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Findling

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
16

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Findling

Findling

finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’, ahd. findan (8. Jh.), mhd. vinden, asächs. fīðan, findan, mnd. mnl. nl. vinden, aengl. findan, engl. to find, anord. schwed. finna, got. finþan. Herkunft ungewiß. Vielleicht mit griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’ zur Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden). – abfinden Vb. ‘Ansprüche befriedigen’, reflexiv ‘sich zufriedengeben’ (16. Jh.); zuerst (14. Jh.) in der nd. Rechtssprache belegt mit der Bedeutung ‘durch Gerichtsurteil absprechen, aberkennen’. Abfindung f. ‘Befriedigung von Ansprüchen, Entschädigung’ (16. Jh.). erfinden Vb. ‘bisher noch nicht Vorhandenes ersinnen, erschaffen’, ahd. irfindan ‘erfahren, erkennen, erfassen’ (9. Jh.), mhd. ervinden ‘ausfindig machen, bemerken, erfahren’. Erfindung f. ‘das Ersonnene, Erschaffene’ (15. Jh.). Erfinder m. ‘wer bisher nicht Vorhandenes ersinnt, erschafft’ (15. Jh.), heute besonders im technischen Bereich. erfinderisch Adj. ‘einfallsreich’ (18. Jh.). unerfindlich Adj. ‘unerklärlich’, spätmhd. unervindelich. Fund m. ‘das Finden, das Gefundene’, in der Schwundstufe des Verbs, mhd. vunt, auch bergmannssprachlich ‘neuentdeckte Lagerstätte von Erzen’, dafür auch Fundgrube f. (14. Jh.), übertragen ‘Ort, wo eine Fülle von Erkenntnissen, Belehrungen anzutreffen ist’ (Ende 15. Jh.). Ursprünglich wohl zu ablautendem Fund gebildet und nachträglich (meist im 16. Jh.) an finden angelehnt sind: Findelkind n. ‘ausgesetztes, von Fremden gefundenes Kind’, vgl. mhd. vuntkint, dann auch frühnhd. vündelkint, zu frühnhd. vündel, vindel ‘Findelkind’, Deminutivum zu vunt. Findling m. ‘Findelkind’, mhd. vundelinc; seit dem 19. Jh. auch ‘ein durch Gletscher transportierter Gesteinsblock’. findig Adj. ‘erfinderisch, schlau’, mhd. vündec, vündic ‘erfinderisch, findbar’, seit dem 16. Jh. in der Form findig, s. aber unten fündig. spitzfindig Adj., älter spitzfündig, ‘listig, überklug’ (16. Jh.), vgl. auch spitzer Fund (Luther) und Spitzfund m. (16. Jh.) ‘überklug, trügerisch Erdachtes’. ausfindig Adj., älter ausfündig, meist in festen Wendungen ausfindig machen, werden ‘bekanntmachen, bekannt werden, herausfinden, erforschen’ (15. Jh.). fündig Adj. ‘Bodenschätze aufweisend, ergiebig’, seit dem 16. Jh. bedeutungsdifferenzierend die alte Form gegenüber findig (s. oben) bewahrend.
2418 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Findling

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Findling , des -es, plur. die -e, ein von seinen Ältern weggesetztes und von andern gefundenes Kind; ein Findelkind.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Findling

    Goethe-Wörterbuch

    Findling s Fündling Günter Kramer G. K.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Findling

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Findling , s. erratische Blöcke .

  4. modern
    Dialekt
    Findlingm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Findling m. : 1. a. 'uneheliches Kind', Findling (findliŋ) [verbr.]; vgl. Bankert 1, Bastard 1, Findelkind 2, auflesen 1…

  5. Spezial
    Findling

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Find|ling m. (-s,-e) 1 (Findelkind) (pice) möt ciafé m. 2 ‹geol› bloch eratich m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit findling

6 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von findling

finden + -ling

findling leitet sich vom Lemma finden ab mit Suffix -ling, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

findling‑ als Erstglied (4 von 4)

findlinghaus

DWB

findling·haus

findlinghaus , n. findelhaus, steife verdeutschung des fr. maison des enfans trouvés: wenn ihr vater die hundert thaler nicht hergeben will,…

Findling(s)+feld

PfWB

findling·s·feld

Findling(s) + -feld n. : 'Feld mit häufig auftretenden Geröllsteinen'. a. 1600: ein findling feld oder willering [ Vellmann Wolfst. 165]. —

Ableitungen von findling (2 von 2)

empfindling

DWB

empfindling , m. was empfindler: der nicht, wie viele unserer heutigen empfindlinge, mit verzerrtem weinerlich aussehn sollenden gesichte, a…

Findlinge

Meyers

Findlinge , soviel wie erratische Blöcke (s. Diluvium ); auch die lose im Gehängeschutt und in den Felsenmeeren (s. d.), also auf sekundärer…