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Schmerling

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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8 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schmerling

Schmerling

1schmieren Vb. ‘(be)streichen, einfetten’, ahd. smirwen (8. Jh.), mhd. smirwen, smirn, smern ‘(ein)schmieren, salben’, übertragen ‘bestechen’, mnd. mnl. smēren, nl. smeren, aengl. smierwan, engl. to smear, anord. smyrva, smyrja, schwed. smörja ist eine Bildung (germ. *smierwijan) zum Substantiv (wa-Stamm) Schmer m. n. ‘Fett, Schweineschmalz’, ahd. smero (Genitiv smerwes) ‘Fett’ (8. Jh.), mhd. smer, asächs. smero, mnd. smēr, mnl. smēre, smeer, smāre, nl. smeer, aengl. smeoru, engl. smear (‘Schmiere, Fettfleck’), anord. smjǫr, smør ‘Butter, Fett’, schwed. smör ‘Butter’ (germ. *smerwa-); vgl. auch (mit dem Suffix ie. -tro- gebildetes) got. smaírþr ‘Fett’. Herkunft unbekannt. Eine Verbindung zu griech. smýris, smíris (σμύρις, σμίρις) ‘Schleif- und Poliermittel, Schmirgel’ ist unsicher, so daß Verwandtschaft mit letztlich auf dem Griech. beruhendem 1Schmirgel (s. d.) fraglich bleibt. – Schmerbauch m. ‘dicker Bauch, Träger eines dicken Bauches’ (16. Jh.). Schmerling m. eßbarer, mit schmierigem Schleim bedeckter Röhrenpilz (18. Jh.); vgl. Marzell 1, 615. Schmierfink m. ‘wer unsauber ist, unsauber schreibt’ (16. Jh.), zu schmieren ‘sudeln, unsauber schreiben’ (16. Jh.). Schmiergeld n. ‘Bestechungsgeld’ (17. Jh.). Schmieralien Plur. ‘Bestechungsgeschenke, - gelder’ (17. Jh.), ‘schlechtes Geschreibsel’ (18. Jh.), nach mit lateinischer Pluralendung scherzhaft gebildetem schmiralia (17. Jh.). anschmieren Vb. ‘besudeln’ (15. Jh.), ‘jmdm. etw. (durch Betrug) anhängen, aufhalsen’ (16. Jh.), ‘betrügen, übervorteilen’ (18. Jh.), reflexiv ‘sich (mit allen Mitteln) einschmeicheln’ (19. Jh.). 2Schmiere f. ‘Schmierfett’ (15. Jh.), ‘fettiger Schmutz’ (17. Jh.). Auch ‘schlechtes Theater, Wanderbühne’ (19. Jh.), anschließend an schmieren ‘unsauber schreiben’ (s. oben), danach ‘(inhaltlich) flüchtig, schlecht schreiben’ (18. Jh.), entsprechend ‘solche Stücke schlecht darbieten’. schmierig Adj. ‘fettig, schmutzig’ (16. Jh.). Eine eigenwillige Wortwahl der Studentensprache ist 2Schmirgel m. für den klebrigen Rückstand in der Tabakspfeife (18. Jh.), lautlich anklingend an den Wortstamm schmier- (wie in schmieren, schmierig, s. oben), danach landschaftlich (rhein., md.) auch Schmürgel, Schmurgel.
2206 Zeichen · 100 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchmerlingDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Schmerling , — es, Mz. — e . 1) S. Schmerle 2). 2) I Österreich der Schafpilz, eine Abart des Kuhpilzes (Boletus bov…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schmerling

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schmerling , Anton, Ritter von, geb. 1805 zu Wien, seit 1829 im österr. Staatsdienste, 1846 Appellationsrath, war 1848 i…

  3. modern
    Dialekt
    Schmerling

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schmerling m. 1. Boletus granulatus, ein essbarer Schwamm St. 2. Chenopodium bonus Henricus, wilder Spinat Kirschl. 2, 1…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmerling

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Ableitung von schmerling

schmer + -ling

schmerling leitet sich vom Lemma schmer ab mit Suffix -ling.

Keine Komposita gefunden — schmerling kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schmerling". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schmerling/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schmerling". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schmerling/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schmerling". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schmerling/pfeifer_etym.
BibTeX
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