Grenze fast ausschließlich ‘Gränze’; von ca 670 Belegen über ein Drittel im Bereich der Farbenlehre (Pkt D), wo der Begriff bei der Beschreibung des Phänomens der Farbentstehung an den Rändern projizierter Bilder besondere Bedeutung erhält; auffällig ist weiterhin G-s Interesse - besonders in natwiss Kontexten - an Grenzen als Übergangszonen (Pkt A4), in denen sich Gegensätzliches überlagert u verschränkt, eine Abfolge von Phänomenen erkennbar wird u klassifikatorische Abgrenzungen problematisch werden.1) Charakteristisch für G-s Sprachgebrauch u Begriffsverständnis ist zudem der nur schwer identifizierbare Übergang von einer neutralen, rein markierenden zu einer wertenden Bedeutung: der beschränkende, einschränkende, festlegende Charakter der Grenze verleiht den Dingen zugl Kontur, Geschlossenheit, Bestimmtheit, Deutlichkeit u formuliert damit eine tendenziell positiv bewertete Grundbedingung alles Endlichen, menschl Existenz, ästhetischer u natürlicher Gestaltung u Vollkommenheit. A Trennlinie 1 territorial a als staatl-polit Grenze: (durch natürl od künstl Markierungen kenntliche) Bezirks-, Gebiets-, Landesgrenze ua, selten Stadtgrenze; öfter mit Attr wie ‘nördlich, südlich, mittägig, fremd’ od in Vbdgn wie ‘bayrische, böhmische, sächsische, erfurtische, gothaische, spanische G.’, meist für Landesgrenze; gelegentl ‘die G. sichern, ausspähen, besetzen, verheeren’ uä; öfter als Gegenstand von Streitigkeiten, Schauplatz von Kriegshandlungen; auch als Wetterscheide, Sprachgrenze; gelegentl in kartograph Darstellung [betr Grenzverschiebungen durch den Wiener Kongreß] Preußen gewinnt den Theil des rechten Rheinufers bis Ehrenbreitstein herauf, landeinwärts geht die Gränze von Neuhäusel auf Hachenburg und schließt Altenkirchen ein .. Innerhalb jener Gränze kommt Preußen in Besitz aller Eisen- und Kupferwerke des jenseitigen Westerwaldes GWBB26,360 CarlAug? [Mitte Jun 15] K [Herm:] Wahrlich, wäre die Kraft der deutschen Jugend beisammen, | An der Gränze, verbündet, nicht nachzugeben den Fremden, | O, sie sollten uns nicht den herrlichen Boden betreten GWBHermDor IV 99 Pforten und Thürme, welche die Gränze der alten Stadt [Frankf] bezeichneten GWB26,24,6 DuW 1 Die Sprachreiniger. | .. Teutschland soll rein sich isoliren, | Einen Pest-Cordon um die Gränze führen, | Daß nicht einschleiche fort und fort | Kopf, Körper und Schwanz von fremdem Wort GWB51,143 ZXenNachl IX 833 [Mahomet:] müssen nicht eure Götter, wie kleine Fürsten, deren Gränzen verwirrt sind, mit unauflöslicher Zwietracht sich wechselsweise die Wege versperren? GWB39,191,14 [] MahometFragm GWBB23,307,23 Meyer [7.4.13?] GWB251,8,7 Wj II 8 GWBN12,237 GewitterBöhm A1,94,1 Reskr 20.8.79 K uö für Grenzübergang, -station Der Wein ist noch nicht angekommen, er liegt wahrscheinlich auf der Gränze GWBB33,4,25 August 30.4.