begrenzen in 128 von 135 Belegen -gränz- 1 konkr a mBez auf Flächenbilder (od Körper): durch einen Saum, eine Grenze (od Grenzfläche) einfassen; sehr häufiger u spezif Gebrauch in Fl iZshg mit der zentralen Annahme der G-schen Theorie, daß bei Refraktion u bei paroptischen Phänomenen nicht Lichtstrahlen, sondern die Ränder begrenzter Bilder Farben entstehen lassen1) (vgl auch den terminolog Gebrauch von ‘Rand’, ‘Saum’, ‘Strahlung’) α säumen, konturieren; in der Beschreibung opt Phänomene meistens im Zustandspassiv Wenn man ein leuchtendes Bild durch concave Gläser auffaßt .. Hier erscheint das Bild blau begränzt GWBN1,129,25 FlD 313 parallaktische Doppelschatten .. welche mit farbigen Säumen und Höfen begränzt erscheinen GWBN1,169,16 FlD 409 Daß .. die prismatische Farbenerscheinung ein Nebenbild sei .. Dieses [das Hauptbild] sei nun gerade oder im Bogen begränzt, gezackt oder wellenförmig, durchaus hält sich das Nebenbild genau an den Umriß des Hauptbildes GWBN1,97,2 FlD 234 Basreliefe .. Ein Bild soll nicht allein durch Linien begränzt, sondern auch .. dem Auge entgegengehoben werden GWBB43,28,1 Zelter 17.8.27 [üb altgriech Münzprägung, Entwicklung des sog quadratum incusum] der Eindruck des untern viereckten zackigen Hülfsmittels verwandelte sich nach und nach in ein begränzendes, mancherlei Bildwerk enthaltendes Viereck GWB492,121,19 Münzkde dtMittelzeit [für: to terminate] GWBN2,20,24 FlP 34 [für: to define] GWBN2,148,22 FlP 268 [für: to border] GWBN2,183,9 FlP 361 GWBN1,126,13 FlD 306 GWBN51,409,24 Fl WarteSteine uö β auf eine best Ausdehnung fixieren, in ein Bild verwandeln; nur mBez auf opt Phänomene daß kein farbloses Licht .. durch Refraction eine Farbenerscheinung hervorbringe, wenn dasselbe nicht begränzt, nicht in ein Bild verwandelt worden GWBN4,391,14 Fl AnzÜbers GWBN1,91,1u4 FlD 219 GWBN1,152,13 u 156,10 FlD 361 u 371 GWBN11,230,6 Optik uö b in der räuml Ausdehnung begrenzen α abschließen, enden lassen; mehrf für das silhouettenartige Abschließen einzelner Landschaftsgründe, auch absol [Straßburgs Umgebung] eine .. große .. wie ein neues Paradies .. vorbereitete Fläche näher und ferner von theils angebauten, theils waldbewachsenen Bergen begränzt GWB27,230,21 DuW 9 Warum der Himmel blau erscheint .. Der Blick .. war .. wegen der unendlichen Ferne .. nur durch Finsterniß zu begränzen [terminari .. poterat] GWBN3,284,10 FlH V Kircher [für: form a noble termination] GWB46,158,1 HackertTgbKnight PortoPalinuro GWB20,157,28 Wv I 15 GWBT8,291,1 v 14.8.22 GWBB34,371,1 ABrentano [6.4.21] K uö im Bild GWB27,191,20 DuW 8 wohl mit zeitl Komponente Einen Tag, der froh erglänzend | Bunten Schmucks der Nacht entsteigt, | Sich gesellig nun begränzend [erglänzen > begränzet > bekränzend Var; Und sich festlich selbst ergänzend Var] | Segensvoll zum Berge neigt GWB3,67 Logenfeier 1825 Vs 7 β beschränken, eindämmen verlangend geworden nach einer weitern, weniger begränzten Aussicht, ritten sie eine steinige .. Fläche hinan GWB18,327,19 Nov GWB2,3 SonI MächtigÜberrasch 8 uö c mBez auf das Hoheitsgebiet eines Landes: (durch Verträge) die Grenzen sichern Der eine [der Kanzler], der gewandt mit spitzem Kiele | Das Reich begränzet, ja die Feinde schlägt GWBMaskenz RomantPoesie 188 2 bezogen auf geistige Inhalte, vereinzelt auch auf eine Handlung a definieren, in seinem individuellen od endl Wesen festlegen (meist PartPrät); sittl od