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Quelle

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
28 in 20 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Quelle

Quelle

1quellen Vb. ‘sprudeln, sprudelnd fließen’, ahd. quellan ‘hervorsprudeln’ (10. Jh.), mhd. quellen ‘quellen, anschwellen’, asächs. quellan, mnd. quellen ‘(auf)quellen, dünn, locker werden, aufwallen vor Zorn, Schmerz’ (vgl. auch die Partizipialbildung aengl. collenferhþ ‘mit geschwollenem Mut, stolz’) schließt sich mit aind. galati ‘träufelt herab’, griech. blýein (βλύειν) ‘hervorquellen (lassen), hervorsprudeln’, balané͞ion (βαλανεῖον) ‘Bad, Badestube’ an eine Wurzel ie. *gu̯el(ə)- ‘herabträufeln, überrinnen, quellen’ an. Quelle f., auch (besonders dichterisch) Quell m. ‘kontinuierlich aus der Erde hervorsprudelnder Wasserstrom’, übertragen ‘Ursprung, Anfang’ (15. Jh.), ahd. quella (um 1000), asächs. quella, aengl. cwylla. Oder (unabhängig vom Ahd.) frühnhd. Neubildung zum Verb? 2quellen Vb. ‘weichen lassen, zum Quellen, Sieden bringen’ (16. Jh.), Kausativum (im Sinne von ‘quellen machen’) zu 1quellen (s. oben).
927 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    quelle

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    quelle s. quël.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    quelleM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    quelle , M. nhd. Quelle, Ursprung Hw.: vgl. mhd. quelle, mnl. quelle E.: s. as. kwella* 1, quella*, sw. F. (n)?, Quelle;…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Quêlle

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    Die Quêlle , plur. die -n, Dimin. das Quellchen. 1. Eigentlich, das aus der Erde sichtbar hervor springende Wasser, und …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Quelle

    Goethe-Wörterbuch

    Quelle fem; zehnmal so häufig wie ‘Quell’, Belegschwerpunkt in 1c; ‘Controversien Q.’ ( B2,155,26 ) evtl auch als Kompos…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Quelle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Quelle (hierzu Tafel »Quellen I u. II«), eine Ausströmung vom flüssigem oder gasförmigem Material aus der Erde. Dasselbe…

  6. modern
    Dialekt
    Quëll(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Quëll(e) [Kwalə Hi. ; Kwál Felleri. ; Kwal Ensish. Dü. Co. Bf. Lobs. W.; Pl. –ə] f. 1. Quelle. s. auch Zwëll. 2. Ursprun…

  7. Sprichwörter
    Quelle

    Wander (Sprichwörter)

    Quelle 1. An der Quelle ist (schmeckt) das Wasser am reinsten (besten). Die Russen: Aus dem Quell schöpft man das reinst…

  8. Spezial
    Quelle, literarischef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Quelle , f , literarische источник , м , литературный

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit quelle

114 Bildungen · 98 Erstglied · 14 Zweitglied · 2 Ableitungen

quelle‑ als Erstglied (30 von 98)

quellegemurmel

DWB

quelle·gemurmel

quellegemurmel , n. , vgl. quellengemurmel: und dem schlummer entzittert, wer am quellegemurmel schlief. Clodius ged. 20 .

Quelleis

RhWB

quel·leis

Quell-eis (s. S.) Sieg-Altenr , Gummb-Berghsn Driesch n.: E. auf abschüssiger Wiese, s. Quall-.

quellen I

SHW

quellen I Band 4, Spalte 1149-1150

quellen II

SHW

quellen II Band 4, Spalte 1149-1150

quellen1

PfWB

quellen 1 st. : 1. '(aus dem Boden) hervorfließen, hervorquellen, hervorsprudeln', quelle [KU-Bedb Hundh RO-Dielkch Obd KB-Bubh Kriegsf NW-F…

quellen2

PfWB

quellen 2 schw. : ' in kochendem Wasser sieden ', bes. von ungeschälten Kartoffeln, quelle [verbr., Schandein Ged. 246 Wilde 116 Don-Tscherw…

quellenartig

GWB

quellen·artig

quellenartig hinsichtlich langfristiger Unerschöpflichkeit, iUz den (von der Konstanz bestimmter Gegebenheiten abhängigen) ‘stagnierenden Su…

quellenbach

DWB

quellen·bach

quellenbach , m. aus quellen entstehender bach ( der quellenbach in Würzburg hat sich ursprünglich aus den nun für die städtische wasserleit…

quellenbad

DWB

quellen·bad

quellenbad , n. , vgl. quellbad : dann stürzte sie sich in ihr quellenbad, dasz die wellen in goldnem feuer herumsprudelten. Heinse Hildegar…

quellenband

DWB

quellen·band

quellenband , n. einem bande gleich herabflieszende quelle: an der ( felsen- )wand ein niederflatternd quellenband wogt nun wie schleifen, b…

quellenbezirk

DWB

quellen·bezirk

quellenbezirk , m. : derjenige landstrich, aus welchen die gewässer zu einem flusse zusammen flieszen, und wo deren quellen liegen, heiszt q…

quellenboden

DWB

quellen·boden

quellenboden , m. quelliger boden, vgl. quellengrund : ein quellenboden ist in deines leibes gründen, wo sich fluszäderchen dreihundert sech…

quellenbraucher

DWB

quellen·braucher

quellenbraucher , m. , nach quelle 3, d: was sagen sie zu einem solchen quellenbraucher, der aus der ersten der besten pfütze schöpft, ohne …

quellenfassung

DWB

quellen·fassung

quellenfassung , f. : weil sie geld bewilligt haben zur neuen quellenfassung ( des bades ). Auerbach ges. schriften 14, 218 .