[20] uö b als Besitzgrenze [Götz:] tritt zurück! Du stehst schon auf meines Nachbars Grund und Boden .. [Georg:] Hier ist eure Gränze? [Götz:] Eine gerade Linie von jener Eiche zu dieser bestimmt sie GWB131,322,1 Götz3 V [Kaiser:] An Ländern sollen sie [Inhaber der Erzämter] vor allen andern glänzen, | Deßhalb erweitr’ ich gleich jetzt des Besitzthums Gränzen, | Vom Erbtheil jener die sich von uns abgewandt GWBFaust II 10938 GWBFaust II 11004 GWB341,54,26 RheingauHerbsttage uö(selten) c als Grenze symbolischer Bereiche In den Tempeln zieht er [der Baukünstler] eine Gränze zwischen sich und dem Allerheiligsten GWB20,223,16 Wv II 3 GWB1,318 Vs 225 VenEpigr 42 uö 2 allg als (gedachte) Linie zur Unterscheidung, Markierung, Definition unterschiedl benachbarter Gebiete, Bereiche a räuml-konkr; meist in osteol Zshg für eine (als Naht, Sutur, Kanal erkennbare od verwachsene) Trennlinie zwischen einzelnen, separat angelegten Knochen(teilen) so wird man diese drei entschiedenen Knochen-Abtheilungen [‘Felsen-’, ‘Zitzen-’ u ‘Schlafbein’] auch bei dem menschlichen Schädel entdecken, und ohnerachtet ihres hartnäckigen Verwachsens die Gränzen derselben bestimmen können GWBN8,208,5 Allg KnochLehre 11 GWBN8,164,16 BeschreibgZwKnoch GWBN13,208,7 Morph Plp GWBB6,329,5 Sömmerring 5.8.84 GWBB26,231,8 CarlAug [25.1.16] uö b bezogen auf Abstraktes, Ideelles, Geistiges, insbes auf systemat od klassifikator Unterscheidungen; überwiegend bildhaft an konkr-räuml Vorstellungen anknüpfend Nun stellt sich aber ein Genre wie das Rossinische der großen Oper ganz nah .. so daß hier schwer eine Gränze möchte zu finden seyn GWBB42,348,23 Kunowski [28.4.27] K [betr die Rolle der in Kants Systematik der Vorstellungskräfte ‘vergessenen’ Phantasie im Hinblick auf eine Zuordnung von Philosophie u Poesie zu den Bereichen Vernunft u Sinnlichkeit] Dazwischen [zw Verstand u Vernunft] aber wird unablässig die alles durchdringende, alles ausschmückende Phantasie immer reizender, jemehr sie sich der Sinnlichkeit nähert, immer würdiger, jemehr sie sich mit der Vernunft vereint. An jener Gränze ist die wahre Poesie zu finden, hier die echte Philosophie GWBB27,310,11 Maria Paulowna 31.12.16/2.1.17 K [Beilage] GWB7,106,8 DivNot GWBB26,349,3 u 350,6 Leonhard 29.4.16 GWBN52,160,6 Fl Plp GWBN12,96,5 Witterungslehre 1825 uö 3 als soziale Grenze In dieser Zeit war meine Stellung gegen die obern Stände sehr günstig. Wenn auch im Werther die Unannehmlichkeiten an der Gränze zweier bestimmten Verhältnisse mit Ungeduld ausgesprochen sind GWB29,71,21 DuW 17 GWB421,336 Epoch gesellgBildg Var uö(selten) 4 als Grenzstreifen, Übergangszone, (unbestimmter) Zwischenbereich; überwiegend ‘auf der G.’ a räuml-konkr in natwiss Zshgn als Erscheinungsort von Übergangsphänomenen, Wandlungsprozessen wollige Wölkchen .. wurden, wie sie sich jener Region [von Zirrusstreifen] näherten, aufgelös’t und in verticale Streifen verwandelt, doch konnte man bemerken, daß sie sich auch unverwandelt zwischen jene Streifen hineinzogen, ihre wollige Gestalt noch eine Weile behaltend. Wahrscheinlich ging dieß auf der Gränze der obern und mittlern [Luft]Region vor GWBN12,26,16 Wolkengest uö(selten) für die Übergangsflächen, Kontaktstellen zwischen Gesteinsarten, die sich überlagern, verschränken, ineinander übergehen; auch als Fundort von Übergangsgesteinen2) Man muß sich hier auf der Gränze des Schiefers und des Kalkes, wo der Eisenstein liegt, alles so durchwachsen als möglich denken GWBN9,162,24 Harzreise 1784 GWBN9,237,7 GestaltgAnorgMassen GWBN9,160,14 Harzreise 1784 uö b abstr: Übergang, Mitte Achilleus im Kampf