Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Murkel
Murkel
murksen Vb. ‘schlecht, fehlerhaft, ungeschickt arbeiten, pfuschen, grob schneiden’, auch ‘heimlich und langsam töten, quälen’ sowie ‘brummen, murren’, in den Mundarten allgemein (18. Jh., doch wohl älter). Intensivbildung zu murken Vb. ‘zusammendrücken, zerknittern’, (nd.) ‘ermorden, (quetschend) töten’, mnd. morken ‘zerdrücken’; vgl. auch iteratives murkeln Vb. ‘in unordentliche Stücke schneiden, zerdrücken, krümeln, zerknittern, undeutlich sprechen’ (17. Jh.). Grundwort ist Murk m. ‘Brocken, abgebrochenes Stück, unfertiger, zurückgebliebener Mensch’ (16. Jh.), deminutiv Murkel m. ‘kleiner Kerl’ (20. Jh.), das an eine Gutturalerweiterung der unter mürbe und morsch (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *mer(ə)- ‘aufreiben, reiben’ angeschlossen werden kann. – Murks m. ‘fehlerhafte Arbeit, wertloses, unbrauchbares Zeug’ (20. Jh.), zuvor ‘Grunzton der Schweine, kleiner unansehnlicher, verdrießlicher Mensch’ (18. Jh.), wohl rückgebildet aus murksen (s. oben). abmurksen Vb. ‘(heimlich) umbringen, ermorden’ (18. Jh.), im Anschluß an nd. murken ‘ermorden’ (s. oben).