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Menagerie

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Menagerie

Menagerie

Menage f. ‘Ständer für Essig, Öl und Gewürze’, auch ‘Behälter mit Einsätzen zum Transport von Speisen’. Frz. ménage m. ‘Haushaltung, Hausgerät, Familie, Sparsamkeit, Zurückhaltung’ wird Anfang des 18. Jhs. als Femininum ins Dt. entlehnt. Im 18./19. Jh. lebt es, dem frz. Gebrauch folgend, in jetzt nicht mehr geläufigen Verwendungen wie ‘Haushalt, Sparsamkeit, Rücksichtnahme’ und ‘Truppenverpflegung’ (so im Öst. noch in jüngster Zeit). die ebenfalls schon dem 18. Jh. angehörende Bedeutung ‘Speisenträger, Speisenkorb’ setzt sich bis in die Gegenwart fort. Sie liegt aber wohl nicht dem heute üblichen Menage ‘Gewürzständer’ (2. Hälfte 19. Jh.) zugrunde; dieses scheint vielmehr aus älterem Plat(t)menage (Campe 1801) gekürzt zu sein, das wiederum eingedeutscht ist aus Plat de Menage, einer seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. nachzuweisende Bezeichnung (frz. plat de ménage ist in diesem Sinne nicht gebräuchlich, statt dessen frz. huilier, surtout, auch ménagère). Nach FEW 6, 1, 194 f. ist in frz. ménage ein Deverbativum (afrz. manage ‘Wohnung, Haus, Hauswesen’, 12. Jh.) von afrz. maneir, manoir ‘wohnen’ (aus lat. manēre ‘bleiben, übernachten’, spätlat. ‘wohnen’, s. auch permanent) zu sehen, das im 13. Jh. lautlich und semantisch unter den Einfluß von afrz. maison ‘Haus’ (aus lat. mānsio ‘das Bleiben, Nachtlager, Wohnung, Haus’, von lat. manēre), maisnede, maisniee ‘Hauswesen, Familie, Gesinde’ (aus vlat. *mānsiōnāta ‘was zum Haus gehört’, Ableitung von lat. mānsio, vgl. die Entlehnung mhd. massenīe ‘Gesinde, Gefolge’) gerät und zu afrz. maisnage, mesnage ‘Hauswesen, Gesinde, Gefolge’ umgestaltet wird. – Menagerie f. ‘auf Jahrmärkten gezeigte Sammlung seltener Tiere, Tierschau’. Das von frz. ménage (s. oben) abgeleitete frz. ménagerie ‘voneinem Fürsten angelegte Sammlung fremder und seltener Tiere, Park mit Tiergehegen’ (ursprünglich ‘ländliches Anwesen mit Haustierhaltung’) wird Anfang des 18. Jhs. ins Dt. übernommen. Mit dem Aufkommen zoologischer Gärten entwickelt sich seit Mitte des 19. Jhs. die heutige eingeschränkte Bedeutung.
2055 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Menagerie

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Menage f. ‘Ständer für Essig, Öl und Gewürze’, auch ‘Behälter mit Einsätzen zum Transport von Speisen’. Frz. ménage m. ‘…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Menagerie

    Goethe-Wörterbuch

    Menagerie Gehege, Käfig zur Haltung u Zurschaustellung von (exotischen) Tieren; auch im Bild Eine große Orangerie..ward …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Menagerie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Menagerie (menascherih), Sammlung lebender wilder Thiere.

  4. modern
    Dialekt
    Menagerief.

    Pfälzisches Wb.

    Menagerie f. : 1. a. 'Sammlung verschiedener (seltener, fremder) Tiere, Tierschau', Menasch(e)rie (menašəˈrī, menašˈrī) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit menagerie

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von menagerie 2 Komponenten

menage+rie

menagerie setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

menagerie‑ als Erstglied (1 von 1)

menagerieartig

GWB

menagerie·artig

menagerieartig wie ein Tiergehege, -käfig wirkend als bei'm Einsitzen der Pudel nicht zurück bleiben durfte, so ward aus dem sonst so belieb…

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „menagerie". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/menagerie/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „menagerie". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/menagerie/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „menagerie". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/menagerie/pfeifer_etym.
BibTeX
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