mit den Flußgöttern [als Sujet] ist unstreitig eine Aufgabe noch höherer Art; weil sie .. auf der Gränze des Erhaben-Poetischen und Phantastisch-Wunderbaren steht GWB48,67,21 Kunstausstellg 1803 so stand sie [Friederike] auf der Gränze zwischen Bäuerin und Städterin GWB27,351,25 DuW 10 GWBN1,47,6 FlD 103 GWBB13,196,19 Schiller [28.6.98] GWB36,104,1 TuJ 1816 uö zeitl auf der Gränze des vierzehnten und funfzehnten Jahrhunderts GWB341,177,24 KuARheinMain B Schranke, Abschluß, Ende 1 räuml-konkr: Endpunkt, Rand, Saum, begrenzende Umrandung; auch umschreibend für Ufer Da stand ich nun unter der Linde, die ehedessen als Knabe das Ziel und die Gränze meiner Spaziergänge gewesen AA87,10 Werth1 II~Werth2 Der Obelisk auf der Piazza del Popolo ist im Carneval die unterste Gränze dieser Straße [des Corso]; der venetianische Palast die obere GWB32,226,10 ItR Im letzten Osten .. an der Welt Gränze, wo der Ocean an’s feste Land umkreisend sich anschließt GWB412,34,6 Eurip,PhaethonVersuch [Faust:] Da faßt’ ich schnell im Geiste Plan auf Plan [zur Landgewinnung]: | Erlange dir das köstliche Genießen | Das herrische Meer vom Ufer auszuschließen, | Der feuchten Breite Gränzen zu verengen GWBFaust II 10230 GWB341,186,15 KuARheinMain GWB251,272,18 Wj III 14 GWBN12,160,24 JenMuseenSternwarte GWBN12,80,25 Witterungslehre 1825 GWBNatT 1728 uö mBez auf Vegetationszonen, Höhengrenzen in der Pflanzengeographie der höchsten Palme gab ich einen in die Augen fallenden Platz [auf der Berghöhenkarte], und bezeichnete sodann von unten hinauf die Gränze der Palmen und Pisangs GWBB23,309,5 Bertuch 8.4.13 GWBB46,16,23 Zelter 19.7.29 uö 2 bezogen auf Abstraktes, Geistiges, Ideelles a Ende, Abschluß; häufig mit Abstrakta Er [der Dichter] .. kennt des Glückes Gränzen GWB4,87 Zueignung [1769] Vs 18 [betr LOkens Zs ‘Isis’] giebt es denn eine Gränze des Wahnsinns, der Unbescheidenheit, der Verwogenheit? GWBB27,188,7 CarlAug 5.10.16 Auf dieser Erde gibt es nur Anfänge; keine Gränze [limite] ist bezeichnet GWB40,205,5 Staël,Dichtgn GWBN7,75,6 Probl uErwiderg GWBN11,289,16 Tonlehre Schema [1810] GWB48,137,1 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst uö ‘ohne G./G-n’ für grenzenlos, auch maßlos; idVbdgn ‘keine G. haben, finden, kennen, halten’ meist intensivierend iSv kein Maß kennen [Wilhelm in seiner Liebe zu Mariane] Er war dankbar und hingegeben ohne Gränzen GWB21,44,17 Lj I 9=GWB51,67,14 ThS I 18 Verzweiflung .. die ohne Gränzen schien GWB28,24,5 DuW 11 Bei Lösung der Pfänder ging alles jeder Art in’s Übertriebene .. alles zeigte von einer verwegenen Lust, die keine Gränzen kennt GWB28,21,16 DuW 11 die Mineralkörper .. in ihren mannichfaltigen Grundtheilen so fest und unerschütterlich, scheinen in ihren Verbindungen .. weder Gränze noch Ordnung zu halten GWBN8,78,9 Vortr VglAnatomie 3 GWB9,14 LauneVerl 183 GWB23,24,9 Lj VII 3 GWB251,203,24 Wj III 10 uö in bildhaftem Kontext für Lebensende, Tod Memento [] mori! gibt’s genug, | Mag sie nicht hererzählen; | Warum sollt’ ich im Lebensflug | Dich mit der Gränze quälen GWB4,134 Vs 4 GWBB40,299,1 JGLenz 18.2.26 uö für Belastungsmaximum [Atropos:] Wolltet ihr bei Lust und Tänzen | Allzu üppig euch erweisen; | Denkt an dieses Fadens