literar auf ein best Maß eingrenzen Der Dämon bedeutet hier die nothwendige, bei der Geburt unmittelbar ausgesprochene, begränzte Individualität der Person, das Charakteristische, wodurch sich der Einzelne von jedem andern .. unterscheidet GWB411,216,4 Üb:Urworte Alle diese Gedichte sind uns durch Übersetzungen mitgetheilt .. so daß wir nur ein allgemeines Bild ohne die begränzte Eigenthümlichkeit des Originals gewahr werden GWB422,52,10 IndDichtgn obgleich die Thätigkeiten, in denen das Leben der Welt sich äußert, begränzt, und alle Specificationen hartnäckig und zäh sind; so läßt sich doch die Gränze keiner Thätigkeit genau bestimmen, und die Specificationen finden wir auch biegsam und wandelbar GWBN3,221,22 FlH IV Porta [üb Graf u Baronesse] Ihre freie Weise die Zustände des Lebens zu nehmen .. theilte sich sogleich mit, und ein hoher Anstand begränzte das Ganze, ohne daß man irgend einen Zwang bemerkt hätte GWB20,109,17 Wv I 10 das religiose Buch [Lj VI] .. indem es begränzt zugleich leitet und führt GWBB10,245,2 Schiller 18.3.95 Die Freiheit, ja Unbändigkeit unserer Literatur ist jenen Franzosen willkommen, welche .. alles absondernde Begränzende u.s.w. unbedingt anfechten. Absicht und Mittel sind klar: Den deutschen Dichter, als Romantiker, gegen die Classicisten .. in Thätigkeit setzen GWB412,537 Globe Var GWBB12,182,22 Schiller 5.7.97 GWB48,205,24 MuR(1112) GWBB29,239,17 Boisserée 16.7.18 uö refl u PartPrät in Notizen nach Schelling2) als Akt des Subjekts u als Definition des Subjekts, das durch den Akt des Sichbewußtwerdens sich selbst zum Objekt wird Das Ich setzt sich, es wird sich Objeckt | .. Das Sehende ist das Absolute | unbegrentzte Thätigkeit | das gesehene ist in so fern begränzt fixirt GWBN13,457,4 Plp GWBN13,451,2 Plp [Zit s v Begrenztheit] b mit negativem Aspekt: beschränken, beschneiden; auch mBez auf einen Mißbrauch [Mönch zu Eugenie:] Und wähle was dir noch den meisten Raum | Zu heil’gem Thun und Wirken übrig läßt, | Was deinen Geist am wenigsten begränzt, | Am wenigsten die frommen Thaten fesselt GWBNatT 2733 GWBB29,179,21 Voigt 19.5.18 GWBN4,254,4 FlH VI Delaval GWBN6,101,6 BotanStudien [1831] uö → GWBbaumbegrenzt GWBbuschbegrenzt GWBfreibegrenzt GWBohnbegrenzt GWBscharfbegrenzt GWBstillbegrenzt GWBunbegrenzt GWBeinfach-begrenzt vgl GWBabschließen GWBabschneiden GWBbedingen GWBbeschneiden GWBbeschränken GWBbestimmen GWBdefinieren GWBeinengen GWBeinfassen GWBeinschließen GWBeinschränken GWBfixieren GWBkonzentrieren GWBlimitieren GWBmäßigen säumen umgrenzen umreißen umschreiben 1) Die durch Refraktion entstehenden Farben, insbes die prismatischen, erklärt G mit der Verschiebung eines Nebenbildes gegenüber einem Hauptbild, wobei in den Überschneidungszonen Farbsäume erscheinen (Kantenspektren); die sog paroptischen (an Rändern erscheinenden Farben) werden ähnl aus Doppelschatten erklärt; immer schafft die Bildbegrenzung den in G-s Auffassung konstitutiven Gegensatz von Hell u Dunkel. 2) vgl Schelling, System des transcendentalen Idealismus, ed MSchröter, 1965,2 zB 380: “Das Ich wird Objekt .. Nun ist aber alles Objektive etwas Ruhendes, Fixirtes .. Ferner im Begriff des Objekts wird der Begriff eines Begrenzten oder Beschränkten gedacht .. Das Ich also ist ursprünglich (jenseits der Objektivität, die durch das Selbstbewußtseyn darein gesetzt wird) unendlich — also unendliche Thätigkeit.”Elke Umbach E. U.