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abstammen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abstammen

abstammen

Stamm m. senkrecht gewachsener Teil eines Baumes, von dem die Äste abgehen, übertragen ‘Geschlecht, durch gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Gemeinsamkeiten verbundene Menschengruppe, Sippenverband’, ahd. stam (um 800; vgl. auch liutstam ‘Volksstamm, Leute’, 8. Jh.), mhd. stam (Genitiv stammes) ‘(Baum)stamm, Geschlecht, Abstammung’, mnd. stam(me), mnl. nl. stam führen auf germ. *stamna- (vgl. dazu das unter Steven, s. d., behandelte Substantiv), während aengl. stemn, stefn, engl. stem germ. *stemni- voraussetzt. Dies läßt sich wie griech. stámnos (στάμνος) ‘großer Krug’, eigentlich ‘stehendes Gefäß’, air. tamun ‘Baumstamm’, toch. A ṣtām ‘Baum’ mit m-Formans von der unter stehen (s. d.) genannten Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ herleiten. Als Ausgangsbedeutung ist ‘Ständer’ anzunehmen. Die übertragene Bedeutung ‘Teil eines Volkes, Volksstamm, Geschlecht, Familie’ (vgl. oben ahd. liutstam) folgt dem Bild des sich nach allen Seiten ausbreitenden Baumes, dessen Äste aus einem gemeinsamen Stamm wachsen. Von einer ähnlichen Vorstellung ausgehend (in der Sprachwissenschaft) ‘einer Ableitung, einer Wortfamilie zugrundeliegendes Wort’ (17. Jh.), dann ‘bedeutungstragender Teil eines Wortes’ ohne wort- und formbildende Elemente, (in der Wirtschaft) ‘Grundstock, Kapital’ im Unterschied zu den Zinsen (18. Jh.), ‘fester Bestand an Personen, Mitarbeitern, Kunden, Mitgliedern’ (19. Jh.). – stammen Vb. ‘seinen Ursprung haben’, mhd. stammen; dafür auch abstammen Vb. (17. Jh.); Abstammung f. ‘Herkunft, Ursprung’ (Ende 17. Jh.). angestammt Part.adj. ‘ererbt, überkommen, althergebracht’ (16. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.). stämmig Adj. ‘(wie ein Baumstamm) kräftig, fest’ (17. Jh.). Stammbaum m. ‘(wie ein Baum mit Geäst dargestelltes) Geschlechtsregister mit dem ältesten Vorfahren als Stamm’ (17. Jh.), vgl. lat. arbor generātiōnis. Stammbuch n. ‘Register, Buch, in das die Mitglieder einer Familie, eines Geschlechts eingetragen werden’ (16. Jh.), dann ‘Buch, in das sich Freunde und Bekannte mit einem Denkspruch eintragen’ (17. Jh.). Stammhalter m. ‘männlicher Nachkomme, der das Geschlecht erhalten soll’ (17. Jh.). Stammvater m. ‘Begründer eines Geschlechts’ (18. Jh.).
2205 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abstammen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Abstammen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, herkommen, dem Geschlechte nach, herstammen. Er stam…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abstammen

    Goethe-Wörterbuch

    abstammen Balsamo, der vermuthlich von jüdischem Geschlecht abstammte [von jüdischer Abkunft war Var ] 31,128,20 ItR [ B…

  3. modern
    Dialekt
    abstammenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ab-stammen schw. : wie schd. Mer määnt, du stammscht vun Affe ab, z. B. von einem, der dichtbehaart ist [Kaislt allg.].

  4. Sprichwörter
    Abstammen

    Wander (Sprichwörter)

    Abstammen 1. Der stammt, noch von Amolek ab. ( Jüd.-deutsch. ) – Tendlau, 36. Von einem Judenverfolger, weil Amalek den …

  5. Spezial
    abstammen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|stam|men vb.intr. 1 (Nachfahre sein) gní da, ester descendënt de 2 ‹ling› gní da. ▬ sie stammt von einer Adelsfamilie…

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Cotta, M. (2026). „abstammen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abstammen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „abstammen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abstammen/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „abstammen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abstammen/pfeifer_etym.
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