bestimmen von den rund 1550 Belegen üb die Hälfte in den für G unspezif Bed-Gruppen 1 a u 5 a; selten subst; Verwendungsschwerpunkt im natwiss Bereich in unterschiedl Bed, erstens erkenntnistheoret mit dem doppelten Aspekt des Konstituierens allg Gesetze einerseits (1 c) u des empir Klassifizierens andrerseits (2 b), zweitens im Rahmen der Auseinandersetzung mit Naturtheorien der Aufklärung (Präformation, Finalnexus), wobei ‘bestimmen’ in versch semant Nuancen iS von G-s Theorie der inneren organ Gesetzmäßigkeit, der Metamorphose, der Wechselwirkung zw inneren u äußeren Bedingungen verwendet wird, u zwar auch mBez auf den Menschen (3; in dieser Bed mehrf bereits in den 70er Jahren: PhysiognFragm, Rez in FGA); als Vorherbestimmen des menschl Schicksals durch numinose Mächte (1 b, 5 c) ist das Wort meist in der Dichtung, im Zitat traditioneller u zeitgenöss Vorstellungen belegt, selten in direkten persönl, meist konventionell bleibenden Äußerungen 1
festlegen a
iS eines prakt Planens, Entscheidens, auch obrigkeitl Verfügens; häufig Termin, Ort, Preis, Maß uä an-, festsetzen, daneben insbes: die Gestaltung, den Modus, die Bedingungen von etw (im Entwurf) fixieren, regeln, auch vertragl, gerichtl [
betr Bibliotheksordnung] ein solches Geschäft für die Zukunft dergestalt einzuleiten und zu b., daß Abwesenheit, Krankheit, Abgang .. keine Stockung .. verursache A(Lerche 81) Denkschr 30.7.17 wie in der Stadt nur der Fürst und die Gemeine b. können, wohin gebaut werden soll, so ist es auf dem Lande das Vorrecht des Grundherrn GWB20,96,20 Wv I 9 DjG
33,391,30 RAnw [17.11.73] GWBB25,197,15 Cotta 20.2.15
uö(häufig) b
als Wirken nicht berechenbarer Mächte u Kräfte, bes als Vorherbestimmen menschl Geschicks durch die Götter [
Genien:] Wie man es wendet und wie man es nimmt, | Alles geschieht was die Götter bestimmt GWB16,340 Epimen 115 [
Secretär:] Wer wagt ein Herrschendes zu läugnen, das | Sich vorbehält, den Ausgang unsrer Thaten | Nach seinem einz’gen Willen zu b.? | Doch wer hat sich zu seinem hohen Rath | Gesellen dürfen? .. Verstand empfingen wir, uns mündig selbst | Im ird’schen Element zurecht zu finden GWBNatT 855 [
Lenardo üb sein Verhältnis zur Schönen-Guten] Die nächste Zukunft, oder eine fernere wird fügen und b.; das heißt also, wir wissen in diesem Falle, wie in so vielen andern, nicht was aus uns werden kann GWB25
2,134 Wj [nur 1821] GWB41
1,299,4 IliasAusz 15 GWB11,262 Claud
2 1248
uö c
als normensetzende Tätigkeit des menschl Geistes, bes für das Aufstellen von Naturgesetzen, daneben im ästhetischen, vereinzelt eth Bereich ua; mehrf iVbdg mit Objekten wie ‘Wert’, ‘Grenze’, auch ‘sich (selbst) seine Begrenzung b.’ uä iS von G-s Idee der Selbstbeschränkung Die Phänomene .. sind gewiß und bestimmt ihrer Natur nach, hingegen oft unbestimmt und schwankend, in so fern sie erscheinen. Der Naturforscher sucht das Bestimmte der Erscheinungen zu fassen .. .. Das reine Phänomen .. Um es darzustellen bestimmt der menschliche Geist das empirisch Wankende .. es wird .. ihre [
der Phänomene] Einerleiheit und Veränderlichkeit angeschaut und angenommen, ihre Bestimmtheit anerkannt und durch den menschlichen Geist wieder bestimmt GWBN11,40,16u28 ErfahrgWissensch 1798 Dieses alles würde ein völlig ausgearbeiteter [
