Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bammel m.
Bammel m.
Bammel m. ‘etw. schaukelnd Herabhängendes, Troddel, Quaste’, Bampel (16. Jh.; s. auch 1Bummel, Bommel), zu bammeln Vb. ‘schaukelnd sich hin und her bewegen’ (16. Jh.), ein die Bewegung symbolisierendes Verb (s. auch baumeln). In neuerer Sprache steht Bammel für ‘Angst’ (Mitte 19. Jh.), gewöhnlich in der umgangssprachlichen Wendung Bammel haben ‘Angst haben’. Die etymologische Herleitung der Wendung ist offen. Rotw. 43 erklärt es als Metathesis von jidd. baal emoh ‘Furchtsamer’. Eher jedoch ist Bammel hier als Rückbildung von bammeln ‘schaukelnd sich hin und her bewegen’ (s. oben) zu verstehen, das als Übertragung die ängstliche Unsicherheit bei Gefahr oder vor einer wichtigen Entscheidung meint.