Gränzen, | Hütet euch! Er möchte reißen! GWBFaust II 5315 iSv Extrem [Antonio:] Ich höre, Tasso, dich mit Staunen an, | So sehr ich weiß, wie leicht dein rascher Geist | Von einer Gränze zu der andern schwankt Tasso 3361 iSv Limit Gespr(He31,187) Lobe [Juli 1820] GWBB35,326 August 1.9.21 K uö iSv Höhepunkt Bau- und Bildwerke Griechenlands .. Die äußersten Gränzen menschlicher Kunstthätigkeit .. wurden wir gewahr GWB36,170,10 TuJ 1820 b als äußere Einschränkung; häufig in Wdgn wie ‘(jdm, einer Tätigkeit, einem Wunsch ua) eine G. setzen, stecken, ziehen’ meist abgeschwächt iSv hemmen, hindern, Einhalt gebieten; auch im Bild [mBez auf Entwicklungsphasen ‘bedeutender Menschen’] sobald die Welt den einzelnen Strebenden erblickt, sobald erschallt ein allgemeiner Aufruf, sich ihm zu widersetzen. Alle Vor- und Mitbewerber sind höchlich bemüht, ihn mit Schranken und Gränzen zu umbauen, ihn auf jede Weise zu retardiren GWBN3,245,9 FlH V wenn der Vater in Gesellschaften .. mehr als billig war ausgab, so wußte die Mutter .. dem gewöhnlichen Aufwande solche Gränzen zu setzen, daß im Ganzen ein Gleichgewicht blieb GWB18,192,23 Unterhaltungen Da man .. dem Genie, und dessen Erfindungskraft keine G-n setzen kann GWBB25,413 Catel [Apr 15] K GWBB42,112,4 Reinhard 30.3.27 GWBN52,388,14 Fl Plp GWBN8,34,10 VglAnatomie 7 GWB30,278,9 ItR uö c für die (immanente, schicksalhafte, individuelle od prinzipielle) Bedingtheit, Begrenztheit, Beschränkung menschl Kräfte u Fähigkeiten; mehrf ‘G-n der Menschheit’, einmal als Gedichttitel ΔΑΙΜΩΝ, Dämon. | .. Nach dem Gesetz wonach du angetreten. | .. ΤΥΧΗ, das Zufällige. | Die strenge Gränze doch umgeht gefällig | Ein Wandelndes, das mit und um uns wandelt; | Nicht einsam bleibst du, bildest dich gesellig GWB3,95 Urworte 9 Wir haben .. wieder schöne Fortschritte gethan, und wenn meine Natur die Wirkung hat die Ihrige in’s begrenzte zu ziehen, so habe ich durch Sie den Vortheil daß ich auch wohl manchmal über meine G-n hinausgezogen werde GWBB12,164,8 Schiller 21.6.97 Die menschliche Natur .. hat ihre Gränzen, sie kann Freude, Leid, Schmerzen, bis auf einen gewissen Grad ertragen, und geht zu Grunde, sobald der überstiegen ist AA55,6 Werth1 I~Werth2 Wäre denn .. ein solches Urphänomen gefunden, so bleibt immer noch das Übel, daß man es nicht als ein solches anerkennen will, daß wir hinter ihm und über ihm noch etwas Weiteres aufsuchen, da wir doch hier die Gränze des Schauens eingestehen sollten GWBN1,73,21 FlD 177 Hier .. stehe ich an der Gränze, welche Gott und Natur meiner Individualität bezeichnen wollen. Ich bin auf Wort, Sprache und Bild im eigentlichsten Sinne angewiesen und völlig unfähig durch Zeichen und Zahlen .. auf irgend eine Weise zu operiren GWBB40,264,5 Naumann 18.1.26 K GWB2,81 Grenzen dMenschheit Titel Gespr Kanzl Müller 28.3.19 Gespr Eckerm 1.9.29 GWBFaust I TrübTag 36 GWB29,143,27 DuW 19 uö in Notizen nach Schelling3) GWBN13,457,10 Ausz aus Schelling,Syst transzIdealism d neben ‘Maß’ als Merkmal (u zugl Qualitätskriterium) idealer künstlerischer Gestaltung Ideal. Um hierzu zu gelangen, bedarf der Künstler eines tiefen, gründlichen, ausdauernden Sinnes, zu dem aber noch ein hoher Sinn sich gesellen muß, um den