anatomischer] Typus schon b. und festsetzen: inwiefern ein jeder Theil nothwendig und immer gegenwärtig sei oder sich manchmal nur durch eine wunderbare Gestalt verberge .. zufällig verstecke GWBN8,268,22 VersGestaltTiere [1790] beschränkt unser Meister [
Kant] seinen Denkenden auf eine reflectirende discursive Urtheilskraft, untersagt ihm eine b-de ganz und gar GWBN11,54,16 AnschauendeUrteilskr Die Kunst ist constitutiv. — Der Künstler bestimmt die Schönheit, er nimmt sie nicht an GWB47,292,10 Plp [
Jarno zu Wilh:] Der Mensch ist nicht eher glücklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst seine Begränzung bestimmt GWB23,218,16 Lj VIII 5 GWB47,18,8 PropylEinl GWBB1,244,14 Hetzler dJ 24.8.[70] K GWB37,166,10 BriefPastors
uö übertr auf Naturprozesse zwiefach bestimmte | Sie [
die Natur] das höchste Gesetz, beschränkte jegliches Leben, | Gab ihm gemess’nes Bedürfniß, und ungemessene Gaben GWB3,89 MetamTiere 6 GWB53,551 MetamTiere 18 Plp GWBN2,45,15 FlP 79 d
refl iSv sich entscheiden, sich festlegen, auch: sich entschließen; mehrf iVbdg mit ‘zu, für, wohin, über’ Wie wird es heute werden? Hat meine Liebe sich bestimmt? Auf dein Wort wird meine Einrichtung gemacht werden GWBB6,383,18 ChStein 31.10.84 Eduard .. sprach .. von der gegenseitigen Neigung Charlottens und des Majors .. Ganz läugnen konnte der Major nicht und nicht ganz eingestehen; aber Eduard befestigte, bestimmte sich nur mehr .. eine Scheidung war gewiß zu erlangen GWB20,353,20 Wv II 13 Mit den zartesten sittlichen Anlagen geboren, bestimmte er sich zum Geistlichen GWB28,260,8 DuW 14 Es war in dem vergangenen Jahre schon ein großes Verdienst, wenn man das Vorhandene erhalten und sich zu einiger Thätigkeit b. konnte GWBB24,307,6 Döbereiner 2.7.14 GWB37,345,7 PhysiognFragm GWB46,368,14 HackertNachtr
uö 2
feststellen, bezeichnen, eingrenzen a
ermitteln, angeben, nachweisen: ein einzelnes hist bzw empir Faktum od Phänomen (meist Alter, Lage, Grenze uä von etw), aufgrund best Methoden, Kriterien od exakter Beobachtung, bes im kunsthist, meteorol u geol Bereich; häufig negiert bzw mit einschränkenden Zusätzen [
Ausgrabungsobjekte] Die größeren Körper sind allerdings problematisch .. Welcher Nation und welcher Zeit sie angehören ist schwer zu b. GWBB21,88,23 Sturm 27.9.09 K daß die ganzen und Viertel Stunden, in welchen ein Regen beginnt und aufhört, angegeben werden. Die einzelnen Minuten können, da sich der Regen oft allmählig verliert, nicht bestimmt werden GWBN12,208 Instrukt meteorolBeob Man würde, wie ich überzeugt bin, hier [
an einem Sandsteinbruch] das höchste Niveau, das die alten Wasser gehalten, b. können GWBN10,137,4 MinThür [1782] GWBB15,87,18 Frege 21.7.00 [Beilage] GWB18,149,11 Unterhaltungen
uö mehrf in den Schr zur vergleichenden Anatomie, auch für den mit Hilfe des ‘Typus’ geführten Nachweis äußerl nicht erkennbarer Phänomene (meist Grenzverlauf von Knochen) Hat man sich dann an der Betrachtung dieser .. Thiere geübt, so wird man diese .. Knochen-Abtheilungen auch bei dem menschlichen Schädel entdecken, und ohnerachtet ihres hartnäckigen Verwachsens die Gränzen derselben b. können GWBN8,208,6 AllgKnochLehre 11 GWBN8,101,5 ZwKnoch 1784
