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Erfinder

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
6
Verweise raus
6

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Erfinder

Erfinder

finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’, ahd. findan (8. Jh.), mhd. vinden, asächs. fīðan, findan, mnd. mnl. nl. vinden, aengl. findan, engl. to find, anord. schwed. finna, got. finþan. Herkunft ungewiß. Vielleicht mit griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’ zur Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden). – abfinden Vb. ‘Ansprüche befriedigen’, reflexiv ‘sich zufriedengeben’ (16. Jh.); zuerst (14. Jh.) in der nd. Rechtssprache belegt mit der Bedeutung ‘durch Gerichtsurteil absprechen, aberkennen’. Abfindung f. ‘Befriedigung von Ansprüchen, Entschädigung’ (16. Jh.). erfinden Vb. ‘bisher noch nicht Vorhandenes ersinnen, erschaffen’, ahd. irfindan ‘erfahren, erkennen, erfassen’ (9. Jh.), mhd. ervinden ‘ausfindig machen, bemerken, erfahren’. Erfindung f. ‘das Ersonnene, Erschaffene’ (15. Jh.). Erfinder m. ‘wer bisher nicht Vorhandenes ersinnt, erschafft’ (15. Jh.), heute besonders im technischen Bereich. erfinderisch Adj. ‘einfallsreich’ (18. Jh.). unerfindlich Adj. ‘unerklärlich’, spätmhd. unervindelich. Fund m. ‘das Finden, das Gefundene’, in der Schwundstufe des Verbs, mhd. vunt, auch bergmannssprachlich ‘neuentdeckte Lagerstätte von Erzen’, dafür auch Fundgrube f. (14. Jh.), übertragen ‘Ort, wo eine Fülle von Erkenntnissen, Belehrungen anzutreffen ist’ (Ende 15. Jh.). Ursprünglich wohl zu ablautendem Fund gebildet und nachträglich (meist im 16. Jh.) an finden angelehnt sind: Findelkind n. ‘ausgesetztes, von Fremden gefundenes Kind’, vgl. mhd. vuntkint, dann auch frühnhd. vündelkint, zu frühnhd. vündel, vindel ‘Findelkind’, Deminutivum zu vunt. Findling m. ‘Findelkind’, mhd. vundelinc; seit dem 19. Jh. auch ‘ein durch Gletscher transportierter Gesteinsblock’. findig Adj. ‘erfinderisch, schlau’, mhd. vündec, vündic ‘erfinderisch, findbar’, seit dem 16. Jh. in der Form findig, s. aber unten fündig. spitzfindig Adj., älter spitzfündig, ‘listig, überklug’ (16. Jh.), vgl. auch spitzer Fund (Luther) und Spitzfund m. (16. Jh.) ‘überklug, trügerisch Erdachtes’. ausfindig Adj., älter ausfündig, meist in festen Wendungen ausfindig machen, werden ‘bekanntmachen, bekannt werden, herausfinden, erforschen’ (15. Jh.). fündig Adj. ‘Bodenschätze aufweisend, ergiebig’, seit dem 16. Jh. bedeutungsdifferenzierend die alte Form gegenüber findig (s. oben) bewahrend.
2418 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Erfinder

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Erfinder , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Erfinderinn, der oder die etwas erfindet; im Hochdeutschen nur in …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erfinder

    Goethe-Wörterbuch

    Erfinder 30 Belege 1 jd, der Neues ersinnt, bes auf theoret u prakt-techn Gebiet daß er [ RBacon ], wie alle E., weit sc…

  3. modern
    Dialekt
    Erfinder

    Südhessisches Wörterbuch

    Erfinder Band 2, Spalte 245-246

  4. Sprichwörter
    Erfinder

    Wander (Sprichwörter)

    Erfinder Erst kommt der Erfinder, dann kommen die Gründer (oder auch: Schinder); beide brauchen sie Rinder, und wenn's g…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erfinder

5 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von erfinder 3 Analysen

er- + finder

erfinder leitet sich vom Lemma finder ab mit Präfix er-.

Alternativen: er-+finden+-er erfinden+-er

Zerlegung von erfinder 2 Komponenten

erf+inder

erfinder setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

erfinder‑ als Erstglied (4 von 4)

ERFINDERGEIST

DWB2

erfinder·geist

ERFINDERGEIST m. zuss. mit erfinder m. 1 b. zu bedeutenden erfindungen drängender und befähigender geist: 1888 Amerika beweist seinen regen …

erfinderin

DWB

erfinderin , f. inventrix. Stieler 484 : du bist der lieb entzünderin und des wollusts erfünderin. Weckherlin 762 .

erfinderisch

DWB

erfinder·isch

erfinderisch , ingeniosus: ein erfinderischer kopf; erfinderisch in grausamkeiten; sie wehrt nicht dem erfinderischen kleide durch seinen re…

Erfinderreich

Campe

erfinder·reich

○ Erfinderreich , adj. u. adv. reich an Erfindern. »Die Erfinder waren alle Söhne Lamechs, der hier im Triumphstone singet: sie alle Söhne d…

Ableitungen von erfinder (1 von 1)

urerfinder

DWB

urerfinder depositio Cornuti typographici (1743) 7. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „erfinder". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erfinder/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „erfinder". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erfinder/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erfinder". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erfinder/pfeifer_etym.
BibTeX
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