Gegenstand in seinem ganzen Umfange zu übersehen, den höchsten darzustellenden Moment zu finden, und ihn also aus seiner beschränkten Wirklichkeit herauszuheben, und ihm in einer idealen Welt Maß, Gränze, Realität und Würde zu geben GWB47,103,3 Üb Laokoon 3 (meist) pl als Rahmen best Geltungs-, Wirkungs-, Kompetenzbereiche, Entfaltungs-, Entwicklungs- u Handlungsspielräume, Vorstellungshorizonte ua a bezogen auf Normen u Formen des Schicklichen, Anständigen, Maßvollen, der Zurückhaltung u Selbstbeherrschung; öfter ellipt so hielt sie [Luciane] die andern in den strengsten Gränzen der Sittlichkeit gegen sich, die sie gegen andere jeden Augenblick zu übertreten schien GWB20,244,21 Wv II 5 niemals konnte er [Hamlet] sich mit dem vereinigen, der die Gränzen des Rechten, des Guten, des Anständigen überschritt GWB22,28,16 Lj IV 3 Das Theater ist in dem modernen bürgerlichen Leben, wo durch Religion, Gesetze, Sittlichkeit, Sitte, Gewohnheit, Verschämtheit .. der Mensch in sehr enge Gränzen eingeschränkt ist, eine merkwürdige und gewissermaßen sonderbare Anstalt GWB40,174,5 DtTheat Ihm [dem Sänger] schwebte Mignons Bild mit dem ersten Zartgesang des holden Kindes vor. Leidenschaftlich über die Gränze gerissen, mit sehnsüchtigem Griff die wohlklingenden Saiten aufregend, begann er anzustimmen GWB24,372,26 Wj II 7 GWBB16,47,11 AChKotzebue 3.3.02 K GWB26,102,5 DuW 2 GWB18,48,23 Aufgeregten III 1 GWB422,51,14 IndDichtgn GWBB22,235,19 TheaterKomm 5.1.12 uö b bezogen auf Wirkungskreise, Kompetenzbereiche, Betätigungsfelder, auch den Umfang von Aufgaben, Unternehmungen, Problemen den Hofgärtner Wagner in seine G-n zurück gewiesen GWBB30,185,1 Voigt 19.4.15 [betr Engagement des Kammersängers Stromeyer als Opernregisseur] es ist eine ganz neue Function, deren Wirkungskreis und Gränze erst zu bestimmen ist GWBB27,359,7 TheaterIntend 24.2.17 Tasso 1517 GWBB25,181,22 Roux 29.1.15 A2,418,27 Votum [Anf Jan 95] K uö c bezogen auf einen finanziellen Rahmen Die sämmtlichen Fächer dieser wissenschaftlichen Anstalten hatten sich seit mehreren Jahren dergestalt erweitert, daß sie innerhalb der Gränzen ihres Etats nicht mehr zu halten waren GWB36,419 TuJ 1818 Var GWB21,201,15 Lj II 11 uö d bezogen auf die Reichweite menschl Fähigkeiten, insbes Erkenntnis-, Fassungsvermögen, öfter auf wiss Forschung Der geringste Mensch kann complett sein, wenn er sich innerhalb der Gränzen seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten bewegt GWB422,170,9 MuR(474) Wenn man einmal einer Vorstellungsart zugethan ist .. so muß man sie über die Gränzen hinaus verfolgen, ohne bekümmert zu sein, ob man in seine Gränzen wieder werde zurückgetrieben werden GWBN10,15,14f Porphyrartig Daß sich die Himalaja-Gebirge auf 25000′ aus dem Boden gehoben und doch so starr und stolz .. in den Himmel ragen, steht außer den Gränzen meines Kopfes, in den düstern Regionen, wo die Transsubstantiation pp. hauset, und mein Cerebralsystem müßte ganz umorganisirt werden .. wenn sich Räume für diese Wunder finden sollten GWBB49,106,17 Zelter 5.10.31 GWBN8,221,23 TibiaFibula GWB7,221,4 Div Not uö ‘sich in G-n schließen’ für Gestalt annehmen, (geistige) Kontur gewinnen ich habe [] mich fast durch Rom durchgesehn, und