uö b
definieren: Phänomene in ihrer Besonderheit, in ihren Beziehungen untereinander; meist natwiss, für die Tätigkeit des Abgrenzens, Unterscheidens, Vergleichens in versch wiss Disziplinen; mehrf im engeren Sinn für das (von G grundsätzl anerkannte) Klassifizieren, Identifizieren nach äußeren Merkmalen (bes in Mineralogie u Botanik) Wir haben sie [
Farbphänomene] .. in drei Abtheilungen vorgetragen .. In dieser stätigen Reihe haben wir .. die Erscheinungen zu b., zu sondern, und zu ordnen gesucht GWBN1,273,17 FlD 689 Die vergleichende Anatomie beschäftigt sich, diese Ähnlichkeit [
zw den Tiergestalten, zw Tier u Mensch] immer mehr aufzusuchen und zu gleicher Zeit den Unterschied genau zu b., wodurch sie sich alle mehr oder weniger von einander entfernen GWBN13,198,8 Morph Plp eine kleine Sendung .. worin sich sechs von Herrn Soret bestimmte Exemplare Amphibole befinden .. zugleich aber auch eine Partie unbestimmter vielleicht unbestimmbarer Exemplare GWBB39,87,13 Hoff 20.1.25 Der Mathematiker ist angewiesen auf’s Quantitative, auf alles was sich durch Zahl und Maß b. läßt, und also gewissermaßen auf das äußerlich erkennbare Universum GWBN11,96,19 MuR(1286) GWBB37,88,7 Sternbg 20.6.23
uö als ein best (einem empir Systematisieren verpflichteter) Typ natwiss Forschens, bes in absol Verwendung, mehrf in Gegenüberstellung zur morph Methode; einmal als die den Mathematiker kennzeichnende Tätigkeit Die Linneische Anordnung war zu ihrer Zeit geeignet ein unendliches Wissen zu versammeln, und brachte, durch scharfes Trennen, Sondern und B., der Pflanzenkunde großen Vortheil. Das von Jussieu hingegen .. aufgestellte System verdient .. das natürliche genannt zu werden GWBB28,392,4 CarlAug [23.5.17] K jener Gedanke .. daß man sich alle Pflanzengestalten vielleicht aus Einer entwickeln könne. Hiedurch würde es allein möglich werden, Geschlechter und Arten wahrhaft zu b., welches, wie mich dünkt, bisher sehr willkürlich geschieht GWB30,90,1 ItR So hat in der Botanik Herr de Candolle einen unschätzbaren Schritt gethan, daß er die Lehre von der Metamorphose der Pflanzen, welche .. eine mobile Identität [
der Pflanzenorgane] behauptet .. der beschreibenden und b-den Naturforschung zu Hülfe rief GWBN13,119,24 PrincPhilZool Plp Philologen und Mathematikern .. das Handwerk der ersten ist zu emendiren, der andern zu bestimmen GWBB36,279,24 Zelter 18.1.23 GWBN6,351,14 Morph Aphorist GWBN11,142,20 MuR(419) GWBN13,431,28 Naturlehre
sprachl fixieren, benennen, insbes mBez auf Probleme der Terminologie (selten) Bei der botanischen Terminologie ist das die Schwierigkeit, daß sie theils wohl zu unterscheidende Pflanzentheile bestimmt und zwar mit Leichtigkeit, nun aber bei den Übergängen von den einen zu den andern das Ununterscheidbare gleichfalls trennen, b. und benamsen soll GWBN6,357,20u22 Morph Aphorist [
betr Howards Terminologie der Wolkenformen] Was sich nicht halten, nicht erreichen läßt, | Er faßt es an, er hält zuerst es fest; | Bestimmt das Unbestimmte, schränkt es ein, | Benennt es treffend! GWB3,98 HowardsEhrengedächtnis 19 Die Zwischenerscheinungen [
