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anschmieren

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

anschmieren

anschmieren

1schmieren Vb. ‘(be)streichen, einfetten’, ahd. smirwen (8. Jh.), mhd. smirwen, smirn, smern ‘(ein)schmieren, salben’, übertragen ‘bestechen’, mnd. mnl. smēren, nl. smeren, aengl. smierwan, engl. to smear, anord. smyrva, smyrja, schwed. smörja ist eine Bildung (germ. *smierwijan) zum Substantiv (wa-Stamm) Schmer m. n. ‘Fett, Schweineschmalz’, ahd. smero (Genitiv smerwes) ‘Fett’ (8. Jh.), mhd. smer, asächs. smero, mnd. smēr, mnl. smēre, smeer, smāre, nl. smeer, aengl. smeoru, engl. smear (‘Schmiere, Fettfleck’), anord. smjǫr, smør ‘Butter, Fett’, schwed. smör ‘Butter’ (germ. *smerwa-); vgl. auch (mit dem Suffix ie. -tro- gebildetes) got. smaírþr ‘Fett’. Herkunft unbekannt. Eine Verbindung zu griech. smýris, smíris (σμύρις, σμίρις) ‘Schleif- und Poliermittel, Schmirgel’ ist unsicher, so daß Verwandtschaft mit letztlich auf dem Griech. beruhendem 1Schmirgel (s. d.) fraglich bleibt. – Schmerbauch m. ‘dicker Bauch, Träger eines dicken Bauches’ (16. Jh.). Schmerling m. eßbarer, mit schmierigem Schleim bedeckter Röhrenpilz (18. Jh.); vgl. Marzell 1, 615. Schmierfink m. ‘wer unsauber ist, unsauber schreibt’ (16. Jh.), zu schmieren ‘sudeln, unsauber schreiben’ (16. Jh.). Schmiergeld n. ‘Bestechungsgeld’ (17. Jh.). Schmieralien Plur. ‘Bestechungsgeschenke, - gelder’ (17. Jh.), ‘schlechtes Geschreibsel’ (18. Jh.), nach mit lateinischer Pluralendung scherzhaft gebildetem schmiralia (17. Jh.). anschmieren Vb. ‘besudeln’ (15. Jh.), ‘jmdm. etw. (durch Betrug) anhängen, aufhalsen’ (16. Jh.), ‘betrügen, übervorteilen’ (18. Jh.), reflexiv ‘sich (mit allen Mitteln) einschmeicheln’ (19. Jh.). 2Schmiere f. ‘Schmierfett’ (15. Jh.), ‘fettiger Schmutz’ (17. Jh.). Auch ‘schlechtes Theater, Wanderbühne’ (19. Jh.), anschließend an schmieren ‘unsauber schreiben’ (s. oben), danach ‘(inhaltlich) flüchtig, schlecht schreiben’ (18. Jh.), entsprechend ‘solche Stücke schlecht darbieten’. schmierig Adj. ‘fettig, schmutzig’ (16. Jh.). Eine eigenwillige Wortwahl der Studentensprache ist 2Schmirgel m. für den klebrigen Rückstand in der Tabakspfeife (18. Jh.), lautlich anklingend an den Wortstamm schmier- (wie in schmieren, schmierig, s. oben), danach landschaftlich (rhein., md.) auch Schmürgel, Schmurgel.
2206 Zeichen · 100 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anschmieren

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Anschmieren , verb. reg. act. an etwas schmieren, am häufigsten in niedrigen und verächtlichen Ausdrücken; so wohl, 1) e…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    anschmieren

    Goethe-Wörterbuch

    anschmieren refl: sich auf unehrenhafte Weise einschmeicheln Einen Ausdruck Ihres Briefes möchte ich näher erklärt haben…

  3. modern
    Dialekt
    an schmieren

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    an schmiere n 1. Schmiere auftragen. Der Barbier schmiert a n , wenn er den Kunden einseift Katzent. 2. schlecht anstrei…

  4. Sprichwörter
    Anschmieren

    Wander (Sprichwörter)

    Anschmieren 1. A wiss sich recht azuschmeren. – Robinson, 478. Stellt sich freundlich, schmeichelt sich ein. 2. Einem et…

  5. Spezial
    anschmieren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an|schmie|ren I vb.tr. (beschmieren) ajié sö , impasté (-ta), smardacé (-cëia) II vb.refl. sich anschmieren (sich beschm…

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Cotta, M. (2026). „anschmieren". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/anschmieren/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „anschmieren". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/anschmieren/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „anschmieren". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/anschmieren/pfeifer_etym.
BibTeX
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