bin an der Wiederholung, schon fängt das Gesehene an sich zu ordnen und das unendlich scheinende schließt sich in Gränzen GWBB8,125,3 Seidel [13.1.87] e bezogen auf (durch Naturgesetze definierte) Gestaltungs-, Entfaltungs-, Entwicklungsspielräume in der Natur, Margen natürl Prozesse im Innern befindet die Kraft der edlern Geschöpfe | Sich im heiligen Kreise lebendiger Bildung beschlossen. | Diese Gränzen erweitert kein Gott, es ehrt die Natur sie: | Denn nur also beschränkt war je das Vollkommene möglich GWB3,90 MetamTiere 31 die Natur, die sich innerhalb der gesetzlichen Gränze alle Willkür vorbehält .. wundersame Erscheinungen hervorbringen kann GWBN6,325,12 Zu MetamPfl 15 Das Pulsiren, das Aus- und Einathmen der tellurischen Schwerkraft bleibt in gewissen von der Natur vorgeschriebenen Gränzen GWBN12,71,18 BaromSchwankungen GWBN7,339 Versuche übWachstum dPfl GWBN6,28,6 MetamPfl 8 GWBN8,20,22 VglAnatomie 4 uö f bezogen auf (durch best Gesetze, Techniken, Prinzipien, ästhet Qualitäten definierte) Gegenstandsbereiche, insbes künstlerische od literar Gattungen, Sparten, Sujets uä Es ist eine so angenehme Empfindung sich mit etwas zu beschäftigen was man nur halb kann, daß niemand .. den Künstler tadeln dürfte, wenn er, über die Gränze seiner Kunst hinaus, in einem benachbarten Felde sich zu ergehen Lust hat GWB20,216,6 Wv II 3 Einen Abend stritt die Gesellschaft, ob der Roman oder das Drama den Vorzug verdiene? Serlo versicherte .. beide könnten in ihrer Art vortrefflich sein, nur müßten sie sich in den Gränzen ihrer Gattung halten GWB22,177,6 Lj V 7 Herr Hackert hat weder Weinranken noch Olivenbäume sehen lassen; doch wir bemerken eben, daß unsere Wünsche sich über die Gränzen der Aussichtsgemählde in das Gebiet der höhern dichterischen Landschaftsmahlerei verlieren GWB48,128,15 Üb:Hackert,Landschaften [wohl G] GWB27,164,21 DuW 8 GWB251,222,18 Wj III 12 GWBB27,162,6 Cotta 2.9.16 uö in Kennzeichnung des durch Bestimmtheit, Begrenztheit, Eindeutigkeit, Deutlichkeit charakterisierten Gebiets ‘wahrer’ Kunst der Imaginant .. schadet der Kunst unendlich, weil er sie über alle ihre Gränzen hinausjagt, und es bedürfte des größten Genies sie aus ihrer Unbestimmtheit und Unbedingtheit, gegen ihren wahren Mittelpunct, in ihren eigentlichen, angewiesenen Umkreis zurück zu führen GWB47,197,21 Samml 8 g bezogen auf die Dimension des Diesseitigen, Realen, Unmittelbaren, Gegenwärtigen als Kennzeichen antiker Lebens- u Geisteshaltung iUz modernen Vorliebe für das ‘Unendliche’ Wirft sich der Neuere .. fast bei jeder Betrachtung in’s Unendliche, um zuletzt .. auf einen beschränkten Punct wieder zurückzukehren, so fühlten die Alten, ohne weitern Umweg, sogleich ihre einzige Behaglichkeit innerhalb der lieblichen Gränzen der schönen Welt .... Alle [Dichter, Geschichtsschreiber, Forscher] hielten sich am Nächsten, Wahren, Wirklichen fest, und selbst ihre Phantasiebilder haben Knochen und Mark GWB46,22,24 Winckelm C Schwelle, Anfang, Beginn; meist ‘an der G.’ auch iSv in der Nähe, nur im Bild u metaphor [Franz:] zu ihr! und ich bin an der Gränze der Seligkeit GWB132,291,1 Götz3 IV Var [mBez auf de Candolles ‘Organographie végétale’] er quält sich mit außerordentlicher