zw Zirrus, Kumulus u Stratus] .. habe ich nicht gebraucht .. sondern sie nach ihrem Vorkommen und Erscheinen jedesmal angedeutet und beschrieben, weil die Mannichfaltigkeit so groß ist daß solche zu b. keine Terminologie vermag GWBN12,37,21 Wolkengest GWBN3,202,5 FlH IV GWBB35,213,17 WHumboldt 24.12.21
uö c
eindeutige Kontur verleihen, das Spezifische von etw hervortreten lassen, verdeutlichen; überwiegend einen Gedanken, eine Vorstellung uä möglichst genau ausdrücken, auch iSv präzisieren, bes iVbdg mit ‘näher’, ‘genauer’ uä; oft neben sinnverwandten od komplementären Verben wie ‘berichtigen’, ‘bedingen’, ‘ausführen’ ua; vereinzelt pejor iS eines pedantischen, unangemessenen Festlegens [
die französ Übersetzer von G-s Anm zu RamNeffe] haben sie .. in den hinzugefügten Noten .. bald übereinstimmend, bald in einigem Widerspruch sich vernehmen lassen. Bald lassen sie gelten, bald b., bald berichtigen sie GWB45,229,28 RamNeffe Nachtr I fuhr der Sprechende fort, dasjenige was dem Gaste zu gefallen schien, weiter auszuführen, oder was derselbe mißbilligte, zu bedingen, näher zu b. GWB28,207,24 DuW 13 ein geselliges Gespräch! Gelangt das Wort nicht schon todt zu dem Hörer, so ermordet er es alsogleich durch Widerspruch, B., Bedingen .. und wie die tausendfältigen Unarten des Unterhaltens auch heißen mögen GWB42
2,224,9 MuR(891) Weil zum didaktischen Vortrag Gewißheit verlangt wird .. darf der Lehrer kein Problem stehen lassen .. Gleich muß etwas bestimmt sein (bepaalt sagt der Holländer) und nun glaubt man eine Weile den unbekannten Raum zu besitzen GWBN11,133,18 MuR(584) GWB30,149,21 ItR ~ T1,289,6 v 10.10.86 GWB32,7,13 ItR
uö PartPräs attr zur Charakterisierung einer Wortart (wohl Adj u/od Adv) [
G gibt der ‘schönen Mailänderin’ eine Lektion im Englischen] übersetzt’ ich ihr erst alle Substantiva [
eines Zeitungsartikels] .. Ich ging darauf zu den einwirkenden, bewegenden, b-den Worten über GWB32,124,22 ItR
als Formgebung im Bereich der Kunst [
betr Vertonung von JeryBätely] Bedienen Sie sich der blassenden Instrumenten als eines Gewürzes und einzeln; bei der Stelle die Flöte, bei einer die Fagot, dort Hautbo, das bestimmt den Ausdruck GWBB4,168,23 Kayser 20.1.80 Der höhere gründliche Sinn der Alten verlangte nicht immer ein .. neues .. Gebilde. War der Character bestimmt, auf’s Höchste gebracht, so hielt man an dem Gegebenen fest GWB49
2,115,6 Verz geschnSteine Bln 1827 Von der bildenden Kunst verlangt man deutliche, klare, bestimmte Darstellungen .. Die vortheilhaftesten Gegenstände sind die, welche sich durch ihr sinnliches Dasein selbst b. GWB47,91,11 ÜbGegenstde bildKunst
uö als Formung, Kultivierung des Menschen ein falsches Streben .. für das Individuum ein ganz unentbehrlicher Umweg .. Jedes Irren giebt eine specifische Cultur und wirkt auf das Ganze b-d und vereinend [< Jedes Irren bildet
K; Jede Rückkehr vom Irrthum bildet mächtig den Menschen im Einzelnen und Ganzen aus
R] GWBB17,321,35 Eichstädt 15.9.04 K so sieht das vielköpfige .. hin und her irrende Thier [
das Volk im Amphitheater] sich zu einem edlen Körper vereinigt, zu einer Einheit bestimmt, in eine Masse verbunden und befestigt, als Eine Gestalt GWB30,60,13 ItR GWBB36,280,3 Zelter 18.1.23 d
