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antheil

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

antheil m.

Bd. 1, Sp. 497
antheil, m. und n. pars, portio, nnl. aandeel. da schon die einfachen theil und deel ausdrücken, was die lat. wörter enthalten, so scheint antheil ursprünglich den theil hervorzuheben, welchen jemand an eine sache hat, der ihm neben andern darauf zusteht, zufällt (s.anrecht). ein ahd. anateil wäre denkbar, läszt sich aber nicht nachweisen, mhd. anteil ergibt sich in den bei Oberlin 53 angezognen stellen des Straszburger statuts und aus dem adj. anteilic. doch ist das wort selten und wenig gebraucht. Luther, Pictorius, Dasypodius, Henisch haben kein anteil, Stieler, Steinbach, Frisch führen es aber auf, im 18 jh. wird es wieder ganz üblich. allgemeiner beifall ist gemeiniglich das antheil (le partage) der mittelmäszigkeit. Wieland 13, 264; seine vollkommenheit war zu rein und grosz, als dasz sie jemals das antheil von millionen sein könnte. 28, 121; was wird dein antheil sein, wenn er auch hier den sieg dir abgewinnt? Schiller 600; er zog vor, an den groszen unübersehlichen vortheilen sein antheil zu nehmen. Göthe 21, 121; dir und den deinigen möge jetzt und künftig das wünschenswertheste zum antheil gelangen. Göthe an Knebel 661. Antheil steht nun aber auch häufig für das franz. intérêt, und während jenes antheil portio oft neutral gesetzt wird, ist es in diesem sinne überwiegend männlich, man sagt warmen antheil, den gröszten antheil an etwas nehmen, etwas mit vollem, oder ohne den geringsten antheil hören, lesen; schien es doch fast, ihr nähmt an dem töchterchen antheil. Voss Luise 3, 751; sie waren ihm nicht gleichgültig, seinen antheil hatten sie längst. Schiller 302; ich zog meine tage ohne freude und ohne antheil hin, meine ehe war kinderlos und dauerte nur kurze zeit. Göthe 19, 101; die schönen Französinnen hatten ihn nicht ohne antheil gelassen. 30, 8; von deutschen productionen war mir Olfried und Lisena eine höchst willkommene erscheinung, worüber ich mich auch mit antheil aussprach. 32, 175; die herzogin hat oft nach dir mit aufrichtigem antheil gefragt. an Knebel 91; es freut mich sehr, dasz mein letztes heft dir einen freundlichen antheil abgewonnen 633. Lessing sagte noch neutral: das antheil, welches die leser daran nehmen. 3, 159. es heiszt in gleicher bedeutung theil nehmen an etwas, und theilnahme ist was antheil, doch antheilnahme wird so wenig gesagt, als statt ohne antheil, mit antheil bloszes ohne theil, mit theil erlaubt wäre.
2406 Zeichen · 30 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Antheil

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Antheil , des -es, plur. die -e, ein Theil eines Ganzen, in Beziehung auf dessen Besitzer. 1) In eigentlicher Bedeut…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit antheil

7 Bildungen · 6 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von antheil 2 Komponenten

ant+heil

antheil setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

antheil‑ als Erstglied (6 von 6)

Antheilhaber

Campe

antheil·haber

○ Der Antheilhaber , des — s, d. Mz. w. d. Ez. einer der Antheil an einer Sache hat, besonders einer der Antheil an dem Gewinne irgend einer…

antheilig

DWB

ant·heilig

antheilig , particeps, franz. participant, wovon sich beantheiligen = betheiligen. mhd. aneteilic, anteilic: der pfenninc der kan solche kun…

Antheilmäßig

Campe

antheil·maessig

◎ Antheilmäßig , adj. u. adv. als ein Antheil, als der gehörige Antheil, dem Antheil gemäß. »Der Gewinn von dieser Unternehmung wurd antheil…

antheilnehmung

DWB

antheil·nehmung

antheilnehmung , f. schreibt einmal Wieland für theilnahme, es ist aber steif und unüblich. s. theilnehmung .

Antheilsschein

Campe

antheil·s·schein

○ Der Antheilsschein , des — es, Mz. die — e, ein Schein, welcher beweiset, daß man an irgend einer Unternehmung und dem daraus zu erwartend…

antheil als Zweitglied (1 von 1)

löwenantheil

DWB

loewen·antheil

löwenantheil , m. den antheil den der löwe nach der bekannten fabel ( auch erzählt von Luther 5, 271 ) von der beute beansprucht und erhält.…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „antheil". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/antheil/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „antheil". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/antheil/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „antheil". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/antheil/dwb.
BibTeX
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