Sorgfalt .. immer an der Gränze des Räthsels GWBB44,432,12 Soret [Mitte Jul 28] K [mBez auf eine Erkrankung] Da ich von der nahfernen G. des Todtenreichs zurückkehrte GWBB15,175,23 Reichardt 5.2.01 GWBN1,198,16u18 FlD 484 GWBB31,46,13 Zelter 4.1.19 GWBB47,435,26 Eckerm [Ende Okt 30] K uö(selten) D im Kontext der Farbenlehre für Bildgrenze: Randbereich eines opt Bildes (s ‘Bild’ I 2), an dem sich bei (prismat) Verrückung u Überlagerung - als Wirkung des Hell-Dunkel-Kontrastes bzw des ‘trüben’ Mediums - farbige Ränder u Säume bilden4); unterschiedl akzentuiert als Trennlinie zw Licht u Schatten, als Saum des Bildfeldes od als dessen äußere Begrenzung durch Schatten, Dunkel; auch ‘helle, dunkle, rote, blaue G.’ Ein Bild entsteht nur durch Gränzen, diese Gränzen übersieht Newton ganz, ja er läugnet ihren Einfluß. Wir aber schreiben dem Bilde sowohl als seiner Umgebung, der hellen Mitte sowohl als der dunkeln Gränze, der Thätigkeit sowohl als der Schranke, in diesem Falle vollkommen gleiche Wirkung zu GWBN2,10,21f u 25 FlP Wir wissen daß ein rundes helles Bild, wenn es durch Refraction in sich selbst verengt wird, mit einem gelben und gelbrothen Rand erscheint, weil die dunkle Gränze dem hellen Bilde folgt GWBN52,410,28 Üb dRegenbog daß die Farbe nicht aus einer Theilung des Lichtes entstehe, sondern vielmehr durch den Zutritt einer äußeren Bedingung, die unter mancherlei empirischen Formen, als des Trüben, des Schattens, der Gränze, sich ausspricht GWBN2,172,20 FlP 321 damit man sich sogleich überzeugen könne, daß nur eine schattenwerfende Gränze innerhalb des gebrochenen aber noch weißen Lichtes Farben hervorzubringen im Stande sei GWBN2,194,25 FlP 397 daß nämlich eine farbige Fläche so wenig als eine schwarze, weiße oder graue durch Refraction verändert werde, sondern daß allein die Gränzen der Bilder sich bunt bezeichnen GWBN2,154,9 FlP 288 GWBN51,133,4 ElementeFl 11 GWBN52,316,8u13f Fl Plp GWBN2,196,11 FlP 403 GWBN1,88,8 FlD 213 GWBN1,131,3 FlD 316 GWBN1,130,14 FlD 314 uö(häufig) → GWBEndgrenze GWBFeldgrenze GWBFlurgrenze GWBGebirgsgrenze GWBGerichtsgrenze GWBGranitgrenze GWBKörpergrenze GWBKunstgrenze GWBLandesgrenze GWBLebensgrenze GWBLichtgrenze GWBLuftgrenze GWBNational- GWBScheide- GWBSeiten- GWBTheater- GWBWasserscheidungs- GWBZauber- GWBZirkel- GWBabgrenzen GWBangrenzen GWBbegrenzen GWBumgrenzen GWBBegrenztheit GWBBegrenzung GWBBegrenzungspunkt Syn zu A GWBGrenzlinie GWBGrenzscheide GWBGrenzscheidung GWBScheide GWBScheidegrenze GWBScheidelinie Trennungslinie zu B GWBBegrenzung GWBBeschränkung GWBEnde GWBEndpunkt GWBSchranke zu B2b GWBHemmung GWBHindernis GWBHinderung GWBLimitation zu B2c GWBBedingtheit GWBBegrenztheit GWBBeschränkung zu C GWBAnfang GWBBeginn GWBSchwelle zu D GWBBegrenzung GWBBeschränkung GWBRand GWBSaum GWBSchranke 1) vgl UPörksen, Raumzeit. In: G u die Verzeitlichung der Natur, ed PMatussek, 1998,101—127 2) vgl MSemper, Die geol Studien G-s, 1914,74f 3) vgl Schelling, System des transzendentalen Idealismus, ed MSchröter, 1965,2,385; vgl auch s v Begrenztheit 4) vgl s v begrenzen, Anm 1; zur farbtheoret Bedeutung s HSchönherr, Einheit u Werden, 1993,153—163 u RMagnus, G als Naturforscher, 1906,228—230 Dorothea KühmeD.K.