refl, mit nichtpers Subj: eine eindeutige Richtung nehmen, eine entschiedene Kontur, Form annehmen, sich ausprägen, bilden; bes von psych u intellektuellen Phänomenen daß die Intentionen meiner Seele dauernder werden, und ich hoffe sie soll sich nach und nach b. GWBB2,14,10 Salzmann 3.2.72 Was mich freut ist daß keine von meinen alten Grundideen verrückt und verändert wird, es bestimmt sich nur alles mehr GWBT1,229,10 v 25.9.86 Die Organe, durch welche sich die bedeutende Scheidung der Pflanzentheile b. soll .. nach der Erde .. nach Luft und Licht .. liegen schon im Samen GWBN6,323,3 Zu MetamPfl 15 GWB32,6,6 ItR GWB42
2,69,5 Rez: WSchulz,Irrt uWahrh
uö ‘sich zu, nach etw b.’, auch iSv sich nach etw richten ein Gelübde .. das .. sich bei mir zur Sprache und Form bestimmt GWB22,131,11 Lj IV 20 Im Centro [
der Metallplatte] wird ein Punct gezeichnet, um welchen die Cirkel gezogen werden, wonach sich die Form des Gefäßes bestimmt GWB44,324,21 CellAnh IX GWB33,85,9 Camp GWBN4,307,12 FlH VI 3
determinieren, wesentlich bedingen, formen, bes in der Morphologie; Zustandspass u PartPrät attr iSv durch die konstitutive Anlage geprägt, mit der spezif Disposition ausgestattet, aktivisch iS der Metamorphose als ständige Wirkung innerer (vitaler) u äußerer Kräfte auf Daseins-, Erscheinungsweise eines Lebewesens od Naturphänomens; vereinzelt ‘sich selbst b.’ Die Art zu seyn der Dinge ist auf eine unglaubliche und geheimnißvolle Weise bestimmt und umschrieben, wenn gleich alle Wesen mit einander in Communication stehen .. daß gewisse Eigenschaften der Cörper gewisse Formen b., einzeln die Form, verbunden eine andre, und so bleibt der Natur eine unzählige Combination und Modification übrig, ohne daß ihre Grundpfeiler erschüttert werden GWBB8,320,3u12 Seidel [29.12.87] Also bestimmt die Gestalt die Lebensweise des Thieres, | Und die Weise zu leben sie wirkt auf alle Gestalten | Mächtig zurück GWB3,90 MetamTiere 25 daß das Wachsthum, welches über der Erde, gegen die Luft zu, sich fortsetzt .. die Gestalt nach und nach verändern und die Theile anders b. muß. Dieses ist die regelmäßige vorwärtsschreitende Metamorphose der Pflanzen GWBN6,284,18 MetamPfl II 10 wir sehen, je nachdem .. beide Kräfte [
Anziehungskraft der Erde, Erwärmung] auf die .. Luft-Materialität wirken, das was wir Witterung nennen entstehen und so das Element, in dem und von dem wir leben, auf’s mannichfaltigste und zugleich gesetzlichste bestimmt GWBN12,106,12 Witterungslehre 1825 Die Wirkungen der Natur .. von dem an, was wir im höchsten Sinne lebendig nennen und sich selbst b-d, bis zu dem was uns gleichsam als ein todtes Element, als ein von außen Bestimmtes erscheint GWBN4,437,21u23 FlH Plp GWB37,348,13 PhysiognFragm Aristoteles von der Physiognomik GWBN7,14,23 Morph Vorarb 1 GWBN7,220,28 AllgVergleichungslehre
uö für das Wirken existentieller, sowohl natürl wie spezif humaner, bes gesellschaftl u hist Bedingungen des menschl Daseins; in Darstellung des Spannungsverhältnisses zw Außen-, Natur- u Selbstbestimmung auch als Vermögen des Menschen Stand und Umstände mögen immer das, was den Menschen umgeben muß, b., aber die Art, womit er sich b. läßt, ist höchst bedeutend GWB37,330,4f PhysiognFragm [
