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findig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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15

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

findig

findig

finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’, ahd. findan (8. Jh.), mhd. vinden, asächs. fīðan, findan, mnd. mnl. nl. vinden, aengl. findan, engl. to find, anord. schwed. finna, got. finþan. Herkunft ungewiß. Vielleicht mit griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’ zur Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden). – abfinden Vb. ‘Ansprüche befriedigen’, reflexiv ‘sich zufriedengeben’ (16. Jh.); zuerst (14. Jh.) in der nd. Rechtssprache belegt mit der Bedeutung ‘durch Gerichtsurteil absprechen, aberkennen’. Abfindung f. ‘Befriedigung von Ansprüchen, Entschädigung’ (16. Jh.). erfinden Vb. ‘bisher noch nicht Vorhandenes ersinnen, erschaffen’, ahd. irfindan ‘erfahren, erkennen, erfassen’ (9. Jh.), mhd. ervinden ‘ausfindig machen, bemerken, erfahren’. Erfindung f. ‘das Ersonnene, Erschaffene’ (15. Jh.). Erfinder m. ‘wer bisher nicht Vorhandenes ersinnt, erschafft’ (15. Jh.), heute besonders im technischen Bereich. erfinderisch Adj. ‘einfallsreich’ (18. Jh.). unerfindlich Adj. ‘unerklärlich’, spätmhd. unervindelich. Fund m. ‘das Finden, das Gefundene’, in der Schwundstufe des Verbs, mhd. vunt, auch bergmannssprachlich ‘neuentdeckte Lagerstätte von Erzen’, dafür auch Fundgrube f. (14. Jh.), übertragen ‘Ort, wo eine Fülle von Erkenntnissen, Belehrungen anzutreffen ist’ (Ende 15. Jh.). Ursprünglich wohl zu ablautendem Fund gebildet und nachträglich (meist im 16. Jh.) an finden angelehnt sind: Findelkind n. ‘ausgesetztes, von Fremden gefundenes Kind’, vgl. mhd. vuntkint, dann auch frühnhd. vündelkint, zu frühnhd. vündel, vindel ‘Findelkind’, Deminutivum zu vunt. Findling m. ‘Findelkind’, mhd. vundelinc; seit dem 19. Jh. auch ‘ein durch Gletscher transportierter Gesteinsblock’. findig Adj. ‘erfinderisch, schlau’, mhd. vündec, vündic ‘erfinderisch, findbar’, seit dem 16. Jh. in der Form findig, s. aber unten fündig. spitzfindig Adj., älter spitzfündig, ‘listig, überklug’ (16. Jh.), vgl. auch spitzer Fund (Luther) und Spitzfund m. (16. Jh.) ‘überklug, trügerisch Erdachtes’. ausfindig Adj., älter ausfündig, meist in festen Wendungen ausfindig machen, werden ‘bekanntmachen, bekannt werden, herausfinden, erforschen’ (15. Jh.). fündig Adj. ‘Bodenschätze aufweisend, ergiebig’, seit dem 16. Jh. bedeutungsdifferenzierend die alte Form gegenüber findig (s. oben) bewahrend.
2418 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Findig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Findig , adj. et adv. welches nur im Bergbau üblich ist. Findig machen, finden. Ein Bergwerk findig machen, es entdecken…

  2. modern
    Dialekt
    findigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    findig Adj. : ' geschickt im Finden, erfinderisch ', finnich [ LA-Venn ]. Zs. aus- , spitzfindig . Rhein. II 465 ; Bad. …

  3. Spezial
    findig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fin|dig adj. 1 (einfallsreich) ingenius (-sc, -iosa) 2 (schlau) furbo (-bi, -ba).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit findig

4 Bildungen · 1 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von findig

finden + -ig

findig leitet sich vom Lemma finden ab mit Suffix -ig, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von findig 2 Komponenten

fin+dig

findig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

findig‑ als Erstglied (1 von 1)

FINDIGKEIT

DWB2

findig·keit

FINDIGKEIT f. mnd. vindichē i t. abl. von findig adj. einfallsreichtum, erfindungsreichtum, besonderer spürsinn. isolierter frühbeleg: 1484 …

findig als Zweitglied (3 von 3)

abfindig

DRW

abfindig nur in der Form sich abfindig machen seit dem 16. Jh. anscheinend nur in Österreich und der Schweiz, gleichbedeutend mit sich abfin…

ausfindig

DWB

aus·findig

ausfindig , indagabilis: er ist nicht ausfindig, nicht auszufinden; ich mache ihn schon noch ausfindig; er zündete bis in die siedenden kess…

spitzfindig

DWB

spitz·findig

spitzfindig , adj. tüftelnd, listig, in älterer sprache daneben spitzfündig, das wol als die ursprüngliche form anzusehen ist, vgl. findig ,…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „findig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/findig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „findig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/findig/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „findig". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/findig/pfeifer_etym.
BibTeX
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