und Spitzfund m. (16. Jh.) ‘überklug, trügerisch Erdachtes’. ausfindig Adj., älter ausfündig, meist in festen Wendungen ausfindig machen, werden ‘bekanntmachen, bekannt werden, herausfinden, erforschen’ (15. Jh.). fündig Adj. ‘Bodenschätze aufweisend, ergiebig’, seit dem 16. Jh. bedeutungsdifferenzierend die alte Form gegenüber findig (s. oben) bewahrend.
2418 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spitzfindigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Spitzfindig , — er, — ste , adj . u. adv . in feinen Kunstgriffen, in listigen Auskunftsmitteln erfinderisch, und darin …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    spitzfindig

    Goethe-Wörterbuch

    spitzfindig [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    spitzfindig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    spitzfindig Adj. spitzfindig, schlau Westhalten. Vgl. Spitzfinige r unter fin.

  4. Spezial
    spitzfindig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    spitz|fin|dig adj. (in ärgerlicher Weise kleinlich) pedant (-nc, -a), sotí (-tis, -ida).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spitzfindig

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von spitzfindig

spitzfindeln + -ig

spitzfindig leitet sich vom Lemma spitzfindeln ab mit Suffix -ig, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von spitzfindig 2 Komponenten

spitz+findig

spitzfindig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spitzfindig‑ als Erstglied (2 von 2)

spitzfindigkeit

DWB

spitzfindig·keit

spitzfindigkeit , f. zum vorigen. Campe. Frisch 2, 304 b . Hulsius (1616) 303 b , spitzfindigkeyt Dasypodius, spiczfindigkait, subtilitas Di…

spitzfindiglich

DWB

spitzfindig·lich

spitzfindiglich , adv. zu spitzfindig, acutamente, argutamente, sottilmente. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702) , 874 a , spitzfündigklich,…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „spitzfindig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/spitzfindig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „spitzfindig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/spitzfindig/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „spitzfindig". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/spitzfindig/pfeifer_etym.
BibTeX
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