Oheim:] Des Menschen größtes Verdienst .. wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen b. läßt GWB22,332,22f Lj VI [
mBez auf die 1. Strophe ‘Daimon’] Der Dämon bedeutet hier die .. begränzte Individualität der Person .. man möchte .. gestehen, daß angeborne Kraft und Eigenheit mehr als alles Übrige des Menschen Schicksal bestimme .. .. [
mBez auf die 3. Strophe ‘Eros’] der Dämon .. er fühlt nun, daß er nicht allein durch Natur bestimmt und gestempelt sei; jetzt wird er .. gewahr, daß er sich selbst b. könne GWB41
1,216,16 u 219,24f Üb:Urworte 1821 das Jahrhundert, als welches sowohl den Willigen als Unwilligen mit sich fortreißt, bestimmt und bildet GWB26,7,24 DuW Vorw wir haltens noch immer mit dem Themisthokles: Nicht der Boden, sondern die Verhältnisse eines Volks, deren zwar viele auch aus dem Lande, das sie bewohnen, hervorspringen, b. Nation AAJw3,100,8 FGA Sonnenfels GWB31,72,4 ItR GWBB10,361,18 Meyer 30.12.95/3.1.96 GWB42
2,183,2 MuR(542)
uö 4
entscheidend beeinflussen, meist situationsbezogen u bei äußeren Anstößen: jds Handeln, Urteil, Entscheidung lenken; zu etw bewegen, veranlassen; auch iSv entscheiden, den Ausschlag geben, bes iVbdg mit ‘Entschluß’, ‘Wahl’, ‘Schicksal’, vereinzelt mit metonym Bezug; selten bei Naturvorgängen einen Mann, der eigentlich nicht nachdenkt, mehr durch den ersten gegenwärtigen Eindruck sich b. läßt GWBB3,11,21 CarlAug [24.12.75] wollte ich .. von Rom für dießmal Abschied nehmen. Bestimmt mich nun aber Ihr Wille hier zu bleiben .. so werde ich von Ostern an ein neues Leben beginnen GWBB8,330,8 CarlAug 25.1.88 [
Wilh zu sich:] es scheint dir unmöglich, dich zu entscheiden; du wünschest, daß irgend ein Übergewicht von außen deine Wahl b. möge GWB22,125,8 Lj IV 19 Ihr zweyter Brief bestimmt meine Unentschlossenheit [
zu schreiben] GWBB12,37,13 Wulff 9.2.97 Inwiefern sie [
die Elektrizität] .. durch den geringsten Anlaß bestimmt [> gestimmt GWBN12,90,16] wird sich bald von dieser, bald von jener Seite zu zeigen GWBN12,188 Witterungslehre 1825 Var AA132,11 Werth II GWBB9,113,8 Herder [10.5.89]
uö ‘jdn für sich b.’ iSv auf seine Seite ziehen [
für: se faire un appui de qn] GWB9,296 Mahomet 470 5
vorsehen, ausersehen, auch iSv vorbehalten, widmen, zudenken; überwiegend (Zustands-)Pass u PartPrät attr a
situativ, bei einzelnen prakt od persönl Zwecken Seitdem Torgau zur Festung bestimmt ist GWBB23,348,9 Christiane 21.5.13 ich habe noch aus Elsaß zwölf Lieder mitgebracht .. Sie waren Ihnen bestimmt, Ihnen allein bestimmt, so daß ich meinen besten Gesellen keine Abschrift aufs dringendste Bitten erlaubt habe GWBB2,2,8f Herder [Sept 71 Korr DjG2,110] GWBB25,341,6 Gf Brühl 20.5.15
uö(sehr häufig) mit Angabe des Bestimmungsorts, iVbdg mit ‘nach’, ‘dorthin’ uä; bes von Sendungen iSv adressieren, von Personen iSv beordern ein Paquet .. nach Mailand an die Herausgeber der Zeitschrift L’Eco bestimmt GWBB44,242,1 Reichel 3.8.28 Gemählde, das in die Decke eines Zimmers im neuen Schlosse bestimmt ist GWBB15,256,10 Hoffmann 25.9.01 K der nach Petersburg bestimmte persische Gesandte GWB7,240,10 DivNot GWB32,323,17 ItR
uö b
iS einer Lebensplanung: jdn für einen Berufsstand bestimmen J. C.
