Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
spule f.
spule , f. gerät beim weben und spinnen zur aufwickelung des fadens; ein nur in den sprachen des westgermanischen gebietes altbezeugtes wort, ahd. mhd. gewöhnlich masc. ( vgl. spul sp. 218), doch ausnahmsweise auch fem.: panus spuola Steinmeyer-Sievers 2, 378, 4 ; gût was ir wille ir spûle und ir spille durch die netze drâte sigen. Albr. v. Halberstadt 15, 104 ; dagegen mnd. nur fem. spôle, mittelengl. spôle; ins dänische und schwedische als spole übernommen. das weibliche geschlecht tritt in der nhd. schriftsprache einzig hervor, ebenso in mundarten, wo früher das masc. herrschte: die spuele,…