Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
träufeln vb.
träufeln , vb. , stillare, guttare. herkunft und form. frühneuhochdeutsche iterativ- und deminutivbildung zu träufen. zuerst bei Luther belegt. auf md. herkunft weist neben der verbreitung auch der im gegensatz zu träufen ( s. dort sp. 1415) überall durchgeführte umlaut. im 16. jh. auszer bei md. protestantischen schriftstellern Luther , Mathesius und Ringwaldt, nur bei dem Schwaben Rabus, der aber auf der lutherischen universität Wittenberg studierte, und bei dem aus Schlesien gebürtigen Sebiz. auch im 17 . jh. brauchen es neben vielen md. protestanten erst wenige lutherische Oberdeutsche wie…