M., Sohn eines würdigen Pfarrers .. ein .. wilder Knabe .. wird von seiner Mutter .. für die väterliche Laufbahn bestimmt GWB41
2,119,9 Rez:Mämpel,Feldjäger I GWBN4,106,14 FlH VI SchülerNewt
uö jdm einen Ehepartner bestimmen; einmal absol ‘bestimmt sein’ iSv versprochen sein bald dieses, bald jenes | Mädchen bestimmten wir ihm mit elterlichem Geschwätze GWBHermDor V 45 drei Töchter .. Schon ist die älteste bestimmt GWBHermDor II 193
uö c
als Wirkung überindividueller Mächte, Kräfte u Gegebenheiten, meist idVbdgn ‘jd (etw) ist zu etw bestimmt’, ‘jdm ist etw (es) bestimmt’ iSv etw ist jds Los, jdm ist etw beschieden; jd ist zu etw berufen, geboren, geeignet; selten aktivisch mit Subjekten wie ‘Natur’, ‘Gott’, ‘Schicksal’; neben häufiger poetischer Verwendung auch in einzelnen biographischen Äußerungen, meist formelhaft Gott weis wozu ich noch bestimmt bin, daß ich solche Schulen durchgeführt werde GWBB3,1,10 Johanna Fahlmer 22.11.75 [
aus Neapel] Wo ich hinkomme will man mich haben und behalten, möchte ich doch denen etwas werden, zu denen ich wiederzukehren bestimmt bin GWBB8,218,27 ChStein 25.5.87 Wir selbst können noch, wenn es uns Gott bestimmt hat, da [
im neuen Schacht] auf- und niederfahren GWB36,370,9 RedeEröffnBergbIlmenau [1784] Der ich mich .. zu daurendem Wohlwollen empfehlend, so lang es mir hier zu verweilen bestimmt ist [es in Ihrer Nähe zu verweilen gegönnt ist
R] GWBB36,330,16 Gersdorff 20.4.22 K Er war ein sehr wohlgestalteter Mann .. von einem .. höchst gefälligen Betragen, bestimmt in jedem gebildeten Kreise zu glänzen GWB33,193,28 Camp GWB21,192,27 u 193,13 Lj II 9 GWBIph
2 737 Achilleis 263
uö(häufig in ThS/Lj) in grunsätzl Äußerungen üb Lebensgesetz, Daseinszweck des Menschen Die Person, von der Seite des Charakters betrachtet, soll: sie ist beschränkt, zu einem Besondern bestimmt; als Mensch aber will sie GWB41
1,62,10 Shakesp u kein Ende [
Prometheus:] sie [
Eos] .. Gewöhnet Erdgeborner schwaches Auge sanft, | Daß nicht vor Helios Pfeil erblinde mein Geschlecht, | Bestimmt Erleuchtetes zu sehen, nicht das Licht! GWBPand 958 GWBB5,129,2 Kestner 30.5.81 GWB39,383,21 Iph
1 IV 4 GWB51,148,4 ThS II 5
uö ‘für einander bestimmt’ Liebespaare .. durch Ahnung, Geschick, Natur, Gewohnheit, Neigung, Leidenschaft für einander bestimmt GWB7,56,9 DivNot GWB13
2,304,2 Götz
3 V 2 Var
→ GWB
hinüberbestimmen GWB
Gradbestimmen neu- GWB
Selbst- GWB
voraus- GWB
schicksalbestimmend vgl zu 1 GWB
entscheiden GWB
festsetzen regeln vorschreiben zu 1 a GWB
anberaumen GWB
angeben GWB
anordnen GWB
ansetzen GWB
aussetzen GWB
berichtigen GWB
beschließen verfügen zu 1 c GWB
bezeichnen GWB
festhalten zu 1 d GWB
entschließen zu 2 GWB
bezeichnen zu 2 a GWB
angeben GWB
ausmitteln GWB
berichtigen GWB
ermitteln GWB
feststellen zu 2 b GWB
berichtigen GWB
beschreiben GWB
definieren GWB
determinieren GWB
klassifizieren prädizieren stempeln zu 2 c GWB
bepfählen GWB
festsetzen GWB
fixieren verdeutlichen zu 2 d GWB
fixieren(sich f.) GWB
formen(sich f.) zu 3 GWB
bedingen GWB
beschränken GWB
determinieren GWB
disponieren stempeln zu 4 GWB
bewegen veranlassen zu 5 GWB
auserlesen GWB
ausersehen GWB
auserwählen GWB
berufen stempeln vorbehalten widmen zudenken zu 5 a GWB
adressieren GWB
beordern GWB
destinieren zu 5 c GWB
bestellen prädestinieren zubereitenRose UnterbergerR. U.