quellenflut

DWB

quellen·flut

quellenflut , f. , vgl. quellflut : heftiger im innern bewegt, ging er wieder zu der wasservertiefung. o, wie die quellenfluth ihm so liebli…

quellenforscher

DWB

quellen·forscher

quellenforscher , m. einer der nach oder in quellen (3, d ) forscht Schiller 11, 123 überschrift. O. Müller Göttinger gel. anz. 1840 s. 1063…

quellengebiet

DWB

quellen·gebiet

quellengebiet , n. was quellenbezirk: land im Nilquellengebiet. Dümichen Aeg. 1, 7 . vgl. quellgebiet.

quellengebirg

DWB

quellen·gebirg

quellengebirg , n. quelliges gebirg, vgl. quellgebirge : wie vom quellengebirg rinnt segen von da und dort in die keimende seele dem volke. …

quellengebraus

DWB

quellen·gebraus

quellengebraus , n. : seht dort den mächt'gen felsberg, der 'mönch' heiszt er im land ... der spricht im lavinendonner, im rauschenden quell…

quellengemurmel

DWB

quellen·gemurmel

quellengemurmel , n. , vergl. quell-, quellegemurmel : liebliche kühle und träumerisches quellengemurmel. H. Heine 1, 73 .

quelle als Zweitglied (14 von 14)

Alaunquêlle

Adelung

alaun·quelle

Die Alaunquêlle , plur. die -n, eine Quelle, deren Wasser aufgelöseten Alaun bey sich führet.

brunnenquelle

DWB

brunnen·quelle

brunnenquelle , f. fons, gewöhnlicher brunquelle: wo es dürre gewesen ist, sollen brunnequellen sein. Es. 35, 7 .

Brunnquêlle

Adelung

brunn·quelle

Die Brunnquêlle , plur. die -n, die Quelle eines Brunnens, und in weiterer Bedeutung eine jede Quelle; ein im gemeinen Leben ungebräuchliche…

gequelle

KöblerMhd

gequelle , st. N. nhd. Quelle E.: s. ge, quelle W.: nhd. DW- L.: Hennig (gequelle)

Hülfsquêlle

Adelung

hulf·s·quelle

Die Hülfsquêlle , plur. die -n, ein figürlicher Ausdruck, eine Quelle der Hülfe, d. i. ein wirksames Hülfsmittel zu bezeichnen; Franz. Resso…

hungerquelle

DWB

hunger·quelle

hungerquelle , f. was hungerbrunnen: ( ein thurm in Halle ) hat einen quellbrunnen, .. welcher vor eine hungerquelle ausgegeben und aus dess…

salzquelle

DWB

salz·quelle

salzquelle , f. quelle mit salzigem wasser, solquelle, foris salsus, scaturigo aquae salsae. Frisch 2, 145 c . Jacobsson 3, 496 a . über ihr…

santquelle

MNWB

sant·quelle

*° santquelle, f. : Sandbank?, up êne blinde wāterklippe rēf edder s. lôpen (Nic. Gryse Laienbibel 2, R 2 ∨ ).

Sequelle

DRW

Sequelle, f., Sequel, f., n.? I Folge, Konsequenz daß sie [praesident und assessores des reichs-cammer-gerichts] an allem dem unheil und boͤ…

springquelle

DWB

spring·quelle

springquelle , f. , dasselbe wie das vorhergehende, doch seltener als dieses und neben ihm heute kaum noch gebräuchlich: springquelle, vena,…

thränenquelle

DWB

thraenen·quelle

thränenquelle , f. , dasselbe, s. quelle 2: ach das ich wasser gnug hette in meinem heubte und meine augen threnenquelle weren. Jer. 9, 1 ; …

trostquelle

DWB

trost·quelle

trostquelle , f. , besonders im barock sehr beliebtes compositum. 1 1) geistlich, mehr oder minder bildhaft, öfter in direkter personifikati…

Wasserquêlle

Adelung

wasser·quelle

Die Wasserquêlle , plur. die -n, eine Quelle, welche Wasser giebt, und welche am häufigsten Quelle schlechthin genannt wird.

Ableitungen von quelle (2 von 2)

gequelle

KöblerMhd

gequelle , st. N. nhd. Quelle E.: s. ge, quelle W.: nhd. DW- L.: Hennig (gequelle)

urquelle

DWB

urquelle , f. , ist später als urquell, m. ( s. d. ) entwickelt, seit Kramer (1702) 2, 1221 c verzeichnet und erst gegen ende des 18. jhs. h…

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APA
Cotta, M. (2026). „quelle". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/quelle/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „quelle". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/quelle/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „quelle". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/quelle/pfeifer_etym.
BibTeX
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